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Wie viel verdiene ich pro Stream bei Apple Music?

Auch für Apple Music haben wir haben analysiert, wie viel pro Stream ausbezahlt wird, auch im Vergleich zu Spotify. Wir waren überrascht über das Ergebnis…

Oktober 1, 2020

Nachdem wir kürzlich analysiert haben, wie viel man pro Stream bei Spotify verdient, haben wir uns nun dessen größten Konkurrenten vorgenommen: Apple Music.

Erneut haben wir einen großen Datenberg zusammengetragen, der auf den Streamingzahlen der iGroove-Kunden basiert. Wie bei Spotify zeigt sich, dass es nicht den einen Betrag gibt, den man pro Stream erhält. Auch bei Apple Music sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern groß, auch wenn sich die Schere nicht ganz so weit öffnet wie bei Spotify.

Wie erklären sich die Schwankungen bei den Streamingzahlen?

Ein großer Unterschied zwischen den beiden Giganten ist sicherlich, dass Apple Music kein Gratis-Angebot offeriert. Ausgenommen sind kostenlose Test-Monate und Spezialangebote. Bei diesen ist der PPS (Pay Per Stream) deutlich tiefer als bei den regulären Abos und teilweise wird sogar gar nichts an die Künstler ausbezahlt. Würde man diese ausklammern, wäre der PPS bei Apple Music nochmals höher.

Bei Apple Music ergeben sich die Unterschiede also vor allem aus den Kosten für das Abonnement. Während man in der Türkei für umgerechnet 1,59 Euro einen Monat lang Apple Music hören kann, bezahlt man in der Schweiz rund 12 Euro und in den meisten EU-Ländern 9,99 Euro.

Zusätzlich unterscheidet sich der PPS bei den verschiedenen Abonnenten enorm. Streams von einem normalen Abo in Deutschland generieren 8.204 Euro pro Million Streams. Bei einem Familienabo sind es hingegen nur 4.215 Euro. Noch tiefer fallen die Zahlungen wie erwähnt in den Testmonaten oder bei Spezialaktionen aus.

Da bei Apple Music aber generell weniger Faktoren den PPS beeinflussen, sind auch die Unterschiede zwischen den Ländern nicht ganz so massiv. Der Spitzenreiter Norwegen übertrifft die anderen Länder maximal um das sechsfache, Ausnahmen sind Nigeria, Kasachstan, Indien und Russland.

Vergleichen wir als erstes wieder die gemäß IFPI 20 wichtigsten Musikmärkte (auf der Liste fehlen Südkorea, Brasilien und Argentinien). Bereits hier sieht man die massiven Unterschiede zwischen den Ländern. Während man in Indien weniger als 2.000 Euro für eine Million Streams erhält, sind es in Norwegen, Dänemark und Schweden über 10.000 Euro. Im Schnitt erhält man in den 17 wichtigsten Musikmärkten 7.492 Euro für eine Million Streams.

Die wichtigsten Musikmärkte im Vergleich

Alle Zahlen in Euro / Stand September 2020
LandPro Million StreamsKosten Abo
Norwegen13'3179.48
Dänemark11'06113.30
Schweden10'3719.61
UK9'65811.18
Schweiz9'47411.97
Italien8'9519.99
Japan7'7677.77
Spanien7'8269.99
Niederlande8'9389.99
Australien6'9287.41
Frankreich6'5449.99
Deutschland5'8749.99
China5'1381.22
Kanada4'5626.41
USA6'4098.38
Mexiko2'6163.80
Indien1'9321.13

Wie viel erhalte ich pro Stream bei Apple Music?

Wie Spotify behält auch Apple Music 30% der Einnahmen für sich und schüttet von den restlichen 70% einen Anteil an die Urheber aus. Der Restbetrag geht via Label oder Vertrieb an die Rechteinhaber.

Apple Music bezahlt die Künstler nach einem sogenannten Pro-Rata-System. Das bedeutet alle generierten Einnahmen werden in einen Topf geworfen (bzw. in viele Töpfe je nach Land und Abo-Modell) und dann anhand der erzielten Streams prozentual verteilt. Wenn Apple Music in einem Monat 100 Millionen einnimmt und man hat 1% aller Streams generiert, erhält man 1 Million.

