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Releaseplanung 2021 – die Checkliste für Musiker

Unser Ziel bei iGroove ist es, die Künstler dabei zu unterstützen das Maximum aus jedem Release herauszuholen. Damit dies möglich ist, braucht es eine gute Releaseplanung und leider auch etwas Geduld. Man kann das Album nicht einfach, sobald es im Kasten ist, auf den Markt schmeißen – so vergeudet man nur Potenzial. Eine solide Planung […]

April 12, 2021

Unser Ziel bei iGroove ist es, die Künstler dabei zu unterstützen das Maximum aus jedem Release herauszuholen. Damit dies möglich ist, braucht es eine gute Releaseplanung und leider auch etwas Geduld. Man kann das Album nicht einfach, sobald es im Kasten ist, auf den Markt schmeißen – so vergeudet man nur Potenzial.

Eine solide Planung kann aber gut und gerne sechs Monate bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen, dafür steigen auch die Chancen, dass dein Release die verdiente Aufmerksamkeit erhält.

Wie eine solche Releaseplanung aussehen kann, haben wir vor über drei Jahren in einem Blogpost aufgezeigt. Da drei Jahre in der Musikindustrie eine Ewigkeit sind, haben wir dem Beitrag nun ein 2021-Update verpasst. Der Einfachheit halber gehen wir für die Releaseplanung von einer Albumveröffentlichung inklusive einiger Singles und Videosingles aus.

Releaseplanung während der Produktion

Sofern du nicht gerade ein sehr geheimnisvolles Image aufziehen willst, ist es wichtig die Fans in jeden Schritt des Prozesses miteinzubeziehen, damit sie sich als Teil des Ganzen fühlen. Somit beginnt die Releaseplanung also eigentlich schon während der Produktion.

Halte deine Fans auf dem Laufenden mit Bildern aus dem Studio, kleinen Videos, mit ersten Soundhappen oder was dir sonst noch einfällt. Nutze dazu die zahlreichen Möglichkeiten, welche die Social-Media-Kanäle dir bieten und fokussiere dich nicht nur auf einen Kanal. 

Dies ist auch der richtige Zeitpunkt, um sich zu überlegen mit welchen Produzenten man arbeiten möchte, oder ob man allenfalls Songwriter ins Boot holen will.

Plane das Release sorgfältig

Wenn das Ende des Produktionsprozesses bevorsteht, empfiehlt es sich mit der konkreten Releaseplanung zu beginnen und ein (ungefähres) Releasedate zu fixieren. Wie erwähnt beginnt die Releaseplanung nicht erst einige Monate vor Release, im Gegenteil!

Diese 6-12 Monate Vorlaufzeit geben nicht nur Planungssicherheit, sondern man kann sich in den entscheidenden Monaten vor dem Release ganz auf das Wesentliche konzentrieren: das Release bestmöglich zu promoten. Nicht vergessen: unbedingt etwas Zeit für Unvorhergesehenes einplanen, denn das wird mit Garantie eintreffen.

Überlege dir genau, welche Zeit am besten zum Vibe deiner Musik passt und berücksichtige auch weitere Faktoren. Wir haben in diesem Beitrag zusammengefasst, welche Monate sich am besten für ein Release eignen.

Unsere Checkliste für deine Releaseplanung

Kommen wir nun also zur Checkliste für deine Releaseplanung, welche dir aufzeigt, was du ungefähr wann erledigen solltest. Natürlich ist dies nur ein ungefährer Wegweiser ohne Allgemeingültigkeit und für jeden Künstler im Detail wieder individuell.

