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Releaseplanung 2021 – die Checkliste für Musiker

Unser Ziel bei iGroove ist es, die Künstler dabei zu unterstützen das Maximum aus jedem Release herauszuholen. Damit dies möglich ist, braucht es eine gute Releaseplanung und leider auch etwas Geduld. Man kann das Album nicht einfach, sobald es im Kasten ist, auf den Markt schmeißen – so vergeudet man nur Potenzial. Eine solide Planung […]

April 12, 2021

Unser Ziel bei iGroove ist es, die Künstler dabei zu unterstützen das Maximum aus jedem Release herauszuholen. Damit dies möglich ist, braucht es eine gute Releaseplanung und leider auch etwas Geduld. Man kann das Album nicht einfach, sobald es im Kasten ist, auf den Markt schmeißen – so vergeudet man nur Potenzial.

Eine solide Planung kann aber gut und gerne sechs Monate bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen, dafür steigen auch die Chancen, dass dein Release die verdiente Aufmerksamkeit erhält.

Wie eine solche Releaseplanung aussehen kann, haben wir vor über drei Jahren in einem Blogpost aufgezeigt. Da drei Jahre in der Musikindustrie eine Ewigkeit sind, haben wir dem Beitrag nun ein 2021-Update verpasst. Der Einfachheit halber gehen wir für die Releaseplanung von einer Albumveröffentlichung inklusive einiger Singles und Videosingles aus.

Releaseplanung während der Produktion

Sofern du nicht gerade ein sehr geheimnisvolles Image aufziehen willst, ist es wichtig die Fans in jeden Schritt des Prozesses miteinzubeziehen, damit sie sich als Teil des Ganzen fühlen. Somit beginnt die Releaseplanung also eigentlich schon während der Produktion.

Halte deine Fans auf dem Laufenden mit Bildern aus dem Studio, kleinen Videos, mit ersten Soundhappen oder was dir sonst noch einfällt. Nutze dazu die zahlreichen Möglichkeiten, welche die Social-Media-Kanäle dir bieten und fokussiere dich nicht nur auf einen Kanal. 

Dies ist auch der richtige Zeitpunkt, um sich zu überlegen mit welchen Produzenten man arbeiten möchte, oder ob man allenfalls Songwriter ins Boot holen will.

Plane das Release sorgfältig

Wenn das Ende des Produktionsprozesses bevorsteht, empfiehlt es sich mit der konkreten Releaseplanung zu beginnen und ein (ungefähres) Releasedate zu fixieren. Wie erwähnt beginnt die Releaseplanung nicht erst einige Monate vor Release, im Gegenteil!

Diese 6-12 Monate Vorlaufzeit geben nicht nur Planungssicherheit, sondern man kann sich in den entscheidenden Monaten vor dem Release ganz auf das Wesentliche konzentrieren: das Release bestmöglich zu promoten. Nicht vergessen: unbedingt etwas Zeit für Unvorhergesehenes einplanen, denn das wird mit Garantie eintreffen.

Überlege dir genau, welche Zeit am besten zum Vibe deiner Musik passt und berücksichtige auch weitere Faktoren. Wir haben in diesem Beitrag zusammengefasst, welche Monate sich am besten für ein Release eignen.

Unsere Checkliste für deine Releaseplanung

Kommen wir nun also zur Checkliste für deine Releaseplanung, welche dir aufzeigt, was du ungefähr wann erledigen solltest. Natürlich ist dies nur ein ungefährer Wegweiser ohne Allgemeingültigkeit und für jeden Künstler im Detail wieder individuell.

6-12 Monate vor dem Release

  • Provisorisches Budget erstellen
  • Finanzierung klären (benötigst du einen Vorschuss oder willst du es mit einem Crowdfunding versuchen?)
  • Fördergelder beantragen und Eingabedaten beachten (Tipps dazu: Deutschland & Schweiz // Österreich)
  • Detaillierten Marketingplan aufstellen (genauer Ablauf der Promo in den sozialen Netzwerken und auch außerhalb des Internets)
  • Promokontakte sammeln und Medienliste zusammenstellen
  • Erstelle dein Electronic Press Kit (EPK) oder bringe es auf den neusten Stand. Update deine Bio und verfasse einen Pressetext (auch in Zeiten der sozialen Medien ist die Pressearbeit nicht zu vernachlässigen!)
  • Dort, wo man Hilfe braucht, Partner ins Boot holen, etwa fürs Management, Booking, PR eventuell auch ein Label suchen (dann werden 6-12 Monate aber schon wieder knapp)
  • Entscheidet man sich independent zu veröffentlichen, den richtigen Distributor auswählen.
  • Tourplanung / Plattentaufe organisieren
  • Sofern noch nicht vorhanden eine eigene Website aufsetzen
  • Auf den für dich passenden Netzwerken präsent sein: Facebook, Twitter, Insta, YouTube, TikTok, Clubhouse, Triller etc. und versuchen überall das Profil zu verifizieren
  • Sammle alle Kontakte deiner Fans und erstelle eine Liste mit den Mail-Adressen für deinen Newsletter
  • Entscheiden, ob man nur digital oder auch physisch releasen will
  • Wenn es CD, Vinyl oder Tape geben soll, das entsprechende Presswerk finden
  • Soll es auch Merchandise geben? Dann dieses designen lassen, einen Hersteller finden sowie einen Vertrieb für dein Merch
  • Albumcover, Singlecovers und alle mit dem Release zusammenhängend Grafiken (z.B. Banner, Social Media Header, Flyer, Canvas für Spotify) erstellen lassen. Hier nicht sparen, denn das Artwork sagt fast so viel über dich aus wie deine Musik
  • Professionelle Fotos schießen
  • Wo lasse ich meine Songs mischen und mastern? Auch hier lieber zu viel Zeit einrechnen, da man möglicherweise nicht mit dem ersten Mix zufrieden ist
  • Welche Songs taugen als Singles und wann erscheinen diese? Plane unbedingt mehrere Singles ein – wir leben im Zeitalter der Singles!
  • Zu welchen Songs sollen Videos gedreht werden (und für wie viele reicht das Geld)?
  • Mit wem arbeite ich für die Videoclips und sind bereits inhaltliche Idee vorhanden?
  • Weiteren Videocontent produzieren für die Promophase
  • Gibt es allenfalls Samples, die gecleared werden müssen?
  • Hast du alle obigen Punkte abgecheckt, kannst du nun endgültig ein Releasedate festlegen und das definitive Budget erstellen

3-5 Monate vor dem Release

  • Hast du alle nötigen Codes (ISRC / EAN / allenfalls Labelcode)?
  • Hast du die Freigabe für die CD-Pressung von GEMA / SUISA / AKM eingeholt?
  • Damit es erledigt ist, kannst du auch gleich sonst alles Nötige bei den Verwertungsgesellschaften anmelden (GLV / Swissperform / LSG nicht vergessen) sonst entgehen dir Einnahmen!
  • Videos drehen
  • Hast du das Master und ist auch das Artwork fertig, gibt es keinen Grund mit dem Presswerk weiter zuzuwarten. Gerade die Vinyl-Presswerke sind momentan extrem ausgelastet, was zu langen Lieferfristen führen kann
  • Gibt es wichtige Magazine, die eine lange Vorlaufzeit (Deadline) haben, diese bereits jetzt angehen, dass man in der Ausgabe nahe beim Release drin ist
  • Langsam aber sicher gilt es ernst! Wieso nicht jetzt schon das Releasedate deines Albums bekanntgeben und es bei deinem Vertrieb hochladen?
  • Wenn das Release beim Vertrieb hochgeladen wird, müssen auch die Songs für Instant Gratification angegeben werden. Nicht vergessen: alle Vorverkäufe zählen für die erste wichtige Chartwoche. Eine lange Vorverkaufsphase hat also viele Vorteile!
  • Zudem unbedingt eine Pre-Save-Kampagne bei Spotify, Apple Music und Deezer einrichten
  • Vergiss die YouTube Monetarisierung nicht damit du auch mitverdienst, wenn andere deine Musik auf YouTube laden
  • Versende einen Newsletter an deine Fans und informiere sie als erstes über das kommende Release
  • Stehen die Tourtermine? Dann kann man diese nun publizieren und mit dem Vorverkauf starten
  • Wenn du auch in physischer Form Werbung machst (Flyer, Plakate etc.), empfiehlt es sich, ein Street Team auf die Beine zu stellen
  • Ist die Zeit reif für die erste Single, vielleicht sogar den ersten Clip? Oder willst du die Vorfreude der Fans mit einem Gratis Song anheizen?
  • Wenn du das erste Video releast, nutze YouTube Premiere, um die Vorfreude zusätzlich zu befeuern
  • Vergiss nicht die Single früh genug bei deinem Vertrieb hochzuladen damit sie auch sicher im Release Radar deiner Fans auftaucht
  • Stelle zusätzlich eine Liste mit unabhängigen Playlist Kuratoren zusammen, denen du deine Songs schicken kannst
  • Erscheint die erste Single oder der erste Clip, ist es an der Zeit für den ersten Medienversand (grundsätzlich empfehlen wir mindestens drei Medienmitteilungen zu verschicken)

6-11 Wochen vor dem Release

  • Spätestens in diesem Zeitraum ist es an der Zeit für die erste Single
  • Sofern du die Möglichkeit hattest, mehr als ein Video zu drehen, ist jetzt spätestens die Zeit gekommen für den ersten Clip!
  • Um möglichst viele Leute zu erreichen und neue Fans zu gewinnen, solltest du das Video boosten z.B. mit einer Pre-Roll-Werbung auf YouTube
  • Unterdessen sollte das Releasedate bekanntgegeben sein. Deshalb muss nun die Homepage upgedatet und auf das kommende Release maßgeschneidert werden. Eventuell sogar einen Countdown auf der Website installieren
  • Neben Website und Social Media dürfen die Profile auf Spotify, Apple Music, Deezer, Amazon etc. nicht vergessen gehen. Auch hier regelmäßig Neuigkeiten posten
  • Da jetzt hoffentlich bereits ein Hype ausgebrochen ist, muss das ausgenutzt werden. Mit Re-Marketing kann man die Interessenten gezielt und ohne große Streuverluste erreichen. Versuche so viele Daten deiner Fans wie möglich zu sammeln, um diese gezielt erreichen zu können
  • Produziere jetzt die physischen Werbemittel wie Flyer, Sticker oder Poster
  • Deine Fangemeinde weiß jetzt, dass das neue Album kommt. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, den Vorverkauf zu starten
  • Informiere deine Fans mit einem Newsletter darüber, dass das Album nun vorbestellt werden kann
  • Damit man nicht dutzende Links posten muss, unbedingt eine Link Site erstellen

1-5 Wochen vor Release

  • Die Veröffentlichung rückt näher, deshalb gilt es nun bei der Promo aus allen Rohren zu schießen. Facebook / Instagram, Re-Marketing, Banner etc. etc.!
  • Generell muss nun regelmäßig neuer Content kommen wie Audio-Snippets, Video-Teaser und sonstiges exklusives Material
  • Gibt es auch physische Promo ist es nun an der Zeit, die Flyer, Plakate oder Sticker unter die Leute zu bringen
  • Nun gilt es, die Fans einzubinden. Die eine oder andere Verlosung ist jetzt also sicherlich nicht falsch
  • Spätestens jetzt müssen alle deine Social-Media-Profile und deine Website ready und aufeinander abgestimmt sein
  • Einige Wochen vor Release ist die Zeit für eine neue Single und / oder Video gekommen. Gegebenenfalls das Video bereits einen Tag vor dem Single-Release, also normalerweise einem Donnerstag, ins Netz stellen
  • Mit der Single bzw. Videoauskopplung auch ein zweites Mal die Medien angehen und den Song an deine Liste mit unabhängigen Playlist-Kuratoren senden
  • In der Releasewoche muss eine weitere Pressemitteilung mit deinem EPK raus. Spätestens dann sollten die Medien auch mit deiner Musik bemustert werden (vorzugsweise über MPN), damit sie auch wissen, über was sie schreiben. Versuche möglichst viele Interviews, Reviews und Berichte an Land zu ziehen – dies ist Gratis-Werbung für dein Release!
  • Vergiss neben den traditionellen Medien (Radios, Zeitungen, Magazine, Fernsehen) die Blogs nicht und je nach Musikstil ist es auch wichtig, die DJ’s mit deiner Musik zu bemustern, dass sie diese an Partys, im Radio oder ihren Online-Sets spielen

Am Releasetag

  • Der große Tag ist gekommen und jeder, der eine deiner Social-Media-Seiten besucht, sollte dies auch umgehend merken!
  • Teile deine Freude mit deinen Fans und einem erneuten Newsletter mit welchem du dich auch gleich für alle Vorbestellungen bedanken kannst
  • Du hast noch Geld in der Kriegskasse? Gut, dann investiere dieses in gezielte Werbung z.B. eine Instagram-Kampagne
  • Hattest du die Möglichkeit mehr als zwei Videos zu drehen? Dann spar dir eines für den Releasetag auf, um zusätzlichen Hype zu generieren
  • Ordentlich Saufen gehen

Dein Release in den Charts?

