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Know-how für Musiker  

Berechne den Marktwert deiner Musik

iGroove hat den weltweit ersten Rechner entwickelt, welcher mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die zukünftigen Einnahmen deiner alten Releases errechnet.

April 23, 2020

Vorschüsse sind seit jeher ein fester Bestandteil des Musikgeschäfts. Bei dem Thema denkt man zumeist an Vorschüsse für zukünftige Releases. Es ist jedoch auch möglich seine alten Releases – dem sogenannten Backkatalog oder Backlog – zu Geld zu machen. Dank dem von iGroove entwickelten weltweit ersten Vorschuss-Rechner auf Basis künstlicher Intelligenz erfährst du im Handumdrehen den Wert deines Backkatalogs.

Weshalb ist der Marktwert meiner alten Releases interessant?

Dafür gibt es mehrere Gründe.

  • Bist du gerade in Verhandlungen mit einem Label, Vertrieb oder Management? Dank unserer Berechnung kannst du ihnen konkrete Zahlen vorlegen und dich dadurch in eine bessere Verhandlungsposition bringen, insbesondere wenn du einen Deal verhandelst, der auch den Backlog beinhaltet.
  • Finde heraus, ob die Deals die du in Vergangenheit abgeschlossen hast gerecht waren oder ob du in Zukunft besser verhandeln musst.
  • Wenn du an einem Wechsel zu iGroove interessiert oder bereits Kunde bist, kannst du schnell und unkompliziert einen Vorschuss auszahlen lassen.

Wie erfahre ich den Marktwert meiner Releases?

Du füllst dieses Formular aus (ist auch möglich, wenn man kein Kunde von iGroove ist) und danach beginnen unsere Server zu rechnen. Innerhalb von 24 Stunden erhältst du eine detaillierte Auswertung und dazu ein unverbindliches Vorschuss-Angebot. Der Mindestbetrag für einen Vorschuss beträgt gegenwärtig 2.000 Euro.

Erhalte dein Vorschuss-Angebot innerhalb von einem Arbeitstag.

Kann ich Laufzeit und Kommission frei wählen?

Ja, du kannst das Angebot beliebig verändern. Je nach Wunsch kannst du eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren wählen. Zudem gibt es bei der Kommission eine Bandbreite zwischen 14 – 25%. Je nach Einstellung der beiden Regler verändert sich automatisch auch der errechnete Vorschussbetrag und du kannst so das für dich ideale Angebot eruieren.

Finde die perfekte Einstellung für deinen Vorschuss.

Sobald du das für dich perfekte Angebot gefunden hast, kannst du dieses entweder ausdrucken, um damit in die Verhandlungen zu gehen oder den Betrag direkt von iGroove auszahlen lassen.

Wie lange dauert es, bis ich meinen Vorschuss erhalte?

Wie bei der Berechnung des Vorschusses ist es uns auch bei der Auszahlung wichtig, alles möglichst unkompliziert, transparent und ohne viel Papierkram zu erledigen. Sobald du das Angebot akzeptiert hast, wird ein Vertrag aufgesetzt, der digital unterzeichnet wird (rechtlich bindend). Das spart schon mal deutlich Zeit. Sofern du noch kein iGroove Kunde bist, musst du nun einzig noch deine Releases zu iGroove transferieren und schon hast du das Geld auf deinem Konto.

Wie bringe ich meine Releases zu iGroove?

Einerseits musst du bei deinem bisherigen Vertrieb einen Takedown deiner Releases beantragen, andererseits müssen die Releases im System von iGroove neu erfasst werden. Wichtig ist hier vor allem, dass du jeweils denselben ISRC erfasst wie bei deinem alten Vertrieb. Damit ist auch garantiert, dass alle deine Streams und Playlistplatzierungen erhalten bleiben. Mehr Informationen dazu findest du hier.  

Die einmaligen Veröffentlichungskosten für dein Release sind übrigens geschenkt. Dein Release wird also kostenlos an die Shops ausgeliefert und bleibt dort so lang du es möchtest ohne jegliche wiederkehrenden Kosten.

Wo sehe ich, wie viel des Vorschusses ich schon eingespielt habe?

In deinem iGroove-Account wird dein Vorschussvertrag hinterlegt und du siehst jederzeit, wie viel des Vorschusses bereits recouped wurde. Monatlich ist dort die neuste Rückzahlung basierend auf den erzielten Umsätzen ersichtlich und du siehst genau, mit welchem Release du wie viel recouped hast. Somit hast du jederzeit den Überblick über den noch ausstehenden Betrag. Sobald der Vorschuss vollständig recouped wurde, erhältst du wieder deine gesamten Einnahmen ausbezahlt abzüglich der vereinbarten Kommission. Hast du die Kommission beispielsweise auf 20% eingestellt, werden dir von nun an wieder 80% deiner Einnahmen gutgeschrieben.

Alle Zahlen stets im Blick

Sollte der Vorschuss nicht komplett wiedereingespielt werden, trägt iGroove das wirtschaftliche Risiko. Offene Beträge müssen also nicht vom Künstler nachbezahlt werden.

Jetzt den Vorschuss-Rechner ausprobieren

Schau dir jetzt das interaktive Beispiel einer Offerte an und beantrage hier selbst dein unverbindliches Vorschuss-Angebot.

Hast du noch Fragen zu unserem Marktwert-Rechner oder den Vorschüssen?

Dann melde dich bei unserem Support unter support@igroovemusic.com oder schreibe uns im Chat.

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Das Musikgeschäft auf den Kopf gestellt: Die Hohe Fünf mit iGroove (Artikel Backspin 25.05.2020)

Mai 27, 2020

Das Schweizer Start-up iGroove verändert das Musikgeschäft: Nachdem schon vor einigen Monaten Kool Savas als neuer A&R Director vorgestellt wurde, präsentiert das Unternehmen nun den weltweit ersten Rechner, welcher mittels künstlicher Intelligenz und Machine Learning die zukünftigen Einnahmen von Musikstücken vorhersagt. Dadurch sollen unkomplizierte Vorschüsse fließen können. Wie das funktioniert und was man sich darunter genauer vorstellen kann, haben wir nachgefragt. 

Wie kamt ihr auf die Idee unkomplizierte Vorschüsse zu gewähren und was unterscheidet euch von anderen Vertrieben?

Eine der Besonderheiten von iGroove ist, dass wir nicht nur eine Musik-, sondern gleichzeitig auch eine Techfirma sind. Wir haben vor der Gründung von iGroove vor allem Softwaresysteme für Startups entwickelt und geholfen, diese zum Erfolg zu führen. Dabei haben wir gelernt, dass der Erfolg davon abhängt, wie gut man seinen Kunden zuhört und ihre Bedürfnisse versteht. Anschließend versucht man ein System zu entwickeln, um diese Bedürfnisse besser und effizienter zu befriedigen als die Konkurrenz. Auf diesem Weg sind wir auf das Thema Vorschüsse gestoßen und haben es uns zur Aufgabe gemacht, den gesamten Prozess zu digitalisieren und den Kunden somit schnelle, faire und transparente Vorschüsse anzubieten. So haben wir die Möglichkeit innerhalb eines Arbeitstags ein Vorschuss-Angebot zu erstellen und innerhalb von zwei Tagen dem Künstler das Geld auf sein Konto zu überweisen. Dies gibt ihm die Möglichkeit sein aktuelles Projekt mit zusätzlichen finanziellen Mitteln und ohne Wartezeit voranzutreiben und umzusetzen. Diese Automatisierung sorgt zudem dafür, dass wir als erstes Unternehmen auch Vorschüsse für kleinere Künstler anbieten können. Bislang erhielten nur bereits sehr etablierte Acts einen Vorschuss von Labels oder Vertrieben. Dies ist in meinen Augen eine riesige Chance für aufstrebende Künstler*Innen ihre Karriere mit Vorschüssen zusätzlich voranzutreiben. Ich denke, diese permanente Suche nach Möglichkeiten, wie man seinen Kunden mehr Nutzen bieten kann sowie die Fähigkeiten, diese Innovationen innerhalb kürzester Zeit technisch umzusetzen, unterscheidet iGroove deutlich von anderen Vertrieben.

Müssen Künstler*Innen zwangsläufig die Rechte an ihren Songs besitzen, um die Dienste von iGroove in Anspruch zu nehmen?

