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Know-how für Musiker

So erkennt man Fake Streams

Dezember 2, 2020

Hast du eine Streaming Promotion gebucht und bist dir nicht sicher, ob diese seriös ist? Bist du ein Manager, der einen Künstler genauer unter die Lupe nehmen will? Hier erfährst du, wie man herausfindet, ob die Streamingzahlen legitim sind, oder ob mit Bots nachgeholfen wurde.

Die Anzahl Streams sind eines der wichtigsten Merkmale für Erfolg und natürlich auch für das Einkommen. Ebenso wichtig ist es, dass die Algorithmen richtig gefüttert werden. Es zählt also nicht einzig die Steigerung der Streams – schon gar nicht mit illegalen Methoden. Um in Algorithmus Playlisten zu kommen, muss der Algorithmus mit guten Daten genährt werden. Kauft man sich jedoch in Playlisten ein, die nur Bot-Streams generieren, füttert man die Algorithmen mit negativen Daten. Folgende Faktoren zeigen, ob Bots im Spiel waren.

Verhältnis Streams / Saves

Nutzt man Bots, hat man zwar viele Streams aber kaum Saves auf einem Song. Normalerweise entsprechen die Saves etwa 6-10% der Streams. Bei gebotteten Tracks sind es 3% oder weniger.

Verhältnis Streams / Hörer

Das Verhältnis zwischen Streams und Anzahl Hörer eines Songs sollte zwischen 40-60% liegen. Man hat also in etwa doppelt so viele Streams wie Hörer. Bots spielen einen Song häufig nur einmal, sind Streams und Hörer quasi identisch, ist das verdächtig. Wenige Hörer ist ebenso auffällig, dies deutet darauf hin, dass der Song in Dauerschlaufe gespielt wird.

Verhältnis Desktop / Mobile

Die meisten konsumieren Musik über ihr Handy. Liegt der Anteil der Streams, die über Desktop-Geräte kommen über 20%, deutet dies auf gebottete Streams hin.

Verhältnis Free / Premium

Auch wenn Spotify mehr Hörer mit Gratis-Abo als zahlende Kunden hat, generieren die Premium-Accounts mehr Streams. Kommt ein signifikanter Anteil der Streams von Free Accounts, müssen die Alarmglocken klingeln.

Wichtig: Alle Prozentangaben sind ungefähre Richtwerte. Ausnahmen können die Regel bestätigen.

Was anderen Fans gefällt

Diese Rubrik zeigt, was deine Fans sonst noch hören und dies sind zumeist Künstler, die ähnliche Musik machen. Findet man hier Künstler aus völlig unterschiedlichen Genres, deutet dies auf Bots hin. Hat ein Künstler hunderttausende Fans, aber keine „Was anderen Fans gefällt“ Rubrik auf seinem Profil, ist dies ebenso ein Alarmsignal.

Playlisten

Häufig geschieht Betrug über Playlisten. Auch hier lohnt sich ein Zahlenvergleich zwischen Streams und den Hörern (Anteil 40-60%). Verdächtig sind Playlisten mit vielen Followern aber nur unbekannten Songs, fehlendem Cover und komischem Namen. Häufig hat eine Playlist tausende Follower, der Ersteller der Playlist aber fast keine, was ebenfalls auffällig ist.

Monatliche Hörer vs. Follower

Wie bereits in einem anderen Artikel erwähnt, sollten die Follower in etwa 5% der monatlichen Hörer betragen. Liegt die Zahl darunter ist dies eigentlich nur dann erklärbar, wenn man gerade einen Song in einer großen Playlist hat.

Entwicklung Hörer & Follower

Arbeitet ein Künstler mit Bots, wird man bei der langfristigen Entwicklung der Hörer- und Followerzahlen massive Sprünge sehen. Normal ist eine langsam aber stetig anwachsende Kurve.

Herkunft der Streams

Ein Blick wert ist auch die Herkunft der Streams. Botfarmen stehen häufig in Ländern, wo es Spotify gar nicht gibt. Dies umgehen sie über VPN, so dass man plötzlich übermäßig viele Streams aus Kleinstädten hat. Ebenso sollte man darauf achten, ob unverhältnismäßig viele Streams aus demselben Ort stammen.

Um die Zahlen eines Künstlers genau zu analysieren, braucht es Zeit und Zugriff auf dessen Spotify for Artists sowie die Verkauftrends von seinem Vertrieb.

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