iGroove Blog — Know-how für Musiker.
Know-how für Musiker  

Wie viele Künstler machen wirklich Kohle mit Spotify?

Wie viele Künstler verdienen wirklich dick Kohle mit Spotify? Wir haben es basierend auf den neusten Zahlen ausgerechnet.

März 3, 2021

Gemäß neusten Zahlen werden täglich 60.000 Songs bei Spotify hochgeladen. Dies sind beinahe 22 Millionen Tracks jedes Jahr. Eine Studie zeigt, dass davon 1,2 Millionen Songs über Majorlabels releast wurden. DIY-Künstler haben 9,5 Millionen Tracks releast und somit acht Mal mehr. Die restlichen 11 Millionen Songs entfallen auf Independent Labels. Die meisten dieser Songs verschwinden in der Flut neuer Musik – wirklich Kohle macht nämlich nur ein Bruchteil der Künstler.

57.000 Künstler machen 90% der Streams

Insgesamt gibt es gemäß Spotify 8 Millionen Künstler auf der Plattform und diese releasten vergangenes Jahr 1,8 Millionen Alben (inklusive Singles sind dies die erwähnten 22 Millionen Tracks). Von diesen 8 Millionen Artists sind es aber gerade Mal 57.000, die für 90% aller Streams bei Spotify sorgen. Dies klingt nach wenig, ist aber vier Mal mehr als vor sechs Jahren. Spotify rechnet damit, dass sich diese Zahl bis 2023 auf rund 100.000 erhöht.

800 Künstler erhalten 20% der gesamten Einnahmen

Status quo sind es 0,7% der Künstler, die 90% der Einnahmen einstreichen. Bei ihrem „Stream On“ Event verkündete Spotify 2020 über 5 Milliarden ausbezahlt zu haben. 4,5 Milliarden gingen entsprechend an nur 57.000 Künstler (bzw. deren Labels), was im Schnitt 79.000 $ ergibt. Doch auch bei dieser 0,7%-Elite gibt es massive Unterschiede: 800 Künstler erhielten 1 Million Dollar oder mehr und insgesamt 7.500 Künstler verdienten über 100.000 $.

Selbst von der absoluten Elite verdienten somit rund 49.000 Künstler weniger als 100.000 $ pro Jahr und nur 0,1% aller Künstler erhielt einen sechsstelligen Betrag. Gleichzeitig kassieren 800 Künstler rund 20% der totalen Auszahlungen.

Diese Zahlen unterstreichen, wieso immer mehr Künstler eine Veränderung der Auszahlungen fordern. Wie ein solcher Systemwechsel aussehen könnte, werden wir beim iGroove Magazin regelmäßig thematisieren.

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Deutsche Musikwirtschaft: Drastischer Rückgang und Prognose für 2021

März 3, 2021

Wie hat sich die Corona-Pandemie auf den deutschen Musikmarkt ausgewirkt und wie sind die Prognosen für 2021? Eine aktuelle Studie hat die Antworten.

Das Forschungsinstitut Prognos hat eine Studie zu den Auswirkungen der Corana-Pandemie auf die deutsche Kultur und Kreativwirtschaft, in welcher 1,8 Millionen Leute beschäftigt sind, erstellt und wirft gleichzeitig einen Blick in die Zukunft. Gesamthaft gesehen gab es einen Einbruch von 13% im Vergleich zu 2019. Dies sei der größte Einbruch seit 2009 und dieser wirft das Umsatzniveau zurück auf den Stand von 2003.

Musikmarkt besonders stark betroffen

Im Musikmarkt mit rund 181.000 Beschäftigen kam es zu einem Verlust von 54%, wobei vor allem Soloselbständige, Freiberufler sowie geringfügig Beschäftigte und Mini-Jobber betroffen seien. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Hilfen von Bund und der Länder unzureichend seien und ein unwiederbringlicher Verlust an kultureller Vielfalt drohe. Der Musikmarkt fällt mit einem Verlust von 5,4 Milliarden auf das Umsatzniveau von vor 15 Jahren zurück.

