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Releaseplanung 2021 – die Checkliste für Musiker

Unser Ziel bei iGroove ist es, die Künstler dabei zu unterstützen das Maximum aus jedem Release herauszuholen. Damit dies möglich ist, braucht es eine gute Releaseplanung und leider auch etwas Geduld. Man kann das Album nicht einfach, sobald es im Kasten ist, auf den Markt schmeißen – so vergeudet man nur Potenzial. Eine solide Planung […]

April 12, 2021

Unser Ziel bei iGroove ist es, die Künstler dabei zu unterstützen das Maximum aus jedem Release herauszuholen. Damit dies möglich ist, braucht es eine gute Releaseplanung und leider auch etwas Geduld. Man kann das Album nicht einfach, sobald es im Kasten ist, auf den Markt schmeißen – so vergeudet man nur Potenzial.

Eine solide Planung kann aber gut und gerne sechs Monate bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen, dafür steigen auch die Chancen, dass dein Release die verdiente Aufmerksamkeit erhält.

Wie eine solche Releaseplanung aussehen kann, haben wir vor über drei Jahren in einem Blogpost aufgezeigt. Da drei Jahre in der Musikindustrie eine Ewigkeit sind, haben wir dem Beitrag nun ein 2021-Update verpasst. Der Einfachheit halber gehen wir für die Releaseplanung von einer Albumveröffentlichung inklusive einiger Singles und Videosingles aus.

Releaseplanung während der Produktion

Sofern du nicht gerade ein sehr geheimnisvolles Image aufziehen willst, ist es wichtig die Fans in jeden Schritt des Prozesses miteinzubeziehen, damit sie sich als Teil des Ganzen fühlen. Somit beginnt die Releaseplanung also eigentlich schon während der Produktion.

Halte deine Fans auf dem Laufenden mit Bildern aus dem Studio, kleinen Videos, mit ersten Soundhappen oder was dir sonst noch einfällt. Nutze dazu die zahlreichen Möglichkeiten, welche die Social-Media-Kanäle dir bieten und fokussiere dich nicht nur auf einen Kanal. 

Dies ist auch der richtige Zeitpunkt, um sich zu überlegen mit welchen Produzenten man arbeiten möchte, oder ob man allenfalls Songwriter ins Boot holen will.

Plane das Release sorgfältig

Wenn das Ende des Produktionsprozesses bevorsteht, empfiehlt es sich mit der konkreten Releaseplanung zu beginnen und ein (ungefähres) Releasedate zu fixieren. Wie erwähnt beginnt die Releaseplanung nicht erst einige Monate vor Release, im Gegenteil!

Diese 6-12 Monate Vorlaufzeit geben nicht nur Planungssicherheit, sondern man kann sich in den entscheidenden Monaten vor dem Release ganz auf das Wesentliche konzentrieren: das Release bestmöglich zu promoten. Nicht vergessen: unbedingt etwas Zeit für Unvorhergesehenes einplanen, denn das wird mit Garantie eintreffen.

Überlege dir genau, welche Zeit am besten zum Vibe deiner Musik passt und berücksichtige auch weitere Faktoren. Wir haben in diesem Beitrag zusammengefasst, welche Monate sich am besten für ein Release eignen.

Unsere Checkliste für deine Releaseplanung

Kommen wir nun also zur Checkliste für deine Releaseplanung, welche dir aufzeigt, was du ungefähr wann erledigen solltest. Natürlich ist dies nur ein ungefährer Wegweiser ohne Allgemeingültigkeit und für jeden Künstler im Detail wieder individuell.

6-12 Monate vor dem Release

  • Provisorisches Budget erstellen
  • Finanzierung klären (benötigst du einen Vorschuss oder willst du es mit einem Crowdfunding versuchen?)
  • Fördergelder beantragen und Eingabedaten beachten (Tipps dazu: Deutschland & Schweiz // Österreich)
  • Detaillierten Marketingplan aufstellen (genauer Ablauf der Promo in den sozialen Netzwerken und auch außerhalb des Internets)
  • Promokontakte sammeln und Medienliste zusammenstellen
  • Erstelle dein Electronic Press Kit (EPK) oder bringe es auf den neusten Stand. Update deine Bio und verfasse einen Pressetext (auch in Zeiten der sozialen Medien ist die Pressearbeit nicht zu vernachlässigen!)
  • Dort, wo man Hilfe braucht, Partner ins Boot holen, etwa fürs Management, Booking, PR eventuell auch ein Label suchen (dann werden 6-12 Monate aber schon wieder knapp)
  • Entscheidet man sich independent zu veröffentlichen, den richtigen Distributor auswählen.
  • Tourplanung / Plattentaufe organisieren
  • Sofern noch nicht vorhanden eine eigene Website aufsetzen
  • Auf den für dich passenden Netzwerken präsent sein: Facebook, Twitter, Insta, YouTube, TikTok, Clubhouse, Triller etc. und versuchen überall das Profil zu verifizieren
  • Sammle alle Kontakte deiner Fans und erstelle eine Liste mit den Mail-Adressen für deinen Newsletter
  • Entscheiden, ob man nur digital oder auch physisch releasen will
  • Wenn es CD, Vinyl oder Tape geben soll, das entsprechende Presswerk finden
  • Soll es auch Merchandise geben? Dann dieses designen lassen, einen Hersteller finden sowie einen Vertrieb für dein Merch
  • Albumcover, Singlecovers und alle mit dem Release zusammenhängend Grafiken (z.B. Banner, Social Media Header, Flyer, Canvas für Spotify) erstellen lassen. Hier nicht sparen, denn das Artwork sagt fast so viel über dich aus wie deine Musik
  • Professionelle Fotos schießen
  • Wo lasse ich meine Songs mischen und mastern? Auch hier lieber zu viel Zeit einrechnen, da man möglicherweise nicht mit dem ersten Mix zufrieden ist
  • Welche Songs taugen als Singles und wann erscheinen diese? Plane unbedingt mehrere Singles ein – wir leben im Zeitalter der Singles!
  • Zu welchen Songs sollen Videos gedreht werden (und für wie viele reicht das Geld)?
  • Mit wem arbeite ich für die Videoclips und sind bereits inhaltliche Idee vorhanden?
  • Weiteren Videocontent produzieren für die Promophase
  • Gibt es allenfalls Samples, die gecleared werden müssen?
  • Hast du alle obigen Punkte abgecheckt, kannst du nun endgültig ein Releasedate festlegen und das definitive Budget erstellen

3-5 Monate vor dem Release

  • Hast du alle nötigen Codes (ISRC / EAN / allenfalls Labelcode)?
  • Hast du die Freigabe für die CD-Pressung von GEMA / SUISA / AKM eingeholt?
  • Damit es erledigt ist, kannst du auch gleich sonst alles Nötige bei den Verwertungsgesellschaften anmelden (GLV / Swissperform / LSG nicht vergessen) sonst entgehen dir Einnahmen!
  • Videos drehen
  • Hast du das Master und ist auch das Artwork fertig, gibt es keinen Grund mit dem Presswerk weiter zuzuwarten. Gerade die Vinyl-Presswerke sind momentan extrem ausgelastet, was zu langen Lieferfristen führen kann
  • Gibt es wichtige Magazine, die eine lange Vorlaufzeit (Deadline) haben, diese bereits jetzt angehen, dass man in der Ausgabe nahe beim Release drin ist
  • Langsam aber sicher gilt es ernst! Wieso nicht jetzt schon das Releasedate deines Albums bekanntgeben und es bei deinem Vertrieb hochladen?
  • Wenn das Release beim Vertrieb hochgeladen wird, müssen auch die Songs für Instant Gratification angegeben werden. Nicht vergessen: alle Vorverkäufe zählen für die erste wichtige Chartwoche. Eine lange Vorverkaufsphase hat also viele Vorteile!
  • Zudem unbedingt eine Pre-Save-Kampagne bei Spotify, Apple Music und Deezer einrichten
  • Vergiss die YouTube Monetarisierung nicht damit du auch mitverdienst, wenn andere deine Musik auf YouTube laden
  • Versende einen Newsletter an deine Fans und informiere sie als erstes über das kommende Release
  • Stehen die Tourtermine? Dann kann man diese nun publizieren und mit dem Vorverkauf starten
  • Wenn du auch in physischer Form Werbung machst (Flyer, Plakate etc.), empfiehlt es sich, ein Street Team auf die Beine zu stellen
  • Ist die Zeit reif für die erste Single, vielleicht sogar den ersten Clip? Oder willst du die Vorfreude der Fans mit einem Gratis Song anheizen?
  • Wenn du das erste Video releast, nutze YouTube Premiere, um die Vorfreude zusätzlich zu befeuern
  • Vergiss nicht die Single früh genug bei deinem Vertrieb hochzuladen damit sie auch sicher im Release Radar deiner Fans auftaucht
  • Stelle zusätzlich eine Liste mit unabhängigen Playlist Kuratoren zusammen, denen du deine Songs schicken kannst
  • Erscheint die erste Single oder der erste Clip, ist es an der Zeit für den ersten Medienversand (grundsätzlich empfehlen wir mindestens drei Medienmitteilungen zu verschicken)

6-11 Wochen vor dem Release

  • Spätestens in diesem Zeitraum ist es an der Zeit für die erste Single
  • Sofern du die Möglichkeit hattest, mehr als ein Video zu drehen, ist jetzt spätestens die Zeit gekommen für den ersten Clip!
  • Um möglichst viele Leute zu erreichen und neue Fans zu gewinnen, solltest du das Video boosten z.B. mit einer Pre-Roll-Werbung auf YouTube
  • Unterdessen sollte das Releasedate bekanntgegeben sein. Deshalb muss nun die Homepage upgedatet und auf das kommende Release maßgeschneidert werden. Eventuell sogar einen Countdown auf der Website installieren
  • Neben Website und Social Media dürfen die Profile auf Spotify, Apple Music, Deezer, Amazon etc. nicht vergessen gehen. Auch hier regelmäßig Neuigkeiten posten
  • Da jetzt hoffentlich bereits ein Hype ausgebrochen ist, muss das ausgenutzt werden. Mit Re-Marketing kann man die Interessenten gezielt und ohne große Streuverluste erreichen. Versuche so viele Daten deiner Fans wie möglich zu sammeln, um diese gezielt erreichen zu können
  • Produziere jetzt die physischen Werbemittel wie Flyer, Sticker oder Poster
  • Deine Fangemeinde weiß jetzt, dass das neue Album kommt. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, den Vorverkauf zu starten
  • Informiere deine Fans mit einem Newsletter darüber, dass das Album nun vorbestellt werden kann
  • Damit man nicht dutzende Links posten muss, unbedingt eine Link Site erstellen