6-12 Monate vor dem Release

  • Provisorisches Budget erstellen
  • Finanzierung klären (benötigst du einen Vorschuss oder willst du es mit einem Crowdfunding versuchen?)
  • Fördergelder beantragen und Eingabedaten beachten (Tipps dazu: Deutschland & Schweiz // Österreich)
  • Detaillierten Marketingplan aufstellen (genauer Ablauf der Promo in den sozialen Netzwerken und auch außerhalb des Internets)
  • Promokontakte sammeln und Medienliste zusammenstellen
  • Erstelle dein Electronic Press Kit (EPK) oder bringe es auf den neusten Stand. Update deine Bio und verfasse einen Pressetext (auch in Zeiten der sozialen Medien ist die Pressearbeit nicht zu vernachlässigen!)
  • Dort, wo man Hilfe braucht, Partner ins Boot holen, etwa fürs Management, Booking, PR eventuell auch ein Label suchen (dann werden 6-12 Monate aber schon wieder knapp)
  • Entscheidet man sich independent zu veröffentlichen, den richtigen Distributor auswählen.
  • Tourplanung / Plattentaufe organisieren
  • Sofern noch nicht vorhanden eine eigene Website aufsetzen
  • Auf den für dich passenden Netzwerken präsent sein: Facebook, Twitter, Insta, YouTube, TikTok, Clubhouse, Triller etc. und versuchen überall das Profil zu verifizieren
  • Sammle alle Kontakte deiner Fans und erstelle eine Liste mit den Mail-Adressen für deinen Newsletter
  • Entscheiden, ob man nur digital oder auch physisch releasen will
  • Wenn es CD, Vinyl oder Tape geben soll, das entsprechende Presswerk finden
  • Soll es auch Merchandise geben? Dann dieses designen lassen, einen Hersteller finden sowie einen Vertrieb für dein Merch
  • Albumcover, Singlecovers und alle mit dem Release zusammenhängend Grafiken (z.B. Banner, Social Media Header, Flyer, Canvas für Spotify) erstellen lassen. Hier nicht sparen, denn das Artwork sagt fast so viel über dich aus wie deine Musik
  • Professionelle Fotos schießen
  • Wo lasse ich meine Songs mischen und mastern? Auch hier lieber zu viel Zeit einrechnen, da man möglicherweise nicht mit dem ersten Mix zufrieden ist
  • Welche Songs taugen als Singles und wann erscheinen diese? Plane unbedingt mehrere Singles ein – wir leben im Zeitalter der Singles!
  • Zu welchen Songs sollen Videos gedreht werden (und für wie viele reicht das Geld)?
  • Mit wem arbeite ich für die Videoclips und sind bereits inhaltliche Idee vorhanden?
  • Weiteren Videocontent produzieren für die Promophase
  • Gibt es allenfalls Samples, die gecleared werden müssen?
  • Hast du alle obigen Punkte abgecheckt, kannst du nun endgültig ein Releasedate festlegen und das definitive Budget erstellen

3-5 Monate vor dem Release

  • Hast du alle nötigen Codes (ISRC / EAN / allenfalls Labelcode)?
  • Hast du die Freigabe für die CD-Pressung von GEMA / SUISA / AKM eingeholt?
  • Damit es erledigt ist, kannst du auch gleich sonst alles Nötige bei den Verwertungsgesellschaften anmelden (GLV / Swissperform / LSG nicht vergessen) sonst entgehen dir Einnahmen!
  • Videos drehen
  • Hast du das Master und ist auch das Artwork fertig, gibt es keinen Grund mit dem Presswerk weiter zuzuwarten. Gerade die Vinyl-Presswerke sind momentan extrem ausgelastet, was zu langen Lieferfristen führen kann
  • Gibt es wichtige Magazine, die eine lange Vorlaufzeit (Deadline) haben, diese bereits jetzt angehen, dass man in der Ausgabe nahe beim Release drin ist
  • Langsam aber sicher gilt es ernst! Wieso nicht jetzt schon das Releasedate deines Albums bekanntgeben und es bei deinem Vertrieb hochladen?
  • Wenn das Release beim Vertrieb hochgeladen wird, müssen auch die Songs für Instant Gratification angegeben werden. Nicht vergessen: alle Vorverkäufe zählen für die erste wichtige Chartwoche. Eine lange Vorverkaufsphase hat also viele Vorteile!
  • Zudem unbedingt eine Pre-Save-Kampagne bei Spotify, Apple Music und Deezer einrichten
  • Vergiss die YouTube Monetarisierung nicht damit du auch mitverdienst, wenn andere deine Musik auf YouTube laden
  • Versende einen Newsletter an deine Fans und informiere sie als erstes über das kommende Release
  • Stehen die Tourtermine? Dann kann man diese nun publizieren und mit dem Vorverkauf starten
  • Wenn du auch in physischer Form Werbung machst (Flyer, Plakate etc.), empfiehlt es sich, ein Street Team auf die Beine zu stellen
  • Ist die Zeit reif für die erste Single, vielleicht sogar den ersten Clip? Oder willst du die Vorfreude der Fans mit einem Gratis Song anheizen?
  • Wenn du das erste Video releast, nutze YouTube Premiere, um die Vorfreude zusätzlich zu befeuern
  • Vergiss nicht die Single früh genug bei deinem Vertrieb hochzuladen damit sie auch sicher im Release Radar deiner Fans auftaucht
  • Stelle zusätzlich eine Liste mit unabhängigen Playlist Kuratoren zusammen, denen du deine Songs schicken kannst
  • Erscheint die erste Single oder der erste Clip, ist es an der Zeit für den ersten Medienversand (grundsätzlich empfehlen wir mindestens drei Medienmitteilungen zu verschicken)

