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Know-how für Musiker  

Arbeite mit den besten Produzenten und Songwritern Deutschlands

Jeder Musiker mit Ambitionen arbeitet stetig daran seine Songs und somit seine Karriere auf das nächste Level zu bringen. Klammert man mal die ganze

Februar 26, 2020

Jeder Musiker mit Ambitionen arbeitet stetig daran seine Songs und somit seine Karriere auf das nächste Level zu bringen. Klammert man mal die ganze Vermarktung sowie die Liveaktivitäten aus, sind es primär drei Punkte bei denen man sich immer weiter verbessern kann:

  • Beats / Produktion
  • Inhalt / Lyrics
  • Soundqualität / Mix und Mastering

Grob gesagt, gibt es zwei Wege, wie man die nächste Qualitätshürde überspringen kann.

1. The Long Way

Du arbeitest, wie bis anhin, kontinuierlich an deinen Fähigkeiten und vertraust primär auf dich selbst oder die Leute in deinem direkten Umfeld. Dies bedeutet üben, ausprobieren, weiter üben, neues Equipment kaufen und erlernen, Tutorials schauen und nochmals üben. Verfügst du über das nötige Talent, wird dich dieser Weg vermutlich zum Ziel führen. Es braucht aber in den meisten Fällen deutlich mehr Geduld und Durchhaltewillen.

2. The Fast Way

Du glaubst zwar an dein Talent, bist dir aber auch bewusst, dass du bei verschiedenen Punkten noch Luft nach oben hast. Einen ungeschliffenen Diamanten kann man mit der Hilfe der richtigen Leute in kürzester Zeit zum Scheinen bringen. Überlege dir also, in welchen Bereichen du Unterstützung benötigst und welche Leute dich und dein Team perfekt ergänzen könnten. Will man mit den besten im Game arbeiten, braucht man zwar ein größeres Budget als wenn man selbst im Proberaum herumwurstelt, dafür kann man die eine oder andere Abkürzung auf der Karriereleiter nehmen.

Schauen wir uns deshalb nun genauer an, wie du mit der richtigen Unterstützung das nächste Level erreichen kannst.

Bringe deine Texte auf das nächste Level mit einem Songwriter

Unser A&R Director Kool Savas weiß aus langjähriger Erfahrung, wie man mit seinen Texten den Zuhörer abholt:

„Je authentischer, desto besser! Wenn du über etwas Spezifisches erzählst, was dich auch persönlich betrifft, wird das von den Zuhörern viel intensiver wahrgenommen.“

Leider ist nicht jeder mit dem Talent des King of Rap gesegnet und kann seine Inhalte haargenau auf den Punkt bringen. Genau hier kann man sich Hilfe holen. Nun stellst du dir vermutlich die Frage, wie ein Text authentisch wirken soll, wenn man ihn von einem Song- bzw. Ghostwriter schreiben lässt. Genau bei solchen Punkten trennt sich die Spreu vom Weizen. Ein guter Songwriter wird anhand deiner Inputs verstehen, wie du das Thema rüberbringen willst und einen Text abliefern, der genau zu dir als Artist passt. So entsteht ein authentischer Song, selbst wenn du nicht selbst jede Zeile dazu beigetragen hast.

Zudem ist Songwriting auch in Rap-Kreisen längst nicht mehr so verpönt, wie dies noch vor einigen Jahren der Fall war, wie uns auch Jiggo bestätigt, der selbst oft für andere Künstler schreibt: „Heutzutage ist es einfacher als früher mit guten Songwritern in Kontakt zu kommen und die Thematik Ghostwriting oder Songwriting wird auch nicht mehr so kritisch betrachtet.“

Bezahlst du einen Songwriter, um deine Lyrics auf das nächste Level zu bringen, hast du umgehend in Sachen Lyrics einen Sprung nach vorne gemacht. Der Nachteil hier ist jedoch, dass dein Pen-Game deswegen nicht besser geworden ist und zudem begibt man sich in eine gewisse Abhängigkeit, wie Kitty Kat erklärt: „Grundsätzlich empfehle ich von Anfang an mit einem Songwriter zu arbeiten, so dass man von Beginn weg ein gewisses Level erreicht. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass man sich abhängig macht von einer Person.“

Jiggo im Interview

Würde sich daher ein Mittelweg empfehlen? Du schreibst deinen Text selbst und lässt ihn dann von einem Profi überarbeiten. So merkst du schnell, welche Schwachstellen verbessert wurden und mit der Zeit wirst du die Ungereimtheiten (pun intended) selbst erkennen und ausmerzen können. Klingt in der Theorie gut, in der Praxis haben jedoch die von uns befragten Songwriter erklärt, dass sie dies nicht machen würden.

Die Chance ist also groß, dass du das Textliche ganz dem Songwriter überlässt. Doch wie gehen diese dabei vor? Haben sie Dutzende Texte in der Schublade oder gehen sie gezielt auf die Wünsche der Kunden ein? Je nachdem, wie Jiggo erklärt: „Bei kleineren Artists kommt es vor, dass ich Skizzen und Demos verwende, die ich nicht für mich selber benutzte. Bei Künstler, die schon ein gewisses Standing haben, ist es alleine wegen ihres Images von Vorteil, wenn man bei null beginnt und den Text maßschneidert. Es ist wichtig, dass die Thematik zum Künstler passt.“

Auch bei Kitty Kat, die neben ihrer eigenen Karriere schon viele Jahre aktiv als Songwriterin tätig ist, gibt es beides: „Entweder habe ich den Text schon und gebe ihn weiter oder ich schnappe mir die Künstler und arbeite mit ihnen zusammen, was mir grundsätzlich lieber ist. So kann der Künstler sich einbringen und da er schon in der Schaffungsphase dabei ist, habe ich viel eher eine Vorstellung davon, was ihm gefällt.“

Schlussendlich stellt sich auch noch die Frage, für wen es sich überhaupt lohnt die Dienste eines Songwriters in Anspruch zu nehmen. Während Kitty Kat empfiehlt, von Beginn an mit einem Songwriters zu arbeiten, würde Jiggo dies Newcomern nicht unbedingt empfehlen. „Newcomern würde ich das aus Budgetgründen nicht unbedingt raten. Gehen wir mal von 500 bis 2.000 Euro für den Songwriter aus dazu kommt dann noch die Produktion, Mix und Mastering sowie vielleicht ein Musikvideo. So ist man schnell bei 5.000 bis 10.000 Euro. Spiel das mal wieder ein als Newcomer! Wenn man schon eine gewisse Reichweite erreicht hat und das nächste Level erreichen will, kann man es sich überlegen einen Writer ins Boot zu holen.“

Kitty Kat im Interview

Dem stimmt Kitty Kat grundsätzlich zu, die Berlinerin ist aber auch überzeugt, dass man einen Songwriter finden kann, der an einen glaubt und somit auch finanziell entgegenkommt: „Wenn ich jemanden wirklich feier und unterstützen will, gebe ich auch erstmal Songs kostenlos raus. Wenn man an jemanden glaubt, glaubt man auch daran, dass irgendwann Geld kommen wird.“

Finde den Produzenten, der deinen Sound auf das nächste Level bringt

Jeder Künstler hat vermutlich eine Idealvorstellung davon, wie der eigene Sound klingen sollte. Diesen bestimmten Sound hinzubekommen, ist jedoch gar nicht immer so einfach und braucht manchmal Jahre (oder ein ganzes Leben). Womöglich gibt es aber Produzenten, die genau diesen Sound haben. Die Chance ist natürlich groß, dass du diesen Produzente nicht persönlich kennst und er vielleicht so bekannt ist, dass du gar nicht erst auf die Idee kommen würdest, diesen zu kontaktieren. Doch Produzenten haben meist ein offenes Ohr und sind häufig auch dazu bereit mit Newcomern zusammenzuarbeiten.

Dies bestätigt auch Platin-Produzent Daniele Terranova: „Wir alle haben klein angefangen und waren froh, wenn wir jemanden hatten, der uns weiterbringt. Deswegen ist es mir relativ egal, ob der Künstler bekannt ist oder nicht solange er Talent hat.“ Doch diese Chance muss man sich auch verdienen, wie Cashmo gegenüber iGroove erklärt: „Mir ist es wichtig zu sehen, dass ein Künstler viel Fleiß und Eigeninitiative reinbringt. Es reicht nicht, ein, zwei Songs zu machen und dann zu glauben, dass der Rest einem in den Schoss fällt.“

Weiter ergänzt Cashmo, dass viele Produzenten, gerade im Deutschrap, durch die Erfolge wählerischer geworden sind: „Vor einigen Jahren gab es nur eine Handvoll Rapper, die richtig Erfolg hatten doch unterdessen hat sich das extrem multipliziert. Es gibt viele Künstler, die Gold oder Platin gehen und viel verkaufen. Natürlich liegt der Fokus der Produzenten dann eher auf diesen Künstlern, da sie damit ihre Brötchen verdienen können. Es ist in der heutigen Zeit sicherlich nicht ganz einfach einen namhaften Produzenten zu erreichen und ihn zu einer Zusammenarbeit zu bewegen.“

Cashmo im Interview

Ein Beatmaker kann dir einen Hit basteln, ein wirklicher Produzent aber noch viel mehr als das. Von diesem erhältst du nicht nur eine Top-Produktion, er wird den ganzen Song auf ein neues Level heben können. Gute Produzenten habe ein Gespür dafür, was funktioniert und können dir beispielsweise auch Tipps für deine Hook oder Inputs betreffend deinen Raps oder dem Gesang geben. Während ein Beatmaker hauptsächlich die Produktion im Auge hat, sieht der Produzent das ganze Bild.  Außerdem profitierst du davon, dass die Produzenten meist sehr gut vernetzt sind, was dir weitere Türen öffnen kann. Nicht zuletzt steigt auch dein Ansehen, wenn du mit den Big Shots zusammenarbeiten konntest.