Nun ist das Album also draußen und bald wird sich zeigen, wie sich diese minutiöse Releaseplanung auf die Verkäufe ausgewirkt hat. Wir haben für dich zusammengefasst, wie die Streams für die Charts zählen und wie viele du brauchst, um Gold zu gehen.

Auf keinen Fall vergessen: Die Planung und die Promophase enden nicht mit dem Release. Am Releasetag darf gefeiert werden, dann geht es aber wieder zurück an die Arbeit!

Nach dem Release

  • Dein Album ist ein Erfolg geworden? Dann lass es alle wissen! Poste es auf Social Media, versende einen Dankes-Newsletter und eine Pressemitteilung
  • Um im Gespräch zu bleiben, lohnt es sich einige Wochen nach Release nochmals ein Video zu releasen (es dürfen natürlich auch mehr sein, wenn das Videokässchen großzügig gefüllt ist)
  • Release zu deinen Videos stets auch einen Trailer, so hast du mehr Material für Posts
  • Sind einige Songs nicht auf dem Album gelandet, die aber deinen Qualitätsansprüchen trotzdem genügen? Dann bietet es sich an, diese einige Wochen oder Monate nach dem Album zu releasen. Entweder als kostenloses Geschenk an die Fans, als Bonus-EP oder sogar als Deluxe-Edition des Albums mit zusätzlichen Songs (dies muss natürlich auch von langer Hand geplant werden)
  • Eine weitere Möglichkeit ist es Remixes einiger deiner Songs zu veröffentlichen
  • Versuche generell in regelmäßigen Abständen neues Material zu releasen. Wir leben im Single-Zeitalter mit verkürzter Aufmerksamkeitspanne, man darf den Fokus also nicht alleine aufs Album legen.
  • Bleib generell aktiv auf allen Kanälen und ruh dich nicht auf deinen Lorbeeren aus, das gibt es im schnelllebigen Musikbusiness nämlich nicht mehr!

Wie iGroove dich bei deinem Release unterstützt

Bei vielen Punkten dieser Checkliste kann dich iGroove unterstützen. Gerne begleiten wir dich auch aktiv bei deiner Releaseplanung. Melde dich dafür früh genug (wie wir gesehen haben über ein halbes Jahr vor dem geplanten Release) bei uns.

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Wie viel erhalte ich pro Stream bei Apple Music (2022 Edition)

Mai 19, 2022

Wie kürzlich bei Deezer haben wir nun auch bei Apple Music erneut den Pay Per Streams (PPS) analysiert. Die aktualisierten Zahlen basierend auf den Daten der iGroove-Kunden der letzten 6 Monate. Insgesamt analysierten wir 84 Länder, einige Staaten mussten wir aufgrund von zu wenig vorhandenen Daten weglassen.

Hätte man aus allen untersuchten Ländern exakt gleich viele Streams, ergäbe dies 5.182 Euro pro Million Streams.  Der PPS ist somit im Vergleich zur letzten Auswertung leicht angestiegen, damals lag er bei 5.035 Euro. Wenn man nur die Länder berücksichtigt, die bereits letztes Mal ausgewertet wurden sind es 5.005 Euro. Dass der PPS weitgehend stabil bliebt, zeigt sich auch daran, dass er bei rund der Hälfte der Länder anstieg und bei der anderen sank.  

Island an der Spitze

Der klare Spitzenreiter ist Island, wo man deutlich über 20.000 Euro für eine Million Streams erhält. Man muss jedoch berücksichtigen, dass aus dem kleinen Land nur sehr wenige Streams in die Auswertung einflossen und somit Verfälschungen möglich sind.

Ansonsten findet man in den Top 10 viele übliche Verdächtige wie die skandinavischen Länder Norwegen, Dänemark und Schweden, die Schweiz, UK und Irland. Zu den diversen europäischen Staaten gesellen sich außerdem Kuwait und Oman.

Die Gewinner

Zu deutlichen Steigerungen des PPS kam es primär bei afrikanischen Ländern wie Botswana, Ghana, Sambia, Kenia oder Uganda. Am stärksten angestiegen ist der PPS auf den Philippinen, wo sich dieser mehr als verdoppelte. Auch Länder wie Libanon, Aserbaidschan oder Peru wuchsen stark. Von den europäischen Ländern konnten Montenegro und die Schweiz am meisten zulegen, beide um je 20%.

Die Verlierer

Am stärksten sank der PPS in Armenien, Indonesien und Jordanien. Auch in den großen Märkten Indien und der Türkei sank er stark. In Europa mussten Zypern, Malta, Litauen und die Niederlande die stärksten Rückgänge hinnehmen.

Die GSA-Länder im Vergleich

Wie erwähnt wuchs der PPS in der Schweiz um satte 20%. Auch in Deutschland stieg er um rund 9%, während er in Österreich um moderate 3,6% zurückging. Während man für eine Million Streams aus der Schweiz 10.993 Euro erhält, sind es in Österreich 7.398 und in Deutschland 6.436. Für einen Stream aus der Schweiz erzählt man also 70% mehr als für einen aus Deutschland. Das ist deutlich mehr als bei der letzten Auswertung, als dieser Wert noch bei 53% lag.

PPS deutlich unter 0.01

Schließlich wollten wir, wie bereits bei der letzten Auswertung, wissen, ob Apple Music die angekündigten 0,01 Dollar (0,0095 Euro) pro Stream auszahlt. Da Apple dabei auch die Auszahlungen für Publishing Rights miteinrechnet, haben wir diese ebenfalls einkalkuliert. Im Schnitt ergibt dies einen PPS von 0.0066 Euro, also weit entfernt von den 0,0095. Insgesamt erreichen gemäß unserer Auswertung nur 15 Länder diesen einen Cent.

Der PPS von 84 Ländern im Vergleich

Nachfolgend findest du die komplette Liste mit allen 84 ausgewerteten Ländern. Für jedes Land ist der PPS ersichtlich sowie hochgerechnet, wie viel man pro Million Streams erhält. Zudem sieht man wie hoch der Betrag für eine Million Streams bei unserer letzten Auswertung war und wie sich dies seither prozentual verändert hat. Die Tabelle lässt sich nach Belieben sortieren.

LänderPPSPro Mio. StreamsAnalyse 2021Veränderung %
Island0,02335732145423.357,32
Norwegen0,01510494030815.104,9413.786,089,57
Kuwait0,01156671672011.566,7210.308,6212,20
Schweiz0,01099367618410.993,689.149,7420,15
Dänemark0,0097459230599.745,9210.269,46-5,10
Irland0,0095047195819.504,7210.317,95-7,89
UK0,0092221211739.222,129.497,61-2,90
Oman0,0090953213229.095,328.121,8611,99
Schweden0,0089869244218.986,929.149,74-1,78
Luxemburg0,0086758061108.675,818.495,762,12
Finnland0,0085828034418.582,809.321,51-7,92
Niederande0,0082550342958.255,0310.363,61-20,35
Singapur0,0077900898837.790,096.228,0125,08
Österreich0,0073983044567.398,307.680,01-3,67
Neuseeland0,0073391887637.339,198.266,79-11,22
Libanon0,0068156537276.815,654.709,5144,72
Zypern0,0067318407066.731,848.709,14-22,70
Philippinen0,0067097472866.709,752.734,21145,40
Italien0,0066217187226.621,727.896,94-16,15
Deutschland0,0064360410886.436,045.893,669,20
Malta0,0064308841896.430,888.226,31-21,83
Mazedonien0,0064007551066.400,766.187,933,44
Australien0,0063401766106.340,186.764,02-6,27
Spanien0,0063260533546.326,056.870,19-7,92
Griechenland0,0062903026306.290,307.256,43-13,31
Belgien0,0062508482116.250,856.789,78-7,94
Belarus0,0058541497395.854,154.949,2218,28
Montenegro0,0058162766885.816,284.782,3121,62
Japan0,0056665016445.666,506.356,64-10,86
Estland0,0056209575425.620,965.824,38-3,49
USA0,0055992819045.599,285.137,228,99
Bahrain0,0054826655775.482,676.867,10-20,16
Portugal0,0054808527915.480,855.969,97-8,19
Litauen0,0054759252695.475,936.955,23-21,27
Frankreich0,0052943264335.294,335.848,96-9,48
Macao0,0052794594775.279,464.332,4721,86
Tschechien0,0049796675824.979,674.991,14-0,23
Georgien0,0049487019134.948,703.757,5131,70
Slowakei0,0049304026664.930,405.523,52-10,74
Bosnien0,0048762634384.876,264.640,175,09
Jordanien0,0047679688324.767,977.191,65-33,70
Serbien0,0047152815414.715,285.191,30-9,17
Kanada0,0046496156284.649,624.546,882,26
Hongkong0,0044466980194.446,705.088,30-12,61
Lettland0,0044032434834.403,244.824,11-8,72
Usbekistan0,0043910028774.391,00
Israel0,0042701973674.270,204.103,134,07
Rumänien0,0039652121133.965,213.672,777,96
Mongolei0,0039234584093.923,463.131,1025,31
Thailand0,0039110464923.911,053.705,305,55
Polen0,0037712540713.771,253.898,35-3,26
Aserbaidschan0,0037421555563.742,162.636,1741,95
Sri Lanka0,0036966637483.696,663.345,0610,51
Taiwan0,0036961778473.696,183.356,7110,11
Ungarn0,0036803778443.680,383.896,82-5,55
Malaysia0,0036692617163.669,264.083,08-10,13
Slowenien0,0036248154243.624,823.845,85-5,75
Ukraine0,0035633151063.563,322.988,2919,24
China0,0032841765753.284,183.651,36-10,06
Chile0,0032680367493.268,042.767,2918,10
Vietnam0,0031573666913.157,372.630,0920,05
Mauritius0,0030235552513.023.563.053,67-0,99
Indonesien0,0029988347222.998,835.260,54-42,99
Peru0,0029849251182.984.932.147,3939,00
Moldawien0,0029453267352.945,332.933,480,40
Kirgisistan0,0028839190732.883,922.312,9324,69
Botswana0,0027202097832.720,211.738,0556,51
Südafrika0,0026997071122.699,712.614,973,24
Kambodscha0,0026518963802.651,902.068,2028,22
Senegal0,0025232186532.523,22
Namibia0,0024884578412.488,462.802,97-11,22
Mosambik0,0024493353952.449,343.614,51-32,24
Kenia0,0024477215712.447,721.842,9032,82
Mexiko0,0024256034832.425,602.459,75-1,39
Uganda0,0022314641882.231,461.618,3837,88
Kolumbien0,0021576524172.157,652.085,693,45
Türkei0,0017126854271.712,692.331,50-26,54
Kasachtan0,0016802345981.680,231.449,0915,95
Sambia0,0016627860011.662,791.176,6141,32
Simbabwe0,0014167568461.416,76
Ghana0,0013583085231.358,31940,4144,44
Indien0,0011347063141.134,711.591,46-28,70
Armenien0,000933887022933,893.904,60-76,08
Nigeria0,000885669351885,67725,7322,04
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Wie viel erhalte ich pro Stream bei Deezer (2022 Edition)

Mai 17, 2022

Vor nicht ganz einem Jahr analysierten wir erstmals den Pay Per Stream (PPS) von Deezer. Nun haben wir die aktualisierten Zahlen basierend auf den Daten der iGroove-Kunden der letzten 6 Monate. Insgesamt analysierten wir 93 Länder, einige Staaten mussten wir aufgrund zu wenig vorhandenen Daten weglassen.