1-5 Wochen vor Release

  • Die Veröffentlichung rückt näher, deshalb gilt es nun bei der Promo aus allen Rohren zu schießen. Facebook / Instagram, Re-Marketing, Banner etc. etc.!
  • Generell muss nun regelmäßig neuer Content kommen wie Audio-Snippets, Video-Teaser und sonstiges exklusives Material
  • Gibt es auch physische Promo ist es nun an der Zeit, die Flyer, Plakate oder Sticker unter die Leute zu bringen
  • Nun gilt es, die Fans einzubinden. Die eine oder andere Verlosung ist jetzt also sicherlich nicht falsch
  • Spätestens jetzt müssen alle deine Social-Media-Profile und deine Website ready und aufeinander abgestimmt sein
  • Einige Wochen vor Release ist die Zeit für eine neue Single und / oder Video gekommen. Gegebenenfalls das Video bereits einen Tag vor dem Single-Release, also normalerweise einem Donnerstag, ins Netz stellen
  • Mit der Single bzw. Videoauskopplung auch ein zweites Mal die Medien angehen und den Song an deine Liste mit unabhängigen Playlist-Kuratoren senden
  • In der Releasewoche muss eine weitere Pressemitteilung mit deinem EPK raus. Spätestens dann sollten die Medien auch mit deiner Musik bemustert werden (vorzugsweise über MPN), damit sie auch wissen, über was sie schreiben. Versuche möglichst viele Interviews, Reviews und Berichte an Land zu ziehen – dies ist Gratis-Werbung für dein Release!
  • Vergiss neben den traditionellen Medien (Radios, Zeitungen, Magazine, Fernsehen) die Blogs nicht und je nach Musikstil ist es auch wichtig, die DJ’s mit deiner Musik zu bemustern, dass sie diese an Partys, im Radio oder ihren Online-Sets spielen

Am Releasetag

  • Der große Tag ist gekommen und jeder, der eine deiner Social-Media-Seiten besucht, sollte dies auch umgehend merken!
  • Teile deine Freude mit deinen Fans und einem erneuten Newsletter mit welchem du dich auch gleich für alle Vorbestellungen bedanken kannst
  • Du hast noch Geld in der Kriegskasse? Gut, dann investiere dieses in gezielte Werbung z.B. eine Instagram-Kampagne
  • Hattest du die Möglichkeit mehr als zwei Videos zu drehen? Dann spar dir eines für den Releasetag auf, um zusätzlichen Hype zu generieren
  • Ordentlich Saufen gehen

Dein Release in den Charts?

Nun ist das Album also draußen und bald wird sich zeigen, wie sich diese minutiöse Releaseplanung auf die Verkäufe ausgewirkt hat. Wir haben für dich zusammengefasst, wie die Streams für die Charts zählen und wie viele du brauchst, um Gold zu gehen.

Auf keinen Fall vergessen: Die Planung und die Promophase enden nicht mit dem Release. Am Releasetag darf gefeiert werden, dann geht es aber wieder zurück an die Arbeit!

Nach dem Release

  • Dein Album ist ein Erfolg geworden? Dann lass es alle wissen! Poste es auf Social Media, versende einen Dankes-Newsletter und eine Pressemitteilung
  • Um im Gespräch zu bleiben, lohnt es sich einige Wochen nach Release nochmals ein Video zu releasen (es dürfen natürlich auch mehr sein, wenn das Videokässchen großzügig gefüllt ist)
  • Release zu deinen Videos stets auch einen Trailer, so hast du mehr Material für Posts
  • Sind einige Songs nicht auf dem Album gelandet, die aber deinen Qualitätsansprüchen trotzdem genügen? Dann bietet es sich an, diese einige Wochen oder Monate nach dem Album zu releasen. Entweder als kostenloses Geschenk an die Fans, als Bonus-EP oder sogar als Deluxe-Edition des Albums mit zusätzlichen Songs (dies muss natürlich auch von langer Hand geplant werden)
  • Eine weitere Möglichkeit ist es Remixes einiger deiner Songs zu veröffentlichen
  • Versuche generell in regelmäßigen Abständen neues Material zu releasen. Wir leben im Single-Zeitalter mit verkürzter Aufmerksamkeitspanne, man darf den Fokus also nicht alleine aufs Album legen.
  • Bleib generell aktiv auf allen Kanälen und ruh dich nicht auf deinen Lorbeeren aus, das gibt es im schnelllebigen Musikbusiness nämlich nicht mehr!

Wie iGroove dich bei deinem Release unterstützt

Bei vielen Punkten dieser Checkliste kann dich iGroove unterstützen. Gerne begleiten wir dich auch aktiv bei deiner Releaseplanung. Melde dich dafür früh genug (wie wir gesehen haben über ein halbes Jahr vor dem geplanten Release) bei uns.

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Wozu benötige ich einen Labelcode?

Juli 19, 2022

Viele Musiker*innen werden bereits über den Begriff „Labelcode“ gestolpert sein und sich gefragt haben, was dieser genau darstellt und was sein Zweck ist. Verwirrender wird die Geschichte außerdem dadurch, dass man im Netz ganz unterschiedliche Infos findet. Zum einen heißt es, dieser sei unerlässlich für die Abrechnung mit TV und Radio, andere Quellen sagen, der Labelcode sei seit einigen Jahren abgeschafft. Was stimmt tatsächlich, wann kommt der Labelcode zum Einsatz und welchen Einfluss kann er auf die Einnahmen haben? Hier gibt’s die Antworten.

Was ist ein Labelcode?

Labelcode, häufig auch abgekürzt LC genannt, ist ein fünfstelliger Code (z.B. LC01234). Wie der Name schon erahnen lässt, erkennt man anhand von diesem, welches Label hinter einem Release steht. Bei physischen Veröffentlichungen wird er auf dem Artwork angebracht, bei digitalen Releases kann er bei der Erfassung eines Releases beim Vertrieb angegeben werden.

Wer vergibt den Labelcode?

Erhältlich ist dieser über die GVL. Hat man also ein Label und möchte seine Releases mit dem Labelcode kennzeichnen, muss man Mitglied bei der GVL werden und diesen beantragen. Der Labelcode ist übrigens eine deutsche Sonderheit und spielt international keine Rolle.

Es ist ebenfalls möglich den Labelcode von Drittanbietern wie Presswerken oder Vertrieben zu nutzen. Dass man in diesem Fall einen Teil der Einnahmen abtritt, ist normal. Jedoch sollte man vorsichtig sein, dass nicht alles bei dem Drittanbietern landet, sondern ein fairer Anteil an die Künstler*innen bzw. Leistungsschutzberechtigten geht. So wie überall, gibt es auch hier einige unseriöse Anbieter.

Welche Einnahmen werden über den Labelcode abgerechnet?

Hier wird es kompliziert und wir müssen erst etwas ausholen. Bekanntlich erhalten die Songwriter*innen und Komponist*innen ihren Anteil über die GEMA, während die ausübenden Künstler*innen (welches natürlich dieselben sein können) über die GVL bezahlt werden. Nun ist es jedoch so, dass jeder von der GVL eingenommene Euro gesplittet und zu gleichen Teilen an die ausübenden Künstler*innen und die Tonträgerhersteller (sprich: das Label) ausgeschüttet wird. Die GVL schreibt auf Anfrage von iGroove:

„Die Künstler*innen melden ihre Mitwirkungen an den Produktionen über unser Künstlerportal meine.gvl. Die Labels müssen ihr Repertoire auf unserem Herstellerportal label.gvl melden. Wenn uns das Repertoire nicht vorliegt, können wir keine Nutzungen vergüten. Der LC ist hierbei nicht mehr abrechnungsrelevant.“

Sowohl der Anteil der Künstler*innen wie auch der des Labels kann also theoretisch aufgrund der ISRCs, die jeden einzelnen Song klar kennzeichnen, erfolgen.

Anders sehen dies jedoch die TV- und Radiostationen, die weiterhin sowohl anhand von LC und ISRCs mit der GVL abrechnen. Dies bestätigte uns auch die GVL:

„Die Sender in Deutschland bestehen in der Regel immer noch auf einen Labelcode, da dieser für Sie ein weiterhin ein wichtiger Indikator ist, dass die Rechte klar sind und die Sender die Produktionen, die auf diesem Label veröffentlicht werden, nutzen können. Dafür nutzen die Sender auch gern unsere Labelrecherche.“

Zusammenfassung

Hat man Songs, die bei großen Radio- oder TV-Stationen gespielt werden und möchte nicht nur 50% dieser Einnahmen (also den Künstler*innen-Anteil) einsacken, sondern auch den Labelanteil, benötigt man weiterhin einen Labelcode, da dieser von den Stationen meist noch verlangt wird. Bei Unklarheiten ist es zu empfehlen, sich mit der GVL in Verbindung zu setzen.

Will man sich alle Einnahmen sichern, also auch die 50% Labelanteil, muss man entweder ein eigenes Label gründen und dieses bei der GVL anmelden, oder man nutzt den LC eines vertrauenswürdigen Drittanbieters, um an den Labelanteil zu gelangen.

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Die Einnahmemöglichkeiten bei YouTube

Juni 14, 2022

Für viele ist YouTube bloß der Ort, wo sie ihre Musikvideos hochladen. Dabei geht vergessen, dass auf keiner anderen Plattform so viel Musik gehört wird, wie bei YouTube, nämlich rund 250 Millionen Stunden und zwar täglich! YouTube Music ist zudem einer der am schnellsten wachsenden Streamingdienste und hat gegenwärtig rund 50 Millionen Abonnenten. In diesem Post zeigen wir dir die verschiedenen Einnahmequellen, die YouTube bietet.

