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Know-how für Musiker

Spotify Loud & Clear: Mehr Infos zu deinen Streams

März 25, 2021

Spotify muss immer wieder Kritik einstecken, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass die Auszahlung der Streams nicht immer durchschaubar ist. Das iGroove Magazin versucht regelmäßig einen Blick hinter die Streamingkulissen zu werfen und dir genauer aufzuzeigen, wie du für deine Streams bezahlt wirst. Mit Loud & Clear will nun auch Spotify für mehr Transparenz sorgen.

So verteilt Spotify die Einnahmen

Spotify zeigt erstmals, wie sie ihre Einnahmen aus Abonnementskosten und Werbeinnahmen verteilen. Rund ein Drittel bleibt bei Spotify. Die restlichen zwei Drittel gehen zu 75-80% an die Rechteinhaber (via Vertrieb / Label zum Künstler) und 20-25% an die Songwriter (via Verwertungsgesellschaft oder Publisher / Verlag zum Künstler). Diesem Thema werden wir uns demnächst nochmals vertieft widmen.

Wieso ist der PPS bei Spotify tiefer?

Spotify äußert sich auch dazu, wieso der PPS (Pay per Stream) tiefer ist als bei der Konkurrenz. Zum einen sind sie der Meinung, dass sie mit ihrer Reichweite den Künstlern zusätzliche Einnahmequellen eröffnen. Zudem sei Spotify in vielen Märkten mit tiefen Preisen sehr populär. Das drücke einerseits den PPS, ermögliche es aber, dass Geld generiert wird, wo früher die Piraterie dominierte. Und natürlich geben sie als weiteren Grund ihr werbebasiertes Modell an. Die meisten, welche Spotify kostenlos nutzen, würden nicht dafür bezahlen, was tiefere Einnahmen bedeutet.

Zudem sprechen sie sich auch tendenziell dagegen aus, die Preise zu erhöhen, da ansonsten wieder mehr Leute Musik illegal konsumieren würden.

Wie steht Spotify zum User-Centric-Modell?

Weiter äußern sich auch zum Thema User Centric und beziehen sich dabei auf dieselbe Studie, über welche iGroove bereits berichtete. In ihren Augen wäre der Vorteil für die Künstler minim. Sie erklären jedoch, wenn Musiker, Songwriter sowie die Rechteinhaber (also z.B. Labels) dies wünschen, wären sie zu einer Systemänderung bereit. Dies sei jedoch nur möglich, wenn die Industrie als Ganzes diesen Switch wolle.

Podcast-Investments: Auch Musiker sollen profitieren

Sie gaben auch ein Statement dazu, wieso sie Millionen in Podcasts investierten und nicht in die Musik. Gemäß Spotify profitieren Musiker ebenfalls von diesen Investments, da diese neue Abonnenten anziehen, die neben Podcasts auch Musik hören. Zudem fließen die Abokosten dieser neuen Abonnenten zu den Musikern und nicht den Podcastern, die ja nicht wie Musiker pro Stream bezahlt werden, sondern über Werbung, die sie in ihren Podcasts schalten.

Nur 184.000 Künstler verdienen mehr als 1.000 Dollar

Zudem bietet Loud & Clear auch einige Spielerein. So kann man etwa herausfinden, wie viele Künstler mehr als z.B. eine Million Dollar generiert haben. Diese Zahlen haben wir kürzlich beim iGroove-Magazin bereits analysiert. Interessant ist hier z.B., dass nur 184.000 der ca. 8 Million Künstler auf Spotify vergangenes Jahr mehr als 1.000 Dollar generierten und zwar beide Auszahlungen zusammengenommen.

Zudem gibt es ein Tool, wo man die Streams eines Songs oder seine monatlichen Hörer eingeben kann und man dann sieht, wo man auf der Rangliste steht. Hat man beispielsweise 100.000 monatliche Hörer gehört man zu den Top 44.000. Hat dein Track eine Million Streams ist er einer von 551.000 Songs, die diese Marke erreichten.

Ist dies geschickte Eigenwerbung? Ja. Ist es informativ? Ebenso. Schaut rein unter loudandclear.byspotify.com.

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