Auch an dieser Stelle noch ein Tipp von Kool Savas:

„Versucht verschiedene Versionen aus, manchmal passt ein Remix besser zu deinen Lyrics als das Original. Sollte man unsicher sein, holt externe Meinungen ein. Involviert nicht nur eure Freunde, sondern auch Leute die eine eigene und fundierte Meinung haben und diese auch ehrlich äußern.“

Hole das Beste aus deinem Song heraus

Du hast deinen vielleicht besten Text geschrieben und mit einem krassen Produzenten gearbeitet doch dann sparst du am Schluss beim Mix und dem Mastering. Das ist schade, denn so wird die Qualität des Tracks sich nie voll und ganz entfalten können. Die Priorität sollte aber sicherlich vor allem auf dem Songwriting und der Produktion liegen, denn ein schlechter Mix kann einen guten Track zerstören, ein guter Mix aber keinen schlechten Song retten.

 Oder wie Kool Savas es zusammenfasst:

„Ich denke der Mix und die Soundqualität machen gesamthaft gesehen weniger aus als man denkt. Es gibt perfekt gemischte Songs, die nie zu einem Hit wurden aber auch ganz schlecht gemischte Sachen, die Welthits wurden. Vernachlässigen sollte man es natürlich trotzdem nicht, aber es muss jetzt nicht immer der Grammy-Gewinner sein.“

Bei iGroove hast du die Möglichkeit mit drei der renommiertesten Engineers Deutschlands zusammenzuarbeiten. Mehr Infos zu dem Mastering-Service von Kingsize, Sti und KD-Beatz gibt es hier.

Wie komme ich in Kontakt mit den Top-Produzenten und -Songwritern?

Wie oben schon angedeutet, ist das richtige Team häufig der Schlüssel zum Erfolg. Da man in den seltensten Fällen alle benötigten Teammitglieder im eigenen Freundeskreis hat, empfiehlt es sich herauszufinden, mit wem erfolgreiche Künstler zusammenarbeiten. Suche daher für alle oben erwähnten Bereiche deine Favoriten heraus und erstelle eine Liste mit Kontakten. Diese findest du entweder über ihre offizielle Webseite oder via Social Media.

Moris Marchionna, Mitgründer und A&R von iGroove, ist tagtäglich mit erfolgreichen Leuten aus der Musikindustrie in Kontakt und erklärt: „Erfolgreiche Menschen sind meist sehr zugänglich und freundlich – vorausgesetzt du gehst sie richtig an. Es ist deshalb wichtig, dass du dich gut vorbereitest bevor du jemanden kontaktierst.“ Bei der Kontaktaufnahme sollte man kurz erklären, wieso man eine Zusammenarbeit sehr zu schätzen wüsste und außerdem muss man die wichtigsten Fragen (nicht mehr als 1-2) präzise formulieren. Auf keinen Fall sollte man aufdringlich sein, auch wenn die Antwort mal etwas auf sich warten lässt: diese Leute sind sehr beschäftigt.

Moris Marchionna erklärt weiter: „Zwischenmenschliche Aspekte sind deshalb überaus wichtig, weil Entscheidungen für eine Zusammenarbeit häufig emotional und aufgrund von Sympathie getroffen werden. Auch erfolgreiche Leute entscheiden nicht ausschließlich aufgrund finanzieller Aspekte. Du solltest schon im Voraus überlegen, was du ihnen bieten kannst und was dein Budget ist. Versuche dich für einen Moment in dein Gegenüber zu versetzen und herauszufinden, wieso er mit dir arbeiten sollte.“

Während Produzenten meist eine eigene Website haben oder zumindest auf Social Media leicht auffindbar sind, ist es bei den Songwritern etwas komplizierter. Gemäß Jiggo braucht es aber auch hier nicht viel Recherche: „Jeder kann auf Spotify sehen, wer an einem Song mitgewirkt hat und in 90 Prozent der Fälle wird das dort auch eingetragen. Das stehen dann fünf, sechs Namen und wenn man weiß, welche davon die Produzenten sind, kann man daraus ableiten, wer den Song geschrieben hat. Die andere Möglichkeit ist über einen Verlag, entweder in dem man selbst einen Verlagsdeal hat oder in dem man in Kontakt ist mit einem Verlag. Auf diesem Weg geht das natürlich noch deutlich schneller“.

Sobald man herausgefunden hat, welche Songwriter interessant wären, sieht auch Kitty Kat die Kontaktaufnahme als sehr unkompliziert: „Songwriter sind ganz normale Menschen wie du und ich somit kann man die einfach kontaktieren über Facebook oder Instagram. Einfach mal anschreiben, Sachen hinschicken und wenn der Songwriter Interesse hat, wird er mit dir arbeiten.“

Zukünftig könnte ein neues Feature von Spotify die Suche nach Songwritern zusätzlich erleichtern. Seit kurzem können Songwriter eine eigene Landingpage beantragen, auf welcher alle Tracks aufgeführt sind, an welchen sie mitgearbeitet haben. Diese Landingpage ist dann jeweils direkt bei den auf Spotify hinterlegen Songinfos verlinkt. Bist du ein Songwriter und möchtest deine eigene Page haben? Dann einfach hier klicken.

Tidal ist hier Spotify bereits einen Schritt voraus. Hier sind auf jedem Künstlerprofil auch alle Songs aufgelistet, in welchem ein Künstler als Lyricist, Composer, Producer etc. aufgeführt wurde. Ein Beispiel findet ihr hier.

Soundbetter: Trete in Kontakt mit internationalen Top-Musikern

Eine weitere Möglichkeit, um unkompliziert mit talentierten und renommierten Musikern und Engineers in Kontakt zu kommen, ist die unterdessen von Spotify aufgekaufte Plattform soundbetter.com.

Dies funktioniert ganz simpel: Man fertigt eine Kurzbeschreibung seines Projekts an, verlangt von den gewählten Personen ein unverbindliches und kostenloses Angebot und wenn der Preis stimmt, kann es auch schon losgehen.

Zur Auswahl stehen dabei Produzenten, SängerInnen, Songwriter, Mixing Engineers, Mastering Engineers sowie Sessionmusiker. Diverse Filter erleichtern es dabei einen die passenden Artists zu finden. Da viele der hier registrierten Artists mit den ganz großen des Musikgeschäfts zusammengearbeitet haben, kann man sich hier allenfalls den einen oder anderen Traum erfüllen. So einfach kommt man wohl nur selten mit dem Produzenten deines Lieblingssongs, der Sängerin deren Stimme dich schon auf diversen Songs verzaubert hat oder dem Engineer, der dein Lieblingsalbum gemischt hat in Kontakt.

In der Track-Sektion gibt es außerdem die Möglichkeit fixfertige Songs zu kaufen und diese auch gleich lizenzieren zu lassen.

Mit was für Kosten muss ich rechnen?

Will man mit den Top-Produzenten im Game arbeiten, hat dies seinen Preis. Es gibt aber auch Erfolgsproduzenten wie Daniele Terranova, die das sehr locker handhaben: „Für mich spielt das Geld in erster Linie keine Rolle. Wenn der Künstler wirklich talentiert ist, geht es mir primär darum gute Musik mit ihm zu machen. Im Nachhinein kann man immer noch schauen, wie man das genau macht mit Gema-Anteilen oder Lizenzpunkten. Apache ist ein gutes Beispiel: der hat bei einem Kollegen von mir auch nie etwas bezahlt und ist jetzt so krass erfolgreich.“

Interview mit Daniele Terranova

Die meisten Produzenten werden aber natürlich einen Fixbetrag verlangen, wobei die Preise stark variieren wie Cashmo erklärt: „Die Preise sind sehr unterschiedlich aber ich denke für so zwischen 500 bis 1000 Euro kriegt man bei den meisten Produzenten einen Beat, gewisse Produzenten nehmen auch 2000 bis 3000 Euro für eine Produktion.“ Und die Preise sind nach oben offen, wie Jiggo ergänzt: „Erfahrungsgemäß bezahlt man in Deutschland selten mehr als 5.000 Euro. Natürlich gibt es auch Produzenten, die über Deutschland hinaus bekannt sind wie OZ und da sind wir dann bestimmt bei fünfstelligen Beträgen. Man bekommt aber auch dementsprechend Qualität plus bezahlt man den Namen mit.“

Diesen Preisrange von einigen Hundertern bis zu ungefähr 5.000 Euro bestätigt auch Kitty Kat: „Die Beatpreise liegen irgendwo zwischen 300 und 5.000 Euro. Arbeitet man mit einem Produzenten, der lauter Hits in den Charts hat, muss man zwischen 3.000 und 5.000 Euro oder sogar mehr hinblättern. Bei Producern, die noch eher am Anfang stehen, kann man auch für 200-300 Euro einen Beat bekommen.“

Einen großen Einfluss auf den Preis hat, ob man den Produzenten oder Songwriter komplett auszahlt, oder ob dieser danach den Gema- und Verkaufseinnahmen beteiligt ist. Gerade wenn man noch eher ein Newcomer ist, bei dem nicht im Vornerein klar ist, dass man viel Umsatz mit seinem Release machen wird, werden viele sich wohl eher komplett auszahlen lassen. Dazu Cashmo: „In der Regel ist es so, dass man einen fixen Preis vereinbart. Wenn der Künstler etwas bekannter ist und man davon ausgehen kann, dass da von der Gema her auch noch was reinkommt, kann man den Künstlern mit der Gage entgegenkommen.“

Daniele Terranova bevorzugt es an den Einnahmen beteiligt zu werden: „Mir ist es lieber, gerade bei größeren Sachen, dass ich meine prozentualen Anteile bekomme. Bei größeren Künstlern erhält man natürlich auch die Produktionskosten vergütet. Ein konkretes Beispiel: Bei einem großen Projekt erhielt ich 5.000 Euro Produktionskosten, meine 4 Lizenzpunkte plus dann auch noch die Einnahmen der Gema.»