Art Tracks

Ein Art Track entsteht, wenn dein Vertrieb deine Musik an YouTube Music ausliefert. Es handelt sich dabei um ein Musikvideo mit einem statischen Bild (Albumcover), dem Audiofile sowie den wichtigsten Metadaten. Diese Art Tracks sind sowohl für die zahlenden Kund*innen von YouTube Music und YouTube Premium verfügbar, wie auch über das „reguläre“ YouTube für alle anderen. Bei iGroove besteht die Möglichkeit bei der Auslieferung auszuwählen, ob man seine Musik nur für Premium oder auch für Free freigeben will.

Bezahlt wird man in beiden Fällen und zwar vergleichbar mit Spotify: man erhält entweder einen Teil der Subscriptions-Einnahmen (bei den Premium Hörer*innen) oder der Werbeumsätze (bei den Hörer*innen die YouTube kostenlos nutzen).

Außerdem bietet iGroove seit neustem auch Verkauftrends für YouTube an. Somit siehst du nun beinahe tagesaktuell wie viele Streams du mit den Art Tracks generiert hast und nicht erst, wenn die definitive Abrechnung verfügbar ist.

YouTube Monetarisierung

Die zweite wichtige Einnahmequelle ist die Monetarisierung über die Content ID. Wenn du deine Releases über deinen Vertrieb in die Content ID lädst, scannt diese regelmäßig alle Videos auf YouTube und erkennt alle Uploads, die deine Musik beinhalten. Ist dies der Fall, werden diese Videos mit Werbung versehen und die dadurch generierten Einnahmen fließen zu dir. Du verdienst also auch dann, wenn andere deine Musik auf YouTube hochladen.

Videos

Natürlich kannst du auch mit den Videos, die du selbst hochlädst Einnahmen generieren. Vorausgesetzt dein Kanal erfüllt die Anforderungen, kannst du deine Uploads selbständig monetarisieren. Andernfalls ist die Monetarisierung ebenfalls über deinen Vertrieb und die Content ID möglich (vorausgesetzt die Videos enthalten deine Musik).

Weitere Einnahmequellen

Um den Content Creatorn mehr Verdienstmöglichkeiten zu bieten, hat YouTube in den letzten Jahren zahlreiche Tools eingeführt, die auch für Musiker interessant sein können. Dazu gehören etwa die Kanalmitgliedschaft, der Verkauf von Merch, Tickets für virtuelle Events oder die Tipping-Features Super Thanks, Super Chat sowie Super Stickers. Um diese Features zu nutzen, muss man jedoch diverse Anforderungen erfüllen.

Fazit

YouTube hat es sich zum Ziel gesetzt, der wichtigste Umsatzgenerator für die Musikindustrie zu werden. Auch wenn sie im Ruf stehen, Musiker*innen nur sehr schlecht zu bezahlen, ist YouTube bereits jetzt eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle. Wenn die Subscriber-Zahlen sowie Werbeumsätze weiterhin so stark wachsen, dürften sie in absehbarer Zeit gar unverzichtbar werden.

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CokeSTUDIO Soundcheck 2022

Juni 13, 2022

Der grösste Schweizer Newcomer-Contest geht in die nächste Runde. Bis zum 14. Juli können sich Musiktalente aller Stilrichtungen bewerben. Dem Sieger oder der Siegerin winkt Startkapital sowie ein Jahr lang professionelle Beratung und Unterstützung durch die Managementagentur «Capitano Music» im Wert von 50’000 Franken.

Nachdem der Contest 18 Jahre lang unter dem Namen MyCoke Music Soundcheck Nachwuchskünstler*innen eine Plattform bot, heisst er neu CokeSTUDIO Soundcheck und wird damit Teil der globalen CokeSTUDIO Musik Plattform. Diese bringt Menschen im Zeichen der Musik zusammen und bietet Nachwuchstalenten die Möglichkeit, Partnerschaften einzugehen, Musik zu kreieren und einem neuen Publikum magische Momente zu bieten.

Die Jury

Neben «Sony Music»-Chefin Julie Born und Musikmanager Reto Lazzarotto nimmt erstmals Journalist Schimun Krausz Platz in der Jury, die entscheidet, welche zwölf Acts am 15. Juli eine Runde weiterkommen.

Das Coaching Team

Die Musiker*innen werden anschliessend per Zufallsprinzip in die Coaching Teams von Loco Escrito, Stefanie Heinzmann, Stress und Ilira eingeteilt. Diese begleiten die Halbfinalist*innen im Rahmen eines umfassenden Workshops, bei dem die Teilnehmenden ein professionelles Musikvideo drehen, ein Pressefoto shooten und wertvolle Tipps und Insights in den Bereichen Live-Performance und Self-Marketing erhalten.

Voting

Nachdem die Jury ihre Favorit*innen gekürt hat, übernimmt das Schweizer Publikum: Vom 7. bis zum 16. September kann dieses via Online-Voting für den Lieblingsact abstimmen und so aktiv mitentscheiden, welche vier Newcomer*innen ins Finale einziehen. Am 8. Oktober werden sie dann im Kraftwerk in Zürich live gegeneinander antreten.

Der Preis

Auf den oder die Gewinner*in des CokeSTUDIO Soundcheck wartet eine finanzielle Starthilfe im Wert von 50’000 Franken, die sich aus 20’000 Franken Bargeld sowie einem Jahr lang professioneller Beratung und projektiver Unterstützung durch «Capitano Music» zusammensetzt. Die renommierte Management- Agentur betreut unter anderem die dreifache Swiss Music Awards Gewinnerin Joya Marleen und Benjamin Amaru. Zudem kümmert sich Capitano im Musikverlag um Schweizer Musiker wie Stress, Baschi, Hecht, Pegasus, Dabu Fantastic und viele mehr. Im Zentrum stehen ein individuelles Coaching und Management, Medientermine sowie Studioaufnahmen.

Ablauf und Anmeldung

  • Noch bis zum 14. Juli können sich Musiker*innen aller Stilrichtungen hier bewerben.
  • Am 15. Juli entscheidet die Fachjury, welche 12 Künstler*innen in die Halbfinals kommen.
  • Vom 7. bis 16. September findet das Online Voting statt.
  • Die vier Acts, welche am meisten Votes erhielten, treten am 8. Oktober im Kraftwerk in Zürich gegeneinander an.

Alle weiteren Informationen findest du unter: cokestudiosoundcheck.ch

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PPS: Spotify, Apple Music und Deezer im Vergleich (2022 Edition)

Mai 26, 2022

Die letzten Posts zeigten dir, wie viel man pro Stream bei Spotify, Apple Music und Deezer erhält. Nun wollen wir die drei Streamingdienste miteinander vergleichen, um herauszufinden, welcher am meisten bezahlt und wiederum, wie sich dies zwischen den verschiedenen Ländern unterscheidet. Wie zu erwarten, bezahlt Apple Music am meisten jedoch ist der Abstand zu Deezer nicht riesig. Spotify hat den deutlich tiefsten PPS der drei Anbieter.

Spotify vs. Apple

Wenig überraschend bezahlt Apple Music deutlich mehr pro Stream als Spotify, was vorwiegend daran liegt, dass Apple Music kein werbebasiertes Angebot bietet. Im Schnitt erhält man für einen Stream bei Apple Music 3,5 Mal so viel wie für einen Spotify-Stream. Dies ist deutlich mehr als bei den beiden letzten Erhebungen, wo der Wert bei 2,63 (2021) bzw. 2,84 (2020) lag.

Jedoch variiert der Unterschied bei den 59 untersuchten Ländern enorm. Bei 44 Ländern erhält man mindestens doppelt so viel für einen Stream von Apple Music. In Belarus, den Philippinen und in Mazedonien sind es gar mehr als das Neunfache. Auch weitere Balkanländer wie Montenegro, Bosnien und Serbien erhalten enorm viel mehr für Apple-Music-Streams.

Eher überschaubar sind die Unterschiede in Israel, den USA, Kanada, UK, Australien, Neuseeland, Irland wie auch Deutschland.

Spotify vs. Deezer

Besser vergleichbar sind Spotify und Deezer, die beide sowohl ein Premium, wie ein werbebasiertes Angebot offerieren. Doch auch hier liegt Spotify klar im Hintertreffen, im Schnitt erhält man für einen Stream bei Deezer 2,85 Mal so viel wie für einen Spotify-Stream. Nur in zwei Ländern ist der Spotify-PPS höher und zwar in Israel und Schweden, dem Mutterland von Spotify. In rund der Hälfte der untersuchten Länder erhält man mehr als das doppelte für einen Stream bei Deezer. Am größten sind die Unterschiede wiederum in Belarus und Mazedonien sowie in Montenegro, wo Spotify enorm viel weniger ausschüttet.

Apple Music vs. Deezer

Trotz der verschiedenen Geschäftsmodelle, sind die Unterschiede zwischen Apple Music und Deezer am geringsten. Im Schnitt erhält man für einen Stream bei Apple Music 1,45 Mal oder 45% mehr. Es sind auch nur 12 der 59 Länder, wo man mehr als doppelt so viel für einen Apple-Music-Stream erhält. In 16 Ländern schüttet Deezer sogar mehr aus als Apple Music, unter anderem in den USA, UK, Österreich, Belgien und Dänemark.

Die GSA-Länder im Vergleich

Zum konkreten Vergleich, zeigen wir hier, wie viel man in den GSA-Ländern pro Million Streams bei den drei Anbietern erhält.

Alle Zahlen in Euro / Stand Mai 2022
 SpotifyApple MusicDeezer
Deutschland3.398,056.436,045.440,11
Schweiz5.369,4110.993,686.890,32
Österreich3.350,127.398,309.766,03

Folgende Tabelle zeigt, wie viele Streams aus den jeweiligen Ländern es braucht, um 4.000 Euro zu verdienen:

Stand Mai 2022
 SpotifyApple MusicDeezer
Deutschland1.177.146621.500735.279
Schweiz744.961363.846580.524
Österreich1.193.986540.664409.583

Der PPS von 59 Ländern im Vergleich

Zum Schluss nun die Auswertung von 59 Ländern und für jedes Land der Vergleich zwischen den verschiedenen DSPs.

Zur Erklärung des Faktors: Nehmen wir als Beispiel den Vergleich zwischen Apple Music und Deezer. Ist der Faktor 3, bedeutet dies, dass Apple Music das dreifache pro Stream bezahlt. Ist der Faktor 1, ist der PPS bei beiden Anbietern identisch. Liegt er unter 1, bedeutet dies, dass Deezer in diesem Land mehr bezahlt als Apple Music.