Grundsätzlich ist iGroove ein Musikvertrieb und um die Musik via iGroove vertreiben zu lassen, müssen die Künstler*Innen oder das Label natürlich zwangsläufig im Besitz der nötigen Rechte der Songs sein. Dies gilt somit auch für den Bezug von Vorschüssen, da diese ja Vorauszahlungen für zukünftige Vertriebseinnahmen sind. Desweiteren hat sich iGroove in den letzten Jahren auch als einer der stärksten Musik-Promotion-Anbieter im Markt etabliert. So pflegen wir zum Beispiel ein eigenes Netzwerk an Influencern, Playlist-Kuratoren und anderen wichtigen Musikseiten. Grundsätzlich ist es auch möglich von diesen Services zu profitieren, wenn man seine Musik nicht über iGroove vertreibt. Um jedoch Zugriff auf die Dienstleistungen von iGroove zu erhalten, ist eine Bewerbung nötig. Dabei wird geprüft, ob der Künstler bereits eine gewisse Reichweite, sowie Qualitätsstandards erreicht hat, damit ihm unsere Angebote überhaupt etwas nutzen. Zudem ist uns der direkte und persönliche Kontakt zum Künstler wichtig und wir hören immer wieder, dass wir mitunter den besten Support liefern in der Branche. Dies ist für uns möglich, da nicht jeder einen Account bei iGroove erhält und wir so mehr Zeit für die Kunden haben, mit denen wir zusammenarbeiten. Aktuell werden nur rund 15% der Anfragen akzeptiert. 

Ihr berechnet mit Künstlicher Intelligenz den Wert der Musik-Kataloge von Künstler*Innen. Welche Faktoren spielen in die Berechnung des Wertes mit ein?

Hier möchten wir uns nicht zu stark in die Karten blicken lassen. Was ich sagen kann ist, dass verschiedenste Daten aus sozialen Netzwerken, Streamingdienstleistern, Suchverhalten etc. mit in die Berechnungen einfließen. Ebenfalls findet neben einer Prognose der zukünftigen Einnahmen eines Releases auch eine Risikoanalyse statt. Anschließend wird eine Matrix erstellt, welches den Künstlern ermöglicht, die Parameter (Laufzeit und Prozente) des Vorschuss-Deals selbst zu bestimmen und so die Höhe des Vorschusses festzulegen. 

Wird das Ergebnis der KI noch mal durch Menschen gegenkontrolliert?

Ja, Angebote ab einem gewissen Betrag werden nochmals manuell durch unser Risk-Management-Team geprüft, bevor sie an die Künstler*Innen gehen. Es gibt aber nur selten Momente, in denen wir eingreifen müssen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn gewisse Fake Followers etc. erkannt werden. Die Berechnungen sind bereits so ausgesteuert, dass sie den Künstlern*Innen den höchsten Vorschuss ausweisen, den unsere KI als noch sinnvoll erachtet. Somit besteht grundsätzlich kein weiterer Verhandlungsspielraum. Unsere Angebote sollen eine Orientierung bieten, um den aktuellen Marktwert der Releases einzuordnen. Man kann die Daten auch verwenden, um bereits vorliegende Angebote von anderen Vertrieben oder Labels zu prüfen und so zu erkennen, ob man allenfalls sogar ein Angebot vorliegen hat, welches über dem Marktwert liegt. Ich denke, das ist eine tolle Sache und jeder sollte sich eine Analyse zukommen lassen, bevor man irgendwo einen Deal unterschreibt.

Wie handhabt ihr “umstrittene” Künstler*Innen, die euch einen interessanten Katalog bieten könnten, bei denen aber der nächste mediale Rummel negative Auswirkungen auf die Karriere haben könnte?

Das ist eine gute Frage! Wir tragen das finanzielle Risiko und es ist daher eine unserer wichtigsten Aufgaben, dieses Risiko richtig zu bewerten inklusive möglicher externer Einflüsse wie beispielsweise negativer Medienrummel. Grundsätzlich lässt es sich aber nicht vollständig ausschließen, dass es zu gewissen Ausfällen kommt. Dies ist Teil des Geschäfts. In unseren Simulationen anhand historischer Daten sehen wir, dass sich negative und positive Abweichungen weitestgehend die Waage halten. Somit haben wir aktuell ein sehr gutes Gefühl. Wir werden das aber im Auge behalten und die Algorithmen permanent optimieren.

Den Original-Artikel findest du hier.

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Amazon Music for Artists: Analysiere deine Streams

Mai 20, 2020

Weil man bei Amazon so ziemlich alles kaufen kann, wird vermutlich gerne vergessen, was für ein großer Player Amazon Music auch in der Musikwelt ist. Mit Amazon Music for Artists bietet dir der Gigant nun Zugriff auf unzählige Daten zu deiner Musik.

Als erstes musst du dir die Amazon Music for Artists App herunterladen:

iOS
Android

Dort gilt es einige Fragen zu beantworten, die zur Verifizierung dienen bevor es schliesslich losgehen kann. 

Overview

Auf den ersten Blick siehst du hier die Anzahl Streams aller deiner Releases sowie die Anzahl deiner Hörer. Die Daten bei Amazon Music for Artists gehen zurück bis zum 01.01.2018. Das ist zwar nicht sehr lange, dafür werden die Streamingdaten mehrfach pro Stunde upgedated. Du siehst also fast in Echtzeit, wie deine Songs performen. Da die Daten so schnell verfügbar gemacht werden, kann es durchaus sein, dass es bis zur endgültigen Auszahlung von Amazon an den Vertrieb zu Abweichungen kommen kann. Sei also nicht erstaunt, wenn die Zahlen nicht zu 100% mit der Anzahl Streams übereinstimmt, die dir schließlich von iGroove ausbezahlt werden. Darauf weist auch Amazon explizit in ihren FAQ hin.

Scrollst du weiter nach unten sind die Zahlen genauer aufgeschlüsselt nach Alben und Songs.

Zuunterst ist dann auch noch ersichtlich woher deine Streams kommen (Playlists, User Library, Suche etc.).

Songs

Hier sind nochmals alle deine Songs aufgelistet und du kannst zu jedem Song detailliertere Informationen abfragen (Total Streams, Anzahl Hörer und in welchen Playlists der Track ist).

Fans

Hier siehst du erneut die Entwicklung der Anzahl Hörer. Ein interessantes Zusatzfeature ist die Anzahl von Fans und Superfans. Dies sind Leute, die deine Musik öfter als der Durchschnittshörer gestreamt haben, welche Songs von dir in ihrer Bibliothek oder eine Playlist gespeichert haben, dir bei Amazon folgen oder die ein physisches Produkt von dir bestellt haben. Hier sieht man also mit welch immenser Datenmenge Amazon arbeiten kann.

Zudem sind hier die Top Länder aufgeführt. Kleiner Wehrmutstropfen: Diese Angabe gibt es immer nur über den Zeitraum der letzten 60 Tage und es werden nur die drei populärsten Länder aufgeführt. 

Voice

Dies ist definitiv ein Feature, welches keiner der Mitstreiter vorweisen kann. In dieser Rubrik siehst du wie oft Hörer ihr mit Alexa ausgerüstetes Gerät nach deiner Musik gefragt haben. Es ist sogar aufgesplittet, ob sie deinen Künstlernamen, ein Album, einen bestimmten Song oder sogar nur nach einem Teil des Textes gesucht haben.

Für die Suche mittels Textpassagen arbeitet Amazon mit LyricFind und MusixMatch zusammen. Möchtest du es deinen Hörern also ermöglichen, deine Songs auch dank dem Songtext zu finden (z.B. wenn sie sich nicht mehr an deinen Künstler- oder den Songnamen erinnern können, ihnen die Zeilen des Refrains noch immer im Kopf herumschwirren), solltest du deine Songtexte auf einer der beiden Plattformen hinterlegen.

Der Index oben zeigt übrigens, wie oft deine Musik im Vergleich mit Künstlern die über eine ähnliche Reichweite verfügen über Alexa gesucht wurde.

Programming

Hier ist ersichtlich, in welchen Playlists und Stations deine Songs zu finden sind. Amazon bietet Millionen von Stations, welche entweder nach Genre, Mood oder nach einem Künstler sortiert sind. Man kann es als Radio-Funktion betrachten.

Zudem siehst du auch gleich, wie viele Streams dieses Placement eingebracht hat.

Wie du aufgrund unserer Ausführung vermutlich bereits gemerkt hast, bietet Amazon Music for Artists einzig Einblick in die Streamingzahlen jedoch nicht über die auf Amazon erfolgten Downloads oder gar den Verkauf von physischen Produkten. Es ist aber nicht auszuschließen, dass dies in Zukunft noch ergänzt wird.

Ebenfalls nicht möglich ist es Songs für ihre Playlisten zu pitchen. Amazon Music ist aber Teil unseres Playlist Pitching Services.

Fazit zu Amazon Music for Artists

Dank Amazon Music for Artists kannst du detailliert nachvollziehen, welche deiner Songs wie gut performt. Mit dem Voice-Feature sowie den Superfans haben sie zudem einige überraschende Zusatzfeatures eingeplant. Schwächen hat die App einzig bei den Informationen zu den Hörern, da man hierzu außer wenigen Angaben zur Herkunft kaum Infos erhält.

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Verhindere den Leak deiner Songs

Mai 14, 2020

Auch wenn das illegale Downloaden von Musik im Streaming-Zeitalter deutlich abgenommen hat, kommt es immer wieder vor, dass Musik über dubiose Kanäle zur Verfügung gestellt wird. Besonders ärgerlich ist es natürlich, wenn dein Song schon die Runde macht bevor er überhaupt offiziell verfügbar ist. Wir haben schon mehrfach die Meldung bekommen, dass ein Song bereits bei Instagram geteilt oder in WhatsApp-Gruppen verschickt wurde einige Stunden bevor er offiziell erschienen ist.

