Apple Music discloses information about streaming royalties

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Was du im Beitrag erfährst:
  • Apple Music bezahlt alle Künstler gleich, egal bei welchem Label, Vertrieb, Verwertungsgesellschaft oder Verlag sie sind
  • Vereinfacht gesagt, bezahlt Apple Music pro Stream 0,01 Dollar. Sie zählen dabei jedoch Master- und Publishing Rights zusammen
  • Apple erteilt dem User-Centric-Modell eine klare Absage

Nachdem Spotify kürzlich Loud & Clear lancierte, um mehr Transparenz in die Auszahlungen zu bringen, hat nun auch Apple Music in einem Newsletter den Vorhang etwas gelüftet. Auch sie wollen damit den Musikern genauer aufzeigen, wie ihre Einnahmen zustande kommen. Sie legen dabei vor allem großen Wert darauf, dass sie alle Künstler genau gleich bezahlen.

Während andere Streaminganbieter den Majors höhere Beträge ausschütten als Künstlern, die über Independent Labels oder unabhängige Vertriebe veröffentlichen, hält Apple Music fest, dass sie bei allen dieselben Rates anwenden. Dasselbe gilt auch für die Publishing Rights und zwar völlig unabhängig über welche Verwertungsgesellschaft, Verlag oder in welchem Land die Künstler abrechnen.

Apple Music bezahlt einen Cent pro Stream

Aus dem Newsletter geht hervor, dass sie 52% der generierten Einnahmen für die Master Rights an die Labels / Vertriebe ausschütten. Dies deckt sich in etwa mit den 50 – 53,3%, die Spotify angibt. Davon ausgehend, dass Apple ebenfalls einen Drittel der Einnahmen für sich behält, gehen somit 14,7% an die Songwriter und Komponisten für die Publishing Rights.

Während Spotify keinen PPS (Pay per Stream) nennen will, da dieser von Land zu Land stark variiert, wird Apple Music konkreter. Sie geben als durchschnittlichen PPS 0,01 $ (0,0083 €) an, jedoch zählen sie die Master- und Publishing Rights zusammen. Bricht man diesen Betrag auf die Master Rights herunter, sind dies 0,0078 $ (0,0065 €) pro Stream, welche an die Labels / Vertriebe überwiesen werden. Für eine Million Streams sind dies somit 6.500 €, zählt man die Publishing Rights dazu kommt man auf 8.300 €. Hier findest du unsere detaillierte Analyse der Auszahlungen pro Stream von Apple Music.

Zudem können sie sich einen kleinen Seitenhieb an Spotify nicht verkneifen. Apple Music weist ausdrücklich darauf hin, dass man sich bei ihnen nicht mit tieferen Auszahlungsbeträgen in ihre 30.000 kuratierten sowie die personalisierten und algorithmisch erstellten Playlisten einkaufen kann. Ein solches Feature testet Spotify gegenwärtig in den USA bei den personalisierten Empfehlungen.

Immer mehr Künstler kassieren

Vergangenes Jahr bezahlte Apple Music 5 Millionen Künstler, was 1 Million mehr ist als noch 2019. Die Anzahl Künstler, die mit Master- und Publishing Rights mehr als 1 Million $ erhielt, wuchs seit 2017 um 120% (bei Spotify sind es 90%), die Anzahl Künstler, die mehr als 50.000 $ umsetzte, hat sich verdoppelt (Spotify: 80%). Konkrete Zahlen nennt Apple Music jedoch keine.

User-Centric für Apple keine Option

Zudem äußern sie sich auch noch zu anderen Auszahlungsmodellen, wobei konkret das User-Centric-Modell gemeint ist. Ihre Analysen hätten gezeigt, dass ein Wechsel nicht zu höheren Auszahlungen für die Urheber führen würde. Ihrer Meinung nach ginge ein Großteil der Auszahlungen an eine kleine Anzahl Labels und zudem würde die Transparenz leiden. Dies ist somit eine klarere Absage an einen Systemwechsel als von Spotify.

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