Alle Zahlen in Euro / Stand Mai 2022
LänderSpotifyApple MusicDeezerApple vs. SpotifyDeezer vs. SpotifyApple vs. Deezer
Aserbaidschan568,523.742,161.865,536,583,282,01
Australien3.598,376.340,185.259,761,761,461,21
Belarus600,725.854,158.502,089,7514,150,69
Belgien3.131,386.250,857.661,742,002.450,82
Bosnien633,794.876,261.530,597,692,413,19
Chile1.109,793.268,041.531,932,941,382,13
Dänemark4.915,129.745,929.816,091,982.000,99
Deutschland3.398,056.436,045.440,111,891,601,18
Finnland5.315,448.582,807.402,141,611,391,16
Frankreich2.971,835.294,334.897,091,781,651,08
Ghana657,511.358,311.620,552,072,460,84
Griechenland1.672,976.290,302.790,163,761,672,25
Indonesien537,522.998,842.184,775,584,061,37
Irland4.951,509.504,726.982,221,921,411,36
Israel3.123,654.270,202.722,461,370,871,56
Italien2.123,766.621,723.238,653,121,522,04
Kanada2.803,944.649,624.450,061,661,591,04
Kasachstan640,551.680,233.475,292,625,430,48
Kenia545,472.447,721.772.154,493,251,38
Kirgisistan426,882.883,921.128,346,762,642,56
Kolumbien790,282.157,651.569,592,731,991,37
Luxemburg4.046,508.675,815.301,502,141,311,64
Malaysia1.023,193.669,261.827,583,591,792,01
Malta2.178,056.430,882.287,392,951,052,81
Mauritius511,193.023,563.200,705,916,260,94
Mazedonien680,966.400,768.096,879,4011,890,79
Mexiko1.087,342.425,601.409,282,231,301,72
Montenegro731,795.816,285.446,217,957,441,07
Namibia838,382.488,462.760,392,973,290,90
Neuseeland4.017,637.339,195.238,331,831,301,40
Niederlande3.778,028.255,035.792,882,191,531,43
Nigeria377,68885,671.188,602,353,150,75
Norwegen5.173,4615.104,949.219,132,921,781,64
Österreich3.350,127.398,309.766,032.212,920,76
Peru825,012.984,931.091,513,621,322,73
Philippinen743,256.709,751.465,269,031,974,58
Polen1.313,053.771,252.700,712,872,061,40
Portugal1.577,815.480,852.387,743,471,512,30
Rumänien1.513,903.965,203.739,802,622,471,06
Sambia732,441.662,791.388,482,271,901,20
Schweden4.675,528.986,924.525,861,920,971,99
Schweiz5.369,4110.993,686.890,322,051,281,60
Senegal498,562.523,221.210,595,062,432,08
Serbien839,464.715,283.968,095,624,731,19
Singapur2.379,077.790,096.556,373,272,761,19
Slowakei1.839,574.930,404.757,452,682,591,04
Slowenien1.125,223.624,825.491,013,224,880,66
Spanien1.977,866.326,053.330,663,201,681,90
Sri Lanka733,943.696,663.927,055,045,350,94
Südafrika1.554,722.699,712.843,051,741,830,95
Thailand1.089,663.911,053.604,963,593,311,08
Tschechien2.072,634.979,673.522,052,401,701,41
Türkei396,611.712,691.159,664,322,921,48
Uganda521,272.231,461.605,174.283,081,39
UK5.302,039.222,129.389,431,741,770,98
Ukraine819,623.563,322.520,624,353,081,41
Ungarn1.880,013.680,383.566,101,961,901,03
USA3.881,015.599,287.475,761,441,930,75
Vietnam1.068,013.157,375.981,492,965,600,53
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Wie viel erhalte ich pro Stream bei Spotify (2022 Edition)

Mai 24, 2022

Spotify betont regelmäßig, dass es nicht möglich ist eine Zahl zu nennen, die pro Stream ausbezahlt wird. Das ist insofern richtig, da sich diese von Monat zu Monat ändert, für jedes Land und jeden Abotyp verschieden ist. iGroove analysiert trotzdem regelmäßig anhand des uns zur Verfügung stehenden Zahlenmaterials, wie hoch dieser pro Land ist, um für Orientierung zu sorgen. Die Auswertung zeigt, welche Märkte lukrativer sind und in welchen man (noch) mehr Streams benötigt, um auf einen grünen Zweig zu kommen.

Wie bereits zuvor bei Apple Music und Deezer basieren die Zahlen auf den Daten der iGroove-Kunden der letzten 6 Monate. Dabei errechneten wir für 133 Länder einen Durchschnittswert, knapp 50 Ländern haben wir nicht berücksichtigt, da uns zu wenig Zahlenmaterial vorlag.

Hätte man aus allen untersuchten Ländern exakt gleich viele Streams, ergäbe dies 1.600 Euro pro Million Streams. Bei unserer letzten Auswertung lag dieser Wert noch bei 1.978 Euro, jedoch hat Spotify seither in zahlreiche neue Märkte expandiert und viele davon sind auch in diese Auswertung eingeflossen. Vergleicht man nur die 94 Länder, die bereits bei der letzten Auswertung berücksichtig wurden, ist der PPS leicht angestiegen auf 1.997 Euro.

Nur wenige Länder über 2.000 Euro

Von den 133 untersuchten Ländern erhält man in 61 weniger als 1.000 Euro pro Million Streams. Darunter sind auch große Märkte wie Indien, Argentinien, Ägypten, die Philippinen, Indonesien oder die Türkei. Ebenfalls unter der 1.000er Marke sind Serbien, Montenegro, Mazedonien, Bosnien oder Albanien.

Die 2.000er Marke überschreiten nur 33 Länder, exakt 100 bleiben also unter dieser Schwelle darunter auch zahlreiche europäische Staaten nämlich Polen, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Portugal, Griechenland, Lettland, Slowakei, Ungarn, Litauen und Spanien.

Europa dominiert die Top 10

Die Top 10 sind beinahe unverändert zum letzten Mal, jedoch haben sich die Position verändert. Südkorea, das einzige nichteuropäische Land in den Top 10, steht nicht mehr zuoberst, sondern das kleine Island und zwar mit ordentlich Vorsprung. Dahinter folgen fast gleichauf die Schweiz, Finnland und UK. Diese vier Länder plus Norwegen sind auch die einzigen, welche pro Million mehr als 5.000 Euro erreichen.

Die Gewinner

Am stärksten gewachsen ist der PPS in Kuwait, Brasilien, dem neuen Leader Island, Argentinien, El Salvador, Jordanien und der Mongolei. In 38 Staaten wuchs der PPS um mehr als 10 Prozent, darunter in der Schweiz, Finnland, den USA, Norwegen, Schweden, Kanada oder Italien.

Die Verlierer

Insgesamt gibt es mehr Gewinner als Verlierer. In 71 Ländern ist der PPS angestiegen und somit nur in 23 gesunken. In zehn davon im verschmerzbaren Rahmen. Am stärksten fiel er in Südkorea, dort war die Zahl bei der letzten Auswertung mit 15.000 jedoch auch extrem hoch und dieser scheint sich nun bei immer noch hohen 4.706 Euro eingependelt zu haben. Ins Auge stechen hingegen die Rückgänge bei Indien (-24%) und der Türkei (-20%), dessen tiefer PPS aufgrund der Inflation noch weiter ins Bodenlose fällt.

Die GSA-Länder im Vergleich

Für Streams aus der Schweiz erhält man 5.369 Euro pro Million und somit deutlich mehr als in Deutschland (3.398) und Österreich (3.350). Da der PPS in Deutschland um rund 6% angestiegen und in Österreich um 3% gesunken ist, liegt Deutschland erstmals vorne. Für Streams aus der Schweiz erhält man rund 60% mehr als für solche aus den beiden Nachbarländern. Bei unserer letzten Auswertung waren es erst rund 40%.

Der PPS von 133 Ländern im Vergleich

Nachfolgend findest du die komplette Liste mit allen 133 ausgewerteten Ländern. Für jedes Land ist der PPS ersichtlich sowie hochgerechnet, wie viel man pro Million Streams erhält. Zudem sieht man wie hoch der Betrag für eine Million Streams bei unserer letzten Auswertung war und wie sich dies seither prozentual verändert hat. Die Tabelle lässt sich nach Belieben sortieren.

