Spotify continues to grow and starts to rely on advertising revenue

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Was du im Beitrag erfährst:
  • Spotify hat nun 381 Millionen User davon 172 Millionen zahlende
  • Die Werbeeinnahmen von Spotify steigen deutlich
  • Wieso dies eigentlich einen positiven Einfluss auf die Auszahlung an Musiker*innen haben sollte

15 Jahre ist es nun her seit Spotify in Schweden gegründet wurde und sich dazu aufmachte die Welt zu erobern. Eineinhalb Dekaden später haben sie mitgeholfen die Musikindustrie zu verändern (einige würden auch sagen: zu retten), die Piraterie zu verringern (wenn auch nicht auszulöschen), die Dominanz von Apple zu durchbrechen, die Musik für jeden einzelnen Hörer zu personalisieren und den Fokus weg von Genres hin zu Moods zu lenken. Und sie wachsen kontinuierlich weiter.

Spotify hat nun 381 Millionen User

Ende des dritten Quartals 2021 vermeldete Spotify 381 Millionen monatlich aktive User, davon 172 Millionen zahlende Hörer*innen. Dies ist bei beiden Kennzahlen ein Wachstum von rund 4% im Vergleich zum vorherigen Quartal und eine Steigerung von 19% verglichen mit dem dritten Quartal 2020. Bis Ende Jahr rechnet man mit 400-407 Millionen monatlichen Usern und 177-181 Millionen zahlenden Kund*innen.

Unterdessen ist Spotify in 178 Ländern, also fast überall, verfügbar. Sie weisen dann auch auf das Wachstum in Staaten wie Indien, Philippinen, Indonesien, Südkorea, Bangladesch oder Pakistan hin. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihr Hauptmarkt weiterhin in Europa (34%) sowie Nordamerika (24%) liegt. 22% der Kund*innen kommen zudem aus Lateinamerika während das, was etwas salopp als “Rest of the World” bezeichnet wird, weiterhin nur 21% ausmacht. Wenn man es positiv betrachten will: Spotify hat noch sehr viel Wachstumspotential.

Steigende Werbeumsätze

Spotify war in diesem Quartal zudem auch profitabel, was ja eher die Ausnahme als die Regel ist. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 2 Millionen Euro, im selben Quartal letzten Jahres war es noch ein Verlust von 101 Millionen. Insgesamt betrug der Umsatz im dritten Quartal 2,5 Milliarden Euro. Doch woher kommt dieses Geld? 2,18 Milliarden wurden durch die zahlenden User generiert während 323 Millionen über Werbeumsätze in die Kasse gespült wurden.

Verglichen mit den Einnahmen, die durch die Premium Subscriber generiert werden, erschienen diese 323 Millionen eher wie ein Trinkgeld. Es sind aber immerhin 12,9% des Gesamtumsatzes, was viel ist für Spotify, zuvor lag der Werbeanteil häufig unter 10%. Dies lag auch daran, dass Spotify CEO Daniel Ek das Gratis-Angebot lange nur als Mittel zum Zweck verstand, um neue, zahlende Kund*innen zu gewinnen.

Dies hat sich definitiv geändert und Ek hat das Werbegeschäft als wichtige Einnahmequelle entdeckt. Stolz verkündete Ek, dass Spotify dieses Jahr erstmals über eine Milliarde mit Werbung einnehmen wird. Dies nicht zuletzt dank steigenden Einnahmen im Podcast-Bereich. In den nächsten 5-10 Jahren will er den Anteil der Werbung an den Gesamteinnahmen auf mindestens 20%, besser sogar auf 30-40% steigern.

Höhere Auszahlungen für Musiker*innen?

Ob sich dieser neue Fokus primär auf die Podcaster*innen auswirkt, oder ob es auch einen Einfluss auf die Auszahlungen an Musiker*innen hat, wird sich erst noch zeigen. Fakt ist, dass man momentan für werbebasierte Streams deutlich weniger erhält als für solche von Premium Subscribern. Mit steigenden Werbeeinnahmen müssten somit auch die Auszahlungen für werbebasierte Streams steigen. Da gegenwärtig noch deutlich über die Hälfte der Spotify-Nutzer*innen ein Free Abo haben, könnte eine Erhöhung für eine nicht unwesentliche Steigerung der Ausschüttung sorgen.  

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