Hätte man aus allen untersuchten Ländern exakt gleich viele Streams, ergäbe dies 3.593,68 Euro pro Million Streams. Bei der letzten Auswertung lag dieser Wert noch bei 4.013 Euro, jedoch waren es damals noch deutlich weniger Länder. Vergleicht man nur diese 66 Länder, ist der PPS in etwa gleichgeblieben und ergibt hochgerechnet auf eine Million Streams 4.086 Euro.

Bulgarien bleibt Spitzenreiter

Bei unserer ersten Auswertung waren wir extrem überrascht, dass Bulgarien mit Abstand den höchsten PPS aufweist. Dies bestätigt sich nun auch bei den aktuellsten Zahlen, das osteuropäische Land bleibt mit Abstand an der Spitze. Wie bereits letztes Mal sind mit Katar, VAE und Saudi-Arabien drei arabische Länder in den Top 10. Wie gewohnt sind skandinavische Länder, konkret Dänemark und Norwegen, oben anzutreffen und die grossen Aufsteiger sind Österreich und UK. Eher überraschend vorne anzutreffen sind Belarus und Mazedonien, die beide in den Top 10 sind.

Die Gewinner

Mazedonien ist dann auch der grösste Gewinner, der PPS hat im Vergleich zur ersten Auswertung um 350% zugelegt. Auch weitere osteuropäische Länder wie Slowenien, Kroatien oder die Slowakei konnten deutlich zulegen. Weitere Gewinner sind Israel, Italien, Belgien, die Türkei und wie bereits erwähnt Österreich und UK.

Die Verlierer

Die grössten Verlierer kommen mehrheitlich aus Südamerika namentlich Ecuador, Paraguay, Chile, Kolumbien und Peru. Ebenfalls bergab ging es für die Elfenbeinküste, Griechenland, Ägypten sowie Ungarn.

Die GSA-Länder im Vergleich

Anders als bei Apple Music und Spotify, hat bei Deezer nicht die Schweiz, sondern Österreich den höchsten PPS. Da der PPS von Österreich um satte 43% gestiegen ist, hat sich daran nichts geändert. Für eine Million Streams aus Österreich erhält man 6.810 Euro und somit deutlich mehr als für dieselbe Anzahl Streams aus der Schweiz (5.980 Euro) und Deutschland (4.845 Euro). Auch in der Schweiz (+15%) und in Deutschland (+12%) ist der PPS angestiegen.

Der PPS von 93 Ländern im Vergleich

Nachfolgend findest du die komplette Liste mit allen 93 ausgewerteten Ländern. Für jedes Land ist der PPS ersichtlich sowie hochgerechnet, wie viel man pro Million Streams erhält. Zudem sieht man wie hoch der Betrag für eine Million Streams bei unserer letzten Auswertung war und wie sich dies seither prozentual verändert hat. Die Tabelle lässt sich nach Belieben sortieren.

LänderPPSPro Mio. StreamsAnalyse 2021Veränderung %
Bulgarien0,01151208908411.512,0912.501,41-7,91
Dänemark0,0098160902479.816,099.208,536,60
Österreich0,0097660339249.766,036.810,2343,40
Katar0,0093931903889.393,198.946,175,00
UK0,0093894346659.389,446.586,8342,55
Norwegen0,0092191250399.219,138.414,659,56
VAE0,0088126621358.812,668.551,453,06
Belarus0,0085020800628.502,08
Mazedonien0,0080968689198.096,871.797,58350,43
Saudi Arabien0,0077505130247.750,518.389,54-7,62
Belgien0,0076617449107.661,755.597,7436,87
USA0,0074757611187.475,768.793,80-14,99
Finnland0,0074021407017.402,148.047,14-8,02
Irland0,0069822155596.982,226.684,444,46
Schweiz0,0068903222706.890,325.980,6715,21
Singapur0,0065563740926.556,37
Vietnam0,0059814942195.981,49
Niederlande0,0057928848235.792,895.898,72-1,79
Slowenien0,0054910074635.491,013.276,3567,60
Montenegro0,0054462071365.446,215.006,278,79
Deutschland0,0054401113955.440,114.845,7912,27
Luxemburg0,0053014963195.301,505.910,21-10,30
Australien0,0052597613755.259,766.711,15-21,63
Neuseeland0,0052383316405.238,336.599,70-20,63
Mali0,0050006276525.000,63
Frankreich0,0048970866714.897,094.757,922,93
Slowakei0,0047574531454.757,453.168,3750,16
Kroatien0,0046204727674.620,473.087,2249,66
Schweden0,0045258602344.525,865.864,18-22,82
Kanada0,0044500583124.450,064.668,39-4,68
Serbien0,0039680932953.968,093.439,2515,38
Sri Lanka0,0039270452813.927,05
Rumänien0,0037397961993.739,803.476,047,59
Thailand0,0036049556973.604,964.127,16-12,65
Ungarn0,0035660971503.566,105.181,60-31,18
Tschechien0,0035220525333.522,053.583,09-1,70
Kasachstan0,0034752884913.475,293.631,18-4,29
Elfenbeinküste0,0033329593723.332,966.118,75-45,53
Spanien0,0033306618053.330,663.189,164,44
Italien0,0032386549353.238,661.963,7164,93
Mauritius0,00320069824003.200,703.643,38-12,15
Südafrika0,0028430545032.843,062.876,61-1,17
Griechenland0,0027901551902.790,164.341,29-35,73
Namibia0,0027603854842.760,39
Israel0,0027224607622.722,461.267,20114,84
Polen0,0027007088572.700,713.052,63-11,53
Ägypten0,0025920901012.592,093.819,49-32,14
Ukraine0,0025206235262.520,622.800,42-9,99
Guatemala0,0025043260162.504,333.041,07-17,65
Portugal0,0023877353772.387,743.054,05-21,82
Malta0,0022873870742.287,39
Honduras0,0022427800252.242,78
Indonesien0,0021847696742.184,77
Gabun0,0020171588962.017,16
Bolivien0,00197347810611.973,481.899,513,89
Albanien0,0019701888161.970,191.662,5918,50
Panama0,0018994683931.899,47
Aserbaischan0,0018655278291.865,531.033,3280,54
Malaysia0,0018275781541.827,58
Kenia0,0017721530971.772,152.249,65-21,23
Argentinien0,0017042628721.704,261.329,6928.17
Paraguay0,0016832630211.683,263.100,27-45,71
Russland0,0016710102901.671,011.580,145,75
Ghana0,0016205538381.620,55
Costa Rica0,0016165035341.616,501.589,461,70
Uganda0,0016051653941.605,17
Kolumbien0,0015695918641.569,592.364,62-33,62
Brunei0,0015618789361.561,88
Chile0,0015319320111.531,932.553,56-40,01
Bosnien0,0015305859881.530,591.388,7310,21
Tunesien0,0015169542941.516,95
Malawi0,0014783230031.478,32
Philippinen0,0014652565851.465,261.237,8118,37
Mexiko0,0014092827691.409,281.960,34-28,11
Sambia0,0013884803251.388,48
El Salvador0,0013312649921.331,271.119,4418,92
Kamerun0,0013201130371.320,11
Marokko0,0013129546791.312,961.512,22-13,18
Madagaskar0,0012746086971.274,61
Senegal0,0012105941791.210,59
Irak0,0011886911551.188,69
Nigeria0,0011885980441.188,601.436,21-17,24
Türkei0,0011596603211.159,66870,8333,17
Ecuador0,0011383125371.138,312.509,15-54,63
Kirgisistan0,0011283388241.128,34
Peru0,0010915113471.091,511.575,79-30,73
Kongo0,0010902542201.090,25
Brasilien0,0010860339591.086,031.006,277,93
Benin0,0010747450411.074,75
Togo0,0010567975561.056,80
Venezuela0,0010268252641.026,83
Nicaragua0,0010217283781.021,73
Algerien0,000960669043960,67983,19-2,29
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Was versteht man unter Sync Licensing?

Januar 27, 2022

Wer sich mit möglichen Einnahmequellen für Musiker*innen beschäftigt, ist sicherlich schon über den Begriff Sync Licensing gestolpert. Doch was verbirgt sich genau dahinter, wie sichert man sich solche Platzierungen und wie verdient man daran? Wir bringen Licht ins Dunkle.

In der heutigen Zeit müssen sich Musiker*innen vieler verschiedener Einnahmequellen bedienen. Die meisten legen ihren Fokus trotzdem hauptsächlich auf die Streamingdienste, Social Media und womöglich noch Liveshows. Gerade weil vielen nicht ganz klar ist, um was es sich bei Sync Licensing genau handelt, wird diese Einnahmemöglichkeit häufig vergessen. Dabei lassen sich mit etwas Glück durch Syncs signifikante Beträge einspielen.

Basics

Unter Sync Licensing (auch „Synchronisationsrecht“ oder „Filmeinblendungsrecht“ genannt) versteht man die Lizenzierung von Musik für z.B. das Fernsehen, Filme, Serien, Werbung oder Games. Es entsteht also eine Verbindung von Musik und Bild – die Synchronisation. Will jemand deine Musik z.B. für einen Film verwenden, benötigt er dafür die Einwilligung der Rechteinhaber und natürlich fließt dafür in aller Regel auch Geld. Zusätzlich generiert das Placement für den Song und somit den Artist zusätzliche Reichweite.

Oder wie es unser Anwalt etwas eloquenter erklärt: „Das Recht Musik mit Bildaufnahme zu verbinden steht als wirtschaftliches Gut für sich allein, das heißt: allein für den Vorgang des Verbindens (Synchronisierens) kann der Rechteinhaber eine Vergütung verlangen. Potentielle Vergütungsquellen sind also sämtliche Hersteller von audiovisuellen Medien wie z.B. Fernsehen, Filme, Serien, Werbung oder Games.“

Wie groß ist das Sync Business?

Die weltweiten Umsätze mit Sync Licensing betragen gegenwärtig rund 432 Millionen Dollar pro Jahr. Dies trotz eines coronabedingten Einbruchs von 9,4%. Während die Umsätze aus der Werbung eher rückläufig sind, weil die Werbetreibenden die Musik häufig speziell für diesen Zweck produzieren lassen, anstatt sie zu lizenzieren, haben sich im übrigen Sync-Umfeld neue Möglichkeiten aufgetan. Diese sind etwa Fitness, Wellness wie auch E-Sport. Ebenfalls wächst der Bedarf an Musik seitens der Streaminganbieter wie Netflix oder Prime. Durch deren internationale Ausrichtung wird auch immer mehr Musik aus verschiedenen Ländern und in unterschiedlichsten Sprachen gesucht. Der Bedarf an nicht-englischsprachiger Musik sei noch nie so groß gewesen.

Von wem braucht es die Einwilligung?