Für die Musikwirtschaft geht die Studie von folgenden Hauptproblemen aus:

  • Fehlende Rücklagen zur Wiederaufnahme des Betriebs (Investments nötig)
  • Abwanderung von Beschäftigten
  • Veröffentlichungsstau und Überangebot (bei Öffnung kämpfen viele Releases um die Aufmerksamkeit)
  • Zögerliches und verändertes Konsumverhalten (Leute getrauen sich noch nicht an Konzerte)
  • Einschränkung internationaler Kooperationen (durch Reisebeschränkungen)

Die Studie weist zudem darauf hin, dass in der Musikwirtschaft ein Großteil der Umsätze nicht mit der veröffentlichten Musik, sondern mit Konzerten, Touren und Merchandise erzielt wird. Wie wir bereits berichteten, wird es zudem zu Umsatzeinbußen bei den Auszahlungen der Verwertungsgesellschaften kommen, da 2021 erst die Ausschüttungen für das Jahr 2020 stattfinden.

Umsatzrückgang auch 2021 erwartet

Prognos rechnet auch für 2021 mit starken Umsatzverlusten zwischen 7 und 18 Prozent verglichen mit dem Vorkrisenjahr 2019. In Zahlen ausgedrückt wären dies zwischen 11,5 und 31,8 Milliarden. Sie gehen von drei möglichen Szenarien aus:

  • Kurzer, harter Lockdown bis Anfang März
  • Langer, harter Lockdown bis Ende März
  • Zweifacher harter Lockdown mit verfrühter Öffnung im März und erneuter Schließung im April

Selbst bei einem langen, harten Lockdown rechnen sie mit einem Umsatzrückgang auf das Niveau von 2015. Für die Musikindustrie hieße dies auch 2021 ein Verlust von 59%.

Hoffnungsschimmer

Immerhin listet die Studie auch einige positive Punkte auf. So sei etwa die Wertschätzung für die Kulturbranche gestiegen und eine große Solidarität sei vorhanden.  Zudem weisen sie auf die Entstehung neuer Wachstumsmärkte hin, die auch nach der Krise Bestand haben werden. Konkret nennen sie neue digitale und hybride Darstellungsformen, oder auch Geschäftsmodelle wie Patreon oder Twitch.

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Spotify expandiert in über 80 weitere Länder

März 3, 2021

Spotify expandiert in mehr als 80 Länder mit über 1 Milliarde Einwohner und bietet Musik bald auch in HiFi-Qualität an.

Spotify ist bekanntlich die Nummer 1 unter den Streamingdiensten. Dabei vergisst man aber gerne, dass sie bis vor kurzem nur in 92 Ländern und somit in weniger als der Hälfte aller Staaten verfügbar waren. Nachdem sie kürzlich in Südkorea, den sechstgrößten Musikmarkt der Welt, gestartet sind, haben sie bei ihrem „Stream On“ Event angekündigt in über 80 weitere Märkte zu expandieren.

Weltweite Expansion

In den neuen Ländern leben über eine Milliarde Menschen von denen rund die Hälfte das Internet nutzen. Sobald Spotify in allen diesen Ländern lanciert wurde, wird der Streaminganbieter in fast 180 Ländern und somit in beinahe allen Staaten der Welt verfügbar sein. Man darf also von einem enormen Zuwachs an neuen Hörern ausgehen.

Damit überholen sie auch ihren Konkurrenten Apple Music, der kürzlich 52 neue Länder hinzufügte und jetzt in 167 Märkten verfügbar ist.

Die Expansion findet hauptsächlich in Afrika, Asien sowie in karibischen Staaten und Territorien statt. Die Liste aller Länder findest du hier.

Gemäß Spotify werden sie, anders als kürzlich in Südkorea, sowohl eine Free- wie auch eine Premium-Variante anbieten.

Bessere Soundqualität für Spotify-User

Später dieses Jahr sollen Spotify-Nutzer zudem die Möglichkeit erhalten die Musik in HiFi-Qualität zu hören.

Musik in CD-Qualität zu streamen ist keine wirkliche Revolution – Tidal, Deezer und auch Amazon bieten dies bereits an. Wie viel dieses Features, welches eines der meistgewünschten der Konsumenten war, zusätzlich kosten wird, wurde noch nicht kommuniziert. Da die Konkurrenz einen Aufpreis verlangt, ist davon auszugehen, dass auch Spotify einen zusätzlichen Betrag für das größere Hörvergnügen verrechnen wird. Wann genau Spotify-HiFi ausgerollt wird, ist noch nicht bekannt.