Bei den Songwritern lief es lange Zeit anders, wie uns Kitty Kat erzählte. Diese erhielten nämlich ausschließlich ihren Anteil von der Gema: „Bis anhin gab es beim Songwriting keine Fixbeträge. Wir Songwriter lebten von den Gema-Einnahmen. Aber es gibt gerade einen Umschwung und viele erfolgreiche Songwriter haben sich zusammengetan und haben einen Fixbetrag für die Songwriter eingeführt. Im Gegensatz zu den Produzenten erhielten die Songwriter keinen fixen Betrag für ihren Text. Wenn nun der Song nicht erfolgreich ist oder seitens des Künstlers oder der Plattenfirma etwas nicht richtig funktioniert, steht der Songwriter mit leeren Händen da, obwohl er gearbeitet hat.“

Jiggo gehört nur neueren Generation von Songwritern und für ihn sind Fixbeträge bereits die Normalität: „Für einen Song, bei welchem man Gema und Punkte erhält, liegt der Preis irgendwo zwischen 1.000 und 5.000 Euro. Es hängt aber auch von der Reichweite und Größe des Artists ab. Weiter kommt es darauf an, in welchem Rahmen der Song releast wird, ob es zum Beispiel eine Video- oder Album-Single ist. Wenn ich den Text für die Video-Single eines großen Artists schreibe, gehe ich lieber mit dem Grundpreis runter und nehme mehr Prozente. Dies mit der einfachen Intention und Hoffnung, dass der Song viele Streams macht und ich dann mehr durch meine Anteile verdiene.“

Will man einen Ghostwriter komplett auszahlen und ihm keine sonstigen Einnahmen abgeben, steigen die Preise erheblich erklärt Jiggo: „Bei einem Top-Ghostwriter kann dies schnell ein fünfstelliger Betrag sein. Wenn man inklusive Beteiligung zwischen 1.000 und 5.000 als Grundpreis erhält, macht es schon Sinn, dass man sich nicht für unter 10.000 Euro auszahlen lässt.“

Daniele rät dann auch den Produzenten und Songwritern, bei den Zusammenarbeit nicht auf hohe Fixkosten zu beharren, sondern sich beteiligen zu lassen: „Ich würde den Leuten raten, nicht zu gierig zu sein. Es lohnt sich abzuwarten, in sein Können zu vertrauen und irgendwann wird sich der Fleiß auszahlen. Wir alle hatten mal Geldnot und wollten das schnelle Geld aber ich denke das ist in der Musikbranche nicht unbedingt vorteilhaft.“

Fazit

Zusammengefasst kann man sagen, will man mit einem Top-Produzenten und einem renommierten Songwriter zusammenarbeiten, sind die Kosten schnell bei 2.000-5.000 Euro oder gar mehr. Zudem wird man in den meisten Fällen auch noch einen Teil der Einnahmen sowie des Gema-Anteils abtreten. Hat man das nötige Geld auf der Seite, kann man diese Kosten als Investment verstehen, die man vielleicht nicht direkt mit der ersten Single wieder einspielt, die aber einen qualitativen Push geben und sich somit hoffentlich längerfristig auszahlen werden.

Top Produzenten

Wir haben für euch einige der Top-Produzenten und -Songwriter aus dem deutschsprachigen Raum zusammengetragen. iGroove erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und die Liste soll kontinuierlich ergänzt werden. Findest du, dass ein Producer oder Songwriter auf der Liste fehlt? Dann fülle dieses Formular aus und wir prüfen dies gerne.

Beatzarrewww.instagram.com/vincent.stein
Cashmowww.instagram.com/cashmomusik
Chekaawww.instagram.com/chekaa
Chrizmaticwww.instagram.com/prod_chrizmatic
Daniele Terranovawww.instagram.com/iamdanieleterranova
Djorkaeffwww.instagram.com/konstantinscherer
Fooswww.instagram.com/foosofficial
Freshmakerwww.instagram.com/freshmakerbeats
Grechoewww.instagram.com/greckoe/
Jimmy Torriowww.instagram.com/jimmytorrio
Jugglerzwww.instagram.com/jugglerz
Juh-Deewww.instagram.com/juhdee
Jumpawww.instagram.com/jumpa275
KD-Beatzwww.instagram.com/kdbeatz
Lucrywww.instagram.com/prodby_lucry
Lukas Pianowww.instagram.com/lukas_piano
Macloudwww.instagram.com/macloud
Miksuwww.instagram.com/miksu
Myvisionblurrywww.instagram.com/myvisionblurry
Nico Chiarawww.instagram.com/nico.chiara
OZwww.instagram.com/ozmusiqe
Pzywww.instagram.com/pzy_offiziell
Remoewww.instagram.com/remoemusic
Sonus 030www.instagram.com/sonus030
Suenawww.instagram.com/__suena
The Cratezwww.instagram.com/thecratez
Young Meshwww.instagram.com/young_mesh

Top Songwriter

Ali Aswww.instagram.com/ali2as
Dominik Langewww.instagram.com/dominiklange
Fabian Römerwww.instagram.com/fabian_roemer
Jiggowww.instagram.com/officialjiggo
Kitty Katwww.instagram.com/kittykat_rapqueen
Montezwww.instagram.com/montez.official
Mosenuwww.instagram.com/xmosenu
MoTripwww.instagram.com/motrip
Paul Jacobiwww.instagram.com/pauljacobi
Payywww.instagram.com/payy
Seko Zazawww.instagram.com/sekozazaofficial
Sentinowww.instagram.com/sentino_zl
Shindywww.instagram.com/shindy
Takt32www.instagram.com/takt32_official

Hast du noch Fragen zum Thema Producer oder Songwriting?

Dann melde dich bei unserem Support unter support@igroovemusic.com oder schreibe uns im Chat.

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Nation Music hat Konkurs angemeldet – was geschieht nun mit meinen Releases?

Mai 10, 2017

Eine Ära geht zu Ende: Nation Music hat Konkurs angemeldet. Über viele Jahre war Nation Music die erste Anlaufstelle für viele Musiker, vor allem aus dem Urban Bereich, wenn sie ihre Alben ohne den Support eines grossen Labels in die Läden und digitalen Shops bringen wollten.

Das Ende dieses einst wichtigen Vertriebs zwingt viele Musiker nun dazu schnell zu handeln. Wir zeigen dir in diesem Blogbeitrag, wie du vorgehen musst, dass deine älteren Releases nicht aus den digitalen Shops verschwinden und ob du allenfalls sogar noch an die noch offenen Beträge kommen kannst.

Nation Music hat Konkurs angemeldet was für die Firma bedeutet, dass sie nun keinen Umsatz mehr generieren und somit auch keine Geschäfte mehr tätigen darf. Wie uns das Konkursamt Aargau am 10. Mai mitteilte, sind die einst von Nation Music vertriebenen Releases bei den Online-Shops inaktiv geschaltet worden. Mit Nation Music abgeschlossene Verträge sind somit nichtig und die Musiker können sich einem neuen Vertrieb anschliessen.

Was muss ich tun damit meine Releases in den Online-Shops wieder erhältlich sind?

iGroove bietet seinen Kunden ein einfaches Tool mit dem bereits veröffentlichte Releases migriert werden können. Mit der Funktion «Release von iTunes importieren» kannst du deine Musik mit wenigen Klicks bei iGrooveNext verfügbar machen. Nachdem die Angaben zu deinem alten Release von iTunes importiert hast brauchen wir noch folgende Informationen von dir:

  • die Songs im WAV-Format
  • das Cover (3000X3000PX)
  • die Infos zu Textautor und Komponist (mehr Infos bei der SUISA)

Alle die bereits einen iGrooveNext-Account haben finden das Tool in der Kategorie «Services» unter «iTunes Import». Wenn du noch keinen Account hast kannst du diesen über www.igroovemusic.com beantragen. Die Funktion «Release von iTunes importieren» kann nur eingesetzt werden solange das Release auf iTunes noch ersichtlich und nicht bereits inaktiv geschaltet ist. Sollte es bereits inaktiv geschaltet sein können deine älteren Releases auf www.igroovemusic.com komplett neu erfasst werden.