Einer der Hauptgründe dafür ist, dass die Songs zumeist in allen Ländern um Mitternacht releast werden. Dies bedeutet, dass zum Beispiel in Sidney ein Song schon acht Stunden oder in Neuseeland sogar zehn Stunden früher verfügbar ist als in Mitteleuropa. Genügend Zeit also, um einen Track bereits in Umlauf zu bringen.

Danke einem neuen Feature bei iGroove lässt sich dies nun ganz einfach verhindern und die Leaks gehören der Vergangenheit an.

Beim Erstellen deines Releases kannst du ab sofort angeben, ob dieses nach „Local Time“ oder „Global Time“ erscheinen soll. Was bedeutet dies genau?

Local Time

Das Release erscheint in jedem Land um Mitternacht.

Beispiele:
Berlin: Lokalzeit Fr. 00:00 / CET (Central European Time) Fr. 00:00
Los Angeles: Lokalzeit Fr. 00:00 / CET Fr. 09:00
Sidney: Lokalzeit Fr. 00:00 / CET Do. 16:00

Der Hörer in Sydney kann einen Song also schon acht Stunden früher hören als derjenige in Berlin, der Fan in Los Angeles jedoch erst neun Stunden später.

Global Time

Das Release erscheint weltweit zum exakt gleichen Zeitpunkt, ein Hörer in Sidney kann das Release also nicht vor einem Fan in Berlin hören (oder es gar leaken).

Beispiele:
Berlin: Lokalzeit Fr. 00:00 / CET Fr. 00:00
Los Angeles: Lokalzeit Do. 15:00 / CET Fr. 00:00
Sidney: Lokalzeit Fr. 08:00 / CET Fr. 00:00

Jeder Hörer weltweit erhält also exakt zur selben Zeit Zugriff auf einen Song. Während sich für den Hörer in Berlin nichts ändert und er den Track weiterhin ab Mitternacht hören kann, hat der Fan in Los Angeles den Song nun bereits am Vortag um 15:00 Uhr zur Verfügung während man sich in Sidney bis 08:00 Uhr gedulden muss.

Gegenwärtig gibt es die Global-Time-Funktion nur für Spotify, Google Play und Amazon. Sobald weitere Shop diese Option anbieten, werden wir dies hinzufügen.

Wichtig zu wissen ist auch, dass wir nicht garantieren können, dass ein Song exakt um Mitternacht verfügbar ist. Die Veröffentlichung liegt bei den Shops und iGroove hat darauf keinen Einfluss. In den allermeisten Fällen ist der Song jedoch zur gewünschten Zeit verfügbar.

Hast du noch Fragen zur Verhinderung von Leaks?

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Deezer Backstage – Der Blick hinter die Streaming-Kulissen

Mai 11, 2020

Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es für Künstler von Vorteil ist Tools wie Spotify for Artists oder Apple Music for Artists zu nutzen, da man so besser versteht, welche Songs gut performen und man viel über seine Hörer erfährt.  

Diesen detaillierten Blick auf die Streamingzahlen bietet neuerdings auch Deezer. Nachdem Deezer Backstage für eine Weile nur ausgewählten Künstlern zugänglich war, kann nun jeder Artist (oder sein Label / Management) einen Zugang anfordern.

Dafür benötigt es nur einige Informationen wie den Künstlernamen, UPC (EAN) eines Releases sowie Infos zu Vertrieb und Label. Diese Angaben werden von Deezer erst geprüft bevor du deinen Zugang erhältst.

Sobald der Zugriff eingerichtet ist, kriegt man alle Funktionen, die man sich so wünscht:

Analytics

Alle Infos zu deinen Streamingzahlen

Zum einen sind da natürlich die Statistiken deiner Releases. Man kann dabei die Daten der letzten 365 Tage analysieren, wenn man möchte tagesgenau. Neben der Anzahl Streams bekommt man auch Infos zur Herkunft der Hörer, woher die Streams kamen (Artist Page, Playlists etc.) oder ob die Hörer ein Free-Abo oder eine Premium Abo nutzten. Neben der beliebigen Einstellung des Zeitraums ist es auch möglich die Statistik für jedes einzelne Land zu analysieren und selbstverständlich kann jedes Release einzeln unter die Lupe genommen werden.

Wie Spotify wird auch Deezer ein „Live Data Module“, mit welchem du am Releasetag die Entwicklung der Streams deines neuen Releases in Echtzeit verfolgen kannst, implementieren. Dieses befindet sich momentan in einer Betaphase und wird im Laufe des Jahres für alle Künstler verfügbar sein.

Zudem ist ersichtlich in welchen Playlists sich deine Songs befinden.

Finde raus in welchen Playlists sich dein Song befindet.

Artist Page

Selbst für diejenigen, die nicht zu sehr auf Statistiken setzen und vielleicht sogar anhand dieser ihren zukünftigen Content oder ihre Marketingstrategie planen, hat Deezer Backstage einen großen Vorteil: Man kann nämlich sein Künstlerprofil bearbeiten und so für einen guten ersten Eindruck sorgen.  

Neben dem Profilbild kann man die Social Media Links (Facebook und Twitter) einsetzen, ein Status Update erfassen und schließlich auch noch seine Bio einfügen. Das besondere hier ist, dass die Bio in unterschiedlichen Sprachen erfasst werden kann, was besonders bei einer internationalen Fanbase überaus praktisch ist.

Nicht möglich ist es gegenwärtig Songs über Deezer Backstage zu pitchen. Dafür bieten wir aber unseren Playlist Pitching Service an.

Fazit zu Deezer Backstage

Die optisch ansprechende Plattform bietet dir alle nötigen Zahlen, auch wenn die Begrenzung auf die letzten 365 Tage einige Zahlenfreaks vielleicht etwas enttäuschen wird. Praktisch ist zudem die Möglichkeit dein Profil jederzeit aktuell zu halten. Deshalb: Hol dir jetzt deinen Backstage-Pass und wirf einen Blick hinter die Kulissen deiner Streams.

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iGroove ist Spotify Gold Partner!

April 15, 2020

Seit April 2020 ist iGroove offizieller Gold Partner von Spotify und somit einer der wenigen Musikvertriebe weltweit, der in der Lage ist die komplexen Anforderungen des Streaminggiganten zu erfüllen. Das freut uns natürlich als Firma, da wir nun unter anderem offiziell auf der Website von Spotify als Partner aufgelistet sind, doch von der guten und engen Beziehung zu Spotify profitieren natürlich auch die Kunden von iGroove.

Hier einige der Vorteile von denen ihr bei iGroove profitiert:

  • Instant Access zu Spotify for Artists
    Anstatt den regulären Prozess zu durchlaufen und auf deinen Zugriff zu warten, kannst du bei uns direkt loslegen. Spare dank der direkten Verifizierung über iGroove Zeit und bearbeite umgehend dein Profil und analysiere deine Statistiken. Mehr Infos
  • Schnelle Auslieferung
    Wenn du dein Release über iGroove auslieferst, ist es innerhalb von wenigen Stunden im System von Spotify angekommen und in den meisten Fällen nach spätestens 48 Stunden für deine Hörer verfügbar. Aufgrund der Corona-Krise kann es gegenwärtig zu Verzögerungen kommen und generell empfehlen wir, ein Release zwei Wochen vor der Veröffentlichung bei uns zu erfassen. Einerseits weil gewisse andere Shops deutlich länger benötigen als Spotify und andererseits damit man wertvolle Pre-Saves sammeln kann.
  • Spotify Pre-Save Kampagnen
    Mit Pre-Saves gibt man seinen Fans die Möglichkeit ein Release schon vor dem Erscheinungsdatum zu speichern damit es dann am Veröffentlichungstag direkt in der Bibliothek gespeichert ist. Kannst du viele Pre-Saves generieren, hat dies einen positiven Einfluss auf die Algorithmen und erhöht deine Chancen auf deine Playlistplatzierung. Mehr Infos
  • Dein Release nie mehr im falschen Profil
    Es ist ärgerlich, wenn man lange auf ein Release hingearbeitet hat und es dann am Erscheinungstag im falschen Spotify-Profil erscheint. Bei iGroove kann dies ganz einfach verhindert werden. Du musst nur einmal bei uns im System deine Spotify-ID hinterlegen und fortan werden deine Releases automatisch dem richtigen Profil zugewiesen. Auch wenn es dein erstes Release ist, stellen wir sicher, dass du ein neues Profil erhältst und dein Release nicht einem Künstler mit demselben Namen zugewiesen wird. Mehr Infos
  • Enger Kontakt zu Support und Kuratoren
    Als Gold Partner haben wir einen direkten Draht zu den verschiedenen Abteilungen von Spotify. Ist mit deinem Release doch mal etwas schiefgelaufen? Dann können wir dies mit dem Support-Team von Spotify innerhalb kürzester Zeit klären. Ebenso haben wir gute Verbindungen zu den Kuratoren von Spotify für das Playlist Pitching. Eine Garantie für eine Aufnahme in eine Playlist gibt es aber natürlich trotzdem nicht, da die Kuratoren völlig unabhängig entscheiden, welche Songs in eine Playlist kommen.
  • Metadaten in höchster Qualität
    Um den Gold-Status zu erreichen, muss man zahlreiche Anforderungen erfüllen darunter auch die Metadaten in konstant hoher Qualität anzuliefern. Bei einer Auslieferung über iGroove ist garantiert, dass alle Mitwirkenden von den Songschreibern über die Komponisten bis zum Produzenten korrekt hinterlegt sind. Wie du die Credits richtig erfasst, erfährst du hier.
  • Behalte deine Streams & Playlistplatzierungen beim Wechsel
    Bist du noch kein iGroove-Kunde möchtest aber zukünftig über einen Spotify-Gold-Partner deine Musik vertreiben? Ein Wechsel zu iGroove ist völlig unkompliziert und auch deine Releases kannst du problemlos zu uns transferieren ohne befürchten zu müssen, deine Streams oder Playlistplatzierungen zu verlieren. Wie einfach du zu iGroove wechseln kannst, erklären wir hier in wenigen Schritten.