Ähnlich wie wenn man ein Sample eines Songs verwenden will, braucht es auch bei Sync Lizenzierungen die Einwilligung sämtlicher Rechteinhaber, also sowohl für die Master Rights wie auch die Publishing Rights als auch von etwaigen Leistungsschutzberichtberichten (insbesondere dann, wenn die Originalaufnahme verwendet wird). Zur Erinnerung: die Publishing Rights oder Verlagsrechte liegen bei den Textautor*innen und Komponist*innen eines Songs (oder einem Verlag). Die Master Rights sind wiederum die Rechte an der Aufnahme und liegen entweder bei den Künstler*innen selbst oder häufig beim Label. Damit also ein Song z.B. in einem Film verwendet werden darf, müssen alle Rechteinhaber ihr Einverständnis geben.

Handelt es sich bei deinem Song um eine Coverversion ist man als Interpret*in nur im Besitz der Master Rights. Damit der Song verwendet werden kann, müssen also auch die Textautoren und Komponisten des Originalsongs einwilligen. Das mag zunächst kompliziert klingen, ist jedoch in jedem Fall einen Versuch wert, da Coversongs gerne lizenziert werden, besonders wenn es sich um einen sehr bekannten Track handelt und es schlicht zu teuer wäre das Original zu lizenzieren.

Deutlich komplizierter wird es jedoch, wenn dein Song Samples beinhaltet, die nicht gecleared wurden. Die Music Supervisor schauen sehr genau hin bei den Rechten damit ihre Auftraggeber keinesfalls verklagt werden. Daher werden sie kaum einen Song mit ungeclearten Samples lizenzieren. Dies ist auch einer der Gründe, wieso die meisten Supervisor nur mit Sync Agents arbeiten.

Was macht eigentlich ein Sync Agent?

Natürlich ist es theoretisch möglich selbst zu recherchieren, wer die Music Supervisor sind, welche die Musik fürs Fernsehen, Serien oder Werbungen aussuchen. Der Aufwand dürfte allerdings riesig sein plus ist die Chance bei einer direkten Kontaktaufnahme eher klein. Das Sync Licensing ist, wie so vieles in der Musikbranche, ein People Business und da kommen die Sync Agents mit ihren Kontakten ins Spiel. Die Sync Agents, welche selbständig, für Musikverlage, Labels oder Vertriebe arbeiten können, sind die Ansprechpersonen für die Music Supervisor. Wenn diese z.B. einen Song für eine bestimmte Filmszene suchen, schlagen die Sync Agents ihnen Tracks vor, die in ihren Augen passen würden. Ebenso gehen sie proaktiv auf die Supervisor zu und pitchen die Songs aus ihrem Repertoire. Nicht zuletzt verhandeln sie dann den Preis und kümmern sich um die nicht zu unterschätzenden administrativen Aufgaben. Dafür erhalten sie dann natürlich auch einen Teil der generierten Einnahmen.

Häufig werden die Sync Agents verlangen, die Songs bereits zu „pre-clearen“. Dies bedeutet so viel wie, dass man ihnen das Recht gibst in deinem Namen Deals zu verhandeln und dass bereits das Einverständnis aller Rechteinhaber vorliegt. Dies vereinfacht die Verhandlungen und macht sie vor allem schneller und unkomplizierter. Dies ist kein zu unterschätzender Faktor, denn heute muss es häufig sehr schnell gehen und wenn zu viele Abklärungen nötig sind, entscheidet sich der Supervisor womöglich für einen anderen Song.

Arbeitet man mit einem Sync Agent muss die Zusammenarbeit nicht zwingend exklusiv sein. Das bedeutet, dass man seine Werke auch bei verschiedenen Sync Agents deponieren kann, um so die Chance auf eine Platzierung zu erhöhen. Dabei sollte man jedoch vorsichtig sein, denn es kann vorkommen, dass die Agents dann für denselben Song unterschiedliche Preise vorschlagen. Und natürlich wählt der Supervisor dann das tiefste Angebot. Zudem ist es für die Music Supervisor mühsam, wenn sie denselben Song mehrfach vorgeschlagen bekommen.

Bevor ihr einen Vertrag mit einem Sync Agent unterschreibt, solltet ihr diesen unbedingt mit einer Fachperson (z.B. Musikanwalt) prüfen.

Wie viel verdient man mit Sync Licensing?

Grundsätzlich gibt es zwei Verdienstmöglichkeiten bei Sync-Lizenzierung von Songs:

  • Eine individuelle Fee
  • Einkünfte über die Verwertungsgesellschaft

Individuelle Fee

Die individuelle, häufig einmalige Fee wird in vielen Fällen anteilig zwischen den Inhabern der Master- und der Publishing Rights aufgeteilt. Wenn du alle Rechte besitzt, erhältst du auch die ganze Kohle. Ebenso kann man auf den einmaligen Betrag verzichten, etwa wenn man seinen Song für einen kleine Filmproduktion ohne wirkliches Budget zur Verfügung stellt – dann sollte aber zumindest der Gegenwert z.B. in Form von Reichweite passen.

Verwertungsgesellschaften

Alternativ gibt es in manchen Ländern (darunter Deutschland und die Schweiz) für Produzenten von audiovisuellen Medien die Möglichkeit, die Sync-Lizenz direkt von den Verwertungsgesellschaften zu erwerben. Als Beispiele sind SUISA und GEMA zu nennen, an die Künstler*innen ihre Sync-Rechte zur Wahrnehmung abtreten können. Als Künstler*in muss man sich also entscheiden, ob man lieber selber (bzw. über einen Sync Agent) die individuelle Sync-Fee aushandelt, oder ob dies die Verwertungsgesellschaft übernehmen soll. Während bei der individuellen Verhandlung höhere Beteiligungen möglich sein dürften, ist bei der Lizenzierung durch eine Verwertungsgesellschaft gerade bei kleineren Produktionen ggf. die Chance höher, dass der Song wegen der geringeren Lizenzkosten platziert wird. Die Entscheidung ist daher individuell. Schaue dir also genau an, was dein Wahrnehmungsvertrag zum Thema Sync sagt. Hast du einmal einer Verwertungsgesellschaft die Rechte übertragen, hast du möglicherweise in manchen Fällen keinen Einfluss mehr auf die konkrete Nutzung. Dies bedeutet, dass etwa ein TV-Sender deinen Song für eine Daily-Soap nutzen könnte, in der du mit deiner Musik gar nicht stattfinden möchtest.

Abgrenzung zu Nutzungsrechten

Doch auch wenn man die Sync-Lizenz nicht über die Verwertungsgesellschaft abwickeln lässt, fließen von dieser Einnahmen. Neben der Sync-Lizenz, die Künstler*innen für die Herstellung des audiovisuellen Produkts unter Verwendung der Musik vergütet, gibt es auch noch die Vergütung für die konkrete Nutzung (z.B. für das Fernsehen, Kinofilme, Werbung, Games etc.).

Ein Beispiel: Ein Filmproduzent möchte die Eröffnungsszene seines Films mit einem bestimmten Song unterlegen. Um das zu können (= Herstellung), muss er den Rechteinhabern grundsätzliche eine Lizenz bezahlen – das ist die Sync-Lizenz.

Kommt der Film dann in die Kinos, so muss der Betreiber für das Vorführen des Films (= konkrete Nutzung) wieder eine Lizenz für die öffentliche Vorführung bezahlen. Wird der Film im TV ausgestrahlt, müssen die Sender eine Lizenz für die Ausstrahlung (= andere konkrete Nutzung) erwerben usw.

Das heißt es kann trotzdem Geld über die Verwertungsgesellschaften fließen, wenn dein Song im TV ausgestrahlt wird. Dies ist also vergleichbar mit den Einnahmen die generiert werden, wenn dein Track im Radio läuft, dein Musikvideo im TV ausgestrahlt oder dein Song in einer Bar oder Club gespielt wird. Entsprechend werden diese Einnahmen über die Verwertungsgesellschaft, bei welcher du angemeldet bist (z.B. GEMA), ausgeschüttet.

In einigen Fällen wird auch alles mit einer einmaligen Fee abgegolten und die regelmäßigen Einnahmen über die Verwertungsgesellschaft entfallen (dies geht allerdings nur, sofern und solange noch kein entsprechender Wahrnehmungsvertrag geschlossen wurde).

Fassen wir zusammen:

Wie viel man im Einzelfall effektiv erhält, kann nicht genau beziffert werden bzw. ist eigentlich bei jeder Platzierung wieder anders und hängt von zahlreichen Faktoren ab.

  • Um welches Medium handelt es sich (für eine Werbung erhält man normalerweise mehr, als wenn der Song für einen kleinen Film oder in einem Videogame benutzt wird)
  • Für welche Territorien der Song lizenziert wird (weltweit oder nur für bestimmte Länder)
  • Ob der ganze Song oder nur ein kurzer Teil davon verwendet wird
  • Für wie lange man die Rechte gewährt (für eine festgelegte Dauer oder bis in alle Ewigkeit)
  • Ob es Einschränkungen wie etwa Konkurrenzverbote gibt (Erteilt man z.B. eine Sync Lizenz für Mobilfunkanbieter A, kann man denselben Song i.d.R. nicht auch an Mobilfunkanbieter B lizenzieren)
  • Das Budget des Music Supervisors bzw. dessen Auftraggebers
  • Der Bekanntheitsgrad des Artists
  • Für welchen Zweck der Song verwendet wird. Läuft er nur im Hintergrund oder ist es die Titelmelodie des Films?
  • Dem Verhandlungsgeschick deines Sync Agents

Es kann also durchaus sein, dass die einmalige Gebühr nur einige hundert Euro beträgt, es ist aber auch nicht ungewöhnlich, dass z.B. Netflix einem eher unbekannten Künstler einen fünfstelligen Betrag zahlt. Bei Werbungen oder Blockbuster Filmen können durchaus auch sechsstellige Beträge fließen.

Der Sync-Markt gilt als sehr unberechenbar. Es gibt Songs, bei denen man sicher ist, dass die verwendet werden und dann klappt es doch nicht, dafür wird völlig unerwartet ein anderer Track ausgewählt. Wirklich budgetieren lassen sich Sync-Einnahmen also nicht, wenn sie fließen sind sie aber ein sehr angenehmer Nebenverdienst.

Auf was muss ich sonst noch achten?

  • Du solltest jederzeit die Übersicht haben, bei wem die Master- und Publishing Rights deiner Songs liegen. Liegen die Master Rights bei dir oder bei deinem Label? Welche Songwriter*innen wurden bei der GEMA angemeldet? Wenn dies erst abgeklärt werden muss, ist der Deal vielleicht bereits gelaufen.
  • Ob deine Songs bei einer Verwertungsgesellschaft registriert sind und in welchem Umfang diese deine Rechte wahrnimmt.
  • Stelle sicher, dass deine Songs keine ungeclearten Samples beinhaltet.
  • Fokussiere dich nicht einzig auf deine neusten oder populärsten Tracks. Music Supervisor suchen nach den passendsten Songs und die müssten nicht zwingend brandneu oder extrem bekannt sein. Manchmal sogar im Gegenteil. Stelle am besten den Sync Agents deinen ganzen Katalog zur Verfügung.
  • Stelle sicher, dass du Instrumentalversionen oder sogar die einzelnen Spuren deiner Songs bereit hast. Häufig werden in Filmen oder Werbungen nur die Instrumentals verwendet, etwa weil die Lyrics einen Dialog stören oder schlicht nicht zum Inhalt passen würden. Möglicherweise will der Supervisor auch nur die schöne Pianomelodie oder die funky Bassline. Hast du dies jederzeit ready, steigen auch deine Chancen.