Im Rahmen des „Stream On“ Events gab Spotify zudem bekannt, dass Canvas nun für alle Künstler freigeschaltet ist. Zudem soll das bislang nur in den USA erhältliche Werbetool Marquee dieses Jahr auch in weitere Länder expandieren. Ein genauer Zeitpunkt wurde nicht kommuniziert, wir halten euch aber auf dem Laufenden.

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Beeinflusse den Algorithmus von TikTok

Februar 24, 2021

Damit ein Video bei TikTok viral geht, muss man verstehen, wie der Algorithmus funktioniert. Wir zeigen dir, wie du diesen richtig fütterst.

TikTok ist eine schnelllebige und unberechenbare Plattform und es ist kaum vorauszusehen, was viel Reichweite generieren wird und was in der Flut neuer Videos untergeht. Was jedoch sicherlich hilft, ist ein gewisses Verständnis dafür, wie der Algorithmus von TikTok funktioniert damit man seine Strategie danach ausrichten kann.

Wie funktioniert der Algorithmus von TikTok?

Vereinfacht gesagt funktioniert der Algorithmus von TikTok in etwa so: Postest du ein neues Video, wird dieses in einem ersten Schritt nur einem Teil deiner Follower gezeigt. Kommt es gut an, wird es weiteren Usern vorgeschlagen. Bleibt die Performance gut, beginnt TikTok das Video Leuten auf ihrer „For You“ Page anzuzeigen. Wenn die Reaktionen stark bleiben, wird es kontinuierlich mehr Usern eingeblendet bis es dann irgendwann viral geht.

Wie misst TikTok aber genau, ob ein Video bei den Leuten, denen sie es einblenden, gut ankommt?

Zum einen prüfen sie, wie oft das Video bis zum Schluss geschaut wird. Dies ist mitunter ein Grund, wieso viele Tutorials so gut laufen oder auch Videos, bei denen zu Beginn etwas angekündigt und erst am Schluss aufgelöst wird. Generell heißt es, dass man den Zuschauer in den ersten 3 Sekunden catchen muss. Man sollte sich also stets genau den Einstieg des Videos überlegen.

Zudem legt TikTok starken Wert auf die Reaktionen, die ein Video hervorruft. Konkret heißt dies die Likes, Kommentare, Shares, Downloads oder auch zu wie vielen Profilbesuchen ein Video geführt hat.

Deine Videos sollten eine Geschichte erzählen und die Neugierde bei den Usern wecken, so dass sie dein Video bis zum Schluss schauen. Belohnt wird auch das regelmäßige Posten – am besten täglich.

Influencer sind kein Erfolgsgarant

Wie unberechenbar TikTok ist, sollte man auch bei der Zusammenarbeit mit Influencern bedenken. Selbst bei einem Kanal, der viele Follower hat, kann es vorkommen, dass ein Video weniger gut performt. Daher sollte man nie sein gesamtes Budget nur bei einem Influencer investieren da das Risiko besteht, dass das Video trotzdem floppt. Es ist besser, man streut sein Budget über mehrere Micro-Influencer.

Wähle das richtige Snippet deines Songs

Reminder: Immer den eingängigsten Part des Songs bei TikTok bereitstellen. Kaum jemand wird deinen Song für ein Video nutzen, wenn man einfach nur die ersten 15 Sekunden des Songs hochlädt. Man muss sich also genau überlegen, welcher Teil des Tracks am ehesten von anderen Usern verwendet werden könnte. Bei manchen Vertrieben kann man definieren, welcher Ausschnitt bei TikTok bereitgestellt wird. Bei iGroove kannst du ganz einfach beim Erfassen den Beginn des Snippets festlegen.