Alle Zahlen in Euro / Stand Mai 2022
LänderPPSPer Mio. StreamsAnalyse 2021Change %
Island0,0063762302336.376,234.589,3738,93
Schweiz0,0053694079255.369,414.518,5418,83
Finnland0,0053154416085.315,444.550,0816,82
UK0,0053020252755.302,034.892,058,38
Norwegen0,005173463915.173,464.588,0712,76
Irland0,0049515046464.951,504.512,529,73
Dänemark0,0049151237254.915,124.614,506,51
Südkorea0,0047060537284.706,0515.008,73-68,64
Schweden0,0046755169234.675,524.164,1612,28
Liechtenstein0,0045896033424.589,604.205,549,13
Luxemburg0,0040464960924.046,503.890,504,01
Neuseeland0,0040176258544.017,634.050,79-0,82
USA0,0038810064623.881,013.339,8916,20
Monaco0,0038019544923.801,954.568,31-16,78
Niederlande0,0037780229833.778,023.661,723,18
Australien0,0035983742153.598,373.552,851,28
Deutschland0,0033980500453.398,053.207,125,95
Österreich0,0033501230693.350,123.457,80-3,11
Japan0,0031672826403.167,283.143,470,76
Belgien0,0031313840803.131,382.929,276,90
Israel0,0031236540643.123,652.770,9112,73
Andorra0,0030941869513.094,193.723,67-16,90
Frankreich0,0029718293442.971,832.955,140,56
Kanada0,0028039422372.803,942.519,9511,27
Estland0,0026402481332.640,252.553,593,39
Hongkong0,0025543299332.554,332.728,81-6,39
Zypern0,0024072192922.407,222.776,94-13,31
Singapur0,0023790667382.379,072.109,0412,80
Malta0,0021780538082.178,052.383,30-8,61
Italien0,0021237588022.123,761.909,6711,21
VAE0,0020928811442.092,882.033,782,91
Tschechien0,0020726277802.072,631.959,255,79
Spanien0,0019778557331.977,862.013,71-1,78
Litauen0,0018827205931.882,721.826,563,07
Ungarn0,0018800084211.880,011.683,3211,68
Slowakei0,0018395693141.839,571.660,8410,76
Kuwait0,0018257713251.825,771.269,2443,85
Lettland0,0017712379221.771,241.551,4114,17
Uruguay0,0017706147111.770,611.591,3911,26
Macao0,0017501404121.750,14
Katar0,0017338839061.733,881.512,8514,61
Griechenland0,0016729710891.672,971724,38-2,98
Costa Rica0,0016672139591.667,211.430.6816,53
Panama0,0016057852101.605,791.365,9517,56
Dominikanische Republik0,0015980615541.598,061.374,1716,29
Portugal0,0015778067231.577,811.580,87-0,19
Südafrika0,0015547237821.554,721.430,378,69
Oman0,0015475864541.547,591.477,934,71
Libanon0,0015273716301.527,371.464,494,29
Rumänien0,0015138994431.513,901.669,50-9,32
Taiwan0,0014948210361.494,821.237,3420,81
Malediven0,0014862758451.486,28
Bulgarien0,0014665056201.466,511.354,418,28
Bahrain0,0014077377811.407,741434,51-1,87
Brasilien0,0013567400341.356,74966,5740,37
Curaçao0,0013219086621.321,91
Polen0,0013130503581.313,051.278,462,71
Ecuador0,0012932719121.293,271.204,427,38
El Salvador0,0012417894031.241,79912,2636,12
Kroatien0,0012375504571.237,551.203,202,85
Honduras0,0011838165131.183,82932,8926,90
Saudi Arabia0,0011652230311.165,221.266,76-8,02
Nicaragua0,0011397341351.139,731.011,9612,63
Slowenien0,0011252178061.125,221.063,795,77
Mosambik0,0011188145031.118,81
Chile0,0011097853061.109,79935,9118,58
Brunei0,0011004407341.100,44
Thailand0,0010896646981.089,66973,8511,89
Mexiko0,0010873416691.087,341.038,494,70
Vietnam0,0010680050531.068,01989,797,90
Malaysia0,0010231890201.023,191.035,62-1,20
Guatemala0,000986357430986,36880,5012,02
Jordanien0,000950079368950,08703,6035,03
Ägypten0,000867448946867,45780,0411,21
Palästina0,000863406451863,41830,723,93
Georgien0,000855739430855,74
Serbien0,000839457471839.,46818,192,60
Namibia0,000838377217838,38
Mauritanien0,000825707651825,71
Peru0,000825014908825,01941,63-12,38
Ukraine0,000819618002819,62704,8516,28
Argentinien0,000816661919816,66590,6238,27
Bolivien0,000801977013801,98698,4414,82
Indien0,000798667821798,671.054,52-24,26
Kolumbien0,000790275710790,28793,18-0,37
Guyana0,000771399762771,40
Trinidad und Tobago0,000750857709750,86
Philippinen0,000743253316743,25674,5410,19
Sri Lanka0,000733942072733,94
Sambia0,000732442872732,44
Montenegro0,000731788984731,79668,869,41
Moldawien0,000693963883693,96808,67-14,18
Venezuela0,000686986811686,99
Paraguay0,000686356818686,36624,929,83
Mongolei0,000684022870684,02522,4330,93
Jamaika0,000682667405682,67
Mazedonien0,000680963921680,96593,2814,78
Bahamas0,000672209332672,21
Ghana0,000657510533657,51
Kasachstan0,000640550273640,55522,0922,69
Bosnien0,000633786812633,79537,7117,87
Marokko0,000624145355624,15637,97-2,17
Russland0,000619189107619,19539,5414,76
Armenien0,000608330000608,33
Belarus0,000600724823600,72561,626,96
Barbados0,000597988007597,98
Tunesien0,000596744761596,74556,407,25
Algerien0,000596511503596,51598,88-0,40
Fiji0,000569346097569,35
Aserbaidschan0,000568517722568,52522,618,78
Albanien0,000552445824552,45513,527,58
Belize0,000546261513546,26
Kenia0,000545467486545,47
Tansania0,000545399819545,40
Indonesien0,000537515954537,52612,13-12,19
Uganda0,000521272686521,27
Pakistan0,000516225584516,23
Kambodscha0,000512861920512,86
Mauritius0,000511193086511,19
Botswana0,000509795862509,80
Senegal0,000498560167498,56
Kirgisistan0,000426878250426,88
Elfenbeinküste0,000416882388416,88
Türkei0,000396614643396,61499,39-20,58
Usbekistan0,000395944350395,94
Simbabwe0,000383428743383,43
Nigeria0,000377679512377,68
Bangladesh0,000337065854337,07
Swasiland0,000283728734283,73
Bhutan0,000272944523272,94
Ruanda0,000271678045271,68
Nepal0,000255973718255,97
Irak0,000175084817175,08
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Wie viel erhalte ich pro Stream bei Apple Music (2022 Edition)

Mai 19, 2022

Wie kürzlich bei Deezer haben wir nun auch bei Apple Music erneut den Pay Per Streams (PPS) analysiert. Die aktualisierten Zahlen basierend auf den Daten der iGroove-Kunden der letzten 6 Monate. Insgesamt analysierten wir 84 Länder, einige Staaten mussten wir aufgrund von zu wenig vorhandenen Daten weglassen.

Hätte man aus allen untersuchten Ländern exakt gleich viele Streams, ergäbe dies 5.182 Euro pro Million Streams.  Der PPS ist somit im Vergleich zur letzten Auswertung leicht angestiegen, damals lag er bei 5.035 Euro. Wenn man nur die Länder berücksichtigt, die bereits letztes Mal ausgewertet wurden sind es 5.005 Euro. Dass der PPS weitgehend stabil bliebt, zeigt sich auch daran, dass er bei rund der Hälfte der Länder anstieg und bei der anderen sank.  

Island an der Spitze

Der klare Spitzenreiter ist Island, wo man deutlich über 20.000 Euro für eine Million Streams erhält. Man muss jedoch berücksichtigen, dass aus dem kleinen Land nur sehr wenige Streams in die Auswertung einflossen und somit Verfälschungen möglich sind.

Ansonsten findet man in den Top 10 viele übliche Verdächtige wie die skandinavischen Länder Norwegen, Dänemark und Schweden, die Schweiz, UK und Irland. Zu den diversen europäischen Staaten gesellen sich außerdem Kuwait und Oman.

Die Gewinner

Zu deutlichen Steigerungen des PPS kam es primär bei afrikanischen Ländern wie Botswana, Ghana, Sambia, Kenia oder Uganda. Am stärksten angestiegen ist der PPS auf den Philippinen, wo sich dieser mehr als verdoppelte. Auch Länder wie Libanon, Aserbaidschan oder Peru wuchsen stark. Von den europäischen Ländern konnten Montenegro und die Schweiz am meisten zulegen, beide um je 20%.

Die Verlierer

Am stärksten sank der PPS in Armenien, Indonesien und Jordanien. Auch in den großen Märkten Indien und der Türkei sank er stark. In Europa mussten Zypern, Malta, Litauen und die Niederlande die stärksten Rückgänge hinnehmen.

Die GSA-Länder im Vergleich

Wie erwähnt wuchs der PPS in der Schweiz um satte 20%. Auch in Deutschland stieg er um rund 9%, während er in Österreich um moderate 3,6% zurückging. Während man für eine Million Streams aus der Schweiz 10.993 Euro erhält, sind es in Österreich 7.398 und in Deutschland 6.436. Für einen Stream aus der Schweiz erzählt man also 70% mehr als für einen aus Deutschland. Das ist deutlich mehr als bei der letzten Auswertung, als dieser Wert noch bei 53% lag.

PPS deutlich unter 0.01

Schließlich wollten wir, wie bereits bei der letzten Auswertung, wissen, ob Apple Music die angekündigten 0,01 Dollar (0,0095 Euro) pro Stream auszahlt. Da Apple dabei auch die Auszahlungen für Publishing Rights miteinrechnet, haben wir diese ebenfalls einkalkuliert. Im Schnitt ergibt dies einen PPS von 0.0066 Euro, also weit entfernt von den 0,0095. Insgesamt erreichen gemäß unserer Auswertung nur 15 Länder diesen einen Cent.

Der PPS von 84 Ländern im Vergleich

Nachfolgend findest du die komplette Liste mit allen 84 ausgewerteten Ländern. Für jedes Land ist der PPS ersichtlich sowie hochgerechnet, wie viel man pro Million Streams erhält. Zudem sieht man wie hoch der Betrag für eine Million Streams bei unserer letzten Auswertung war und wie sich dies seither prozentual verändert hat. Die Tabelle lässt sich nach Belieben sortieren.