Hast du noch Fragen? Dann stehen wir dir unter support@igroovemusic.com gerne zur Verfügung.

Die weiteren Vorteile von iGroove haben wir hier kurz und knapp zusammengefasst.

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Coronakrise – So können MusikerInnen finanzielle Engpässe überbrücken

April 2, 2020

Es sind verrückte Zeiten für uns alle – für gewisse Berufsgruppen sind sie jedoch sogar existenzbedrohend und dazu gehören definitiv auch viele Leute aus der Musikbranche. Insbesondere die Verschiebung oder gar Absage von zahllosen Events bringt viele selbständige Künstler in eine bedrohliche Lage.

Als iGroove-Kunde erhält man weiterhin monatlich seine Einkünfte von Streams und Downloads gutgeschrieben, da dies jedoch für viele Musiker nicht ausreicht, haben wir für euch aufgelistet, wie man auf anderen Wegen sein Einkommen sicherstellen kann.

Übersicht:

  • Wie erhalte ich Unterstützung von staatlichen Stellen in Deutschland, der Schweiz oder in Österreich?
  • Wie können mich meine Fans zusätzlich unterstützen?
  • Wie komme ich durch iGroove zu liquiden Mitteln?

Hol dir Unterstützung bei Papa Staat

Die Einkommenseinbußen sind alles andere als selbstverschuldet und somit ist klar, dass der Staat nun seinen Teil beitragen muss, um den Betroffenen zu helfen. Auch wenn versprochen wird, dass dies alles sehr unbürokratisch über die Bühne gehen soll, ist es trotzdem empfehlenswert alle Einkommensausfälle zu dokumentieren, damit man diese falls nötig vorweisen kann.

Deutschland

Die GEMA hat ein 40 Millionen starkes Nothilfe-Programm für ihre Mitglieder ins Leben gerufen, bei welchem Komponisten, Textdichter und Musikverleger finanzielle Unterstützung beantragen können. Dieses basiert auf zwei Säulen:

Schutzschirm Live

Hier können vorrangig Komponisten und Textdichter eine Vorauszahlung ihrer künftigen Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabesparten beantragen.
Voraussetzungen für eine Unterstützung

Corona Hilfsfonds

Bei diesem können existenziell gefährdete GEMA-Mitglieder eine einmalige persönliche Übergangshilfe beantragen. Dieser richtet sich an aussergewöhnlich stark betroffene Komponisten, Textdichter und Musikverleger, bei denen der «Schutzschirm Live» nicht ausreicht. Es können Übergangshilfen bis zu 5.000 Euro beantragt werden.
Antragsformular

Alle weiteren Informationen findet ihr hier.

Auch die GVL hat reagiert und entschieden Vorauszahlungen im Rahmen von 46 Millionen Euro zu leisten. Diese geht an alle Tonträgerhersteller, welche die ursprünglich erst für den September geplante Erstverteilung für das Nutzungsjahr 2019 bereits jetzt beziehen können. Dies soll insbesondere unabhängige Labels supporten. Ebenso arbeitet die GVL mit Hochdruck an einer Vorauszahlung für ausübende Künstler.

Zusätzlich gibt es eine Nothilfe für Tonträgerhersteller und ausübende Künstler, bei der eine einmalige Zuwendung in Höhe von 250 Euro beantragt werden kann.
Antragsformular

Detaillierte Informationen gibt es hier.

Wie Selbständige, Freiberufler und Kleinunternehmen weitere staatliche Zuschüsse beantragen können, ist in diesem Artikel gut zusammengefasst:

Eine sehr übersichtliche Zusammenfassung aller Unterstützungsmöglichkeiten von Hilfspaketen, Liquiditätshilfen, steuerliche Maßnahmen über Künstlersozialversicherung bis zu den Maßnahmen der Bundesländer gibt es von der Bundesregierung.

Schweiz

Der Bundesrat hat Suisseculture Sociale als die zuständige Stelle für Interpreten und Künstler bestimmt. Hier wird man eine Soforthilfe beantragen können. Jedoch nur, wenn man hauptberuflich im Kultursektor arbeiten und den Wohnsitz in der Schweiz hat. Suisseculture Sociale arbeitet nach eigenen Aussagen auf Hochtouren daran die Infrastruktur für den zu erwartenden Ansturm bereitzustellen. Gegenwärtig können jedoch noch keine Gesuche gestellt werden.

Auf dem Laufenden bleibt man hier.

Selbständigerwerbende und Freischaffende können zudem eine Entschädigung beantragen. Dabei geht es nicht um konkret ausgefallene Veranstaltungen, sondern um den Erwerbsausfall. Die Entschädigung beträgt 80% des Bruttoerwerbseinkommens, jedoch maximal CHF 196 pro Tag. Die Entschädigung kann über die kantonale Ausgleichskasse beantragt werden.

Schweizer Radios, insbesondere Virus, spielen momentan deutlich mehr Schweizer Musik, um die Künstler zu unterstützen. Damit ihr aber auch wirklich von zusätzlich Einnahmen profitieren könnt, vergesst nicht euch und eure Songs bei der SUISA sowie bei Swissperform zu registrieren.

Österreich

AKM und austro mechana haben gemeinsam einen Kultur-Katastrophenfonds in der Höhe einer Million Euro ins Leben gerufen. Dieser richtet sich an UrheberInnen, die aufgrund signifikanter Tantiemen- oder Honorarausfällen in finanzielle Not geraten.

Zum einen gibt es Überbrückungshilfen, die unbürokratisch per Formular angefragt werden können.

Anderseits werden auch zinslose Darlehen bis zu einer Höhe von maximal 15.000 Euro vergeben.
Formular

Weitere Informationen gibt es hier.

Für Musiklabels wurde das LSG-Hilfsprogramm gestartet. Weitere Informationen dazu hier.

Eine Übersicht zu weiteren Unterstützungsangeboten findet ihr hier.

Fanliebe in Krisenzeiten

Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist eine solide Fanbase wichtiger als je zuvor. Wenn man ihnen die spezielle Situation als Musiker erklärt, werden die meisten Verständnis zeigen und dich gerne auch unterstützen. Vielen was in normalen Zeiten wie Betteln oder eine Verzweiflungstat gewirkt hätte, ist in der gegenwärtigen Situation völlig legitim.

Hier einige Möglichkeiten, wie deine Fans dich unterstützen können:

  • Songs streamen oder noch besser kaufen
  • Merchandise kaufen
  • Songs zu ihren Playlisten hinzufügen
  • Songs in ihren Videos einbinden
  • Releases über Social Media teilen
  • Wenn im Herbst eine Tour ansteht, das Ticket jetzt schon kaufen

Selbst wenn man es zuvor noch nie gemacht hat, ist jetzt sicherlich der richtige Moment, um sich zu überlegen, ob man ein Crowdfunding starten will.

Dieses Crowdfunding zusätzlich unterstützen könnte ein Tool, welches Spotify demnächst lancieren wird. Das Tool soll helfen, für sich selbst oder eine ausgewählte Organisation Geld direkt bei den Fans zu sammeln. Spotify wird dabei auf einen Anteil verzichten, das Geld wird also vollumfänglich ausbezahlt. Wer daran interessiert ist, kann sich hier anmelden.

Spotify hat zudem das Projekt «Coronavirus Musikhilfe» ins Leben gerufen, bei welchem sie mit diversen Organisationen zusammenarbeitet. Jede getätigte Spende wird von Spotify verdoppelt und zwar bis zu einem Gesamtbetrag von 10 Millionen. Bislang nehmen jedoch keine im deutschsprachigen Raum tätigen Organisationen daran teil. Mehr Informationen hier.

Erhalte von iGroove Geld für deine alten Releases

Dass man in der Musikbranche für zukünftige Releases einen Vorschuss erhalten kann, ist längst bekannt. Es ist jedoch auch möglich für seine alten Releases, den sogenannten Backkatalog, sofort Geld auf die Hand zu bekommen. Bei iGroove geht das schnell und unbürokratisch dank dem weltweit ersten Rechner, welcher mit Hilfe von künstlicher Intelligenz deine alten Releases analysiert und deren zukünftigen Einnahmen errechnet.