Ich habe die WAV-Dateien meiner alten Releases nicht mehr, was tun?

Wenn du dein Release als CD veröffentlicht hast kannst du diese einfach rippen. Ansonsten lohnt es sich mit dem Studio, welches dein Album gemastert hat, in Kontakt zu treten. Eine weitere Quelle ist die Schweizerische Nationalphonotek. In einigen Fällen wird Nation Music eure Files noch haben. Sollte dies alles nicht funktionieren gibt es eine Aktion, die über Facebook gestartet wurde. Diese will alle Releases sammeln, die nicht mehr vollständig vorhanden sind aber nicht von iTunes verschwinden sollen. Hier könnt ihr euer Release eintragen. Die Initianten werden versuchen mit iTunes eine Lösung zu finden. Die einfachste Lösung ist aber sicherlich die Releases mit wenigen Klicks zu iGroove zu migrieren.

Wie komme ich an mein Geld und meine Tonträger?

Einige von euch haben vielleicht noch offene Forderungen gegenüber Nation Music oder Tonträger, die sich in deren Lager befinden. iGroove hat sich mit dem Konkursamt Aargau, welches für das Konkursverfahren der Nation Music GmbH zuständig ist, in Kontakt gesetzt. Dieses ist Momentan dabei sich durch die Belege zu wühlen, einige Informationen konnten sie uns aber bereits geben:

  • Das Konkursamt versucht im Moment eine Liste mit allen Kunden der Nation Music GmbH zu erstellen. Sobald diese vorhanden ist, was voraussichtlich in ein bis zwei Monaten der Fall sein wird, verschickt das Konkursamt ein Rundschreiben. In diesem wird ein Termin genannt, bei dem die noch bei Nation Music eingelagerten Tonträger abgeholt werden können.
  • Wenn ihr den exakten Betrag wisst, der Nation Music euch noch schuldet, könnt ihr diesen in schriftlicher Form beim Konkursamt Aargau anmelden. Weitere Infos findet ihr hier.
  • Sofern ihr nicht wisst, welchen Betrag Nation Music euch noch schuldet wird es komplizierter. Das Konkursamt hat nicht die Mittel zu eruieren, wie viel Nation Music den einzelnen Künstlern oder Labels schuldet. Nation Music wiederum hat aufgrund des laufenden Konkursverfahrens keine Berechtigung irgendwelche Vereinbarungen einzugehen.

Hast du Fragen zum Aus von Nation Music?

Schreib uns einfach eine Email an support@igroovemusic.com oder trag dich hier für einen Telefontermin ein und wir rufen dich zurück.

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Airplay-Einnahmen sichern – wie du es richtig angehst!

April 20, 2017

Der wichtigste Punkt, wenn es um Einnahmen bezüglich Airplays geht, ist das Verständnis für die verschiedenen Organisationen, welche die Gebühren von Radiosendern etc. einsammeln und was du machen musst, damit du diese ausbezahlt bekommst.

Hole dir das Geld für deine Airplays (GVL, GEMA, SWISSPERFORM, SUISA, AKM, LSG)!

Grundsätzlich werden Entschädigungen (Einnahmen) für Airplays in zwei verschiedene Bereiche aufgeteilt. Es gibt Entschädigungen für die Urheber des Werkes sowie für die ausführenden Künstler. Als Urheber gelten Textautoren und die Komponisten des Werkes.

Entschädigungen je nach Bereich

Als ausführende Künstler gelten die Interpreten (Sänger, Drummer etc.) und die Produzenten (wirtschaftlicher Produzent z.B. das Label, oder künstlerischer Produzent z.B. der Studioproduzent). Die Entschädigungen dieser beiden Bereiche werden je nach Land durch verschiedene Organisationen eingefordert und ausbezahlt. 

Es kann also durchaus sein, dass du doppelt bezahlt wirst, wenn du sowohl als Textautor wie auch als Interpret an einer Produktion beteiligt bist.

Wichtige Organisationen im GSA-Raum

Hier die wichtigen Organisationen im GSA-Raum:

  • Deutschland 
    • GEMA -> Urheber    
    • GVL -> ausführende Künstler
  • Schweiz    
    • SUISA -> Urheber    
    • Swissperform -> ausführende Künstler
  • Österreich
    •  AMK -> Urheber        
    • LSG -> ausführende Künstler

Der Wahrnehmungsvertrag

Damit du das meiste Geld für Airplays innerhalb von DE, AT & CH ausbezahlt bekommst, musst du einen Wahrnehmungsvertrag mit beiden Organisationen für dein Land abschliessen und sicherstellen, dass deine Werke bei beiden richtig angemeldet wurden. 

Bei den Organisationen für die ausführenden Künstler gibt es seit 2011 einen automatischen Austausch zwischen den verschiedenen Organisationen der Länder, welcher eine mehrfache Registrierung und Anmeldung überflüssig macht.

Mehrfachanmeldung möglich

Jedoch kann es durchaus sinnvoll sein, sich mehrfach anzumelden, da du so schneller an das Geld kommst und verhindern kannst, dass es beim automatischen Abgleich zwischen den Organisationen zu Fehlern kommt und dir so Geld verloren geht. Bei den Urheberrechtsgesellschaften (SUISA, GEMA, AKM) ist es verboten, sich bei mehr als einer zu registrieren.

Hier die wichtigsten Links zu diesem Thema: 

GVL (für Interpreten/ausübende Künstler in Deutschland) 

Swissperform (für Interpreten/ausübende Künster in der Schweiz)

LSG (für Interpreten/ausübende Künstler Österreich)

GEMA (für Urheber, d.h. Textautoren, Komponisten in Deutschland)

SUISA (für Urheber, d.h. Textautoren, Komponisten in der Schweiz)

AKM (für Urheber, d.h. Textautoren, Komponisten in der Österreich)

Airplay-Einnahmen generieren am Beispiel der GVL

Berechtigt sind alle Künstler, die eine Mitwirkung am jeweiligen Werk im System (GVL-Artsys) hinterlegt haben. Die Künstler erhalten Vergütungen nun auf Grundlage dieser Mitwirkung an einer Produktion und deren Nutzung.

Folgende Grafik veranschaulicht die ganze Sache:

Die Mitwirkung an einer Produktion kannst du ganz einfach mithilfe von «GVL Artsys» anmelden.

Wie nimmt die GVL deine Rechte wahr?

Vorher musst du jedoch noch den Wahrnehmungsvertrag mit der GVL abschließen. Mit diesem Wahrnehmungsvertrag beauftragst du die GVL, deine Rechte als Künstler wahrzunehmen und Vergütungen für dich einzufordern. Du kannst in diesem Vertrag bestimmen, für welche Länder dies gelten soll. Der Abschluss eines Wahrnehmungsvertrages mit der GVL ist kostenlos. Hier kannst du ihn online ausfüllen: Link

Nach der Vertragsunterzeichnung und -übersendung erhältst du postalisch deine persönliche Vertragsnummer, eine Art Mitgliedsnummer. Mit dieser Vertragsnummer sowie deinem Geburtsdatum registrierst du dich beim Onlineportal «GVL Artsys» (www.artsys.gvl.de).

Online-Zugang zur GVL-Datenbank

Du erhältst deine Zugangsdaten und kannst dich ins System einloggen. Nun kannst du in der Datenbank nach Titel oder Interpret suchen und deine Mitwirkung an Werken anmelden. Wurde das Werk von einem Sender gespielt, der von der GVL ausgewertet wird, dann erscheint das Werk im Artsys System.

Weitere Informationen hierzu findest du in den Anhängen der Verteilungspläne, die auf der GVL-Website www.gvl.de im Bereich «GVL / Dokumente und Formulare» zum Download zur Verfügung stehen.

Wie viel Geld erhalte ich pro Airplay von der GVL?

Diese Frage stellt sich jeder Künstler – Sie lässt sich dennoch leider nicht präzise beantworten. Woran liegt das?

Als Künstler machst du deine Ansprüche auf Vergütung dadurch geltend, dass du der GVL deine Mitwirkungen meldest. Damit du ausreichend Zeit dafür hast, gibt es eine Meldefrist von mehreren Jahren (bis Ende des 3. Folgejahres, Ende des 4. Folgejahres findet die Schlussverteilung statt). Das ist einerseits komfortabel, bedeutet aber andererseits auch, dass erst zum Ablauf der Meldefrist die Anzahl der abgegebenen Mitwirkungen bekannt ist.

Wie wird das Geld verteilt?

Da die zur Verteilung insgesamt anstehende Geldsumme am Ende auf alle tatsächlich vorliegenden Mitwirkungen verteilt werden muss, kann bis dahin nur ein Teil der Verteilsumme ausgeschüttet werden und man muss abwarten, welche Mitwirkungen noch gemeldet werden. Bisher gibt es darüber keinerlei Erfahrungswerte, die erste Schlussverteilung dieser Art findet erst 2017 statt.