Alle Zahlen in Euro / Stand Mai 2022
LänderPPSPro Mio. StreamsAnalyse 2021Veränderung %
Island0,02335732145423.357,32
Norwegen0,01510494030815.104,9413.786,089,57
Kuwait0,01156671672011.566,7210.308,6212,20
Schweiz0,01099367618410.993,689.149,7420,15
Dänemark0,0097459230599.745,9210.269,46-5,10
Irland0,0095047195819.504,7210.317,95-7,89
UK0,0092221211739.222,129.497,61-2,90
Oman0,0090953213229.095,328.121,8611,99
Schweden0,0089869244218.986,929.149,74-1,78
Luxemburg0,0086758061108.675,818.495,762,12
Finnland0,0085828034418.582,809.321,51-7,92
Niederande0,0082550342958.255,0310.363,61-20,35
Singapur0,0077900898837.790,096.228,0125,08
Österreich0,0073983044567.398,307.680,01-3,67
Neuseeland0,0073391887637.339,198.266,79-11,22
Libanon0,0068156537276.815,654.709,5144,72
Zypern0,0067318407066.731,848.709,14-22,70
Philippinen0,0067097472866.709,752.734,21145,40
Italien0,0066217187226.621,727.896,94-16,15
Deutschland0,0064360410886.436,045.893,669,20
Malta0,0064308841896.430,888.226,31-21,83
Mazedonien0,0064007551066.400,766.187,933,44
Australien0,0063401766106.340,186.764,02-6,27
Spanien0,0063260533546.326,056.870,19-7,92
Griechenland0,0062903026306.290,307.256,43-13,31
Belgien0,0062508482116.250,856.789,78-7,94
Belarus0,0058541497395.854,154.949,2218,28
Montenegro0,0058162766885.816,284.782,3121,62
Japan0,0056665016445.666,506.356,64-10,86
Estland0,0056209575425.620,965.824,38-3,49
USA0,0055992819045.599,285.137,228,99
Bahrain0,0054826655775.482,676.867,10-20,16
Portugal0,0054808527915.480,855.969,97-8,19
Litauen0,0054759252695.475,936.955,23-21,27
Frankreich0,0052943264335.294,335.848,96-9,48
Macao0,0052794594775.279,464.332,4721,86
Tschechien0,0049796675824.979,674.991,14-0,23
Georgien0,0049487019134.948,703.757,5131,70
Slowakei0,0049304026664.930,405.523,52-10,74
Bosnien0,0048762634384.876,264.640,175,09
Jordanien0,0047679688324.767,977.191,65-33,70
Serbien0,0047152815414.715,285.191,30-9,17
Kanada0,0046496156284.649,624.546,882,26
Hongkong0,0044466980194.446,705.088,30-12,61
Lettland0,0044032434834.403,244.824,11-8,72
Usbekistan0,0043910028774.391,00
Israel0,0042701973674.270,204.103,134,07
Rumänien0,0039652121133.965,213.672,777,96
Mongolei0,0039234584093.923,463.131,1025,31
Thailand0,0039110464923.911,053.705,305,55
Polen0,0037712540713.771,253.898,35-3,26
Aserbaidschan0,0037421555563.742,162.636,1741,95
Sri Lanka0,0036966637483.696,663.345,0610,51
Taiwan0,0036961778473.696,183.356,7110,11
Ungarn0,0036803778443.680,383.896,82-5,55
Malaysia0,0036692617163.669,264.083,08-10,13
Slowenien0,0036248154243.624,823.845,85-5,75
Ukraine0,0035633151063.563,322.988,2919,24
China0,0032841765753.284,183.651,36-10,06
Chile0,0032680367493.268,042.767,2918,10
Vietnam0,0031573666913.157,372.630,0920,05
Mauritius0,0030235552513.023.563.053,67-0,99
Indonesien0,0029988347222.998,835.260,54-42,99
Peru0,0029849251182.984.932.147,3939,00
Moldawien0,0029453267352.945,332.933,480,40
Kirgisistan0,0028839190732.883,922.312,9324,69
Botswana0,0027202097832.720,211.738,0556,51
Südafrika0,0026997071122.699,712.614,973,24
Kambodscha0,0026518963802.651,902.068,2028,22
Senegal0,0025232186532.523,22
Namibia0,0024884578412.488,462.802,97-11,22
Mosambik0,0024493353952.449,343.614,51-32,24
Kenia0,0024477215712.447,721.842,9032,82
Mexiko0,0024256034832.425,602.459,75-1,39
Uganda0,0022314641882.231,461.618,3837,88
Kolumbien0,0021576524172.157,652.085,693,45
Türkei0,0017126854271.712,692.331,50-26,54
Kasachtan0,0016802345981.680,231.449,0915,95
Sambia0,0016627860011.662,791.176,6141,32
Simbabwe0,0014167568461.416,76
Ghana0,0013583085231.358,31940,4144,44
Indien0,0011347063141.134,711.591,46-28,70
Armenien0,000933887022933,893.904,60-76,08
Nigeria0,000885669351885,67725,7322,04
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Wie viel erhalte ich pro Stream bei Deezer (2022 Edition)

Mai 17, 2022

Vor nicht ganz einem Jahr analysierten wir erstmals den Pay Per Stream (PPS) von Deezer. Nun haben wir die aktualisierten Zahlen basierend auf den Daten der iGroove-Kunden der letzten 6 Monate. Insgesamt analysierten wir 93 Länder, einige Staaten mussten wir aufgrund zu wenig vorhandenen Daten weglassen.

Hätte man aus allen untersuchten Ländern exakt gleich viele Streams, ergäbe dies 3.593,68 Euro pro Million Streams. Bei der letzten Auswertung lag dieser Wert noch bei 4.013 Euro, jedoch waren es damals noch deutlich weniger Länder. Vergleicht man nur diese 66 Länder, ist der PPS in etwa gleichgeblieben und ergibt hochgerechnet auf eine Million Streams 4.086 Euro.

Bulgarien bleibt Spitzenreiter

Bei unserer ersten Auswertung waren wir extrem überrascht, dass Bulgarien mit Abstand den höchsten PPS aufweist. Dies bestätigt sich nun auch bei den aktuellsten Zahlen, das osteuropäische Land bleibt mit Abstand an der Spitze. Wie bereits letztes Mal sind mit Katar, VAE und Saudi-Arabien drei arabische Länder in den Top 10. Wie gewohnt sind skandinavische Länder, konkret Dänemark und Norwegen, oben anzutreffen und die grossen Aufsteiger sind Österreich und UK. Eher überraschend vorne anzutreffen sind Belarus und Mazedonien, die beide in den Top 10 sind.

Die Gewinner

Mazedonien ist dann auch der grösste Gewinner, der PPS hat im Vergleich zur ersten Auswertung um 350% zugelegt. Auch weitere osteuropäische Länder wie Slowenien, Kroatien oder die Slowakei konnten deutlich zulegen. Weitere Gewinner sind Israel, Italien, Belgien, die Türkei und wie bereits erwähnt Österreich und UK.

Die Verlierer

Die grössten Verlierer kommen mehrheitlich aus Südamerika namentlich Ecuador, Paraguay, Chile, Kolumbien und Peru. Ebenfalls bergab ging es für die Elfenbeinküste, Griechenland, Ägypten sowie Ungarn.

Die GSA-Länder im Vergleich

Anders als bei Apple Music und Spotify, hat bei Deezer nicht die Schweiz, sondern Österreich den höchsten PPS. Da der PPS von Österreich um satte 43% gestiegen ist, hat sich daran nichts geändert. Für eine Million Streams aus Österreich erhält man 6.810 Euro und somit deutlich mehr als für dieselbe Anzahl Streams aus der Schweiz (5.980 Euro) und Deutschland (4.845 Euro). Auch in der Schweiz (+15%) und in Deutschland (+12%) ist der PPS angestiegen.

Der PPS von 93 Ländern im Vergleich

Nachfolgend findest du die komplette Liste mit allen 93 ausgewerteten Ländern. Für jedes Land ist der PPS ersichtlich sowie hochgerechnet, wie viel man pro Million Streams erhält. Zudem sieht man wie hoch der Betrag für eine Million Streams bei unserer letzten Auswertung war und wie sich dies seither prozentual verändert hat. Die Tabelle lässt sich nach Belieben sortieren.

Alle Zahlen in Euro / Stand Mai 2022
LänderPPSPro Mio. StreamsAnalyse 2021Veränderung %
Bulgarien0,01151208908411.512,0912.501,41-7,91
Dänemark0,0098160902479.816,099.208,536,60
Österreich0,0097660339249.766,036.810,2343,40
Katar0,0093931903889.393,198.946,175,00
UK0,0093894346659.389,446.586,8342,55
Norwegen0,0092191250399.219,138.414,659,56
VAE0,0088126621358.812,668.551,453,06
Belarus0,0085020800628.502,08
Mazedonien0,0080968689198.096,871.797,58350,43
Saudi Arabien0,0077505130247.750,518.389,54-7,62
Belgien0,0076617449107.661,755.597,7436,87
USA0,0074757611187.475,768.793,80-14,99
Finnland0,0074021407017.402,148.047,14-8,02
Irland0,0069822155596.982,226.684,444,46
Schweiz0,0068903222706.890,325.980,6715,21
Singapur0,0065563740926.556,37
Vietnam0,0059814942195.981,49
Niederlande0,0057928848235.792,895.898,72-1,79
Slowenien0,0054910074635.491,013.276,3567,60
Montenegro0,0054462071365.446,215.006,278,79
Deutschland0,0054401113955.440,114.845,7912,27
Luxemburg0,0053014963195.301,505.910,21-10,30
Australien0,0052597613755.259,766.711,15-21,63
Neuseeland0,0052383316405.238,336.599,70-20,63
Mali0,0050006276525.000,63
Frankreich0,0048970866714.897,094.757,922,93
Slowakei0,0047574531454.757,453.168,3750,16
Kroatien0,0046204727674.620,473.087,2249,66
Schweden0,0045258602344.525,865.864,18-22,82
Kanada0,0044500583124.450,064.668,39-4,68
Serbien0,0039680932953.968,093.439,2515,38
Sri Lanka0,0039270452813.927,05
Rumänien0,0037397961993.739,803.476,047,59
Thailand0,0036049556973.604,964.127,16-12,65
Ungarn0,0035660971503.566,105.181,60-31,18
Tschechien0,0035220525333.522,053.583,09-1,70
Kasachstan0,0034752884913.475,293.631,18-4,29
Elfenbeinküste0,0033329593723.332,966.118,75-45,53
Spanien0,0033306618053.330,663.189,164,44
Italien0,0032386549353.238,661.963,7164,93
Mauritius0,00320069824003.200,703.643,38-12,15
Südafrika0,0028430545032.843,062.876,61-1,17
Griechenland0,0027901551902.790,164.341,29-35,73
Namibia0,0027603854842.760,39
Israel0,0027224607622.722,461.267,20114,84
Polen0,0027007088572.700,713.052,63-11,53
Ägypten0,0025920901012.592,093.819,49-32,14
Ukraine0,0025206235262.520,622.800,42-9,99
Guatemala0,0025043260162.504,333.041,07-17,65
Portugal0,0023877353772.387,743.054,05-21,82
Malta0,0022873870742.287,39
Honduras0,0022427800252.242,78
Indonesien0,0021847696742.184,77
Gabun0,0020171588962.017,16
Bolivien0,00197347810611.973,481.899,513,89
Albanien0,0019701888161.970,191.662,5918,50
Panama0,0018994683931.899,47
Aserbaischan0,0018655278291.865,531.033,3280,54
Malaysia0,0018275781541.827,58
Kenia0,0017721530971.772,152.249,65-21,23
Argentinien0,0017042628721.704,261.329,6928.17
Paraguay0,0016832630211.683,263.100,27-45,71
Russland0,0016710102901.671,011.580,145,75
Ghana0,0016205538381.620,55
Costa Rica0,0016165035341.616,501.589,461,70
Uganda0,0016051653941.605,17
Kolumbien0,0015695918641.569,592.364,62-33,62
Brunei0,0015618789361.561,88
Chile0,0015319320111.531,932.553,56-40,01
Bosnien0,0015305859881.530,591.388,7310,21
Tunesien0,0015169542941.516,95
Malawi0,0014783230031.478,32
Philippinen0,0014652565851.465,261.237,8118,37
Mexiko0,0014092827691.409,281.960,34-28,11
Sambia0,0013884803251.388,48
El Salvador0,0013312649921.331,271.119,4418,92
Kamerun0,0013201130371.320,11
Marokko0,0013129546791.312,961.512,22-13,18
Madagaskar0,0012746086971.274,61
Senegal0,0012105941791.210,59
Irak0,0011886911551.188,69
Nigeria0,0011885980441.188,601.436,21-17,24
Türkei0,0011596603211.159,66870,8333,17
Ecuador0,0011383125371.138,312.509,15-54,63
Kirgisistan0,0011283388241.128,34
Peru0,0010915113471.091,511.575,79-30,73
Kongo0,0010902542201.090,25
Brasilien0,0010860339591.086,031.006,277,93
Benin0,0010747450411.074,75
Togo0,0010567975561.056,80
Venezuela0,0010268252641.026,83
Nicaragua0,0010217283781.021,73
Algerien0,000960669043960,67983,19-2,29
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Was versteht man unter Sync Licensing?

