YouTube Shorts – not to be underestimated

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Was du im Beitrag erfährst:
  • Der TikTok-Klon YouTube Shorts ist eine Erfolgsgeschichte
  • Shorts wirken sich auch positiv auf längere Videos und Subscriber aus
  • Mit weiteren Features sollen Shorts noch unverzichtbarer werden

In der Musikwelt scheint sich momentan alles um TikTok zu drehen. Dies geht sogar so weit, dass Labels Songs ohne einen viralen Moment nicht mehr releasen wollen. Natürlich gibt es viele Gründe, die für einen Fokus auf TikTok sprechen. In diesem ganzen Hype sollte man aber nicht vergessen, gelegentlich auch über den Tellerrand zu blicken, denn TikTok ist beileibe nicht die einzige Plattform, die für enorme Reichweiten sorgen kann. Konkret ist dies auch mit YouTube oder noch spezifischer mit YouTube Shorts möglich.

Shorts: Erfolgreiche TikTok-Kopie

YouTube Shorts ist natürlich ein astreiner TikTok-Klon, denn auch die weltgrößte Videoplattform spürt den Druck von TikTok. Seit Juli 2021 sind Shorts in allen Märkten verfügbar, wo es YouTube gibt und anlässlich dieses Jubiläums teilte YouTube einige Statistiken. Diese zeigen, dass der Klon eindeutig geglückt ist. Shorts generieren 30 Milliarden Views jeden Tag und 1,5 Milliarden eingeloggte User schauen sich monatlich Shorts an. Das sind somit 75% ihrer 2 Milliarden User.

Positiver Effekt auf Watchtime und Subscriber

Fast noch wichtiger als diese eindrücklichen Statistiken sind jedoch folgende Facts: Gemäß YouTube profitieren die Creator, welche sowohl Shorts wie auch längere Videos hochladen, von höherer Watchtime und stärkerem Subscriber-Wachstum als solche, die nur längere Videos posten. Konkret heißt dies also, dass sich Shorts auch positiv auf die Anzahl Views der längeren Uploads auswirken.

YouTube schreibt, dass sie nicht nur zur größten Einnahmequelle für die Musikindustrie werden wollen, sondern auch der Ort, wo sich die Verbindung zwischen Artist und Fan vertiefen lässt. Shorts sollen somit als Einfallstor dienen, welche die Fans dann zu den Musikvideos, Interviews oder Livestreams führt. YouTube setzt es sich zum Ziel, dass die Entdeckung von Musik auf YouTube zu Ticket- und Merchverkäufen führt und beim Aufbau der Fangemeinde hilft. Hochgesteckte Ziele, bei denen Shorts ganz offensichtlich eine wichtige Rolle spielen sollen.

Shorts als Teil der Strategie

Wie schon mehrfach erwähnt, sollte man YouTube nicht einzig als den Ort betrachten, wo man seine Musikvideos bunkert, sondern alle Möglichkeiten der Plattform ausnutzen. Dazu gehört auch, sich eine Strategie zurechtzulegen, die aus der richtigen Kombination aus Shorts und längeren Videos besteht. Natürlich muss man sich aber dabei immer überlegen, ob man die Kapazität hat, um sowohl TikTok, Instagram und auch Shorts zu bedienen. Denn überall den exakt gleichen Content hochzuladen ist nicht zielführend, man braucht für jede Plattform eine andere Strategie.

Weitere Features unterwegs

YouTube wird über kurz oder lang weitere Tools einführen, welche zusätzliche Einnahmequellen für Künstler*innen bieten sollen. So soll Live Shopping geplant sein und früher oder später, wird YouTube auch NFTs in die Plattform integrieren, in welcher Form wird sich zeigen. Auch Shorts werden wohl bald neue Funktionen im Shopping-Bereich erhalten sowie Tipping-Features wie Super Chat.

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