Deutschland:  GEMA -> Urheber     GVL -> ausführende Künstler
Schweiz:         SUISA -> Urheber     Swissperform -> ausführende Künstler
Österreich:     AMK -> Urheber         LSG -> ausführende Künstler

Um nähere Informationen zu den einzelnen Verteilungsbudgets zu erhalten, findest du hier die Verteilungsbudgets der Verteilung 2015: Link

Verteilungspläne geben Einsicht

Eine noch detailliertere Übersicht der Verteilungspläne aus dem Jahr 2015 inkl. Anlagen findest du hier: Link. In dieser PDF sind auch alle relevanten Radio- und TV-Sender aufgelistet inklusive ihrer Reichweite, ihrer Sendezeitgewichtung und ihrem Kulturfaktor. Diese Faktoren spielen eine Rolle, wenn es um die Verteilung der Budgets geht.

Hier ein kleiner Auszug daraus:

Das Leistungsschutzrecht

Das Leistungsschutzrecht gibt vor, dass sich die Vergütung an der Nutzung einer Produktion orientieren muss: Was häufiger bzw. stärker genutzt wird, soll auch höhere Vergütungen erhalten. Daher berücksichtigt die GVL nicht nur die Anzahl der Ausstrahlungen, sondern nimmt in der Berechnung der Vergütung eben auch verschiedene Gewichtungen vor, z.B. nach Sender-Reichweite oder Sendezeit. Bei dem «Kulturfaktor» fällt die Bandbreite des jeweiligen Senders ins Gewicht: Sender mit niedriger Wiederholrate bekommen hier beispielsweise einen Bonus.

Hast du Fragen zu Airplay-Einnahmen?

Schreib uns einfach eine Email an support@igroovemusic.com oder trag dich hier für einen Telefontermin ein und wir rufen dich zurück.

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Warum Musiker iGroove nutzen? – Artikel im Beat Magazin 2017

März 20, 2017

iGroove heißt das Startup, welches sich auf die professionelle Unterstützung von Musikern spezialisiert hat und den Vertrieb, die Vermarktung und die Produktion übernehmen kann. Mehr Einnahmen, eine bessere Promotion und ein größerer Support!

Mehr Einnahmen mit iGroove

iGroove übernimmt den Vertrieb der Musik über Onlineshops, Streaming-Portale etc. und zahlt nach eigenen Angaben 92% der Netto-Einnahmen an die Künstler aus. Mit der Kommission von 8% will das Unternehmen sicherstellen, dass die Künstler von den neusten Technologien und Möglichkeiten profitieren können.

Außerdem bietet iGroove die Möglichkeit, Musik via SMS zu verkaufen. So können auch Fans ohne Kreditkarte die Musik erwerben. Es heißt, dass viele Künstler damit bis zu 80% an zusätzlichen Einnahmen erzielen. Ebenfalls im Portfolio von iGroove sind Affiliate-Links, um die Alben der Musiker zu posten. Gelangt ein Fan beispielsweise über den Affiliate-Link in den Store, sollen sich die Einnahmen des Künstlers um bis zu 10% erhöhen.

Bessere Promotion und mehr Service werden versichert

Das Team von iGroove ist täglich im Kontakt mit den Redaktionen von iTunes, Spotify etc. um für die Künstler spezielle Promotion-Deals abzuschliessen und sie in den angesagten Playlists unterzubringen.

Aber auch Youtube-Werbung, Radiobemusterung und mehr bietet iGroove als Möglichkeit der Promotion an, um mehr Reichweite zu generieren. Das Startup betont zudem, dass nur Künstler ab einem bestimmten Level aufgenommen werden, um mehr Service zu garantieren. Jeder Künstler erhält einen erfahrenen Product Manager, welcher ihm bei der Release- und Promo-Planung mit Rat und Tat zur Seite steht.

Link zum Artikel bei Beat.de

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Musikrelease planen und promoten – wie mache ich es richtig?

Juli 13, 2016

Bist du an dem Punkt angelangt, wo du dein Album, oder auch eine EP oder Single, veröffentlichst, hast du im Normalfall schon einige Erfahrungen im Musikgeschäft gesammelt.

Zudem hast du viel Arbeit und Herzblut in dein Release gesteckt und deshalb soll das volle Potential ausgeschöpft werden. Dieser Blogbeitrag soll dir dabei helfen eine gute Strategie für deine Veröffentlichung zurechtzulegen und zeigt verschiedene Faktoren, die den Erfolg beeinflussen.

Gute Planung ist die halbe Miete

Die meisten Musiker geniessen, verständlicherweise, vor allem das Musikmachen an sich. Doch was bringt es, wenn man auf einem fertig aufgenommenen Album sitzt aber alle anderen Punkte, die für eine professionelle und somit auch erfolgsversprechende Veröffentlichung wichtig sind, vernachlässigt hat?

Das Ende der Studioaufnahmen naht – was gilt es zu beachten?

Es ist deshalb essentiell verschiedene Punkte bereits zu planen, wenn die Aufnahmen des Albums langsam dem Ende zugehen:

  • Wo will ich mein Album mischen und mastern?
  • Wie finanziere ich mein Release / wie komme ich an Fördergelder?
  • Zu welchen Songs drehe ich Videos und mit wem?
  • Wer macht das Artwork und wie soll dieses aussehen?
  • Was für eine PR-Strategie verfolge ich und welche Medien gehe ich dafür an?
  • Will ich mein Release auch physisch veröffentlichen und wenn ja mit welchem Presswerk arbeite ich?
  • Wo findet die Plattentaufe statt und wie komme ich sonst an Konzerte?

Diese und noch viele weitere Punkte gilt es früh genug zu beachten damit man nicht irgendwann ein fertiges Album hat, dieses aber nicht veröffentlichen kann weil man das Rundherum vernachlässigt hat. Bei vielen dieser Punkte kann dich iGroove unterstützen, setze dich dafür früh genug mit uns in Verbindung.

Wie promote ich mein Release?

Wenn dein Album fertig gemastert ist, das Artwork steht und auch das Releasedate festgesetzt ist, geht es darum deine Musik zu promoten. Abgesehen von Konzerten gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten, von denen wir dir einige vorstellen wollen.

Musikvideo

Musikvideos bleiben eines der besten Tools um dein Release zu bewerben. Deine Fans können einen kompletten Song deines Albums hören und diesen auch in den sozialen Medien teilen. Gerade wenn man mehrere Clips zu einem Album releasen kann, bietet es sich an ein Video zum Start des Vorverkaufs zu veröffentlichen.

Nutze die Beschreibung deines Musikvideos zur Promotion

Kleiner Tipp: Bei der Videobeschreibung die Links zu den Stores und das SMS-Keyword zuoberst einsetzen damit diese immer sichtbar sind, wenn dein Video geteilt oder abgespielt wird. Um das Video zusätzlich zu pushen kann man dieses beispielsweise mit einem «Boost» bei Facebook bewerben (mehr dazu weiter unten) oder dem «Share & Download» Tool von iGroove.

Digitale Promotion / Re-Marketing

Die Möglichkeiten für Promotion sind vielfältig und der Kreativität sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Natürlich sind auch klassische Promotion-Tools wie Flyer oder Stickers weiterhin eine Möglichkeit, die Leute zu erreichen.

Wirklich zielgerichtete Werbung findet aber heutzutage im digitalen Raum statt. Wenn man es richtig anstellt, kann man auch mit einem kleinen Werbebudget einen maximalen Werbeeffekt erzielen.

Digitale Werbemöglichkeiten effizient nutzen

Um die digitalen Werbemöglichkeiten so effizient wie möglich zu nutzen, muss man sich im Vorfeld Gedanken zur Zielgruppe machen. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Zielgruppe

  • Zielgruppe anhand von Kriterien wie Wohnort, Sprache, Alter, Geschlecht etc. (Neue Kunden erreichen)
  • Zielgruppe aufbauend auf bestehenden Kunden (Re-Marketing)

Neue Kunden erreichen

Verschiedene Plattformen bieten unterschiedlichste Werbemöglichkeiten an bei welchen man gegen Bezahlung seine Reichweite erweitern kann. Empfehlenswert ist sicherlich Werbung über Facebook zu schalten. Dies mit dem «Boost»-Button, bei welchem du die Zielgruppe und das Budget selbst definieren kannst.

Fans gewinnen

Man kann es auf die Fans und deren Freunde beschränken oder ergänzen durch Fans von Bands, die ähnliche Musik wie du machen. Man kann mit einem kleinen Betrag beginnen und wenn das Ergebnis zufriedenstellen ist den Betrag erhöhen. Sollte es nicht zu mehr Klicks, Likes und Plays führen, hat man die Möglichkeit die Zielgruppe anzupassen.

Je besser du die Zielgruppe eingrenzt, desto mehr Klicks pro Einblendung wirst du erzielen und desto weniger Kosten pro Klick fallen an. Eine kostengünstigere und effizientere Möglichkeit für Promo gibt es sonst kaum.

Re-Marketing

Eine weitere sehr effiziente Werbeform für Musiker ist das Re-Marketing. Dank dem Re-Marketing lassen sich Personen identifizieren, welche sich bereits für deine Musik interessiert haben in dem sie beispielsweise deine Website besuchten oder deinen Videoclip auf YouTube angeschaut haben. Dank dem Re-Marketing wird nun diesen Personen eine bestimmte Werbung eingeblendet, sobald sie wieder im Internet surfen.

