TikTok takes over Europe

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Was du im Beitrag erfährst:
  • TikTok knackt die Marke von 1 Milliarde monatlicher Nutzer*innen
  • Dies nicht zuletzt aufgrund des enormen Wachstums in Europa
  • Wie TikTok das Onlineshopping revolutionieren könnte

Wie läuft‘s bei TikTok?

TikTok gilt mittlerweile als relevanteste Promotionplattform für Musiker*innen weltweit. Die rapide Konsumierbarkeit der Inhalte, der präzise Algorithmus und die zahlreichen Tools und Funktionen bieten die Möglichkeit, auch ohne große Fanbase enorme Reichweiten zu erzielen. Das zahlt sich aus: TikTok wächst rasant! Es kommen regelmäßig neue Features hinzu und auch die blanken Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.  

Eine Milliarde monatliche Nutzer

Im Juli erreichte TikTok einen Meilenstein: Eine Milliarde monatliche Nutzer*innen weltweit. Diese Marke wurde viel schneller durchbrochen als es bei Konkurrenten wie Instagram jemals der Fall war. Dies geht vor allem auf das extrem schnelle Wachstum des letzten Jahres zurück. Im Rahmen eines Rechtsstreits mit der US-Regierung wurde im Juli 2020 bekannt, dass es zu diesem Zeitpunkt 689.174.209 monatlich aktive Nutzer*innen gegeben habe. In einem Jahr ist die Plattform also um sagenhafte 45% gewachsen.

Mehr Watchtime als YouTube

Doch es geht nicht nur um Nutzer*innen. Einer der wichtigsten KPIs für Videoplattformen aller Art ist die Nutzungsdauer – und hier legt TikTok richtig los. Mittlerweile hat die App des chinesischen Megakonzerns ByteDance in dieser Hinsicht sogar den ewigen Platzhirsch YouTube überholt.
Durchschnittliche TikTok-User*innen konsumieren im Monat über 24 Stunden Content auf der Plattform. Auf YouTube sind es nur 22 Stunden und 40 Minuten. Durch die über zwei Milliarden monatlichen YouTube-Nutzer*innen kommt dadurch natürlich insgesamt immer noch deutlich mehr kumulierte Watchtime bei heraus – ein Trend ist aber klar erkennbar.

Der europäische Markt

Besonders in den europäischen Markt investiert TikTok zurzeit immense Summen. Doch es scheint sich auszuzahlen: Im Jahr 2020 stiegen die in Europa generierten Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um sagenhafte 545% – von knapp 22,9 Millionen Euro im Jahr 2019 auf satte 147,79 Millionen Euro. Auf der anderen Seite stehen allerdings auch horrende Ausgaben: Die Unkosten beliefen sich 2020 auf 557,55 Millionen Euro – 442% mehr als 2019. Das liegt nicht zuletzt an den über 1.000 neuen Mitarbeiter*innen, in die TikTok in Europa eingestellt hat.

Shopping auf TikTok

TikTok investiert aggressiv in die eigene Zukunft. Damit die Umsätze irgendwann die Unkosten überflügeln, will man aber nicht nur weitere User*innen generieren, sondern auch neue Monetarisierungsmethoden anzapfen. Dafür arbeitet TikTok mit der E-Commerce-Plattform Shopify zusammen. In den USA, Kanada und Großbritannien wurde das Shopping-Feature bereits ausgerollt. Dort kann man in der App Produktkataloge von Shopify-Verkäufer*innen durchstöbern und gezielt Produkte, die man gerade noch in einem Clip gesehen hat, unmittelbar erwerben.

Wie geht’s weiter bei TikTok?

TikTok wächst rasant, baut seine Features immer weiter aus und könnte mit der Implementierung von Shopify womöglich das Onlineshopping revolutionieren und gigantische Umsätze erzeugen. Die enormen Verluste, die TikTok verzeichnet, sind in der Aufbauphase eines Unternehmens in dieser Größenordnung nicht unüblich und deuten auf ein künftig noch rapideres Wachstum hin. Es handelt sich schließlich um gezielte Investitionen. Es gibt ohnehin noch zahlreiche Märkte für TikTok zu erschließen – doch jetzt scheint der Fokus vorerst auf Europa zu liegen.

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