Dies funktioniert ganz einfach: Du füllst ein Formular aus, wir analysieren deine Releases und senden dir ein detailliertes Vorschuss-Angebot und wenn du mit diesem einverstanden bist, wird dir das Geld innerhalb kürzester Zeit gutgeschrieben. Du gibst iGroove damit das Recht, deine Releases für die nächsten drei Jahre exklusiv zu vertreiben, zudem gehen 14% der Einnahmen an iGroove (branchenüblich sind 20-40%). Sobald der Vorschuss eingespielt ist, erhältst du wieder 86% der Einnahmen ausbezahlt.

Sich die zukünftigen Einnahmen auf einmal auszahlen zu lassen ist eine optimale Möglichkeit, um die kommenden schwierigen Monate zu überbrücken. Alle weiteren Informationen findest du hier.

Haben wir eine Unterstützungsstelle vergessen oder kennst du noch weitere Möglichkeiten, wie Musiker diese Krise meistern können? Dann lass es uns wissen unter support@igroovemusic.com. Bleibt gesund und zu Hause!

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Arbeite mit den besten Produzenten und Songwritern Deutschlands

Februar 26, 2020

Jeder Musiker mit Ambitionen arbeitet stetig daran seine Songs und somit seine Karriere auf das nächste Level zu bringen. Klammert man mal die ganze Vermarktung sowie die Liveaktivitäten aus, sind es primär drei Punkte bei denen man sich immer weiter verbessern kann:

  • Beats / Produktion
  • Inhalt / Lyrics
  • Soundqualität / Mix und Mastering

Grob gesagt, gibt es zwei Wege, wie man die nächste Qualitätshürde überspringen kann.

1. The Long Way

Du arbeitest, wie bis anhin, kontinuierlich an deinen Fähigkeiten und vertraust primär auf dich selbst oder die Leute in deinem direkten Umfeld. Dies bedeutet üben, ausprobieren, weiter üben, neues Equipment kaufen und erlernen, Tutorials schauen und nochmals üben. Verfügst du über das nötige Talent, wird dich dieser Weg vermutlich zum Ziel führen. Es braucht aber in den meisten Fällen deutlich mehr Geduld und Durchhaltewillen.

2. The Fast Way

Du glaubst zwar an dein Talent, bist dir aber auch bewusst, dass du bei verschiedenen Punkten noch Luft nach oben hast. Einen ungeschliffenen Diamanten kann man mit der Hilfe der richtigen Leute in kürzester Zeit zum Scheinen bringen. Überlege dir also, in welchen Bereichen du Unterstützung benötigst und welche Leute dich und dein Team perfekt ergänzen könnten. Will man mit den besten im Game arbeiten, braucht man zwar ein größeres Budget als wenn man selbst im Proberaum herumwurstelt, dafür kann man die eine oder andere Abkürzung auf der Karriereleiter nehmen.

Schauen wir uns deshalb nun genauer an, wie du mit der richtigen Unterstützung das nächste Level erreichen kannst.

Bringe deine Texte auf das nächste Level mit einem Songwriter

Unser A&R Director Kool Savas weiß aus langjähriger Erfahrung, wie man mit seinen Texten den Zuhörer abholt:

„Je authentischer, desto besser! Wenn du über etwas Spezifisches erzählst, was dich auch persönlich betrifft, wird das von den Zuhörern viel intensiver wahrgenommen.“

Leider ist nicht jeder mit dem Talent des King of Rap gesegnet und kann seine Inhalte haargenau auf den Punkt bringen. Genau hier kann man sich Hilfe holen. Nun stellst du dir vermutlich die Frage, wie ein Text authentisch wirken soll, wenn man ihn von einem Song- bzw. Ghostwriter schreiben lässt. Genau bei solchen Punkten trennt sich die Spreu vom Weizen. Ein guter Songwriter wird anhand deiner Inputs verstehen, wie du das Thema rüberbringen willst und einen Text abliefern, der genau zu dir als Artist passt. So entsteht ein authentischer Song, selbst wenn du nicht selbst jede Zeile dazu beigetragen hast.

Zudem ist Songwriting auch in Rap-Kreisen längst nicht mehr so verpönt, wie dies noch vor einigen Jahren der Fall war, wie uns auch Jiggo bestätigt, der selbst oft für andere Künstler schreibt: „Heutzutage ist es einfacher als früher mit guten Songwritern in Kontakt zu kommen und die Thematik Ghostwriting oder Songwriting wird auch nicht mehr so kritisch betrachtet.“

Bezahlst du einen Songwriter, um deine Lyrics auf das nächste Level zu bringen, hast du umgehend in Sachen Lyrics einen Sprung nach vorne gemacht. Der Nachteil hier ist jedoch, dass dein Pen-Game deswegen nicht besser geworden ist und zudem begibt man sich in eine gewisse Abhängigkeit, wie Kitty Kat erklärt: „Grundsätzlich empfehle ich von Anfang an mit einem Songwriter zu arbeiten, so dass man von Beginn weg ein gewisses Level erreicht. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass man sich abhängig macht von einer Person.“

Jiggo im Interview

Würde sich daher ein Mittelweg empfehlen? Du schreibst deinen Text selbst und lässt ihn dann von einem Profi überarbeiten. So merkst du schnell, welche Schwachstellen verbessert wurden und mit der Zeit wirst du die Ungereimtheiten (pun intended) selbst erkennen und ausmerzen können. Klingt in der Theorie gut, in der Praxis haben jedoch die von uns befragten Songwriter erklärt, dass sie dies nicht machen würden.

Die Chance ist also groß, dass du das Textliche ganz dem Songwriter überlässt. Doch wie gehen diese dabei vor? Haben sie Dutzende Texte in der Schublade oder gehen sie gezielt auf die Wünsche der Kunden ein? Je nachdem, wie Jiggo erklärt: „Bei kleineren Artists kommt es vor, dass ich Skizzen und Demos verwende, die ich nicht für mich selber benutzte. Bei Künstler, die schon ein gewisses Standing haben, ist es alleine wegen ihres Images von Vorteil, wenn man bei null beginnt und den Text maßschneidert. Es ist wichtig, dass die Thematik zum Künstler passt.“

Auch bei Kitty Kat, die neben ihrer eigenen Karriere schon viele Jahre aktiv als Songwriterin tätig ist, gibt es beides: „Entweder habe ich den Text schon und gebe ihn weiter oder ich schnappe mir die Künstler und arbeite mit ihnen zusammen, was mir grundsätzlich lieber ist. So kann der Künstler sich einbringen und da er schon in der Schaffungsphase dabei ist, habe ich viel eher eine Vorstellung davon, was ihm gefällt.“

Schlussendlich stellt sich auch noch die Frage, für wen es sich überhaupt lohnt die Dienste eines Songwriters in Anspruch zu nehmen. Während Kitty Kat empfiehlt, von Beginn an mit einem Songwriters zu arbeiten, würde Jiggo dies Newcomern nicht unbedingt empfehlen. „Newcomern würde ich das aus Budgetgründen nicht unbedingt raten. Gehen wir mal von 500 bis 2.000 Euro für den Songwriter aus dazu kommt dann noch die Produktion, Mix und Mastering sowie vielleicht ein Musikvideo. So ist man schnell bei 5.000 bis 10.000 Euro. Spiel das mal wieder ein als Newcomer! Wenn man schon eine gewisse Reichweite erreicht hat und das nächste Level erreichen will, kann man es sich überlegen einen Writer ins Boot zu holen.“

Kitty Kat im Interview

Dem stimmt Kitty Kat grundsätzlich zu, die Berlinerin ist aber auch überzeugt, dass man einen Songwriter finden kann, der an einen glaubt und somit auch finanziell entgegenkommt: „Wenn ich jemanden wirklich feier und unterstützen will, gebe ich auch erstmal Songs kostenlos raus. Wenn man an jemanden glaubt, glaubt man auch daran, dass irgendwann Geld kommen wird.“

Finde den Produzenten, der deinen Sound auf das nächste Level bringt

Jeder Künstler hat vermutlich eine Idealvorstellung davon, wie der eigene Sound klingen sollte. Diesen bestimmten Sound hinzubekommen, ist jedoch gar nicht immer so einfach und braucht manchmal Jahre (oder ein ganzes Leben). Womöglich gibt es aber Produzenten, die genau diesen Sound haben. Die Chance ist natürlich groß, dass du diesen Produzente nicht persönlich kennst und er vielleicht so bekannt ist, dass du gar nicht erst auf die Idee kommen würdest, diesen zu kontaktieren. Doch Produzenten haben meist ein offenes Ohr und sind häufig auch dazu bereit mit Newcomern zusammenzuarbeiten.