Angenommen man hätte in jedem der 50 ausgewerteten Länder gleichviele Streams, würde man für eine Million Streams 5.765 Euro erhalten. Dies ist nur leicht unter dem Betrag, den Apple Music für Streams aus Deutschland bezahlt (5.874 Euro). Wie bereits bei Spotify gibt es auch bei Apple Music deutliche Unterschiede zwischen den deutschsprachigen Ländern: Für Streams aus Österreich erhält man pro Million rund 8.148 Euro, in der Schweiz sogar 9.474 Euro. Für Streams aus der Schweiz erhält man also über 60% mehr als für Streams aus Deutschland.

Gemessen am PPS und der Einwohnerzahl sind ähnlich wie bei Spotify die interessantesten Märkte UK, Deutschland, Frankreich, Japan, Australien sowie die USA. Anders als bei Spotify sind aber auch Italien, Portugal und Spanien durchaus spannend. Nicht verachten sollte man zudem die Benelux Länder, die Schweiz, Österreich und insbesondere die skandinavischen Staaten, welche die Liste anführen.

Apple Music vs. Spotify

Es ist kein Geheimnis, dass Apple Music deutlich mehr pro Stream bezahlt als sein schwedischer Mitbewerber. Dank unserer Auswertung sieht man nun, wie groß der Unterschied tatsächlich ist.

Im Schnitt auf alle Länder berechnet, bezahlt Apple Music 2,84 Mal so viel pro Stream wie Spotify. Während der Faktor im Heimatmarkt USA bei 2,13 liegt, ist er zum Beispiel in südeuropäischen Ländern wie Griechenland über 4. In Italien oder Portugal sogar bei sagenhaften 5,28, respektive 5,77!

In den deutschsprachigen Ländern bewegt er sich leicht unter dem Durchschnitt. In Deutschland liegt der Faktor bei 2,05, in Österreich sind es 2,17 und in der Schweiz 2,35. Für einen Stream bei Apple Music erhält man also gut doppelt so viel wie für einen Stream bei Spotify.

In der untenstehenden Liste seht ihr, wie viel man pro Land für eine Million Streams bei Apple Music erhält. Zudem könnt ihr die Zahlen von Apple Music direkt mit denen von Spotify vergleichen. Der Faktor zeigt, wieviel mehr man pro Stream bei Apple Music erhält. Schließlich ist auch noch angegeben, wie viel das Abo im jeweiligen Land für die beiden Shops kostet.

Lesebeispiel: Für Streams aus Deutschland erhält man für eine Million Streams bei Apple Music 5.874 Euro und bei Spotify 2.862 Euro. Pro Streams erhält man also bei Apple Music 2,05 Mal so viel wie bei Spotify. Wenn ein Künstler praktisch nur Streams aus Deutschland generiert, braucht er, um monatlich 4.000 Euro zu verdienen, rund 1,4 Millionen Spotify-Streams, während bei Apple Music bereits 680.000 Streams ausreichen. 

Für den Konsumenten spielt es kaum eine Rolle, für welchen Dienst er sich entscheidet, da die Abopreise in etwa identisch sind. Als Musiker profitiert man jedoch bei Apple Music deutlich mehr.

Streaming-Auszahlung pro Land

Alle Zahlen in Euro / Stand Apple Music September 2020 / Stand Spotify Juli 2020
LandAbokosten Apple MusicAbokosten SpotifyPro Million Streams Apple MusicPro Million Streams SpotifyFaktor
Norwegen9.4810.2113'3174'6572.86
Dänemark13.3013.3011'0614'3852.52
Schweden9.619.6310'3713'7752.75
UK11.1810.959'6584'1762.31
Schweiz11.9712.009'4744'0252.35
Luxemburg9.999.999'7443'5362.76
Italien9.999.998'9511'6945.28
Finnland9.999.999'8453'7782.61
Portugal6.996.997'9811'3825.77
Japan7.777.927'7673'0172.57
Singapur6.156.127'7252'4793.12
Österreich9.999.998'1483'7552.17
Belgien9.999.997'6552'7582.78
Neuseeland8.478.537'7504'2311.83
Spanien9.999.997'8261'9993.92
Niederlande9.999.998'9383'0832.90
Australien7.417.296'9283'3702.06
Hongkong6.286.386'6162'3322.84
Frankreich9.999.996'5442'6902.43
Costa Rica5.025.115'9241'6793.53
Griechenland6.996.997'2871'5044.84
Deutschland9.999.995'8742'8622.05
Mittelwert aller Länder6.247.055'7652'0312.84
Slowakei5.995.995'3571'6403.27
Israel4.964.964'7532'7901.70
China1.225'138
Tschechien5.685.994'9261'7912.75
Kanada6.416.374'5622'3281.96
USA8.388.526'4092'9982.14
Indonesien2.822.924'1048195.01
Ungarn4.204.994'4321'6192.74
Thailand3.483.493'9479884.00
Polen4.554.544'1751'1943.50
Taiwan4.284.333'8301'2892.97
Malaysia3.002.993'5691'3202.70
Chile3.663.853'8011'0733.54
Rumänien4.134.994'2381'2883.29
Slovenien5.994'045
Ukraine4.183'019
Peru3.964.552'6451'2422.13
Philippinen2.232.333'2076924.64
Türkei1.592.232'9547154.13
Mexiko3.803.822'5161'2252.05
Südafrika3.003.102'4091'3341.81
Kolumbien2.693.442'1878922.45
Russland1.912'003
Indien1.131.361'9321'1971.61
Kasachstan1.991'730
Nigeria1.951'083
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5 Gründe warum Musiker iGroove ausprobieren sollten. (Artikel RCKSTR Mag)