Mehr Reichweite

Auch wenn die Einnahmen aus Sync Licensing sehr lukrativ sein können, ist dies nicht der einzige Vorteil von Platzierungen. Du hast sicherlich auch schon einen Song in einem Film oder gar einer Werbung gehört und sofort Shazam geöffnet. Durch eine entsprechende Platzierung erhält man die Möglichkeit seine Musik einem völlig neuen Publikum über ein anderes Medium vorzustellen. Dies kann im Idealfall zu einem Türöffner werden. Entsprechend sollte man eine erfolgreiche Platzierung auch genüsslich über seine Kanäle zelebrieren und es alle wissen lassen.

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Wie veröffentliche ich einen Coversong? (Updated)

Dezember 22, 2021

Anmerkung: Hierbei handelt sich um eine upgedatete Version des Posts vom 08.12.2020. Es gab im Jahr 2021 einige Anpassungen, die wir nun in diesem Beitrag ergänzt haben. Bei Unklarheiten empfiehlt es sich immer erst mit der zuständigen Verwertungsgesellschaft in Kontakt zu treten.

Viele Künstler*innen erhalten große Aufmerksamkeit, indem sie über YouTube, SoundCloud etc. ihre Versionen von bekannten Songs hochladen. Es ist jedoch auch möglich Coversongs offiziell zu veröffentlichen. Wir zeigen dir, worauf du achten musst.

Einen Coversong zu veröffentlichen ist heikel, da man weder der Komponist noch der Textautor des Songs ist und somit keinerlei Urheberrechte an dem Track hat. Jedoch kann man mit einer gelungenen Coverversion schnell neue Hörer*innen gewinnen. Glücklicherweise musst du nur einige Punkte beachten, um deine Version ganz legal zu releasen.

Wann ist mein Song ein Cover?

Als Cover gilt dein Song nur, wenn du dich sehr stark ans Original hältst. Konkret bedeutet dies, dass Melodie, Text und Songstruktur nicht verändert werden dürfen. Weicht deine Version zu stark vom Original ab, gilt es als Bearbeitung und dann musst du in jedem Fall die Genehmigung der Rechteinhaber*innen einholen. Ebenso ist es nicht erlaubt Samples zu verwenden oder einen Remix zu veröffentlichen ohne Genehmigung.

Unterschied Streaming und Download / Physisch

Zudem hängt es davon ab, über welche Kanäle du deine Coverversion verfügbar machen willst. Erscheint der Song ausschließlich über Streaminganbieter wie Spotify, Apple Music, Deezer oder YouTube Music, sind diese verpflichtet sich um die Lizenzierung mit der Verwertungsgesellschaft zu kümmern. Du musst dabei einzig diese Punkte beachten:

  • Gib die Komponisten sowie Textautoren des Originals an, wenn du den Song bei deinem Vertrieb einpflegst.  
  • Deklariere den Song zudem als Cover bei der Erfassung (jedoch nicht im Songtitel).
  • Melde den Song bei der zuständigen Verwertungsgesellschaft (GEMA, SUISA, AKM etc.) an.
  • Der Originalsong muss bei einer Verwertungsgesellschaft eingetragen sein. Wenn nicht, muss man die Genehmigung der Rechteinhaber*innen einholen.

Willst du den Song auch zum Download anbieten, z.B. über iTunes oder Bandcamp, oder den Track auch physisch auf CD oder Vinyl veröffentlichen, brauchst du dafür eine gesonderte Lizenz. Diese erhältst du über die Verwertungsgesellschaften wie z.B. GEMA, SUISA oder AKM. Wichtig: Wenn du z.B. den Song eines britischen Künstlers covern willst, musst du dich nicht zwingend an die britische Verwertungsgesellschaft wenden. Die Verwertungsgesellschaften sind alle miteinander vernetzt, somit kannst du dich einfach mit derjenigen in Kontakt setzen, mit der du bereits zusammenarbeitest.

Weiter müssen auch die oben beim Streaming erwähnten Punkte beachtet werden.

Teilung der Einnahmen

Wichtig zu wissen ist zudem, dass der Urheberrechtsanteil (Publishing Rights) vollständig an die Textautor*innen und Komponist*innen des Originals ausbezahlt wird. Die Verkaufseinnahmen (Master Rights) bleiben jedoch bei dir.

Wenn du alle diese Regeln beachtest, musst du jetzt eigentlich nur noch herausfinden, welcher Song zu dir als Künstler*in passen würde.

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Deals: Einnahmen splitten mit wenigen Klicks

November 16, 2021

Nach mehreren Monaten Arbeit und etlichen Nachtschichten unserer Entwickler freuen wir uns, dir die Deals-Funktion zu präsentieren. Ab sofort hast du die Möglichkeit, die Einnahmen deiner Releases mit deinen Partnern*innen zu teilen und dies alles direkt über die App einzurichten. Das Erstellen, Senden und Empfangen von Deals war noch nie so einfach und bequem!

Wie man Deals einrichtet

Du kannst die Beteiligung für jeden einzelnen Song festlegen und dies sowohl auf dem Desktop, wie auch direkt über die App. Sobald du die Beteiligung fertig erfasst hast, erhalten deine Partner*innen automatisch eine Benachrichtigung und haben ebenfalls Zugriff auf ihren persönlichen iGroove-Account sowie die iGroove-App. Das Onboarding läuft dank unserem neu eingeführten Magic Code so schnell wie nie zuvor. Nach wenigen Klicks hat man seinen Account und findet dort alle Informationen zu den Beteiligungen, kann die Trenddaten der entsprechenden Songs einsehen und sich seinen Anteil direkt von uns auszahlen lassen.

Die Vorteile

  • Kein Papierkram mehr: Die Deals werden einmalig erfasst und danach übernehmen wir den Rest.
  • Immer und überall: Egal ob in Ruhe am Desktop oder bequem von unterwegs über die App – du hast jederzeit Zugriff auf deine Deals oder kannst neue erfassen.
  • Transparenz: Alle Beteiligungen werden dir und deinen Partner*innen übersichtlich aufgelistet. Durch den Zugriff auf die Trenddaten der entsprechenden Songs, sehen deine Partner*innen zudem jederzeit, wie diese performen.
  • Automatisierte Auszahlung: Keine Rechnerei mehr, die Auszahlungen werden von iGroove monatlich auf die Konten aller Beteiligten gutgeschrieben. Jede*r Beteiligte kann sich unabhängig von jedem anderen zu einem selbst gewählten Zeitpunkt, ganz nach eigenem Ermessen, sein Guthaben selbstständig auszahlen.

Neben diesen Vorteilen legten wir auch viel Wert darauf, die steuerliche Situation von Beginn an korrekt aufzusetzen.

Verrechnungssteuer

Wir haben den Fokus nicht alleine auf die technische Umsetzung gelegt, sondern auch die rechtliche Situation berücksichtigt. Konkret bedeutet dies, dass du bei jedem Deal definieren kannst, ob dieser Verrechnungssteuer beinhaltet oder nicht. Somit ist jeder deiner Partner*innen von Beginn an korrekt erfasst und du kannst dir viel Papierkram ersparen.

Den wohl ausführlichsten Blog zum Thema Beteiligung, Verrechnungssteuer und Versteuerung findest du hier.

Kosten

Für diejenigen, welche die Deals einrichten, entstehen keine Kosten. Aufgrund des großen Aufwands der Auszahlung an die Partner*innen, verrechnen wir diesen eine kleine Auszahlungs-Pauschale. Konkret beträgt diese 8 Euro pro getätigte Auszahlung. Diese Pauschale fällt nur für Künstler*innen an, die nicht bereits iGroove-Kund*innen sind, also iGroove nur als Partner*in nutzen ohne eigene Releases über uns zu veröffentlichen.

Alle Beteiligten erhalten monatlich eine Gutschrift, sie sind jedoch völlig frei, wann und wie oft sie sich diese auszahlen lassen. Dies kann also auch nur z.B. alle drei Monate oder ein Mal pro Jahr sein. Dies ist ein klarer Vorteil gegenüber anderen Anbietern wie beispielsweise DistroKid, die eine fixe monatliche Gebühr von 10 USD pro Partner*in verrechnen.

Jetzt ausprobieren

Nutze jetzt den Demo Modus der iGroove App und entdecke, wie das Deals-Feature funktioniert. Bei Fragen steht dir unser Support Team wie gewohnt gerne zur Verfügung.

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Katalog-Migration: Wechsle in wenigen Schritten deinen Vertrieb

September 29, 2021

Man kennt es von der Versicherung oder dem Mobilabo: Eigentlich weiß man, dass bei einem anderen Anbieter ein besseres Angebot wartet und man vermutlich Geld sparen könnte, doch der Aufwand ist einem dann doch zu groß und man bleibt beim bisherigen Anbieter. So geht es vielen Musiker*innen und Labels beim Wechsel von einem Vertrieb oder Label zu einem anderen. Viele scheuen den manuellen Aufwand und sind unsicher, ob die Streamingzahlen und Playlistplatzierungen bei einem Wechsel wirklich erhalten bleiben.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, was man bei der Migration eines Katalogs beachten muss und welche elegante Lösung iGroove entwickelt hat.

Metadaten

Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, wie wichtig Metadaten in der Musikindustrie sind und weshalb sie die Visitenkarte der Künstler*innen darstellen. Auch bei einer Migration beginnt alles mit den Metadaten, die sicherstellen sollen, dass deine Releases trotz des Vertriebswechsels exakt wie zuvor bei den DSPs aufgeführt sind und deine Fans die Migration gar nicht erst bemerken.

Als erstes musst du also alle Metadaten der Releases deines Katalogs zusammenstellen. Diese findest du im System deines Vertriebs (mit etwas Glück haben sie sogar eine Funktion für deren Export) oder du erhältst sie von deinem Label.

Nach dem Export bei deinem alten Vertrieb müssen alle Metadaten nun beim neuen Vertrieb manuell für jedes Release erfasst werden.

Unter Metadaten verstehen wir unter anderem:

  • Release- und Songnamen
  • Songlänge
  • Künstlernamen / Angaben zu Features etc.
  • Komponisten, Textautoren etc.
  • EAN
  • ISRCs

Zusätzlich müssen natürlich auch die WAV-Files aller Veröffentlichungen erneut hochgeladen werden und damit die Releases auch sicher in den richtigen Profilen landen, die Artist IDs von Spotify und Apple Music eingefügt werden (sofern dein Vertrieb diese Option anbietet). Erst wenn alle diese Informationen hinterlegt sind, kann dein neuer Vertrieb die Releases an die verschiedenen Stores ausliefern.

Auslieferung und Takedown

Womöglich nimmt dein neuer Vertrieb bereits im Vorfeld mit den DSPs Kontakt auf, um die Migration des Katalogs anzukünden. Sobald du alle Daten erfasst hast, werden diese von deinem neuen Vertrieb an die Stores übermittelt. Rund ein, zwei Tage nach der Übermittlung prüft dein Vertrieb, ob alle Releases erfolgreich und korrekt angekommen sind. Bei Spotify muss zusätzlich gecheckt werden, ob die Streamingzahlen richtig übernommen wurden. Falls dies nicht der Fall ist, wird dein neuer Vertrieb mit Spotify in Kontakt treten und checken, wieso diese nicht übernommen wurden.

Erst wenn alles geprüft und für korrekt befunden wurde, wird der Takedown beim alten Vertrieb in Auftrag gegeben. Dies führt dazu, dass deine Releases für kurze Zeit doppelt bei den Plattformen verfügbar sind. Dies jedoch meist nur für rund 2-3 Tage, sofern dein alter Vertrieb umgehend den Takedown auslöst. Damit die Releases nicht zu lange doppelt verfügbar sind, ist es sinnvoll bereits im Vorfeld mit dem bisherigen Vertrieb Kontakt aufzunehmen, um sich über den Ablauf zu informieren und den bevorstehenden Takedown anzukünden.