Januar 27, 2022

Wer sich mit möglichen Einnahmequellen für Musiker*innen beschäftigt, ist sicherlich schon über den Begriff Sync Licensing gestolpert. Doch was verbirgt sich genau dahinter, wie sichert man sich solche Platzierungen und wie verdient man daran? Wir bringen Licht ins Dunkle.

In der heutigen Zeit müssen sich Musiker*innen vieler verschiedener Einnahmequellen bedienen. Die meisten legen ihren Fokus trotzdem hauptsächlich auf die Streamingdienste, Social Media und womöglich noch Liveshows. Gerade weil vielen nicht ganz klar ist, um was es sich bei Sync Licensing genau handelt, wird diese Einnahmemöglichkeit häufig vergessen. Dabei lassen sich mit etwas Glück durch Syncs signifikante Beträge einspielen.

Basics

Unter Sync Licensing (auch „Synchronisationsrecht“ oder „Filmeinblendungsrecht“ genannt) versteht man die Lizenzierung von Musik für z.B. das Fernsehen, Filme, Serien, Werbung oder Games. Es entsteht also eine Verbindung von Musik und Bild – die Synchronisation. Will jemand deine Musik z.B. für einen Film verwenden, benötigt er dafür die Einwilligung der Rechteinhaber und natürlich fließt dafür in aller Regel auch Geld. Zusätzlich generiert das Placement für den Song und somit den Artist zusätzliche Reichweite.

Oder wie es unser Anwalt etwas eloquenter erklärt: „Das Recht Musik mit Bildaufnahme zu verbinden steht als wirtschaftliches Gut für sich allein, das heißt: allein für den Vorgang des Verbindens (Synchronisierens) kann der Rechteinhaber eine Vergütung verlangen. Potentielle Vergütungsquellen sind also sämtliche Hersteller von audiovisuellen Medien wie z.B. Fernsehen, Filme, Serien, Werbung oder Games.“

Wie groß ist das Sync Business?

Die weltweiten Umsätze mit Sync Licensing betragen gegenwärtig rund 432 Millionen Dollar pro Jahr. Dies trotz eines coronabedingten Einbruchs von 9,4%. Während die Umsätze aus der Werbung eher rückläufig sind, weil die Werbetreibenden die Musik häufig speziell für diesen Zweck produzieren lassen, anstatt sie zu lizenzieren, haben sich im übrigen Sync-Umfeld neue Möglichkeiten aufgetan. Diese sind etwa Fitness, Wellness wie auch E-Sport. Ebenfalls wächst der Bedarf an Musik seitens der Streaminganbieter wie Netflix oder Prime. Durch deren internationale Ausrichtung wird auch immer mehr Musik aus verschiedenen Ländern und in unterschiedlichsten Sprachen gesucht. Der Bedarf an nicht-englischsprachiger Musik sei noch nie so groß gewesen.

Von wem braucht es die Einwilligung?

Ähnlich wie wenn man ein Sample eines Songs verwenden will, braucht es auch bei Sync Lizenzierungen die Einwilligung sämtlicher Rechteinhaber, also sowohl für die Master Rights wie auch die Publishing Rights als auch von etwaigen Leistungsschutzberichtberichten (insbesondere dann, wenn die Originalaufnahme verwendet wird). Zur Erinnerung: die Publishing Rights oder Verlagsrechte liegen bei den Textautor*innen und Komponist*innen eines Songs (oder einem Verlag). Die Master Rights sind wiederum die Rechte an der Aufnahme und liegen entweder bei den Künstler*innen selbst oder häufig beim Label. Damit also ein Song z.B. in einem Film verwendet werden darf, müssen alle Rechteinhaber ihr Einverständnis geben.

Handelt es sich bei deinem Song um eine Coverversion ist man als Interpret*in nur im Besitz der Master Rights. Damit der Song verwendet werden kann, müssen also auch die Textautoren und Komponisten des Originalsongs einwilligen. Das mag zunächst kompliziert klingen, ist jedoch in jedem Fall einen Versuch wert, da Coversongs gerne lizenziert werden, besonders wenn es sich um einen sehr bekannten Track handelt und es schlicht zu teuer wäre das Original zu lizenzieren.

Deutlich komplizierter wird es jedoch, wenn dein Song Samples beinhaltet, die nicht gecleared wurden. Die Music Supervisor schauen sehr genau hin bei den Rechten damit ihre Auftraggeber keinesfalls verklagt werden. Daher werden sie kaum einen Song mit ungeclearten Samples lizenzieren. Dies ist auch einer der Gründe, wieso die meisten Supervisor nur mit Sync Agents arbeiten.

Was macht eigentlich ein Sync Agent?

Natürlich ist es theoretisch möglich selbst zu recherchieren, wer die Music Supervisor sind, welche die Musik fürs Fernsehen, Serien oder Werbungen aussuchen. Der Aufwand dürfte allerdings riesig sein plus ist die Chance bei einer direkten Kontaktaufnahme eher klein. Das Sync Licensing ist, wie so vieles in der Musikbranche, ein People Business und da kommen die Sync Agents mit ihren Kontakten ins Spiel. Die Sync Agents, welche selbständig, für Musikverlage, Labels oder Vertriebe arbeiten können, sind die Ansprechpersonen für die Music Supervisor. Wenn diese z.B. einen Song für eine bestimmte Filmszene suchen, schlagen die Sync Agents ihnen Tracks vor, die in ihren Augen passen würden. Ebenso gehen sie proaktiv auf die Supervisor zu und pitchen die Songs aus ihrem Repertoire. Nicht zuletzt verhandeln sie dann den Preis und kümmern sich um die nicht zu unterschätzenden administrativen Aufgaben. Dafür erhalten sie dann natürlich auch einen Teil der generierten Einnahmen.

Häufig werden die Sync Agents verlangen, die Songs bereits zu „pre-clearen“. Dies bedeutet so viel wie, dass man ihnen das Recht gibst in deinem Namen Deals zu verhandeln und dass bereits das Einverständnis aller Rechteinhaber vorliegt. Dies vereinfacht die Verhandlungen und macht sie vor allem schneller und unkomplizierter. Dies ist kein zu unterschätzender Faktor, denn heute muss es häufig sehr schnell gehen und wenn zu viele Abklärungen nötig sind, entscheidet sich der Supervisor womöglich für einen anderen Song.

Arbeitet man mit einem Sync Agent muss die Zusammenarbeit nicht zwingend exklusiv sein. Das bedeutet, dass man seine Werke auch bei verschiedenen Sync Agents deponieren kann, um so die Chance auf eine Platzierung zu erhöhen. Dabei sollte man jedoch vorsichtig sein, denn es kann vorkommen, dass die Agents dann für denselben Song unterschiedliche Preise vorschlagen. Und natürlich wählt der Supervisor dann das tiefste Angebot. Zudem ist es für die Music Supervisor mühsam, wenn sie denselben Song mehrfach vorgeschlagen bekommen.

Bevor ihr einen Vertrag mit einem Sync Agent unterschreibt, solltet ihr diesen unbedingt mit einer Fachperson (z.B. Musikanwalt) prüfen.

Wie viel verdient man mit Sync Licensing?

Grundsätzlich gibt es zwei Verdienstmöglichkeiten bei Sync-Lizenzierung von Songs:

  • Eine individuelle Fee
  • Einkünfte über die Verwertungsgesellschaft

Individuelle Fee

Die individuelle, häufig einmalige Fee wird in vielen Fällen anteilig zwischen den Inhabern der Master- und der Publishing Rights aufgeteilt. Wenn du alle Rechte besitzt, erhältst du auch die ganze Kohle. Ebenso kann man auf den einmaligen Betrag verzichten, etwa wenn man seinen Song für einen kleine Filmproduktion ohne wirkliches Budget zur Verfügung stellt – dann sollte aber zumindest der Gegenwert z.B. in Form von Reichweite passen.

Verwertungsgesellschaften

Alternativ gibt es in manchen Ländern (darunter Deutschland und die Schweiz) für Produzenten von audiovisuellen Medien die Möglichkeit, die Sync-Lizenz direkt von den Verwertungsgesellschaften zu erwerben. Als Beispiele sind SUISA und GEMA zu nennen, an die Künstler*innen ihre Sync-Rechte zur Wahrnehmung abtreten können. Als Künstler*in muss man sich also entscheiden, ob man lieber selber (bzw. über einen Sync Agent) die individuelle Sync-Fee aushandelt, oder ob dies die Verwertungsgesellschaft übernehmen soll. Während bei der individuellen Verhandlung höhere Beteiligungen möglich sein dürften, ist bei der Lizenzierung durch eine Verwertungsgesellschaft gerade bei kleineren Produktionen ggf. die Chance höher, dass der Song wegen der geringeren Lizenzkosten platziert wird. Die Entscheidung ist daher individuell. Schaue dir also genau an, was dein Wahrnehmungsvertrag zum Thema Sync sagt. Hast du einmal einer Verwertungsgesellschaft die Rechte übertragen, hast du möglicherweise in manchen Fällen keinen Einfluss mehr auf die konkrete Nutzung. Dies bedeutet, dass etwa ein TV-Sender deinen Song für eine Daily-Soap nutzen könnte, in der du mit deiner Musik gar nicht stattfinden möchtest.