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Erfolgsgeheimnis private Playlisten

Februar 24, 2021

Jedem Musiker dürfte unterdessen die Wichtigkeit von Playlisten bewusst sein. Viele fokussieren sich jedoch gänzlich auf die großen Playlists, die von den Streaminganbietern erstellt werden. Sie vergessen dabei, dass auch die Platzierung in kleineren Playlisten einige Vorteile mit sich bringen. In diesem Beitrag zeigen wir, wie du unabhängige Kuratoren angehen kannst und damit deine Reichweite steigerst.

Füttere die Algorithmen

Playlist-Platzierungen steigern nicht nur kurzfristig deine Streams, sondern haben auch einen nachhaltigen Einfluss auf die Algorithmen der Streamingdienste. In je mehr Playlisten deine Songs aufgenommen werden, desto grösser ist die Chance auch in Algorithmus-Playlisten berücksichtigt zu werden. Es ist dabei zweitrangig, wie groß die Playlisten sind. Viel wichtiger ist, wie deine Songs performen, also wie hoch die Skip-Rate ist.

Während du weiterhin versuchen solltest, in Playlisten mit Millionen Followern zu kommen, lohnt es sich gleichzeitig Playlisten mit einigen hundert bis tausenden Followern anzupeilen. Als erstes musst du sicherstellen, dass deine Musik gefunden wird:

  • Pflege deine Profile bei den Streamingdiensten
  • Pushe deine Musik regelmäßig über Social Media
  • Versuche deine Releases bei Musik-Websites und Blogs zu platzieren. Social Media und Blogs sind weiterhin wichtige Quellen für Kuratoren

Suche die passenden Playlisten für deine Musik

Leider kannst du dich aber nicht einzig darauf verlassen, dass die Kuratoren deine Musik finden. Daher gilt es selbst aktiv zu werden. Zum einen kannst du deine Fans motivieren, die Songs in ihre Playlisten aufzunehmen, zum anderen solltest du eine Liste mit potenziellen Playlisten zusammenstellen:

  • Durchsuche die Streaming-Plattformen nach Schlagwörtern (z.B. Deutschrap)
  • Checke in welchen Playlisten ähnliche Künstler sind
  • Notiere alle Playlisten, in denen du in der Vergangenheit warst

Hast du eine Liste mit potenziellen Playlisten beisammen, musst du den Kontakt herstellen. Manche geben ihre Kontaktdaten bei den Streaming-Plattformen an, die anderen sollte man über Social Media finden. Pitche nun deinen Song mit allen Infos ohne zu ausführlich zu werden. Ein Pitch sollte folgende Infos beinhalten:

  • Künstler- und Songname
  • Link zum Song
  • Infos zu Promoaktivitäten, bisherigen Erfolgen etc.
  • Link zu Pressefotos
  • Einige Worte dazu, wieso dein Song genau in diese Playlist passt

Verschicke keine Standardmails, das erkennt ein Kurator sofort, sondern maßgeschneiderte Nachrichten. Erhältst du keine Antwort kannst du einmal nachfragen, noch besser ist es aber, es einfach mit dem nächsten Track nochmals zu versuchen.

Baue eine langfristige Beziehung zu den Kuratoren auf. Folge ihnen bei Social Media, bedanke dich für Placements und teile ihre Playlist.

Keine Streams kaufen!

Das klingt nach Arbeit und somit denken sich wohl viele, dass es einfacher ist, sich einfach bei Playlisten einzukaufen. Wie wir bereits mehrfach warnten, gibt es unzählige unseriöse Angebote, die primär mit Bots arbeiten und somit dem Künstler keinen nachhaltigen Nutzen bieten. Wie man fake Playlists erkennt, haben wir in diesem Post aufgezeigt.

Legal aber auch nicht unumstritten sind Angebote wie SubmitHub, Playlist Push oder Soundplate.

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Live Groups: Geht gemeinsam live auf Instagram

Februar 24, 2021

Mit bis zu vier Leuten gleichzeitig live gehen? Dank dem neuen Feature Live Groups wird dies bei Instagram demnächst möglich sein.

Instagram hat ein neues Feature angekündigt, welches demnächst live geschaltet wird. Mit diesem reagieren sie einerseits auf die veränderten Umstände aufgrund der Pandemie. Zum anderen ist es sicherlich auch dem Druck, den Konkurrenten wie TikTok ausüben, geschuldet. IG Live Groups dürfte auch für Musiker eine nutzvolle Ergänzung darstellen.