Dies bestätigt auch Platin-Produzent Daniele Terranova: „Wir alle haben klein angefangen und waren froh, wenn wir jemanden hatten, der uns weiterbringt. Deswegen ist es mir relativ egal, ob der Künstler bekannt ist oder nicht solange er Talent hat.“ Doch diese Chance muss man sich auch verdienen, wie Cashmo gegenüber iGroove erklärt: „Mir ist es wichtig zu sehen, dass ein Künstler viel Fleiß und Eigeninitiative reinbringt. Es reicht nicht, ein, zwei Songs zu machen und dann zu glauben, dass der Rest einem in den Schoss fällt.“

Weiter ergänzt Cashmo, dass viele Produzenten, gerade im Deutschrap, durch die Erfolge wählerischer geworden sind: „Vor einigen Jahren gab es nur eine Handvoll Rapper, die richtig Erfolg hatten doch unterdessen hat sich das extrem multipliziert. Es gibt viele Künstler, die Gold oder Platin gehen und viel verkaufen. Natürlich liegt der Fokus der Produzenten dann eher auf diesen Künstlern, da sie damit ihre Brötchen verdienen können. Es ist in der heutigen Zeit sicherlich nicht ganz einfach einen namhaften Produzenten zu erreichen und ihn zu einer Zusammenarbeit zu bewegen.“

Cashmo im Interview

Ein Beatmaker kann dir einen Hit basteln, ein wirklicher Produzent aber noch viel mehr als das. Von diesem erhältst du nicht nur eine Top-Produktion, er wird den ganzen Song auf ein neues Level heben können. Gute Produzenten habe ein Gespür dafür, was funktioniert und können dir beispielsweise auch Tipps für deine Hook oder Inputs betreffend deinen Raps oder dem Gesang geben. Während ein Beatmaker hauptsächlich die Produktion im Auge hat, sieht der Produzent das ganze Bild.  Außerdem profitierst du davon, dass die Produzenten meist sehr gut vernetzt sind, was dir weitere Türen öffnen kann. Nicht zuletzt steigt auch dein Ansehen, wenn du mit den Big Shots zusammenarbeiten konntest.

Auch an dieser Stelle noch ein Tipp von Kool Savas:

„Versucht verschiedene Versionen aus, manchmal passt ein Remix besser zu deinen Lyrics als das Original. Sollte man unsicher sein, holt externe Meinungen ein. Involviert nicht nur eure Freunde, sondern auch Leute die eine eigene und fundierte Meinung haben und diese auch ehrlich äußern.“

Hole das Beste aus deinem Song heraus

Du hast deinen vielleicht besten Text geschrieben und mit einem krassen Produzenten gearbeitet doch dann sparst du am Schluss beim Mix und dem Mastering. Das ist schade, denn so wird die Qualität des Tracks sich nie voll und ganz entfalten können. Die Priorität sollte aber sicherlich vor allem auf dem Songwriting und der Produktion liegen, denn ein schlechter Mix kann einen guten Track zerstören, ein guter Mix aber keinen schlechten Song retten.

 Oder wie Kool Savas es zusammenfasst:

„Ich denke der Mix und die Soundqualität machen gesamthaft gesehen weniger aus als man denkt. Es gibt perfekt gemischte Songs, die nie zu einem Hit wurden aber auch ganz schlecht gemischte Sachen, die Welthits wurden. Vernachlässigen sollte man es natürlich trotzdem nicht, aber es muss jetzt nicht immer der Grammy-Gewinner sein.“

Bei iGroove hast du die Möglichkeit mit drei der renommiertesten Engineers Deutschlands zusammenzuarbeiten. Mehr Infos zu dem Mastering-Service von Kingsize, Sti und KD-Beatz gibt es hier.

Wie komme ich in Kontakt mit den Top-Produzenten und -Songwritern?

Wie oben schon angedeutet, ist das richtige Team häufig der Schlüssel zum Erfolg. Da man in den seltensten Fällen alle benötigten Teammitglieder im eigenen Freundeskreis hat, empfiehlt es sich herauszufinden, mit wem erfolgreiche Künstler zusammenarbeiten. Suche daher für alle oben erwähnten Bereiche deine Favoriten heraus und erstelle eine Liste mit Kontakten. Diese findest du entweder über ihre offizielle Webseite oder via Social Media.

Moris Marchionna, Mitgründer und A&R von iGroove, ist tagtäglich mit erfolgreichen Leuten aus der Musikindustrie in Kontakt und erklärt: „Erfolgreiche Menschen sind meist sehr zugänglich und freundlich – vorausgesetzt du gehst sie richtig an. Es ist deshalb wichtig, dass du dich gut vorbereitest bevor du jemanden kontaktierst.“ Bei der Kontaktaufnahme sollte man kurz erklären, wieso man eine Zusammenarbeit sehr zu schätzen wüsste und außerdem muss man die wichtigsten Fragen (nicht mehr als 1-2) präzise formulieren. Auf keinen Fall sollte man aufdringlich sein, auch wenn die Antwort mal etwas auf sich warten lässt: diese Leute sind sehr beschäftigt.

Moris Marchionna erklärt weiter: „Zwischenmenschliche Aspekte sind deshalb überaus wichtig, weil Entscheidungen für eine Zusammenarbeit häufig emotional und aufgrund von Sympathie getroffen werden. Auch erfolgreiche Leute entscheiden nicht ausschließlich aufgrund finanzieller Aspekte. Du solltest schon im Voraus überlegen, was du ihnen bieten kannst und was dein Budget ist. Versuche dich für einen Moment in dein Gegenüber zu versetzen und herauszufinden, wieso er mit dir arbeiten sollte.“

Während Produzenten meist eine eigene Website haben oder zumindest auf Social Media leicht auffindbar sind, ist es bei den Songwritern etwas komplizierter. Gemäß Jiggo braucht es aber auch hier nicht viel Recherche: „Jeder kann auf Spotify sehen, wer an einem Song mitgewirkt hat und in 90 Prozent der Fälle wird das dort auch eingetragen. Das stehen dann fünf, sechs Namen und wenn man weiß, welche davon die Produzenten sind, kann man daraus ableiten, wer den Song geschrieben hat. Die andere Möglichkeit ist über einen Verlag, entweder in dem man selbst einen Verlagsdeal hat oder in dem man in Kontakt ist mit einem Verlag. Auf diesem Weg geht das natürlich noch deutlich schneller“.

Sobald man herausgefunden hat, welche Songwriter interessant wären, sieht auch Kitty Kat die Kontaktaufnahme als sehr unkompliziert: „Songwriter sind ganz normale Menschen wie du und ich somit kann man die einfach kontaktieren über Facebook oder Instagram. Einfach mal anschreiben, Sachen hinschicken und wenn der Songwriter Interesse hat, wird er mit dir arbeiten.“

Zukünftig könnte ein neues Feature von Spotify die Suche nach Songwritern zusätzlich erleichtern. Seit kurzem können Songwriter eine eigene Landingpage beantragen, auf welcher alle Tracks aufgeführt sind, an welchen sie mitgearbeitet haben. Diese Landingpage ist dann jeweils direkt bei den auf Spotify hinterlegen Songinfos verlinkt. Bist du ein Songwriter und möchtest deine eigene Page haben? Dann einfach hier klicken.

Tidal ist hier Spotify bereits einen Schritt voraus. Hier sind auf jedem Künstlerprofil auch alle Songs aufgelistet, in welchem ein Künstler als Lyricist, Composer, Producer etc. aufgeführt wurde. Ein Beispiel findet ihr hier.

Soundbetter: Trete in Kontakt mit internationalen Top-Musikern

Eine weitere Möglichkeit, um unkompliziert mit talentierten und renommierten Musikern und Engineers in Kontakt zu kommen, ist die unterdessen von Spotify aufgekaufte Plattform soundbetter.com.

Dies funktioniert ganz simpel: Man fertigt eine Kurzbeschreibung seines Projekts an, verlangt von den gewählten Personen ein unverbindliches und kostenloses Angebot und wenn der Preis stimmt, kann es auch schon losgehen.

Zur Auswahl stehen dabei Produzenten, SängerInnen, Songwriter, Mixing Engineers, Mastering Engineers sowie Sessionmusiker. Diverse Filter erleichtern es dabei einen die passenden Artists zu finden. Da viele der hier registrierten Artists mit den ganz großen des Musikgeschäfts zusammengearbeitet haben, kann man sich hier allenfalls den einen oder anderen Traum erfüllen. So einfach kommt man wohl nur selten mit dem Produzenten deines Lieblingssongs, der Sängerin deren Stimme dich schon auf diversen Songs verzaubert hat oder dem Engineer, der dein Lieblingsalbum gemischt hat in Kontakt.

In der Track-Sektion gibt es außerdem die Möglichkeit fixfertige Songs zu kaufen und diese auch gleich lizenzieren zu lassen.

Mit was für Kosten muss ich rechnen?