Mai 1, 2015

Text von Schimun Krausz

Wir sind die letzten, die iTunes, Beatport oder Spotify verteufeln wollen, schliesslich beschallen wir die RCKSTR-Towers praktisch 24 Stunden täglich mit Musik, die wir in den Online-Shops erstanden haben oder von den unglaublich erfolgreichen Schweden streamen – Spotify ist laut dem NME mittlerweile mehr wert, als die ganze US-Musikindustrie mit allen physischen und digitalen Verkäufen sowie Streams zusammen.

Doch macht es stutzig, wenn man liest, wie wenig Geld die Künstler pro verkauftem oder gestreamtem Song tatsächlich verdienen. Die drei Gründer von iGroove aus Lachen haben darum ein Vertriebssystem entwickelt, das nicht nur modern und einfach zu bedienen ist, sondern Musikern auch ein Maximum an Stutz zurück ins Band-Kässeli fliessen lässt.

1. Mehr Einnahmen
Acht Prozent, mehr will der Shop nicht vom Verkaufspreis Ihrer Releases, die Sie gratis raufladen können. Gekauft werden können Ihre Songs, EPs und Alben bei iGroove oder via Implementierung direkt auf Ihrer Website oder Facebook-Page. Dabei bleiben alle Rechte bei Ihnen und die Verkäufe werden offiziell in den Charts registriert.

2. Kein Label? Kein Problem!
Bei iTunes, Rdio, Amazon und Konsorten präsent und verfügbar zu sein, schadet trotzdem nicht. Für einmalig 45 Franken pro Single (bzw. 55 pro EP und 75 pro Album) sorgen die iGroover dafür, dass Ihre Releases auf allen relevanten Plattformen vorliegen – selbst, wenn Sie bei keinem Label unter Vertrag sind. Auch hier gilt: Sie behalten die Rechte.

3. Musikverkauf per SMS
„Schickt eine SMS mit ‚igroove sido‘ an die Nummer 9000, schon könnt ihr euch mein neues Album downloaden!“ Noch nie konnte Musik so direkt und unmittelbar zum Verkauf verfügbar gemacht werden; der Betrag wird einfach der Telefonrechnung belastet. Weil der Telekom-Anbieter dafür auch noch ein paar Einnahmen-Prozente sehen will, fällt der Reingewinn für den Künstler zwar etwas geringer aus, aber das ist noch immer Meckern auf hohem Prozent-Niveau.
► smstracks.com

4. Was Handfestes
Praktischer als CDs und trotzdem haben Ihre Fans was in der Hand: Die Promo Card kommt im Kreditkartenformat und mit einem Downloadcode für Ihren Release daher – ideal für den Verkauf am Merch-Stand und auch schon in kleiner Stückzahl bestell- und vor allem bezahlbar.

5. Volle Einsicht
Wo wird Ihre Musik gekauft und wo sollten Sie demnach mal ein Konzert spielen? Wo würde sich Promo oder gar Werbung lohnen? Apropos Werbung: Via iGroove lassen sich mit wenigen Klicks Spot-Schaltungen auf Spotify erstellen und kaufen – wenn die Hörer schon mit Werbung genervt werden, dann wenigstens mit solcher für Ihre geile Mucke, oder?

► alle Infos und Angebote unter igroovemusic.com

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Presseartikel iGroove RCKSTR Magazin
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