IG Live Groups

Die neue Funktion ermöglicht es, dass mehrere Personen gemeinsam live gehen können. Voraussichtlich werden vier Personen gleichzeitig in einem Livevideo zu sehen sein. Dafür müssen sie einzig die Einladung annehmen.

Generell gehen Fachleute davon aus, dass Live Videos einer der wichtigsten Social Media Trends des Jahres werden wird. Mit IG Live Videos hat man nun eine weitere Möglichkeit.

Wie setze ich IG Live Groups ein?

IG Live Groups eignet sich für Interviews oder auch Talkrunden – Podcasts mit Bild quasi. Es ist auch bereits absehbar, dass das Tool genutzt werden wird, um Produkte anzupreisen.

Für Bands ist es zudem praktisch, dass man sich gemeinsam an die Fans wenden kann, ohne sich effektiv physisch treffen zu müssen. Ob es sich auch für virtuelle Konzerte eignet, wird sich erst noch zeigen, es ist jedoch zu bezweifeln.

Ein genaues Datum für die Lancierung des neuen Features hat Instagram bislang nicht bekanntgegeben. Es lohnt sich aber sicherlich bereits jetzt zu überlegen, wie man das Tool nutzen kann damit man umgehend loslegen kann, sobald dieses live ist.

Update: Das Feature ist jetzt unter dem Namen Live Rooms live geschaltet worden. Alle weiteren Informationen findest du hier.

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TikTok – Trendsetter in der Musikbranche

Februar 23, 2021

Nur Tanzvideos und Lip-Sync? Von wegen, TikTok ist längst einer der wichtigsten Trendsetter der Musikbranche.

2020 dürften die meisten Musiker realisiert haben, dass TikTok weit mehr ist als nur tanzende, minderjährige Mädchen. Es gibt wenige Social-Media-Apps die den Fokus so stark auf die Musik legen wie TikTok. Hinzu kommt mit 800 Millionen Usern die enorme Reichweite und diese wird bleiben, da mit Präsident Biden auch die Sperrung in den USA vorderhand vom Tisch ist. TikTok wird somit auch 2021 einer der wichtigsten Trendsetter bleiben.

Dass TikTok Songs in neue Sphären pushen und Karrieren lancieren kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Hier einige konkrete Zahlen dazu:

  • 176 Songs erreichten 2020 über eine Milliarde Video-Views bei TikTok
  • 90 Songs die bei TikTok trendeten, erreichten die Top 100 der Billboard Charts
  • Von diesen 90 Tracks erreichten 15 sogar Platz 1
  • 70 Künstler erhielten einen Major Deal nachdem ihre Musik bei TikTok trendete

Als Beispiele für deutsche KünstlerInnen, die unter anderem dank ihrer starken Präsenz auf TikTok den Durchbruch geschafft haben, nennt die Plattform unter anderem Lune, Zoe Wees, Aylo, Hava, Stard Ova, Luna, Alix Oder Nix, Abija, Theo Junior oder Falco Punch.

Fans & A&R’s entdecken Künstler über TikTok

TikTok ist ohne Zweifel einer der wichtigsten Orte für junge Leute, um neue Musik zu finden. Ebenso nutzen zahlreiche A&R‘s die Plattform, um neue Talente zu entdecken. Zudem investieren die Majors (und andere Labels) große Summen in Werbekampagnen bei TikTok, was die Wichtigkeit der App weiter unterstreicht.

HipHop dominiert auf TikTok

Als Künstler kommt man also immer weniger darum herum, bei TikTok präsent zu sein. Doch gilt dies auch für alle Genres?

Das dominierende Genre ist weiterhin HipHop und auch Pop, R&B und elektronische Musik sind populär. Dies bedeutet jedoch nicht, dass für andere Genres TikTok nutzlos ist. Bei 800 Millionen aktiven Nutzern (100 Millionen davon in Europa) findet man immer seine Nische und hat in dieser allenfalls gar den Vorteil von weniger Konkurrenz.

Mehr Streams dank TikTok?