Abgrenzung zu Nutzungsrechten

Doch auch wenn man die Sync-Lizenz nicht über die Verwertungsgesellschaft abwickeln lässt, fließen von dieser Einnahmen. Neben der Sync-Lizenz, die Künstler*innen für die Herstellung des audiovisuellen Produkts unter Verwendung der Musik vergütet, gibt es auch noch die Vergütung für die konkrete Nutzung (z.B. für das Fernsehen, Kinofilme, Werbung, Games etc.).

Ein Beispiel: Ein Filmproduzent möchte die Eröffnungsszene seines Films mit einem bestimmten Song unterlegen. Um das zu können (= Herstellung), muss er den Rechteinhabern grundsätzliche eine Lizenz bezahlen – das ist die Sync-Lizenz.

Kommt der Film dann in die Kinos, so muss der Betreiber für das Vorführen des Films (= konkrete Nutzung) wieder eine Lizenz für die öffentliche Vorführung bezahlen. Wird der Film im TV ausgestrahlt, müssen die Sender eine Lizenz für die Ausstrahlung (= andere konkrete Nutzung) erwerben usw.

Das heißt es kann trotzdem Geld über die Verwertungsgesellschaften fließen, wenn dein Song im TV ausgestrahlt wird. Dies ist also vergleichbar mit den Einnahmen die generiert werden, wenn dein Track im Radio läuft, dein Musikvideo im TV ausgestrahlt oder dein Song in einer Bar oder Club gespielt wird. Entsprechend werden diese Einnahmen über die Verwertungsgesellschaft, bei welcher du angemeldet bist (z.B. GEMA), ausgeschüttet.

In einigen Fällen wird auch alles mit einer einmaligen Fee abgegolten und die regelmäßigen Einnahmen über die Verwertungsgesellschaft entfallen (dies geht allerdings nur, sofern und solange noch kein entsprechender Wahrnehmungsvertrag geschlossen wurde).

Fassen wir zusammen:

Wie viel man im Einzelfall effektiv erhält, kann nicht genau beziffert werden bzw. ist eigentlich bei jeder Platzierung wieder anders und hängt von zahlreichen Faktoren ab.

  • Um welches Medium handelt es sich (für eine Werbung erhält man normalerweise mehr, als wenn der Song für einen kleinen Film oder in einem Videogame benutzt wird)
  • Für welche Territorien der Song lizenziert wird (weltweit oder nur für bestimmte Länder)
  • Ob der ganze Song oder nur ein kurzer Teil davon verwendet wird
  • Für wie lange man die Rechte gewährt (für eine festgelegte Dauer oder bis in alle Ewigkeit)
  • Ob es Einschränkungen wie etwa Konkurrenzverbote gibt (Erteilt man z.B. eine Sync Lizenz für Mobilfunkanbieter A, kann man denselben Song i.d.R. nicht auch an Mobilfunkanbieter B lizenzieren)
  • Das Budget des Music Supervisors bzw. dessen Auftraggebers
  • Der Bekanntheitsgrad des Artists
  • Für welchen Zweck der Song verwendet wird. Läuft er nur im Hintergrund oder ist es die Titelmelodie des Films?
  • Dem Verhandlungsgeschick deines Sync Agents

Es kann also durchaus sein, dass die einmalige Gebühr nur einige hundert Euro beträgt, es ist aber auch nicht ungewöhnlich, dass z.B. Netflix einem eher unbekannten Künstler einen fünfstelligen Betrag zahlt. Bei Werbungen oder Blockbuster Filmen können durchaus auch sechsstellige Beträge fließen.

Der Sync-Markt gilt als sehr unberechenbar. Es gibt Songs, bei denen man sicher ist, dass die verwendet werden und dann klappt es doch nicht, dafür wird völlig unerwartet ein anderer Track ausgewählt. Wirklich budgetieren lassen sich Sync-Einnahmen also nicht, wenn sie fließen sind sie aber ein sehr angenehmer Nebenverdienst.

Auf was muss ich sonst noch achten?

  • Du solltest jederzeit die Übersicht haben, bei wem die Master- und Publishing Rights deiner Songs liegen. Liegen die Master Rights bei dir oder bei deinem Label? Welche Songwriter*innen wurden bei der GEMA angemeldet? Wenn dies erst abgeklärt werden muss, ist der Deal vielleicht bereits gelaufen.
  • Ob deine Songs bei einer Verwertungsgesellschaft registriert sind und in welchem Umfang diese deine Rechte wahrnimmt.
  • Stelle sicher, dass deine Songs keine ungeclearten Samples beinhaltet.
  • Fokussiere dich nicht einzig auf deine neusten oder populärsten Tracks. Music Supervisor suchen nach den passendsten Songs und die müssten nicht zwingend brandneu oder extrem bekannt sein. Manchmal sogar im Gegenteil. Stelle am besten den Sync Agents deinen ganzen Katalog zur Verfügung.
  • Stelle sicher, dass du Instrumentalversionen oder sogar die einzelnen Spuren deiner Songs bereit hast. Häufig werden in Filmen oder Werbungen nur die Instrumentals verwendet, etwa weil die Lyrics einen Dialog stören oder schlicht nicht zum Inhalt passen würden. Möglicherweise will der Supervisor auch nur die schöne Pianomelodie oder die funky Bassline. Hast du dies jederzeit ready, steigen auch deine Chancen.

Mehr Reichweite

Auch wenn die Einnahmen aus Sync Licensing sehr lukrativ sein können, ist dies nicht der einzige Vorteil von Platzierungen. Du hast sicherlich auch schon einen Song in einem Film oder gar einer Werbung gehört und sofort Shazam geöffnet. Durch eine entsprechende Platzierung erhält man die Möglichkeit seine Musik einem völlig neuen Publikum über ein anderes Medium vorzustellen. Dies kann im Idealfall zu einem Türöffner werden. Entsprechend sollte man eine erfolgreiche Platzierung auch genüsslich über seine Kanäle zelebrieren und es alle wissen lassen.

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Wie veröffentliche ich einen Coversong? (Updated)

Dezember 22, 2021

Anmerkung: Hierbei handelt sich um eine upgedatete Version des Posts vom 08.12.2020. Es gab im Jahr 2021 einige Anpassungen, die wir nun in diesem Beitrag ergänzt haben. Bei Unklarheiten empfiehlt es sich immer erst mit der zuständigen Verwertungsgesellschaft in Kontakt zu treten.

Viele Künstler*innen erhalten große Aufmerksamkeit, indem sie über YouTube, SoundCloud etc. ihre Versionen von bekannten Songs hochladen. Es ist jedoch auch möglich Coversongs offiziell zu veröffentlichen. Wir zeigen dir, worauf du achten musst.

Einen Coversong zu veröffentlichen ist heikel, da man weder der Komponist noch der Textautor des Songs ist und somit keinerlei Urheberrechte an dem Track hat. Jedoch kann man mit einer gelungenen Coverversion schnell neue Hörer*innen gewinnen. Glücklicherweise musst du nur einige Punkte beachten, um deine Version ganz legal zu releasen.

Wann ist mein Song ein Cover?

Als Cover gilt dein Song nur, wenn du dich sehr stark ans Original hältst. Konkret bedeutet dies, dass Melodie, Text und Songstruktur nicht verändert werden dürfen. Weicht deine Version zu stark vom Original ab, gilt es als Bearbeitung und dann musst du in jedem Fall die Genehmigung der Rechteinhaber*innen einholen. Ebenso ist es nicht erlaubt Samples zu verwenden oder einen Remix zu veröffentlichen ohne Genehmigung.

Unterschied Streaming und Download / Physisch

Zudem hängt es davon ab, über welche Kanäle du deine Coverversion verfügbar machen willst. Erscheint der Song ausschließlich über Streaminganbieter wie Spotify, Apple Music, Deezer oder YouTube Music, sind diese verpflichtet sich um die Lizenzierung mit der Verwertungsgesellschaft zu kümmern. Du musst dabei einzig diese Punkte beachten:

  • Gib die Komponisten sowie Textautoren des Originals an, wenn du den Song bei deinem Vertrieb einpflegst.  
  • Deklariere den Song zudem als Cover bei der Erfassung (jedoch nicht im Songtitel).
  • Melde den Song bei der zuständigen Verwertungsgesellschaft (GEMA, SUISA, AKM etc.) an.
  • Der Originalsong muss bei einer Verwertungsgesellschaft eingetragen sein. Wenn nicht, muss man die Genehmigung der Rechteinhaber*innen einholen.

Willst du den Song auch zum Download anbieten, z.B. über iTunes oder Bandcamp, oder den Track auch physisch auf CD oder Vinyl veröffentlichen, brauchst du dafür eine gesonderte Lizenz. Diese erhältst du über die Verwertungsgesellschaften wie z.B. GEMA, SUISA oder AKM. Wichtig: Wenn du z.B. den Song eines britischen Künstlers covern willst, musst du dich nicht zwingend an die britische Verwertungsgesellschaft wenden. Die Verwertungsgesellschaften sind alle miteinander vernetzt, somit kannst du dich einfach mit derjenigen in Kontakt setzen, mit der du bereits zusammenarbeitest.

Weiter müssen auch die oben beim Streaming erwähnten Punkte beachtet werden.

Teilung der Einnahmen

Wichtig zu wissen ist zudem, dass der Urheberrechtsanteil (Publishing Rights) vollständig an die Textautor*innen und Komponist*innen des Originals ausbezahlt wird. Die Verkaufseinnahmen (Master Rights) bleiben jedoch bei dir.

Wenn du alle diese Regeln beachtest, musst du jetzt eigentlich nur noch herausfinden, welcher Song zu dir als Künstler*in passen würde.

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