Läuft alles reibungslos, nimmt eine Katalogmigration in etwa eine Woche in Anspruch. Da aber viele verschiedene Parteien involviert sind (Künstler*innen, neuer und alter Vertrieb, diverse Stores), kann es gelegentlich zu Verzögerungen kommen.

Die Lösung von iGroove

Immer mehr Künstler*innen wechseln mit ihren Katalogen zu iGroove und um allfällige Fehlerquellen, Verzögerungen und auch den manuellen Aufwand für uns zu minimieren, haben wir die Katalog-Migration-Engine entwickelt. Diese basiert auf den folgenden Komponenten:

Release Importer

Anstatt die Metadaten mühsam zusammenzutragen, übernimmt der Release Importer diese Arbeit. Dies in dem er alle wichtigen Daten automatisch von den verschiedenen Music Stores zusammensucht und direkt in deinen Account importiert. Dafür benötigen wir von dir einzig eine Liste mit den EAN Codes deiner Releases.

Sobald der Release Importer alles zusammengetragen hat, musst du nur noch die Audio Files hochladen und deine Releases sind fertig erfasst.

Warst du bei einem der großen Vertriebe bieten wir Alternativ die Möglichkeit, die von dort exportierten Daten im Handrumdrehen zu importieren, inklusive der WAV-Files.

Metadaten Validierung

Falls die Daten direkt angeliefert wurden, prüft unser System selbständig, ob alle angegebenen Metadaten (z.B. Komponisten, Textautoren, Infos zu expliziten Inhalten etc.) mit den aktuellen Daten bei den Music Stores übereinstimmen. Werden Abweichungen erkannt, wird automatisch ein Ticket erstellt und von unserem Team bearbeitet. Allenfalls kommt es zu einer Rücksprache mit den Kund*innen, um die Differenzen möglichst schnell zu bereinigen.

Ebenfalls wird geprüft, ob die hochgeladenen Audiofiles von der Länge her identisch sind mit den aktuell bei den Stores verfügbaren Songs. Dies ist wichtig für die Übernahme der Streamingzahlen, da dafür verlangt wird, dass die Audiofiles identisch sind. Erkennt das System eine Abweichung fragen wir bei den Kund*innen nach, ob allenfalls beim Upload ein Fehler passiert ist (z.B. zwei Tracks verwechselt).

Vervollständigung der Artist IDs

Die Artist IDs garantieren, dass die Releases (auch die zukünftigen) in den richtigen Künstlerprofilen bei Spotify und Apple Music landen. Da das Heraussuchen und Hinterlegen aller IDs eines ganzen Katalogs sehr zeitaufwändig sein kann, übernimmt unser System diese Aufgabe für unsere Kund*innen.

Übermittlung an die Music Stores

Sobald alle Metadaten korrekt erfasst und die Audiofiles hochgeladen sind, übermittelt unser System die Releases mit hyperspeed an die ausgewählten Music Stores und überprüft automatisch, ob diese angekommen sind. Damit die Künstler*innen jederzeit auf dem neusten Stand sind, haben wir ein Dashboard kreiert, wo der Status in Echtzeit mitverfolg werden kann. Kommt es bei einer Übermittlung zu einem Fehler (z.B. ein Verbindungsproblem), wird dies von unserem System automatisch erkannt und der Prozess wird eine Stunde später erneut gestartet.

Überprüfung der Streamingzahlen

Vor der Übermittlung speichert unser System die aktuellen Streamingzahlen jedes einzelnen Songs des Katalogs bei Spotify. Sobald die Releases an Spotify übermittelt wurden, gleicht unser System die Zahlen ab und validiert, dass diese korrekt übernommen wurden. Auch diese Überprüfung können die Künstler*innen in Echtzeit mitverfolgen und sie sehen somit jederzeit, bei welchen Releases die Streamingzahlen bereits vollständig übernommen wurden. Somit ist garantiert, dass die Streamingzahlen übernommen werden und auch alle Platzierungen in Playlisten erhalten bleiben.

Takedown Validierung

Das Dashboard zeigt den Künstler*innen, für welche Releases sie bereits den Takedown bei ihrem alten Vertrieb in Auftrag geben können. Zudem überwacht das System, ob dieser durchgeführt wurde und vor allem auch, ob wirklich alles heruntergenommen wurde. Manchmal kommt es vor, dass der alte Vertrieb z.B. nur 20 von 23 Songs löscht. Auch dies wird von unserem System erkannt. Unsere Kund*innen haben somit jederzeit den Überblick, welche Releases heruntergenommen werden können, bei welchen dies bereits geschehen ist und welche noch pendent sind.

iGroove Extra

Wie oben erwähnt, speichern wir die Spotify-Streamingzahlen jedes einzelnen Songs. Dies ermöglicht es den Künstler*innen direkt nach der Übermittlung der Releases den Takedown bei ihrem alten Vertrieb anzufordern ohne darauf zu warten, dass die Streamingzahlen übernommen wurden. Für den Fall, dass diese nicht automatisch übernommen werden, können wir Spotify einen Rapport mit den gespeicherten Daten senden, sodass diese nachträglich korrigiert werden. Dadurch wird die Dauer, für welche die Releases doppelt auf den Plattformen erhältlich sind, minimiert.

Fazit

Die Migration eines Katalogs ist zwar kein Spaziergang im Park, beachtet man einige Punkte, sind die aber auch nicht zwingend eine anstrengende Bergetappe. Ist man überzeugt, beim neuen Vertrieb bessere Konditionen zu erhalten, lohnt sich der einmalige manuelle Aufwand alleweil. Entscheidet man sich für einen Wechsel zu iGroove wird einem der Großteil der manuellen Arbeit abgenommen, viele mögliche Fehlerquellen werden eliminiert und man ist zudem immer auf dem Laufenden über den aktuellen Status der Migration.

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Beteiligungen an Songs korrekt abrechnen und versteuern

August 4, 2021

In diesem Beitrag erfährst du, wie du Mitwirkende an den Einnahmen deiner Songs beteiligst und wie du alles korrekt abrechnest und versteuerst.

In den meisten Fällen sind an einem Song mehr als eine Person beteiligt. Sofern man sich mit den anderen Beteiligten nicht auf einen einmaligen Betrag einigt, sind die musikalischen Mitstreiter meist auch an den Einnahmen beteiligt. Das klingt nach ganz viel Papierkram, Problemen mit dem Finanzamt und Kopfschmerzen, muss es aber nicht, wenn man einige Dinge beachtet.

Mit diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du ohne großen Aufwand die Einnahmen an deinem Release aufteilst. Beginnend bevor der Song überhaupt erschienen ist, bis du schließlich am Schluss die Einnahmen deines Tracks bei den Steuern angibst.

Um das Ganze zu verdeutlichen, gehen wir von folgendem Beispiel aus: Ein Rapper veröffentlicht eine Single, für welche er von einem Produzenten einen Beat erhält und zudem spielt ein befreundeter Musiker die Gitarre ein.

Handle your business

Wie bei jeder Geschäftsbeziehung sollte man die Konditionen von Beginn an festlegen und vor allem auch festhalten. Tausche dich also mit deinen Mitmusikern so früh wie möglich über die Konditionen aus und nicht erst, wenn der Song schon bei allen Portalen verfügbar ist und Einnahmen generiert. Wenn ihr dies per Handschlag besiegeln könnt, ist das super, noch besser wäre es aber, alles schriftlich festzuhalten und natürlich von allen unterschreiben zu lassen. Nur so können allfällige Streitigkeiten von vornherein vermieden werden.

Neben dem persönlichen Grund gibt es auch noch einen rechtlichen: Wenn sich mehrere Personen für einen gemeinsamen Zweck zusammentun (in diesem Fall der gemeinsame Song), werden sie automatisch zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Wenn nichts anderes vereinbart wurde, gelten somit auch automatisch die Regeln der GbR, was bedeutet, dass der Gewinn unter den drei Beteiligten zu gleichen Anteilen aufgeteilt wird. Dies würde in unserem Beispiel bedeuten, dass jeder ein Drittel erhält. Sollte man die Einnahmen nicht brüderlich teilen wollen, sollte unbedingt ein GbR-Vertrag aufgesetzt werden.

In unserem Beispiel haben sich die drei Beteiligten vertraglich darauf geeinigt, dass der Rapper als Hauptkünstler 60% der Einnahmen erhält, der Produzent 30% und der Gitarrist 10%.

Wie die Einnahmen nun zu allen Beteiligten gelangen, hängt von deinem Vertrieb ab.

  • Einige Vertriebe (darunter iGroove) bieten eine automatisierte Verteilung der Einnahmen an alle Beteiligten.
  • Bei den meisten Vertrieben gehen die gesamten Einnahmen an den Hauptkünstler. Dieser muss diese dann manuell an die anderen Beteiligten verteilen.

Manuelle Verteilung der Einnahmen

Gehen wir als erstes davon aus, dass der Rapper aus unserem Beispiel nicht bei einem Vertrieb ist, bei welchem die automatische Verteilung der Einnahmen möglich ist.

Natürlich ist es in diesem Fall umso wichtiger – wie im ersten Punkt beschrieben – alles möglichst früh schriftlich festzuhalten. Dann wird man, sobald die Einnahmen fließen, nicht darum herumkommen ein bisschen manuelle Rechenarbeit zu leisten. Das Ergebnis dieser Berechnung muss schließlich den Mitmusikern mitgeteilt werden, da sie es sind, die Rechnung stellen müssen.

Am einfachsten ist es, wenn alle Beteiligten über einen Gewerbeschein bzw. im Falle von Freiberuflern eine Steuernummer verfügen. Da Musik eine Tätigkeit ist, die man auch als Hobby betreiben kann (im Gegensatz zu z.B. Krankenpfleger), ist es auch möglich ohne Gewerbeschein Rechnung zu stellen.

Standardmäßig gehören folgende Informationen auf eine Rechnung:

  • Unternehmensname und Anschrift (in unserem Beispiel der Produzent bzw. Gitarrist)
  • Name und Anschrift des Kunden (der Rapper)
  • Steuernummer oder USt-ID des Beteiligten (falls Unternehmer)
  • Rechnungsdatum
  • Rechnungsnummer (einmalig und fortlaufend vergeben)
  • Leistung (Art und Umfang)
  • Leistungsdatum
  • Umsatzsteuersatz, Nettobetrag und Bruttobetrag

Die Verantwortung, ob die Rechnung mit oder ohne Umsatzsteuer ausgestellt wird, liegt einzig und alleine bei den Beteiligten und nicht beim Künstler.

Umsatzsteuer

Damit die Verteilung der Einnahmen korrekt läuft, muss man im Vorfeld prüfen, ob die Beteiligten umsatzsteuerpflichtig (in der Schweiz: Mehrwertsteuer) sind und falls ja, welches Abrechnungsverfahren respektive welcher Steuersatz zum Tragen kommt.

Am häufigsten sind diese drei Szenarien:

Einnahmen werden zuzüglich USt. abgerechnet
Dies ist primär dann der Fall, wenn beide Parteien im selben Land ansässig sind und der Beteiligte keine Privatperson oder Kleinunternehmer ist.

Einnahmen werden ohne USt. abgerechnet
Beteiligte sind nicht umsatzsteuerpflichtig (Privatperson, Kleinunternehmer)

Einnahmen werden im Reverse-Charge-Verfahren abgerechnet
Die Parteien sind umsatzsteuerpflichtig aber nicht im selben Land

Privatperson oder Unternehmer?

Wer als Unternehmer gilt, ist gesetzlich definiert und zwar folgendermaßen: „Unternehmer ist, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt. Das Unternehmen umfasst die gesamte gewerbliche oder berufliche Tätigkeit des Unternehmers. Gewerblich oder beruflich ist jede nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt oder eine Personenvereinigung nur gegenüber ihren Mitgliedern tätig wird.“

Alle anderen, auf die diese Definition nicht zutrifft, gelten als Privatperson. Das ist dann also der Schreiner oder Zahnarzt, der nebenbei auch noch Musik macht.