Will man mit den Top-Produzenten im Game arbeiten, hat dies seinen Preis. Es gibt aber auch Erfolgsproduzenten wie Daniele Terranova, die das sehr locker handhaben: „Für mich spielt das Geld in erster Linie keine Rolle. Wenn der Künstler wirklich talentiert ist, geht es mir primär darum gute Musik mit ihm zu machen. Im Nachhinein kann man immer noch schauen, wie man das genau macht mit Gema-Anteilen oder Lizenzpunkten. Apache ist ein gutes Beispiel: der hat bei einem Kollegen von mir auch nie etwas bezahlt und ist jetzt so krass erfolgreich.“

Interview mit Daniele Terranova

Die meisten Produzenten werden aber natürlich einen Fixbetrag verlangen, wobei die Preise stark variieren wie Cashmo erklärt: „Die Preise sind sehr unterschiedlich aber ich denke für so zwischen 500 bis 1000 Euro kriegt man bei den meisten Produzenten einen Beat, gewisse Produzenten nehmen auch 2000 bis 3000 Euro für eine Produktion.“ Und die Preise sind nach oben offen, wie Jiggo ergänzt: „Erfahrungsgemäß bezahlt man in Deutschland selten mehr als 5.000 Euro. Natürlich gibt es auch Produzenten, die über Deutschland hinaus bekannt sind wie OZ und da sind wir dann bestimmt bei fünfstelligen Beträgen. Man bekommt aber auch dementsprechend Qualität plus bezahlt man den Namen mit.“

Diesen Preisrange von einigen Hundertern bis zu ungefähr 5.000 Euro bestätigt auch Kitty Kat: „Die Beatpreise liegen irgendwo zwischen 300 und 5.000 Euro. Arbeitet man mit einem Produzenten, der lauter Hits in den Charts hat, muss man zwischen 3.000 und 5.000 Euro oder sogar mehr hinblättern. Bei Producern, die noch eher am Anfang stehen, kann man auch für 200-300 Euro einen Beat bekommen.“

Einen großen Einfluss auf den Preis hat, ob man den Produzenten oder Songwriter komplett auszahlt, oder ob dieser danach den Gema- und Verkaufseinnahmen beteiligt ist. Gerade wenn man noch eher ein Newcomer ist, bei dem nicht im Vornerein klar ist, dass man viel Umsatz mit seinem Release machen wird, werden viele sich wohl eher komplett auszahlen lassen. Dazu Cashmo: „In der Regel ist es so, dass man einen fixen Preis vereinbart. Wenn der Künstler etwas bekannter ist und man davon ausgehen kann, dass da von der Gema her auch noch was reinkommt, kann man den Künstlern mit der Gage entgegenkommen.“

Daniele Terranova bevorzugt es an den Einnahmen beteiligt zu werden: „Mir ist es lieber, gerade bei größeren Sachen, dass ich meine prozentualen Anteile bekomme. Bei größeren Künstlern erhält man natürlich auch die Produktionskosten vergütet. Ein konkretes Beispiel: Bei einem großen Projekt erhielt ich 5.000 Euro Produktionskosten, meine 4 Lizenzpunkte plus dann auch noch die Einnahmen der Gema.»

Bei den Songwritern lief es lange Zeit anders, wie uns Kitty Kat erzählte. Diese erhielten nämlich ausschließlich ihren Anteil von der Gema: „Bis anhin gab es beim Songwriting keine Fixbeträge. Wir Songwriter lebten von den Gema-Einnahmen. Aber es gibt gerade einen Umschwung und viele erfolgreiche Songwriter haben sich zusammengetan und haben einen Fixbetrag für die Songwriter eingeführt. Im Gegensatz zu den Produzenten erhielten die Songwriter keinen fixen Betrag für ihren Text. Wenn nun der Song nicht erfolgreich ist oder seitens des Künstlers oder der Plattenfirma etwas nicht richtig funktioniert, steht der Songwriter mit leeren Händen da, obwohl er gearbeitet hat.“

Jiggo gehört nur neueren Generation von Songwritern und für ihn sind Fixbeträge bereits die Normalität: „Für einen Song, bei welchem man Gema und Punkte erhält, liegt der Preis irgendwo zwischen 1.000 und 5.000 Euro. Es hängt aber auch von der Reichweite und Größe des Artists ab. Weiter kommt es darauf an, in welchem Rahmen der Song releast wird, ob es zum Beispiel eine Video- oder Album-Single ist. Wenn ich den Text für die Video-Single eines großen Artists schreibe, gehe ich lieber mit dem Grundpreis runter und nehme mehr Prozente. Dies mit der einfachen Intention und Hoffnung, dass der Song viele Streams macht und ich dann mehr durch meine Anteile verdiene.“

Will man einen Ghostwriter komplett auszahlen und ihm keine sonstigen Einnahmen abgeben, steigen die Preise erheblich erklärt Jiggo: „Bei einem Top-Ghostwriter kann dies schnell ein fünfstelliger Betrag sein. Wenn man inklusive Beteiligung zwischen 1.000 und 5.000 als Grundpreis erhält, macht es schon Sinn, dass man sich nicht für unter 10.000 Euro auszahlen lässt.“

Daniele rät dann auch den Produzenten und Songwritern, bei den Zusammenarbeit nicht auf hohe Fixkosten zu beharren, sondern sich beteiligen zu lassen: „Ich würde den Leuten raten, nicht zu gierig zu sein. Es lohnt sich abzuwarten, in sein Können zu vertrauen und irgendwann wird sich der Fleiß auszahlen. Wir alle hatten mal Geldnot und wollten das schnelle Geld aber ich denke das ist in der Musikbranche nicht unbedingt vorteilhaft.“

Fazit

Zusammengefasst kann man sagen, will man mit einem Top-Produzenten und einem renommierten Songwriter zusammenarbeiten, sind die Kosten schnell bei 2.000-5.000 Euro oder gar mehr. Zudem wird man in den meisten Fällen auch noch einen Teil der Einnahmen sowie des Gema-Anteils abtreten. Hat man das nötige Geld auf der Seite, kann man diese Kosten als Investment verstehen, die man vielleicht nicht direkt mit der ersten Single wieder einspielt, die aber einen qualitativen Push geben und sich somit hoffentlich längerfristig auszahlen werden.

Top Produzenten

Wir haben für euch einige der Top-Produzenten und -Songwriter aus dem deutschsprachigen Raum zusammengetragen. iGroove erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und die Liste soll kontinuierlich ergänzt werden. Findest du, dass ein Producer oder Songwriter auf der Liste fehlt? Dann fülle dieses Formular aus und wir prüfen dies gerne.

Beatzarrewww.instagram.com/vincent.stein
Cashmowww.instagram.com/cashmomusik
Chekaawww.instagram.com/chekaa
Chrizmaticwww.instagram.com/prod_chrizmatic
Daniele Terranovawww.instagram.com/iamdanieleterranova
Djorkaeffwww.instagram.com/konstantinscherer
Fooswww.instagram.com/foosofficial
Freshmakerwww.instagram.com/freshmakerbeats
Grechoewww.instagram.com/greckoe/
Jimmy Torriowww.instagram.com/jimmytorrio
Jugglerzwww.instagram.com/jugglerz
Juh-Deewww.instagram.com/juhdee
Jumpawww.instagram.com/jumpa275
KD-Beatzwww.instagram.com/kdbeatz
Lucrywww.instagram.com/prodby_lucry
Lukas Pianowww.instagram.com/lukas_piano
Macloudwww.instagram.com/macloud
Miksuwww.instagram.com/miksu
Myvisionblurrywww.instagram.com/myvisionblurry
Nico Chiarawww.instagram.com/nico.chiara
OZwww.instagram.com/ozmusiqe
Pzywww.instagram.com/pzy_offiziell
Remoewww.instagram.com/remoemusic
Sonus 030www.instagram.com/sonus030
Suenawww.instagram.com/__suena
The Cratezwww.instagram.com/thecratez
Young Meshwww.instagram.com/young_mesh

Top Songwriter

Ali Aswww.instagram.com/ali2as
Dominik Langewww.instagram.com/dominiklange
Fabian Römerwww.instagram.com/fabian_roemer
Jiggowww.instagram.com/officialjiggo
Kitty Katwww.instagram.com/kittykat_rapqueen
Montezwww.instagram.com/montez.official
Mosenuwww.instagram.com/xmosenu
MoTripwww.instagram.com/motrip
Paul Jacobiwww.instagram.com/pauljacobi
Payywww.instagram.com/payy
Seko Zazawww.instagram.com/sekozazaofficial
Sentinowww.instagram.com/sentino_zl
Shindywww.instagram.com/shindy
Takt32www.instagram.com/takt32_official

Hast du noch Fragen zum Thema Producer oder Songwriting?

Dann melde dich bei unserem Support unter support@igroovemusic.com oder schreibe uns im Chat.

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Die iGroove-App kurz erklärt

Januar 30, 2020

Dank unserer neuen App hast du die wichtigsten Funktionen immer sofort griffbereit. Was genau die iGroove-App alles kann, stellen wir dir hier kurz vor.

Die iGroove App gibt es ab sofort für iOS und Android.

Sehe schon heute, was du morgen verdienen wirst.