Die entscheidende Frage ist natürlich, ob sich eine große Reichweite bei TikTok auch automatisch auf steigende Verkäufe und mehr Streams bei Spotify und anderen Streamingdiensten auswirkt. Dies ist leider nur sehr schwer messbar, es gibt aber zumindest zahlreiche Erfolgsgeschichten, die stark darauf hindeuten.

Es ist also sicherlich hilfreich, wenn man als Künstler seine Insights von TikTok mit den Streamingzahlen vergleicht, um den Effekt von TikTok herauszufinden.

Fakt ist: TikTok ist eine unberechenbare Plattform und es ist kaum vorauszusagen, welcher Song viral und welcher in der Masse untergeht.

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User Centric Modell: Revolution bei der Streamingauszahlung?

Februar 23, 2021

Alle relevanten Streamingdienste zahlen die Musiker nach der sogenannten Pro-Rata-Methode aus. Vereinfacht gesagt, werden alle Streams in einen Topf geworfen und die Einnahmen prozentual verteilt. Angenommen es gab 1 Million Streams und du hattest 10.000 davon, dann erhältst du 1% der totalen Einnahmen. Was bei dieser Methode nicht berücksichtigt wird, ist das individuelle Hörverhalten der einzelnen User.

Systemwechsel wird gefordert

Vermehrt werden Stimmen laut, die einen Wechsel auf ein faireres „User Centric“ Modell fordern. Bei der benutzerzentrierten Methode würden die Einnahmen, die jeder einzelne User generiert, nur an die Künstler verteilt, welche dieser auch effektiv gehört hat. Während beim Pro-Rata-Modell die Justin Biebers dieser Welt einen Teil deiner Abokosten erhalten, auch wenn du sie nie gehört hast, würde diese Methode nur die Künstler supporten, die du auch gestreamt hast.

Angenommen von deinem Abo würden 10 Euro an die Künstler verteilt und du hättest in diesem Monat nur 10 Songs von 10 Künstlern gehört, würde jeder dieser Artists einen Euro erhalten. Beim Pro-Rata-Modell kämen die 10 Euro einfach in den großen Topf und würden bei irgendwelchen Artists landen.

Wechselt SoundCloud zu User Centric?

Nachdem Deezer vor längerem angekündigt hatte, allenfalls das Modell zu wechseln, ohne dass etwas passierte, könnte es nun bei SoundCloud konkret werden.

Da SoundCloud weniger abhängig von großen Labels ist als andere Streaminganbieter, wäre es für sie einfacher diesen Schritt zu gehen. Trotzdem ist die Herausforderung nicht zu unterschätzen. Ob SoundCloud wirklich das Model wechselt, oder nur eine Funktion einführt, welche den Usern die Möglichkeit gibt ihre Lieblingskünstler mit einem „Trinkgeld“ zu unterstützen, wird sich voraussichtlich im ersten Quartal zeigen.

Profitieren Künstler vom User-Centric-Modell?

Oft wird kritisiert, dass das Pro-Rata-Modell die Major Labels bevorzugt. Von der benutzerzentrierten Methode sollen vor allem Independent Künstler profitieren. Für den Hörer ist es sicherlich befriedigender, wenn er weiß, dass die Musiker bezahlt werden, die er auch gehört hat. Doch profitieren die Artists wirklich von einem Systemwechsel? Eine französische Studie hat die beiden Modelle miteinander verglichen.

Die Studie zeigt, dass vor allem die 10 meistgestreamten Künstler Einbußen hinnehmen müssten (17,2% bei Deezer, 12,5% bei Spotify). Prozentual am meisten profitieren würden die Künstler mit den wenigsten Streams, wobei wir hier aber immer noch von kleinen Beträgen sprechen. Der Anteil der ausbezahlten Royalties würde sich nur bei den 10 Top Künstlern verringern.

 Pro RataUser Centric
1-109.3%7.7.%
11-10021.6%21.8%
101-100036.4%37.2%
1001-1000025.0%25.1%
Über 100017.7%8.1%

Konkret würde dies für die Top 10 jeweils einen Verlust von mehreren hunderttausend Euro bedeuten. Die Artists zwischen 11-100 würden je rund 9.000 zusätzlich verdienen., diejenigen von 101-1000 ca. 2.500 pro Künstler. Für alle restlichen Künstler hätte es nur einen Effekt von weniger als 10 Euro pro Jahr. Profitieren würden primär ein Großteil der Top 1000 Künstler, für die breite Masse wäre der Effekt jedoch minim.

