How do consumers listen to music?

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Was du im Beitrag erfährst:
  • Wie lange die Konsument*innen Musik hören und über welche Formate
  • Wie viele Livestreaming, Radio und auch physische Tonträger konsumieren
  • Wieso der Streaming Boom die Piraterie nicht gänzlich eliminiert hat

Eine von der IFPI in Auftrag gegebene Studie befragte 43.000 Menschen in 21 Ländern wie sie Musik konsumieren. „Engaging with Music“ ist gemäß ihrer Aussage die bislang größte musikfokussierte Studie bei Konsument*innen weltweit. Diese ergab, dass die Konsument*innen im Schnitt pro Woche 18,4 Stunden Musik hören (in Deutschland 19,3h). Bei der letzten Studie 2019 waren es noch 18 Stunden (in Deutschland 19,1h). Davon ausgehend, dass ein Song im Schnitt 3 Minuten dauert, sind dies 368 Songs wöchentlich.

Doch wo wird diese Musik gehört? Die wöchentliche Musikkonsumation verteilt sich wie folgt:

FormatWeltweitDeutschland
Premium Streaming23%27%
Free Streaming9%7%
Video Streaming (z.B. YouTube, DailyMotion)22%20%
Short Form Video Apps (z.B. TikTok, Triller)11%7%
Social Media Plattformen (z.B. Facebook, Instagram)3%2%
Radio16%22%
Gekaufte Musik (Downloads, CDs, Vinyl)9%10%
Live (inkl. Livestreaming)2%1%
Sonstige5%4%

Streaming

Insgesamt gaben 78% der Befragten an, dass sie Streamingdienste nutzen. Von denjenigen, die auf Streaming verzichten, sagten 35%, dass sie keine Streamingdienste benötigen, da sie alle Musik, die sie wollen auf kostenlosen Video-Plattformen zu finden ist.

Die Umfrage zeigt auch, dass die Hörer*innen nicht nur konsumieren, was ihnen der Algorithmus vorsetzt.

  • 68% gaben an mehr als einmal pro Woche nach einem bestimmten Song zu suchen (16-24-jährige: 82%)
  • 62% suchen mehr als einmal pro Woche nach einem spezifischen Künstler (16-24-jährige: 73%)
  • 62% sagten, dass sie mehr als einmal pro Woche eine selbsterstellte Playlist hören (16-24-jährige: 78%)

Livestreaming / Radio

29% gaben an, dass sie ein Livestream-Konzert verfolgt hatten. 65% werden auch weiterhin Livestreams konsumieren, wenn Konzerte wieder stattfinden. 55% sehen Livestreams als eine gute Alternative, wenn sie ein Konzert nicht besuchen können.

Wie die Auswertung zeigt, ist Radio als Medium weiterhin nicht zu unterschätzen. 74% gaben an hauptsächlich wegen der Musik das Radio einzuschalten und 66% erklärten ohne die Musik würden sie kein Radio hören. Bei der Altersgruppe von 35-64 hören 81% Radio, bei den 25-34-jährigen immerhin noch 76% und selbst bei den 16-24-jährigen noch immer zwei Drittel.

Physische Tonträger

Die Studie zeigt auch, dass physische Produkte noch nicht völlig verschwunden sind. 12% der Befragten hatten im letzten Monat eine CD gekauft und 8% ein Album auf Vinyl. Bei beiden Formaten liegen die 25-34-jährigen über dem Durchschnitt, nämlich bei 15% (CDs) bzw. 11% (Vinyl). Gerade die Vinylkäufer*innen sind sehr intensive Musikfans. 81% von ihnen nutzen Streamingdienste und 67% gaben an, wöchentlich neue Musik oder Künstler*innen zu entdecken. Sie hören im Schnitt zudem 22,1 Stunden Musik pro Woche, also 20% mehr als der Durchschnitt.

Stream Ripping

Natürlich gibt es aber auch Schattenseiten. 30% der Befragten gaben an Musik auf illegalem Weg zu konsumieren. Besonders häufig nutzen dies die 16-24-jährigen, dort sind es gar 38%. Am Populärsten ist das sogenannte Stream Ripping, welches von 27% der Teilnehmer genutzt wird und von 35% der 16-24-jährigen. Dies zeigt leider klar, dass der Streaming-Boom die Piraterie noch nicht völlig eliminiert hat.

Gut fürs Gemüt

Egal wie die Musik konsumiert wird, einig sind sich fast alle darin, dass Musik einfach gut ist fürs Gemüt. 80% der Befragten gaben an, dass Musik ihrem psychischen Wohlbefinden während der Pandemie geholfen hat. Bei den 16-19-jährigen waren es 85%. Gar 87% erklärten, dass Musik ihnen Vergnügen und Freude während Covid bereitet hat. Bleibt zu hoffen, dass diese Freude zu weiteren Streamingabos, Merch-Käufen oder Konzertbesuchen führt.

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