Was ist die Kleinunternehmerregelung?

Die Kleinunternehmerregelung wird angewandt, wenn der Umsatz im Vorjahr weniger als 22.000 Euro betrug und im laufenden Jahr voraussichtlich 50.000 Euro nicht übersteigen wird. Die Beträge beziehen sich nicht auf den Gewinn, sondern auf den erzielten Gesamtumsatz. Wichtig: Die Kleinunternehmerregelung gilt immer nur innerhalb eines Landes. Wenn also der Beteiligte aus einem Drittland und keine Privatperson ist, kommt das Reverse-Charge-Verfahren zum Tragen.

In der Schweiz sind Unternehmen von der Mehrwertsteuer befreit, wenn ihr Umsatz aus steuerbaren Leistungen pro Jahr weniger als CHF 100.000 beträgt.

In Österreich gilt als Kleinunternehmer, wer den Jahresumsatz von 35.000 Euro nicht überschreitet. Somit sind die von der Umsatzsteuer befreit, dürfen aber auch keine Vorsteuern geltend machen. Einmal in fünf Jahren darf die Marke von 35.000 Euro um max. 15% überschritten werden.

Was bedeutet Reverse Charge?

Reverse Charge bedeutet „Umkehr der Steuerschuld“ und wird primär bei grenzübergreifenden Transaktionen angewendet. Anstatt dass der Beteiligte seinen Nettoumsatz plus USt. erhält, wird ihm nur der Nettoumsatz gutgeschrieben. Somit schuldet nicht der Beteiligte dem Finanzamt die USt., sondern der Künstler. Ist er jedoch vorsteuerabzugsberechtigt, kann er die USt. selbst wieder als Vorsteuer abziehen. Solltet ihr noch keine Erfahrung mit dem Reverse-Charge-Verfahren haben, schaut dies mit einer Steuerfachperson an.

Automatische Verteilung der Einnahmen

Bei einigen Vertrieben, darunter iGroove, ist es möglich die Verteilung der Einnahmen zu erfassen, so dass diese automatisch an die verschiedenen Beteiligten ausbezahlt werden. Bei iGroove musst du lediglich deine Partner einmalig eintragen und danach kannst du für jeden einzelnen Song festlegen, wem welcher Anteil zusteht. Sobald alle dem Deal zugestimmt haben, werden die Einnahmen der Songs monatlich automatisch aufgeteilt.

Dies stellt für dich eine massive Erleichterung dar, weder muss man berechnen, was den Mitstreitern zusteht, noch müssen Rechnungen erstellt werden und auch das Geld wird den verschiedenen Beteiligten automatisch ihrem iGroove-Konto gutgeschrieben. Zudem kann sich jeder Beteiligte jederzeit die Gutschriftanzeigen herunterladen, die er dann z.B. für administrative Zwecke nutzen kann.

Zurück zu unserem Beispiel: Die Single spielt im ersten Monat 10.000 Euro ein. Der Rapper erhält 6.000 Euro auf sein iGroove-Konto gutgeschrieben und auch der Produzent (3.000 Euro) und der Gitarrist (1.000 Euro) erhalten ihren Anteil direkt gutgeschrieben. Jeder Beteiligte kann sich unabhängig von jedem anderen zu einem selbst gewählten Zeitpunkt, ganz nach eigenem Ermessen, sein Guthaben selbstständig auszahlen.

Zudem helfen wir dir dabei die richtigen Einstellungen und Steuersätze für deine Partner zu hinterlegen. In Zusammenarbeit mit Steuerexperten in Deutschland und der Schweiz haben wir die wichtigsten Szenarien für Beteiligungen zwischen Musikern analysiert und eine Übersicht erstellt.

Szenario 1 – Deutschland <> Deutschland

Beide Partner sind in Deutschland ansässig. Falls USt. bezahlt werden muss, kommt der verminderte Satz von 7% für Vergütungen zum Tragen, die sich aus dem Urheberrechtsgesetz ergeben (z.B. Streams oder Downloads). Sind auch physische Produkte involviert (z.B. CDs, Vinyl etc.), gilt hierfür der normale Satz von 19%. Achtung: Diese Sätze können sich jederzeit ändern, wie z.B. während Corona als dieser vom 01.07-31.12. von 7% auf 5% gesenkt wurde.

Künstler (DE)Beteiligter (DE)USt.Details
Unternehmer, Kleinunternehmer oder PrivatpersonUnternehmerMit USt. 7%Dem Künstler wird das Netto Total plus 7% USt. belastet.
Unternehmer, Kleinunternehmer oder PrivatpersonPrivatpersonOhne USt.
Unternehmer, Kleinunternehmer oder PrivatpersonKleinunternehmerOhne Ust.Gutschrift enthält Hinweis auf Kleinunternehmerregelung

Szenario 2 – Deutschland <> EU

Der Hauptkünstler ist in Deutschland steuerpflichtig, der Beteiligte in einem anderen EU-Land, in diesem Beispiel Österreich. Bitte beachte, dass in jedem EU-Land andere Umsatzsteuersätze gelten.

Künstler (DE)Beteiligter (AT)USt.Details
Unternehmer / KleinunternehmerUnternehmer / KleinunternehmerOhne USt. + Reverse ChargeGutschrift enthält Hinweise auf Reverse Charge
Unternehmer, Kleinunternehmer oder PrivatpersonPrivatpersonOhne USt.
PrivatpersonUnternehmerMit USt. ATDem Künstler wird das Netto Total plus die in Österreich gültige USt. belastet.
PrivatpersonKleinunternehmerOhne USt.

Szenario 3 – Deutschland <> Schweiz

Der Hauptkünstler ist in Deutschland steuerpflichtig, der beteiligte Künstler in der Schweiz.

Künstler (DE)Beteiligter (CH)USt.Details
Unternehmer / KleinunternehmerUnternehmer / KleinunternehmerOhne USt. + Reverse ChargeGutschrift enthält Hinweise auf Reverse Charge
Unternehmer, Kleinunternehmer oder PrivatpersonPrivatpersonOhne USt.
PrivatpersonUnternehmer / KleinunternehmerOhne USt.

Szenario 4 – Deutschland <> International

Der Hauptkünstler ist in Deutschland steuerpflichtig, der Beteiligte in einem Land außerhalb der EU oder der Schweiz. Besteht zwischen Deutschland und dem entsprechenden Land das Reverse-Charge-Verfahren, ist dieser Hinweise auf der Gutschrift anzubringen. Gibt es zwischen den beiden Ländern kein solches Verfahren, wird zusätzlich der Hinweis „Not subject to domestic taxes“ (Nicht im Inland steuerbare Leistung) angebracht. Prüft dies bitte mit einem Steuerberater.  

Künstler (DE)Beteiligter (Drittland)USt.Details
Unternehmer / KleinunternehmerUnternehmer / KleinunternehmerOhne Ust. + Reverse Charge plus allenfalls Not subject to domestic taxesGutschrift enthält Hinweise auf Reverse Charge plus allenfalls Not subject to domestic taxes
Unternehmer, Kleinunternehmer oder PrivatpersonPrivatpersonOhne USt.
PrivatpersonUnternehmerGegebenenfalls mit USt des Drittlands.Prüft dies jeweils individuell mit einer Fachperson
PrivatpersonKleinunternehmerOhne Ust.

Sind beide Parteien Privatpersonen, also weder Teil einer Firma noch Freiberufler, muss niemals USt. abgerechnet werden. Dies gilt auch, wenn der Beteiligte eine Privatperson ist, der Künstler aber ein Unternehmer oder Kleinunternehmer

Sind zwei Unternehmer involviert, wird die USt. fällig, wenn beide in Deutschland steuerpflichtig sind. Ansonsten braucht es einen Hinweis auf Reverse Charge bzw. Not subject to domestic taxes.

Ist der Beteiligte ein Unternehmer und der Hauptkünstler eine Privatperson, wird ebenfalls die USt. fällig.

Der Künstler muss im Vorfeld folgendes prüfen:

  • In welchem Land ist der Beteiligte steuerpflichtig
  • Ist der Beteiligte eine Privatperson oder ein Unternehmer (Freiberufler, GbR, GmbH etc.)
  • Kommt die Kleinunternehmerregelung zum Zug (diese Regelung gibt es nicht in allen Ländern)

Wichtig: Sollte sich der Umsatzsteuersatz ändern, muss der Künstler dies selbständig bei allen Deals anpassen.

Wofür steht «Not Subject to domestic Taxes»?

Mit diesem Vermerk teilt man quasi dem Finanzamt seines Landes mit, dass es sich um eine nicht im Inland steuerbare Leistung handelt. Wenn es kein Reverse-Charge-Verfahren zwischen den beiden Ländern, in welchen Künstler und Beteiligter steuerpflichtig sind, gibt, wird die Gutschrift mit diesem Vermerk versehen.

Was gilt es in Sachen Steuern zu beachten?

Jeder der drei Beteiligten ist grundsätzlich selbst für die Versteuerung seiner Einnahmen verantwortlich.

Künstler

Angenommen, die Single des Rappers aus unserem Beispiel hat über das gesamte Jahr 100.000 Euro eingespielt: In diesem Fall muss er natürlich nur seinen Anteil, also 60.000 Euro, versteuern. Bei iGroove hat er bereits alle dafür nötigen Belege. Diese sind jederzeit im iGroove-Konto abrufbar, sollten aber noch zusätzlich aufbewahrt und abgelegt werden.

Falls er bei einem Vertrieb ist, bei dem die automatische Verteilung nicht möglich ist, muss er zwingend alle Rechnung seiner Mitmusiker aufbewahren. So kann er beweisen, dass er nicht die 100.000 eingenommen hat, die ihm sein Vertrieb gutgeschrieben hat, sondern bloß 60.000 Euro.

Beteiligte

Diese versteuern ihre Anteile gemeinsam mit ihren weiteren Einnahmen aus eigenen Projekten oder weiteren Kollaborationen. Bei iGroove erhalten sie dafür alle nötigen Belege, die sie in ihrem Account herunterladen können. Wenn das Release bei einem anderen Vertrieb erschienen ist, müssen sie alle an den Hauptkünstler gestellten Rechnungen aufbewahren und vorlegen können, um so ihr Einkommen nachzuweisen. 

Lass dich beraten

Bitte beachte, dass dieser Blogbeitrag keine Steuerberatung ist und wir nicht für die Richtigkeit aller Informationen (Stand Juli 2021) garantieren können. Dieser Beitrag dient einzig der Orientierung. Sollten du und deine Partner unsicher sein, welche Variante die richtige ist, setzt euch unbedingt mit einer Fachperson (z.B. Steuerberater) in Verbindung.

Hast du Fragen zur automatischen Verteilung (RevShare) der Einnahmen bei iGroove? Unser Support steht dir gerne zur Verfügung. Wichtig: RevShare ist momentan in der Beta-Phase und steht noch nicht allen iGroove-Kunden zur Verfügung.

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PPS: Spotify, Apple Music und Deezer im Vergleich

Juli 5, 2021

Nachdem wir dir letzte Woche aufzeigten, wie stark sich der Pay Per Stream (PPS) je nach Land bei Spotify, Apple Music und Deezer unterscheidet, vergleichen wir nun die drei Streamingdienste direkt miteinander. Das Ergebnis kurz zusammengefasst: Apple Music bezahlt immer mehr als Spotify. Auch bei Deezer ist der PPS immer höher als bei Spotify mit Ausnahme von Israel. Apple bezahlt zudem mit Ausnahme von 8 Ländern immer mehr als Deezer.