Starke Einbußen für HipHop

Profitieren würden die Backkataloge der Künstler, die nun 52,1% anstatt 48,9 der Royalties ausmachen würde. Wirklich große Veränderungen gäbe es jedoch bei den Genres. Von einem Systemwechsel würden nämlich vor allem Nischen-Genres profitieren, am meisten klassische Musik, Hard-Rock und Blues aber auch populäre Genres wie Pop und Rock. Dies ginge hauptsächlich auf Kosten von HipHop-Releases, die satte 40% verlieren würden.

Auch eine Verschiebung von den großen Firmen zu kleineren Vertrieben ist nicht erkennbar. Im Gegenteil; die fünf größten Vertriebe würden ihren Marktanteil sogar um 0,7% steigern.

Vorteile sieht die Studie bei der Verhinderung von Betrug durch den Kauf von Streams.

Die Studie hält weiter fest, dass eine Systemumstellung mit hohen Kosten verbunden wäre. Dies dürfte mitunter ein Grund sein, wieso kaum ein Streaminganbieter dies bislang in Betracht gezogen hat.

Zumindest die Zahlen dieser Studie zeigen aber auch, dass ein Systemwechsel nur wenig an der tiefen Vergütung für die Künstler ändern würde. Sobald weitere Zahlen vorliegen oder neue Modelle auftauchen, erfahrt ihr es bei uns.

Die Studie des Centre National de la Musique (CNM) basiert auf Zahlen von Spotify und Deezer sowie diverse Major- und Independentlabels. Andere Streaminganbieter hätten sich geweigert Zahlen für die Studie zur Verfügung zu stellen. Die Analyse basiert auf Zahlen von 2019 und wurde ausschließlich mit französischen Nutzern mit einem Premium Abo erhoben.

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Was sind Art Tracks auf YouTube?

Februar 23, 2021

Was sind Art Tracks eigentlich genau, wieso sollte ich meine Musik für alle bei YouTube verfügbar machen und verdiene ich damit etwas? Wir haben die Antworten.

Das Thema Art Tracks bei YouTube sorgt immer wieder für Fragen und Unklarheiten. Wir geben dir eine Übersicht und bringen Licht ins Dunkle.

Was sind Art Tracks?

Ein Musikvideo mit einem statischen Bild (Albumcover), dem Audiofile sowie den wichtigsten Metadaten. So stellt YouTube sicher, dass Audioformate auch auf einer Videoplattform funktionieren.

Wenn du deine Musik über deinen Vertrieb an YouTube Music auslieferst, können somit nicht nur die registrierten Subscriber von YouTube Music deine Musik hören, sondern dank den Art Tracks jeder über das „normale“ und kostenlose YouTube.

Es wird für jeden einzelnen Song ein Art Track erstellt: bei einem Album mit 10 Tracks sind also 10 Art Tracks bei YouTube zu finden.

Geteilte Meinungen über Art Tracks

Die Meinungen der Künstler gehen auseinander: Den einen ist bewusst, dass YouTube faktisch der größte Streamingdienst ist und sie wollen ihre Musik dort unbedingt zur Verfügung stellen. Andere sind hingegen nicht bereit ihre Tracks beinahe kostenlos jedem Hörer anzubieten. Daher bietet iGroove die Möglichkeit bei jedem Release auszuwählen, ob dieses nur bei YouTube Music (Premium) oder auch als Art Track (Free) erhältlich ist.

Im Gegensatz zu den Uploads von Usern haben Art Tracks den Vorteil der besseren Audioqualität. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die User über deinen Topic Channel weitere Musik von dir entdecken.

Noch besser ist es jedoch, wenn man den Official Artist Channel (OAC) beantragt. Mit diesem hat man seine eigenen Uploads sowie alle Art Tracks des Topic Channels auf einem Profil. Die Vorteile des OAC und wie man diesen erhält, haben wir in diesem Post aufgezeigt.