Trends

Im Trend-Tab siehst du beinahe tagesaktuell, wie deine Releases performen und du kannst, wie bei der Desktop-Version, verschiedene Filter setzen. Einerseits gibt es die Sortierung nach Top Releases, Top Songs oder Top Artists (insbesondere praktisch für Labels) und oben links findest du zudem zusätzliche Filter, die es dir ermöglichen nur die Zahlen eines bestimmten Künstlers, Releases, Songs, Shops, Land oder Typs anzuschauen. Diese Filter lassen sich auch beliebig kombinieren (z.B. nur die Deezer Streams aus Österreich von Künstler XY).

Kombiniere die Filter beliebig, um deine Zahlen detailliert zu analysieren.

Oben rechts lässt sich zudem der Zeitraum der Trends festlegen und man kann seine Trenddaten bequem nach verschiedenen Perioden analysieren.

Im Tab Playlists siehst du, in welchen Playlists deine Songs zu finden sind. Es ist ersichtlich, wie viele Streams durch die jeweilige Playlist generiert wurden, wie lange der Song sich schon in der Playlist befindet und wie viele Follower diese hat.

In den Unterkategorien „Stream Insights“ und „Weiteres“ findest du zusätzliche Daten zu deinen Streams und Downloads.

Wichtig zu wissen ist hier, dass es sich bei den Trends nur um provisorische Einnahmen handelt, die noch nicht mit den Shops abgerechnet und entsprechend noch nicht deinem iGroove-Konto gutgeschrieben wurden. Es sind also noch keine definitiven Zahlen, zu denen kommen wir nämlich jetzt.

Alle Gutschriften und Belastungen auf einen Blick.

Konto

Unter dieser Ansicht findest du alle Belastungen und Gutschriften, die auf deinem iGroove-Konto stattgefunden haben. Bei den Gutschriften findest du außerdem detailliertere Informationen zu der Abrechnung und du hast die Möglichkeit ein PDF mit den Details herunterzuladen.

Außerdem kannst du dir hier dein Guthaben bequem auf dein Bank- oder PayPal-Konto überweisen.

Überweise dein Guthaben bequem auf dein Bank- oder PayPal-Konto.

Produkte

Hier sind alle in deinem Konto erfassten Releases aufgeführt. Solltest du auf die Schnelle den EAN eines Releases oder den ISRC eines Tracks benötigen, wirst du hier sofort fündig.

Releases hinzufügen ist hingegen nur auf der Desktop-Variante möglich.

Alle deine Releases im Überblick.

Profil

Möchtest du deine Email, dein Passwort oder die Sprache anpassen, ist dies hier schnell und unkompliziert möglich.

Notifications

Zukünftig erhältst du hier einfach und direkt Benachrichtigungen und Informationen von iGroove. Dieser Teil befindet sich momentan noch im Aufbau.

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iGroove spannt Rapper Kool Savas ein

Januar 10, 2020

Schweizer Start-up sorgt für neue Töne im Musikmarkt

Schweizer Bescheidenheit? Kennt iGroove nicht. Das Schweizer Start-up will die Vormacht grosser Plattenfirmen brechen. Der Masterplan steht – dank Geld aus dem Silicon Valley und dem Rap-Star Kool Savas.

Microsoft wollte dem Schweizer Jungunternehmen iGroove die Verwendung des Namens verbieten lassen – dies, nachdem der IT-Gigant aus den USA die Musikvertriebsfirma aus Pfäffikon SZ ursprünglich sogar noch gefördert hatte.

Wer heute den schnellen Erfolg im Musikbusiness sucht, der rappt über Fussballer, fette Autos, hübsche Frauen – oder fette Kohle. Tatsächlich fliesst die Knete dank Streaming-Diensten wie Spotify oder Apple Music ganz ordentlich. Letztes Jahr betrug der weltweite Umsatz aus Streams satte 8,9 Milliarden Dollar.

Das Schweizer Start-up iGroove ist scharf auf ein Stück von diesem Kuchen. Das Unternehmen mit Sitz in Pfäffikon SZ bläst zum Sturm auf die Majorlabels Universal, Sony und Warner, die über drei Viertel des Musikmarkts beherrschen. «Wir wollen unter die Top-Player des internationalen Musikmarktes», sagt iGroove-CEO Dennis Hausammann (35).

Start-up will auch Weltstars

iGroove ermöglicht Künstlern und Musiklabels, ihre Musik unabhängig von Plattenfirmen über Streaming-Plattformen anzubieten. Schweizer Musiker wie Lo & Leduc oder Luca Hänni arbeiteten bereits mit dem Start-up zusammen. Aber iGroove will Weltstars. Richten soll es ein neuartiges Konzept, frisches Kapital und der Rapper Kool Savas (44).

Der Deutsche geht für iGroove auf Talentsuche. «Ich werde versuchen, jungen Rappern die Vorteile des Konzepts aufzuzeigen», sagte er zu BLICK. iGroove biete Musikern rasche Vorschüsse für die Musikproduktion, individuelle Unterstützung und eine höhere Umsatzbeteiligung als bei Plattenfirmen.

Sprungbrett in die USA

«Ich hätte mir am Anfang meiner Karriere eine Plattform wie iGroove gewünscht», sagt der Rapper mit vier Nummer-1-Alben. Savas als Zugpferd einzusetzen, hat Konzept: Deutsch-Rap boomt. Die Top drei der Schweizer Spotify-Jahresbestenliste von 2019 belegen allesamt Rapper aus Deutschland.

«Kool Savas ist nicht nur unser Sprachrohr, er kennt auch das Musikbusiness in Deutschland bestens», sagt Hausammann. iGroove will sich in diesem Markt einen Namen machen. Und ihn als Sprungbrett für den Schritt in die USA nutzen.

Vollgas mit Fries

Das nötige Kapital für die Expansion schiesst der Bündner Investor Alex Fries (51) ein. «iGroove passt mit seiner technischen Ausstattung hervorragend in den amerikanischen Musikmarkt», sagt er zu BLICK. Fries muss es wissen. Er lebt seit 30 Jahren im Silicon Valley und hat sich als Start-up-Gründer einen Namen gemacht.

Das Geld für die Beteiligung macht Fries aus einem seiner Technologie-Fonds locker. «Besonders die Daten über das Konsumverhalten auf Streaming-Plattformen können künftig sehr wertvoll sein», sagt Fries.

iGroove kann damit in Echtzeit analysieren, welche Songs beim Hörer ankommen. Auch Fries hat mit dem Start-up Grosses vor: «Langfristig wollen wir den Weltmarkt dominieren.» Angaben über die Höhe der Investition wollen weder iGroove noch Fries selber machen.

Im Bett mit Microsoft

Bekannt wurde iGroove 2015 mit Lieder-Käufen via SMS. Dieser Dienst wird seit dem Aufkommen von Spotify und Co. kaum mehr genutzt. Das neue Geschäftsmodell konzentriert sich auf den Digitalvertrieb von Musik – vorwiegend von Hip-Hop und Elektro. Ein klassisches Studio einer Plattenfirma ist zur Aufnahme dieser Songs heute oft nicht nötig. Meist reichen ein Computer und ein Mikrofon.

An Selbstbewusstsein fehlt es den Jungunternehmern nicht – allerdings noch an einem Musikernetzwerk in Übersee. Darum ist das Start-up in den USA auf der Suche nach Talentscouts wie Kool Savas.

So funktioniert iGroove

Bei Plattenlabels unterschreiben Musiker Verträge, in denen sie die Rechte an ihren musikalischen Werken abtreten. Die Labels behalten einen Grossteil des Umsatzes aus dem Musikverkauf für sich. Im Gegenzug kümmert sich die Plattenfirma um die Finanzierung, Herstellung und Vermarktung der Musik. Bei iGroove ist das anders. Musiker behalten hier die Rechte an ihren Liedern. iGroove stellt die Musik seiner Künstler auf die Streaming-Plattformen. 92 Prozent des Umsatzes aus dem Streaming gibt iGroove den Musikern weiter – so viel wie sonst nirgendwo. Zudem können Musiker einzelne Dienstleistungen beziehen, die sonst Plattenlabels verrichten: die Vermarktung von Alben, die Pflege von Social-Media-Kanälen oder das Pressen von CDs. Einziger Unterschied: Musiker bezahlen nur für die Dienste, die sie beziehen.

Streaming spült Musikbranche Geld in die Kassen

Streamingportale wie Spotify, Deezer oder Apple Music haben dem globalen Musikgeschäft wieder ordentlich Schub gegeben. 2018 setzte die Musikindustrie weltweit 19,1 Milliarden US-Dollar um, 33,5 Prozent mehr als noch 2014. Laut dem Global Music Report des Weltverbands der Phonoindustrie (Ifpi) wurde fast die Hälfte des Gesamterlöses über Streamingdienste generiert. Das Streaming-Segment wuchs letztes Jahr um 33 Prozent. Hingegen ist der Verkaufserlös aus dem Musik-Download stark rückläufig. Die Branche erzielte lediglich noch einen Viertel des Gesamtumsatzes mit CDs und Schallplatten.

Artikel von Fabio Giger

Den Original-Artikel gibt es hier.

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