Du kennst dies sicherlich bereits: Du hast dir zum Beispiel einen neuen Sneaker angeschaut und bekommst danach auf verschiedensten Seiten Werbung für genau diesen Schuh. Die Werbung scheint dich überall hin zu verfolgen.

Beim Kunden erweckt dies den Eindruck, dahinter stecke ein riesiges Werbebudget doch in Tat und Wahrheit ist dies eine der kostengünstigsten Werbemöglichkeiten, da sie den Streuverlust um bis zu 95% reduziert. Dies weil die Werbung ausschliesslich Personen angezeigt wird, die sich bereits für deine Musik interessiert haben.

Dies ist zusätzlich wichtig, da man bei Internetwerbung häufig einen fixen Betrag pro 1000 Einblendungen bezahlt und ein Streuverlust deshalb schnell ins Geld geht.

Um von dieser effizienten Lösung profitieren zu können, musst du auf deiner Website, deinem Blog etc. die «Re-Marketing Pixel» der jeweiligen Anbieter (z.B. Facebook, Google etc.) installieren. Dieser übergibt die nötigen Besucherdaten an die Re-Marketing Plattformen. Vier dieser Re-Marketing Plattformen wollen wir dir nun vorstellen:

Facebook-Re-Marketing für Musiker

Neben dem bereits oben beschriebenen «Boost» (Beitrag bewerben) gibt es eine weitere Methode und zwar separate Banner, die auf der rechten Seite oder im Newsfeed eingeblendet werden. Dafür muss zwingend der «Re-Marketing Pixel» installiert sein. Es empfiehlt sich auf Facebook ungefähr 80% des Budgets in Neukunden, also den «Boost», und die restlichen 20% in Re-Marketing zu investieren.

YouTube-Re-Marketing für Musiker

In Kombination mit Re-Marketing ist YouTube eine der besten Plattformen um für Musik zu werben. Es empfiehlt sich deshalb hier nur auf Re-Marketing zu setzen. Bei YouTube gibt es die Möglichkeiten von Video (Pre-Roll) wie auch Text-Werbung.

Die Zielgruppe lässt sich anhand der Betrachter deiner bisherigen Musikvideos eingrenzen. Du kannst beispielsweise deine Werbung nur den Kunden einblenden lassen, welche in den letzten 90 Tagen eines deiner Videos geschaut haben. Schaut sich diese Person ein beliebiges Video an, welches für Werbung freigegeben wurde, läuft dein Video als Pre-Roll Clip bevor das eigentliche Video startet.

Google-Re-Marketing für Musiker

Auch bei Google bietet es sich an, einzig auf Re-Marketing zu setzen. Bei deinen Kampagnen kannst du zusätzlich auf deine Re-Marketing Listen von YouTube zugreifen.

Diesen Personen kannst du dann beispielsweise eine Werbung für dein Album einblenden lassen, wenn sie das nächste Mal eine Website besuchen, welche Werbung via Google aufschaltet. Wenn du den Google Re-Marketing Pixel auf deinen Webseiten installierst, kannst du ebenfalls Re-Marketing Kampagnen für das Google Suchnetzwerk schalten.

Wenn die Besucher deiner Webseiten also das nächste Mal bei Google nach etwas suchen werden sie, unabhängig vom Suchbegriff, deine Anzeige präsentiert bekommen.

AdRoll-Re-Marketing für Musiker

Die Firma AdRoll bietet die wohl grösste Abdeckung von kleineren Websites und Portalen, welche Werbeschaltung via Re-Marketing unterstützen. Im Gegensatz zu Facebook, Google und YouTube bietet AddRoll jedoch keine Text oder Video-Anzeigen, sondern auschliesslich klassische Bannerschaltungen.

Für eine Ad-Roll-Kampagne musst du also erst eigene Banner in den Standard-Formaten erstellen und es ist weiter zwingend nötig den Re-Marketing-Pixel auf deiner Website einzubauen, damit deine Fans beim Besuch deiner Homepage identifiziert werden.

AdRoll empfiehlt sich vor allem für grössere Kampagnen, da man dadurch zusätzliche Reichweite erreicht. Bei einem kleineren Budget ist es besser sich auf Facebook und YouTube zu konzentrieren.

Newsletter

Der wohl günstigste Weg dein Release zu promoten ist der Newsletter, da du so Leute erreichst, die sich für deinen Sound interessieren aber nicht regelmässig deine Website oder deine Facebook-Page besuchen.

Dies allerdings nur, wenn du bereits fleissig die Kontaktdaten deiner Fanbase gesammelt hast. Diese Kontakte sammeln kannst du über deine Website, bei Konzerten oder auch, wenn du kostenlose Promotion Musik veröffentlichst, die Fans dafür aber ihre Mail-Adresse angeben müssen.

Richtige Zielgruppe bilden für deinen Newsletter

Es bringt weder etwas den Newsletter an Leute zu senden, die diesen nicht bestellt haben und ebenso wenig lohnt es sich, zu viele Newsletter zu versenden. Wir empfehlen drei Newsletter zeitnahe zum Release:

  1. Zum Start des Vorverkaufs: Informiere deine Fans, dass dein Release jetzt vorbestellt werden kann. Wie schon erwähnt würde es sich anbieten zu diesem Zeitpunkt ein Musikvideo zu veröffentlichen und mit diesen den Vorverkauf zu promoten. Natürlich auf keinen Fall alle Links zu deinem Release vergessen!
  2. Am Tag des Releases: Informiere deine Fans, dass das Release nun erhältlich ist und bedanke dich für die Vorbestellungen. Dies wäre auch ein guter Zeitpunkt um zum Beispiel mit einem Video nochmals zu erklären, wie man das Release ganz bequem per SMS bestellen kann.
  3. Startdatum Streaming: Bedanke dich bei allen, die dein Release gekauft habe und weise darauf hin, dass dieses nun auch bei den Streamingplattformen erhältlich ist. Vergiss nicht auch auf Konzerte oder alle bisherigen Erfolge des Releases (Chartplatzierungen, Medienberichte etc.) hinzuweisen.

PR-Arbeit

Die Pressearbeit ist eine der wichtigsten und gleichzeitig schwierigsten Aufgaben die du in Angriff nehmen musst. Neben guter Musik brauchst du auch eine interessante Geschichte und ein gutes Netzwerk an Journalisten. Ein Patentrezept und eine Erfolgsgarantie gibt es dabei aber nie.

Eine gute Geschichte

In der Inbox von Journalisten landen täglich unzählige Mails und wöchentlich erscheinen verschiedenste neue Releases. Um aus dieser Masse herauszustechen braucht es eine gute Geschichte, welche die Journalisten aufgreifen können. Gute Musik alleine hilft leider selten.

Pressemappe

Journalisten sind häufig im Stress und ihnen fehlt die Zeit alles zu recherchieren. Deshalb ist es wichtig ihnen alle Informationen zu deiner Person / Band gebündelt zu senden.

Neben der Musik und den Infos zu deinem aktuellen Release gehören dazu auch eine Biographie, Links zu Videos, andere Presseartikel und allenfalls auch Fotos in hoher Auflösung. So hat der Journalist gleich alles was er für einen Artikel oder Beitrag benötigt.

Persönliche Kontakte – das Netzwerk

Vieles läuft auch bei der Pressearbeit über persönliche Kontakte. Es ist deshalb wichtig sich ein Netzwerk aufzubauen und möglichst mit den Journalisten in Kontakt zu bleiben.

Es lohnt sich also die Kontakte gut zu archivieren zum Beispiel von Journalisten, die bereits über dich berichtet haben oder auch solche, die über ähnliche Musik geschrieben haben. Zudem solltest du alle Berichte, Interviews etc. über dich aufbewahren.

iGroove bietet dir einen Service für Pressearbeit und Pressetexte mit einem Medienverteiler von über 100 Adressen der wichtigsten Medien der Schweiz. Mehr Infos dazu hier.

Und wie komme ich nun in die Charts?

Natürlich vertreten viele Musiker die Meinung, dass ein Einstieg in die Charts nichts über die Qualität der Musik aussagt und deshalb nicht oberste Priorität hat.

Dem stimmen wir voll und ganz zu, man darf aber auch nicht vergessen, dass ein hoher Charteinstieg die Aufmerksamkeit für dein Release deutlich erhöhen kann. Der kommerzielle Erfolg kann also auch in anderen Bereichen zu einem Türöffner werden (z.B. mehr Konzerte, grössere Medienpräsenz).

Faktoren für den Charteinstieg

Viele Faktoren beeinflussen einen Charteinstieg angefangen bei dem kommerziellen Potential deiner Musik oder der Grösse deiner Fanbase. Doch es gibt auch einige einfache, eher technische Punkte die man keinesfalls ausser Acht lassen sollte.

Basic Infos über die DACH-Charts

Die offiziellen Verkaufscharts in Deutschland, der Schweiz und Österreich werden wöchentlich erhoben. Gewertet werden physische und digitale Verkäufe, SMS-Sales (bisher nur in der Schweiz) wie auch Streams. Wichtig zu beachten ist, dass die Verkäufe immer von Freitag bis Donnerstag erfasst werden.