Erhalte ich Geld von den Art Tracks?

Ja, du erhältst pro View einen Teil der Einnahmen die YouTube mit Subscriptions bzw. Werbung einnimmt.

Es besteht auch die Möglichkeit eigene Art Tracks zu erstellen und hochzuladen. Diese kann man über die Content ID monetarisieren. Ob man damit jedoch so viel mehr Gewinn erwirtschaftet, dass sich der Zusatzaufwand rechtfertigt, darf zumindest bezweifelt werden.

Um alle Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen, stellt man seine Musik bei YouTube Music sowie als Art Track zur Verfügung und nutzt zudem die YouTube Monetarisierung, damit man auch dann verdient, wenn andere deine Musik in ihren Videos verwenden.  

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Wieso man immer im Promotion-Modus sein muss

Februar 23, 2021

Viele Künstler sind nur im Promotion-Modus, kurz bevor ein Release ansteht. Doch eigentlich sollte man sich und seine Musik konstant promoten und auch zwischen den Releases stets aktiv bleiben. Selbst wenn man gerade im Studio ist und an neuem Material arbeitet, muss man permanent den Kontakt mit den Fans suchen – denn diese vergessen schnell.

Es gibt immer etwas zu promoten

Auch wenn gerade kein Release ansteht, hat man immer etwas, dass man promoten kann. Sei es ein neuer Social-Media-Kanal (z.B. ich bin jetzt auch bei Clubhouse), eine Verlosung, die neue Website oder ein virtuelles Konzert. Das Hauptziel sollte immer sein, gelegentliche Hörer in langfristige Fans zu verwandeln. Es reicht nicht, wenn diese ab und zu deine Musik hören oder gelegentlich ein Video anschauen. Kaum jemand lebt von seinen Streams oder vielen Views auf TikTok.

Was man erreichen will, ist viele neue Follower zu gewinnen und diese zu echten Fans zu machen, die alle deine neuen Releases auschecken.

Verkaufen mit Storytelling

Dies erreicht man nicht, in dem man die Leute ständig dazu auffordert etwas zu kaufen. Die Leute wollen mit guter Musik und kreativen Content über deine Social-Media-Kanäle unterhalten werden. Biete ihnen einen Blick hinter die Kulissen und lasse sie teilhaben an deinem Musikerleben, Studio-Sessions etc..

Call-to-Action

Auch wenn man nicht zu aufdringlich sein sollte, darf der Call-to-Action nie fehlen. Die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz und mit dem Call-to-Action führst du die Leute dorthin, wo du sie gerne hättest.

Releaseplanung

Ein Release braucht Planung und Vorlauf. Vor einem Album sollte man zwingend mehrere Singles releasen und diese pitchen sowie Musikvideos veröffentlichen. So hat man permanent etwas Neues zu promoten.

Budget einteilen

Wie bereits in einem anderen Beitrag erwähnt, sollte man stets genügend Budget haben, um einen Song zu promoten und nicht alles für die Produktion ausgeben. Zu Beginn der Karriere muss man mehr investieren als dabei herauskommt.

Biete etwas Spezielles

Gerade in der Pandemie wird klar, dass die Streaming-Einnahmen in den meisten Fällen nicht ausreichen. Biete deinen Fans daher etwas Spezielles wie eine freshe Deluxe-Box, kreatives Merchandise, ein limitiertes Vinyl etc..

Visuals

Viele Künstler vernachlässigen den visuellen Aspekt. Ein kreatives Musikvideo, guter Bild- und Video-Content auf Social Media, Canvas bei Spotify oder ein Hingucker-Artwork erhöhen die Chance, dass sich die Leute für deine Musik interessieren.

Newsletter

Social-Media-Posts erreichen nur einem Bruchteil deiner Follower. Für den Newsletter melden sich Leute an, die sich wirklich für deine Musik interessieren und somit ist dieser für viele Künstler eines der besten Tools, um ihre Produkte zu bewerben und zu verkaufen.

Du möchtest deine Release- und Promotionplanung besprechen? Als iGroove-Kunde kannst du jederzeit einen Call mit unseren Promotionexperten vereinbaren, die gerne mit dir eine individuelle Planung erstellen.

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