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Know-how für Musiker

Die Risiken beim Beat-Kauf im Internet

Februar 23, 2021

Kauft man sich Beats im Internet, hat man nicht nur eine immense Auswahl, sondern erhält auch Qualität zu guten Preisen. Es gibt jedoch auch einige Stolpersteine. Worauf man aufpassen muss, haben wir für dich hier zusammengefasst.

Immer mehr Künstler suchen sich die passenden Beats für ihre Songs im Netz. So kommt man mit Produzenten in Kontakt, die man sonst niemals treffen würde und kann sich unkompliziert qualitative Beats sichern und dies häufig auch zu sehr erschwinglichen Preisen. Der Teufel liegt jedoch im Detail bzw. im Vertrag, den man zumeist unterzeichnen muss beim Kauf. Wir zeigen dir, worauf du achten solltest.

Einschränkungen beim Beat-Leasing

Sind die Beats günstig, liegt dies meist daran, dass man sich nicht die exklusiven Rechte kauft, sondern den Beat nur least. Dies bedeutet zum einen, dass der Produzent den Beat an weitere Künstler verkaufen darf, aber auch, dass man den Beat nur eingeschränkt nutzen darf. Dies kann bedeuten, dass man den Song nicht über die Streamingdienste veröffentlichen darf oder falls schon nur bis zu einer gewissen Anzahl Streams / Verkäufe sowie für einen festgelegten Zeitraum.

Fast immer verboten ist die Monetarisierung des Tracks über die Content ID von YouTube. Dies aus einem einfachen Grund: Nutzen mehrere Künstler denselben Beat, kommt es automatisch zu eigentumsrechtlichen Konflikten.

Zu ähnlichen Konflikten kann es kommen, wenn man den Song bei Facebook / Instagram bereitstellt. In beiden Fällen sollte man auf einen Upload verzichten, wenn man nicht die exklusiven Rechte besitzt.

Vorteile von exklusiven Rechten beim Beat-Kauf

Gemäss einem Artikel des Rolling Stone Magazins kommt es immer häufiger vor, dass Manager sich die exklusiven Rechte an einem Beat kaufen, sobald ein Song viral geht. Dies muss nicht sofort zu Problemen führen, aber wenn die Lizenz für den Beat abläuft, wirst du mit einem neuen Verhandlungspartner dealen müssen und kannst nicht einfach die Lizenz zu denselben Konditionen verlängern. Zeichnet es sich ab, dass ein Song durch die Decke geht, sollte man baldmöglichst den Producer kontaktieren und sich die exklusiven Rechte sichern.

Sind die Samples gecleared?

Sofern es im Vertrag nicht explizit erwähnt ist, sollte man beim Producer immer nachfragen, ob der Beat Samples beinhaltet und wenn ja, ob diese gecleared wurden (was sie ziemlich sicher nicht sind).

Wie bereits in unserem Beitrag zum Thema Samples erwähnt, kann man im schlimmsten Fall verklagt werden, wenn man einen Beat mit Samples nutzt.

Leasen fürs Budget

Gerade für Künstler, die noch eher am Anfang stehen, ist es von Vorteil die Beats zu leasen und die Kosten tief zu halten. Der Beat sollte keinesfalls das ganze Budget auffressen, es muss immer noch etwas übrigbleiben für die Promotion.

In jedem Fall sollte man aber den Vertrag genau studieren, damit man weiss, was man mit dem Song alles darf und was nicht. Ist man überzeugt von dem Song, lohnt es sich von Beginn weg zu investieren und die Exklusivrechte zu kaufen.

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