Spotify vs. Apple Music

Im Schnitt bezahlt Apple Music 2,63 Mal so viel wie Spotify. Bei unserer letzten Auswertung waren es noch 2,84. In den meisten Ländern liegt der Faktor zwischen 1,5 und 2,5. In diversen Balkanstaaten sowie in Jordanien liegt er sogar zwischen 6,34 (Serbien) und 10,43 (Mazedonien). In den GSA-Ländern ist der Unterschied eher tief, in Österreich beträgt der Faktor 2,22, in der Schweiz 2 und in Deutschland 1,84.

Spotify vs. Deezer

Diese beiden Shops sind gut vergleichbar, da beide ein Premium wie ein kostenloses Angebot haben. In den meisten Ländern ist der PPS von Deezer maximal doppelt so hoch wie derjenige von Spotify. In 16 Ländern erhält man sogar mehr als das Doppelte pro Stream, vorwiegend in osteuropäischen Staaten aber auch in den USA. Mit einem Faktor von 1,97 ist der Unterschied auch in Österreich ziemlich groß, in Deutschland (1,51) und der Schweiz (1,32) ist er hingegen eher tief. Im Schnitt erhält man fast 90% mehr für einen Stream bei Deezer als bei Spotify.

Apple Music vs. Deezer

Erwartungsgemäß erhält man bei Apple Music, welches auf ein kostenloses Angebot verzichtet, mehr als bei Deezer. Im Schnitt jedoch nur 38%. In acht Ländern, darunter die USA, Kanada oder Ungarn, erhält man bei Deezer sogar mehr pro Stream als bei Apple Music. In den meisten Staaten ist der Unterschied eher überschaubar. Einzig in Jordanien, Italien, Mazedonien, Bosnien und Israel liegt der Faktor über 3. In Österreich beträgt der Faktor 1,13, in Deutschland 1,22 und in der Schweiz 1,51.

Wem dies mit PPS und Faktoren zu abstrakt ist, hier nun der konkrete Vergleich anhand der drei GSA-Staaten. So viel erhält man für eine Million Streams aus dem jeweiligen Land:

Alle Zahlen in Euro / Stand Juni 2021
 SpotifyApple MusicDeezer
Deutschland3.2075.8944.846
Schweiz4.5199.0585.981
Österreich3.4587.6806.810

Folgende Tabelle zeigt, wie viele Streams aus den jeweiligen Ländern es braucht, um 4.000 Euro zu verdienen:

Stand Juni 2021
 SpotifyApple MusicDeezer
Deutschland1,247 Mio.679k825k
Schweiz885k442k669k
Österreich1,157 Mio.521k587k

Die Aufstellung zeigt klar, dass man bei Spotify massiv mehr Streams benötigt, um auf einen hohen Betrag zu kommen. Da aber Spotify deutlich mehr Hörer hat als seine beiden Mitbewerber, erhalten die meisten Musiker den größten Batzen trotzdem von Spotify.

Hier findest du die komplette Auswertung von 45 Ländern:

Alle Zahlen in Euro / Stand Juni 2021
LänderDeezer pro Mio.Spotify pro Mio.Apple Music pro Mio.Deezer vs. SpotifyApple vs. DeezerApple vs. Spotify
Aserbaidschan1.033,32522,612.636,171,982,555,04
Australien6.711,153.552,856.764,031,891,011,90
Belgien5.597,742.929,776.789,781,911,212,32
Bosnien und Herzegowina1.388,73537,724.640,172,583,348,63
Chile2.553,56935,912.767,292,731,082,96
Dänemark9.208,534.614,5010.269,462,001,122,23
Deutschland4.845,793.207,125.893,661,511,221,84
Finnland8.047,144.550,089.321,511,771,162,05
Frankreich4.757,922.955,145.848,961,611,231,98
Griechenland4.341,291.724,387.256,432,521,674,21
Irland6.684,444.512,5210.317,951,481,542,29
Israel1.267,202.770,914.103,130,463,241,48
Italien1.963,711.909,677.896,941,034,024,14
Jordanien1.231,30703,617.191,651,755,8410,22
Kanada4.668,392.519,954.546,881,850,971,80
Kasachstan3.631,18522,091.449,096,960,402,78
Kolumbien2.364,62793,182.085,692,980,882,63
Luxemburg5.910,213.890,508.495,761,521,442,18
Mazedonien1.797,58593,286.187,933,033,4410,43
Mexiko1.960,341.038,492.459,751,891,252,37
Montenegro5.006,27668,864.782,317,480,967,15
Neuseeland6.599,704.050,798.266,791,631,252,04
Niederlande5.898,723.661,7210.363,611,611,762,83
Norwegen8.414,654.588,0713.786,081,831,643,00
Österreich6.810,233.457,987.680,011,971,132,22
Peru1.575,79941,632.147,391,671,362,28
Philippines1.237,81674,542.734,211,842,214,05
Polen3.052,631.278,463.898,342,391,283,05
Portugal3.054,051.580,875.969,971,931,953,78
Rumänien3.476,041.669,503.672,772,081,062,20
Russland1.580,14539,541.838,122,931,163,41
Schweden5.864,184.164,169.149,741,411,562,20
Schweiz5.980,674.518,549.057,631,321,512,00
Serbien und Montenegro3.439,25818,195.191,304,201,516,34
Slowakei3.168,371.660,845.523,521,911,743,33
Slowenien3.276,351.063,793.845,853,081,173,62
Spanien3.189,162.013,716.870,191,582,153,41
Südafrika2.876,611.430,372.614,972,010,911,83
Thailand4.127,16973,853.705,304,240,903,80
Tschechien3.583,091.959,254.991,141,831,392,55
Türkei870,83499,392.331,501,742,684,67
UK6.586,834.892,049.497,611,351,441,94
Ukraine2.800,42704,862.988,293,971,074,24
Ungarn5.181,601.683,323.896,823,080,752,31
USA8.793,803.339,895.137,222,630,581,54
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Wie viel erhalte ich pro Stream bei Deezer?

Juli 1, 2021

Nachdem wir dir kürzlich die neusten Zahlen von Spotify und Apple Music präsentierten, haben wir nun erstmals den Pay Per Stream (PPS) von Deezer berechnet. Auch hier verfolgen wir das Ziel dir aufzuzeigen, welch starken Einfluss die Herkunft eines Streams auf die Auszahlung haben kann. Wenig erstaunlich variieren auch bei Deezer die Zahlen je nach Land enorm.

Überraschender Spitzenreiter

Wir haben nicht schlecht gestaunt, welches Land den höchsten PPS aufweist: Bulgarien ist mit deutlichem Abstand auf dem ersten Platz. Ein Land, welches z.B. bei Spotify höchstens im Mittelfeld anzutreffen ist. Wir sind bereits jetzt gespannt, ob sich dies bei einer nächsten Auswertung bestätigt oder ob es sich um einen einmaligen Ausreißer handelt.

Auffällig ist zudem, dass mit Katar, VAE und Saudi Arabien gleich drei arabische Länder in den Top 10 vertreten sind. Mit der Elfenbeinküste ist außerdem auch ein afrikanisches Land in den Top 15 zu finden. Ansonsten trifft man mit den skandinavischen Ländern, den USA oder Österreich auch einige der üblichen Verdächtigen auf den vorderen Rängen. Wie bereits bei Spotify ist die Türkei am Ende der Rangliste wie auch diverse afrikanische, lateinamerikanische und asiatische Staaten.

Die GSA-Länder im Vergleich

Eine kleine Überraschung gibt es auch bei den drei deutschsprachigen Ländern. Anders als bei Spotify und Apple Music liegt nämlich Österreich (6.810€) vor der Schweiz (5.980€). Deutschland weist mit 4.845€ pro Million Streams wie gewohnt den tiefsten Wert der drei Länder aus. Für einen Stream aus Österreich erhält man rund 40% mehr als für einen Stream aus Deutschland.

PPS doppelt so hoch wie bei Spotify

Angenommen man hätte in jedem der 66 ausgewerteten Länder die gleiche Anzahl Streams, so würde man für eine Million Streams 4.013€ erhalten. Obwohl auch Deezer ein werbebasiertes Angebot hat, ist der PPS in etwa das doppelt so hoch wie bei Spotify und nur rund 25% tiefer als bei Apple Music. Wir werden in einem kommenden Beitrag die drei Streamingdienste noch eingehender vergleichen.

Deezer will User-Centric-Modell

In einem kürzlich veröffentlichten Video, stellte der CEO von Deezer nochmals deutlich klar, dass seine Firma unbedingt auf das User-Centric-Modell wechseln möchte. Er weist aber auch darauf hin, dass dies nicht ohne die Labels, Vertriebe, Künstler und Fans möglich sein wird. Er ruft deshalb zur Unterstützung auf für dieses in ihren Augen fairere und transparentere System. Es wäre definitiv interessant zu sehen, welchen Einfluss dieser Systemwechsel auf den PPS hätte.

Der PPS von 66 Ländern im Vergleich

Hier findest du nun die komplette Liste mit allen 66 ausgewerteten Ländern. Für jedes Land ist der Pay Per Stream (PPS) ersichtlich sowie hochgerechnet wie viel man für eine Million Streams aus dem jeweiligen Land erhält.

Alle Zahlen in Euro / Stand Juni 2021
LänderPPSPer Mio. Streams
Bulgarien0,01250140765612.501,41
Dänemark0,0092085282899.208,53
Katar0,0089461747468.946,17
USA0,0087937951848.793,80
VAE0,0085514517448.551,45
Norwegen0,0084146481628.414,65
Saudi Arabien0,0083895438958.389,54
Finnland0,0080471427978.047,14
Österreich0,0068102305906.810,23
Australien0,0067111490926.711,15
Irland0,0066844402156.684,44
Neuseeland0,0065996974906.599,70
UK0,0065868331606.586,83
Elfenbeinküste0,0061187538926.118,75
Schweiz0,0059806716625.980,67
Luxemburg0,0059102149125.910,21
Niederlande0,0058987160735.898,72
Schweden0,0058641832195.864,18
Belgien0,0055977381535.597,74
Ungarn0,0051815953305.181,60
Montenegro0,0050062684745.006,27
Deutschland0,0048457860544.845,79
Frankreich0,0047579187704.757,92
Kanada0,0046683930754.668,39
Griechenland0,0043412910764.341,29
Thailand0,0041271577554.127,16
Ägypten0,0038194921893.819,49
Mauritius0,0036433760263.643,38
Kasachstan0,0036311811333.631,18
Tschechien0,0035830929753.583,09
Rumänien0,0034760363273.476,04
Serbien und Montenegro0,0034392497963.439,25
Slowenien0,0032763465413.276,35
Spanien0,0031891553133.189,16
Slowakei0,0031683717083.168,37
Paraguay0,0031002709803.100,27
Kroatien0,0030872153213.087,22
Portugal0,0030540535193.054,05
Polen0,0030526261403.052,63
Guatemala0,0030410699523.041,07
Südafrika0,0028766118102.876,61
Ukraine0,0028004227522.800,42
Chile0,0025535586152.553,56
Ecuador0,0025091501182.509.15
Kolumbien0,0023646154132.364,62
Kenia0,0022496476682.249,65
Italien0,0019637060311.963,71
Mexiko0,0019603368671.960,34
Bolivien0,0018995057861.899,51
Mazedonien0,0017975756161.797,58
Albanien0,0016625868011.662,59
Costa Rica0,0015894565601.589,46
Russland0,0015801442421.580,14
Peru0,0015757903891.575,79
Marokko0,0015122153351.512,22
Nigeria0,0014362071591.436,21
Bosnien und Herzegovina0,0013887256331.388,73
Argentinien0,0013296907181.329,69
Israel0,0012672027741.267,20
Philippinen0,00123780624461.237,81
Jordanien0,0012313025751.231,30
El Salvador0,0011194400141.119,44
Aserbaidschan0,0010333157761.033,32
Brasilien0,0010062748681.006,27
Algerien0,000983190659983,19
Türkei0,000870834827870,83
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