Deshalb sollte man sein Releasedate unbedingt auf einen Freitag legen um das Maximum aus der wichtigen ersten Woche herauszuholen.

Was braucht es überhaupt um für die Charts gezählt zu werden?

  • EAN und ISRC Codes (iGroove stellt diese zur Verfügung)
  • Verkäufe in mindestens drei verschiedenen Shops (z.B. bei iTunes, Google Play und iGroove)

Wie wird gezählt?

Wie erwähnt ist die Chance in der ersten Woche nach Release am grössten in die Charts zu kommen. Hilfreich dafür sind Vorbestellungen, diese werden am ersten Tag der Veröffentlichung übermittelt und zu den Charts gezählt.

Es empfiehlt sich daher den Vorverkauf zwei bis drei Wochen vor dem Releasedate zu starten um möglichst viele Pre-Orders sammeln zu können. Wenn du dich entscheidest über iGroove zu releasen, solltest du dein Release im Idealfall drei bis vier Wochen vor der Veröffentlichung anliefern.

Über welche Plattformen releasen und wann?

Man muss sich grundsätzlich überlegen, ob man sein Release auf allen Plattformen anbieten oder man auf einige Plattformen beschränken will.

Streaminganbieter empfehlenswert?

Diese Frage stellt sich vor allem bei den Streaminganbietern. Bekanntlich schütten diese nur sehr wenig Geld an die Musiker aus und die Streams zählen auch nur in sehr geringem Verhältnis für die Charts.

Alles in allem ist das Streaming also vor allem in finanzieller Hinsicht nicht sonderlich interessant. Trotzdem empfiehlt es sich sein Album auf Spotify und Co. anzubieten allerdings nicht ab dem Releasedate, sondern erst dann, wenn die digitalen und physischen Verkäufe zurückgehen, was in der Regel vier bis acht Wochen nach Release der Fall ist.

Wenn du dein Release also erst später bei den Streamingdiensten anbietest, erreichst du die Hörer, die nicht warten wollen und somit dein Release kaufen. Zum Start des Streamings kann man allenfalls den Preis des Downloads ein wenig senken und somit einige doch noch davon überzeugen, dass sie sich dein Release downloaden und nicht nur Streamen.

Achtung: Bei diversen Plattformen (iTunes etc.) kann eine Preisänderung mehrere Wochen dauern.

Hinweis: iGroove bietet dir die Möglichkeit, ein separates Releasedatum für die Streaming-Dienste anzugeben.

Musik per SMS verkaufen

Der SMS Download hat bereits vielen Künstlern dabei geholfen bis zu 65% mehr Verkäufe zu generieren was sich schnell auf eine bessere Chartposition auswirken kann. Mit dem SMS-Download können auch Leute dein Album bequem kaufen, die weder iTunes, PayPal noch eine Kreditkarte haben.

Da einige diese Möglichkeit Musik zu kaufen womöglich noch nicht kennen lohnt es sich, deine Fans darauf aufmerksam zu machen und zu erklären, wie es funktioniert. Am Besten bewirbst du dein SMS Keyword (plus die Nummer, an die das SMS gesendet werden muss sowie den Preis des Albums) mit einem Video und natürlich auch über Facebook etc.. Die SMS-Option ist auch praktisch bei direktem Kontakt mit Fans oder Bekannten.

Du kannst ihnen mitteilen, dass sie dein Album direkt jetzt per SMS kaufen können. Bis sie Zuhause sind haben sie womöglich nämlich längst wieder vergessen, dass sie sich noch dein Album auf iTunes besorgen wollten.

Hast du Fragen zu Release-Planung und -Promotion?

Schreib uns einfach eine Email an support@igroovemusic.com oder trag dich hier für einen Telefontermin ein und wir rufen dich zurück.

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Schweizer Firma verkauft Songs per SMS (Artikel 20 Min. 03.03.2016)

März 3, 2016

Mit Musik Geld zu verdienen ist in der Schweiz schwierig.

Ein junges Schweizer Unternehmen bietet Künstlern nun eine neue Möglichkeit, ihre Songs zu verkaufen. Das Start-up iGroove macht sich daran, den Schweizer Musikmarkt umzukrempeln. Mit einer simplen Idee: Musik per SMS verkaufen. Nach der Bezahlung erhält der Käufer einen Download-Link, wo er das Lied oder Album herunterladen kann. Der Kaufbetrag wird danach per Handyrechnung belastet.

In Zeiten von Spotify und iTunes hört sich Musikkauf per SMS etwas altmodisch an. Das sei es aber nicht, sagt Dennis Hausammann, CEO und Mitbegründer von iGroove, zu 20 Minuten. «SMS sind der bequemste Weg, um Musik zu kaufen. Es muss kein Konto eröffnet werden und es braucht auch keine Kreditkarte wie bei anderen Plattformen.» Zwar kann auf iGroove auch mit anderen Zahlungsarten wie Kreditkarten bezahlt werden, 80 Prozent der Käufe würden aber über SMS abgewickelt, sagt Hausammann.

«Einfachheit macht Erfolg aus.»

iGroove mit Sitz im Kanton Schwyz hat Hausammann 2013 zusammen mit Moris Marchionna und Géraldine Allemann gegründet. Die Plattform startete Anfang 2015 und setzt laut eigenen Angaben inzwischen gegen 40000 Franken pro Monat um. Laut den Machern ist iGroove auch schon profitabel. «Die Einfachheit macht den Erfolg aus», ist Hausammann überzeugt.

Rund 2500 Künstler – vorwiegend Schweizer – bieten auf der Plattform ihre Musik an. Die Palette reicht von Rap bis Schlager. Für die Musiker ist vor allem das Vergütungssystem interessant: Die Interpreten, beziehungsweise ihre Labels, erhalten bei Verkäufen über iGroove 92 Prozent der Erlöse – deutlich mehr als bei anderen Download-Plattformen wie etwa iTunes, wo es rund 70 Prozent sind.

Die Preise auf iGroove sind zudem Mindestbeträge, die durch die Künstler festgelegt werden. Wer also einen Musiker zusätzlich unterstützen möchte, kann mehr bezahlen. Rund 15 Prozent der Käufer würden von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, erklärt Hausammann.

Expansion nach Deutschland

Die SMS-Verkäufe haben auch schon Musikern zu einer Chart-Platzierung verholfen. Im vergangenen Jahr etwa stieg der damals noch weitgehend unbekannte Zürcher Rapper Xen direkt auf dem zweiten Platz in der Schweizer Hitparade ein. «Vor allem für kleinere Künstler ohne Label im Rücken ist iGroove eine interessante Plattform», sagt Singer/Songwriter Christoph Trummer, der zudem Präsident des Vereins Musikschaffende Schweiz ist. Der Grund dafür ist, dass iGroove die Songs auch über die grossen Kanäle wie iTunes oder Spotify vertreibt.

Für dieses Jahr plant iGroove, nach Deutschland zu expandieren. Daneben will die Firma künftig auch vermehrt auf Label-Services setzen. «Musiker haben heute dank Social Media die Möglichkeit, sich selbst zu vermarkten», erklärt Hausammann. Trotzdem brauche es für gewisse Dinge ein professionelles Team im Hintergrund. Solche Dienste, die sonst von einem Label übernommen werden, bietet iGroove an. «Die Musiker bezahlen diesen Service aber nicht über die Gesamteinnahmen wie bei einem Label, sondern sie bezahlen nur die Leistungen, die sie effektiv benötigen», sagtHausammann.

Link zum Originalbeitrag

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Gute Musik + iGroove = Success! – Presseartikel vom 05.07.2015 (Schweiz am Sonntag)

Juli 5, 2015

Ein unbekannter Rapper aus Dietikon ZH steht auf einmal in der Hitparade. Wie das? Eine Erfolgsgeschichte über einen jungen Musiker und ein neues Schweizer Online-Musikportal.

Plötzlich war er da. Wie aus dem Nichts ist der Rapper Xen aufgetaucht. Ohne Label, ohne Plattenfirma. Niemand kannte ihn, und doch hat er mit seinem Debüt «Ich Gäge Mich» die Top 5 der Schweizer Albumhitparade geknackt. Und erst noch mit einem rein digitalen Album.

Es ist der zweithöchste Neueinstieg seit der Erhebung der Hitparade. Acht Wochen danach ist «Ich Gäge Mich» noch immer in den Charts. Xen ist damit der bislang erfolgreichste Schweizer Newcomer des Jahres. Wie ist das möglich?

Des Rätsels Lösung heisst iGroove, eine Musik-Plattform der drei Geschäftspartner Moris Marchionna, Geraldine Allemann und Dennis Hausammann aus Lachen SZ. Herzstück ist dabei der Kauf und der Download von Musik über SMS.

Direkt und kinderleicht. Angesprochen werden in erster Linie Jugendliche, die keine oder noch keine Kreditkarte haben. Zweitens richtet sich iGroove an Musikfans, die für eine faire Entlohnung von Musikern sind und deshalb nichts mit Apple oder Spotify zu tun haben wollen. «Unsere Vision: Wir wollen Künstlern helfen, mit ihrer Musik Geld zu verdienen», sagt Hausammann.

Musiker wie Xen, die ihre Musik über iGroove anbieten, verdienen bei einem Download bis zu 40 Prozent mehr als beim iTunes-Store von Apple oder anderen Download-Portalen. iGroove kassiert nur eine Kommission von 8 Prozent. Ziemlich fair.

Der Konsument hat zudem die Möglichkeit, mehr für die Musik zu bezahlen, als dafür verlangt wird. «Der Musikfan kann auf diese Weise genau die Musik unterstützen, die er mag», erklärt Hausammann. «Im Gegensatz zu einem Streaming-Abo, wo er für Musik bezahlen muss, die er sowieso nie hört.»

iGroove sieht sich denn auch als eine Gegenbewegung zum Streaming und deren schlechte Bezahlung der Musiker. «Wir sind nicht gegen das Streaming, jedoch kann es heute nicht das existierende Download-Modell in vollem Umfang ersetzen», sagt Hausammann.

«iGroove ist eine Ergänzung, die die Bindung der Musikfans zu den Musikern aufrechterhält.»

Streaming verändert die Art des Musikhörens. Es führt gemäss der «Nordwestschweiz» zu einer «Unverbindlichkeit»: «Die Bindungen zwischen Künstler und Fan werden loser. Wie die Leute heissen, die die Musik machen, ist dann nicht mehr so wichtig.»

Doch echte Musikfans wollten das nicht. «Sie wollen eine Bindung zu den Musikern oder der Szene», ist Sylvie Widmer vom Berner Label Sound Service überzeugt. Sie seien bereit, «einen angemessenen Betrag für die Musik zu bezahlen». Sie wollten sich mit der Musik und den Künstlern beschäftigen und sich mit einer Community identifizieren.

Xen (sprich: Ssen) ist das beste Beispiel für dieses Verhalten. Als Shkelzen Kastrati ist der Kosovo-Schweizer vor 25 Jahren in Dietikon geboren und aufgewachsen. Über seinen älteren Bruder kam er früh mit Hip-Hop in Verbindung. Begann zu rappen und beatboxen, auch um seine Vergangenheit zu verarbeiten.

Früh schon zog es ihn aus dem Haus, in dem er mit seinem Vater und seiner Stiefmutter lebte. In Dietikon bildete sich eine Gefolgschaft von Hip-Hop-Fans aus dem Balkan. Sie motivierte Xen zum Debütalbum, an dem er drei Jahre lang intensiv gearbeitet hatte. «Wir haben alles selber gemacht. Ich brauche kein Majorlabel», sagt Xen. «Wir haben unsere Fanbase über Facebook und Youtube mobilisiert.»

«Ich bin hier aufgewachsen, bin voll integriert, ich bin Schweizer», sagt Xen, der eine Lehre als Lüftungsmonteur abgeschlossen hat und noch hundert Prozent im Beruf arbeitet. Kennzeichen von Xen ist der typische Balkan-Slang. «Ich kann gar nicht Albanisch rappen», sagt er. Anders als der Rapper Baba Usländer, der den Balkan-Slang als eine Art Comedy verwendet, repräsentiert Xen eine neue Schweizer Realität von Mundart-Rappern mit Migrationshintergrund.

Der Künstler Xen ist die Stimme dieser neuen Schweizer Realität. Glaubwürdig und authentisch. Er verarbeitet dabei nicht nur seine eigene Erfahrung, er will auch eine positive Botschaft verbreiten. «Wir helfen Ausländern, sich hier zu integrieren», sagt er. «Ich will eine Brücke zwischen Ausländern und Schweizern bilden und die beiden Welten miteinander verbinden.»

Xen könnte das gelingen, denn inzwischen sind auch Deutschschweizer Rapper wie Greis und Mimiks auf ihn aufmerksam geworden und wollen mit ihm zusammenarbeiten. Mit Gangsta-Rap hat Xen nichts am Hut. Er will Vorbild sein und andere albanischstämmige Schweizer zum Rappen animieren. Die Schweiz hinkt hier hinterher. In Deutschland ist die Hip-Hop-Szene längst von Rappern mit Migrationshintergrund geprägt.

Xen und iGroove sind ideale Partner. Aber beide stehen erst am Anfang. In den letzten vier Jahren wurde iGroove entwickelt und verfeinert. Ein entscheidender Moment war, als Florian Ast im letzten November seinen Song «Paul» als Benefiz-Song anbot. 80 Prozent der Downloads sind via SMS über iGroove erfolgt. «Da wussten wir, dass es klappen würde», sagt Hausammann.

Inzwischen sind es gegen 500 SMS-Käufe pro Tag. Tendenz steigend. Die beiden Geschäftsführer können von den Einnahmen leben. Die grossen Labels und Majorlabels der Musikindustrie waren zunächst zurückhaltend. Inzwischen haben auch sie gemerkt, wie lukrativ das Geschäft mit den SMS-Downloads ist. Verhandlungen laufen.

Hausammann sieht den SMS-Verkauf als Ergänzung zum normalen Download und schätzt, dass iGroove die Verkäufe fast verdoppeln kann. Und iGroove schielt ins Ausland. Anfragen aus Osteuropa und dem Balkan, wo es viele gibt, die nicht über eine Kreditkarte verfügen, liegen vor. Noch weiter ist man in Deutschland. Die ersten Tests mit Rapper Cro und anderen sind abgeschlossen, und Hausammann rechnet damit, dass der Service in den nächsten drei bis vier Wochen in Deutschland verfügbar sein wird.

Anfang Juli hat der Rapper EAZ, auch er albanischstämmig, den Coup seines Kumpels Xen wiederholt und ist auf Platz 8 der Hitparade eingestiegen. In seinem Windschatten folgte der Schweizer Rapper Bobby BrookZ mit dem Album «Asura». Sound Service war das erste und einzige renommierte Label, das auch auf iGroove setzte. Der Lohn: Platz 10 mit der Hip-Hop-Combo LCone/Ali/Sad und dem Album «Inoue».

Es lohnt sich, gegen den Strom zu schwimmen.

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5 Gründe warum Musiker iGroove ausprobieren sollten. (Artikel RCKSTR Mag)

Mai 1, 2015

Text von Schimun Krausz

Wir sind die letzten, die iTunes, Beatport oder Spotify verteufeln wollen, schliesslich beschallen wir die RCKSTR-Towers praktisch 24 Stunden täglich mit Musik, die wir in den Online-Shops erstanden haben oder von den unglaublich erfolgreichen Schweden streamen – Spotify ist laut dem NME mittlerweile mehr wert, als die ganze US-Musikindustrie mit allen physischen und digitalen Verkäufen sowie Streams zusammen.

Doch macht es stutzig, wenn man liest, wie wenig Geld die Künstler pro verkauftem oder gestreamtem Song tatsächlich verdienen. Die drei Gründer von iGroove aus Lachen haben darum ein Vertriebssystem entwickelt, das nicht nur modern und einfach zu bedienen ist, sondern Musikern auch ein Maximum an Stutz zurück ins Band-Kässeli fliessen lässt.

1. Mehr Einnahmen
Acht Prozent, mehr will der Shop nicht vom Verkaufspreis Ihrer Releases, die Sie gratis raufladen können. Gekauft werden können Ihre Songs, EPs und Alben bei iGroove oder via Implementierung direkt auf Ihrer Website oder Facebook-Page. Dabei bleiben alle Rechte bei Ihnen und die Verkäufe werden offiziell in den Charts registriert.

2. Kein Label? Kein Problem!
Bei iTunes, Rdio, Amazon und Konsorten präsent und verfügbar zu sein, schadet trotzdem nicht. Für einmalig 45 Franken pro Single (bzw. 55 pro EP und 75 pro Album) sorgen die iGroover dafür, dass Ihre Releases auf allen relevanten Plattformen vorliegen – selbst, wenn Sie bei keinem Label unter Vertrag sind. Auch hier gilt: Sie behalten die Rechte.

3. Musikverkauf per SMS
„Schickt eine SMS mit ‚igroove sido‘ an die Nummer 9000, schon könnt ihr euch mein neues Album downloaden!“ Noch nie konnte Musik so direkt und unmittelbar zum Verkauf verfügbar gemacht werden; der Betrag wird einfach der Telefonrechnung belastet. Weil der Telekom-Anbieter dafür auch noch ein paar Einnahmen-Prozente sehen will, fällt der Reingewinn für den Künstler zwar etwas geringer aus, aber das ist noch immer Meckern auf hohem Prozent-Niveau.
► smstracks.com

4. Was Handfestes
Praktischer als CDs und trotzdem haben Ihre Fans was in der Hand: Die Promo Card kommt im Kreditkartenformat und mit einem Downloadcode für Ihren Release daher – ideal für den Verkauf am Merch-Stand und auch schon in kleiner Stückzahl bestell- und vor allem bezahlbar.

5. Volle Einsicht
Wo wird Ihre Musik gekauft und wo sollten Sie demnach mal ein Konzert spielen? Wo würde sich Promo oder gar Werbung lohnen? Apropos Werbung: Via iGroove lassen sich mit wenigen Klicks Spot-Schaltungen auf Spotify erstellen und kaufen – wenn die Hörer schon mit Werbung genervt werden, dann wenigstens mit solcher für Ihre geile Mucke, oder?

► alle Infos und Angebote unter igroovemusic.com

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