6-11 Wochen vor dem Release

  • Spätestens in diesem Zeitraum ist es an der Zeit für die erste Single
  • Sofern du die Möglichkeit hattest, mehr als ein Video zu drehen, ist jetzt spätestens die Zeit gekommen für den ersten Clip!
  • Um möglichst viele Leute zu erreichen und neue Fans zu gewinnen, solltest du das Video boosten z.B. mit einer Pre-Roll-Werbung auf YouTube
  • Unterdessen sollte das Releasedate bekanntgegeben sein. Deshalb muss nun die Homepage upgedatet und auf das kommende Release maßgeschneidert werden. Eventuell sogar einen Countdown auf der Website installieren
  • Neben Website und Social Media dürfen die Profile auf Spotify, Apple Music, Deezer, Amazon etc. nicht vergessen gehen. Auch hier regelmäßig Neuigkeiten posten
  • Da jetzt hoffentlich bereits ein Hype ausgebrochen ist, muss das ausgenutzt werden. Mit Re-Marketing kann man die Interessenten gezielt und ohne große Streuverluste erreichen. Versuche so viele Daten deiner Fans wie möglich zu sammeln, um diese gezielt erreichen zu können
  • Produziere jetzt die physischen Werbemittel wie Flyer, Sticker oder Poster
  • Deine Fangemeinde weiß jetzt, dass das neue Album kommt. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, den Vorverkauf zu starten
  • Informiere deine Fans mit einem Newsletter darüber, dass das Album nun vorbestellt werden kann
  • Damit man nicht dutzende Links posten muss, unbedingt eine Link Site erstellen

1-5 Wochen vor Release

  • Die Veröffentlichung rückt näher, deshalb gilt es nun bei der Promo aus allen Rohren zu schießen. Facebook / Instagram, Re-Marketing, Banner etc. etc.!
  • Generell muss nun regelmäßig neuer Content kommen wie Audio-Snippets, Video-Teaser und sonstiges exklusives Material
  • Gibt es auch physische Promo ist es nun an der Zeit, die Flyer, Plakate oder Sticker unter die Leute zu bringen
  • Nun gilt es, die Fans einzubinden. Die eine oder andere Verlosung ist jetzt also sicherlich nicht falsch
  • Spätestens jetzt müssen alle deine Social-Media-Profile und deine Website ready und aufeinander abgestimmt sein
  • Einige Wochen vor Release ist die Zeit für eine neue Single und / oder Video gekommen. Gegebenenfalls das Video bereits einen Tag vor dem Single-Release, also normalerweise einem Donnerstag, ins Netz stellen
  • Mit der Single bzw. Videoauskopplung auch ein zweites Mal die Medien angehen und den Song an deine Liste mit unabhängigen Playlist-Kuratoren senden
  • In der Releasewoche muss eine weitere Pressemitteilung mit deinem EPK raus. Spätestens dann sollten die Medien auch mit deiner Musik bemustert werden (vorzugsweise über MPN), damit sie auch wissen, über was sie schreiben. Versuche möglichst viele Interviews, Reviews und Berichte an Land zu ziehen – dies ist Gratis-Werbung für dein Release!
  • Vergiss neben den traditionellen Medien (Radios, Zeitungen, Magazine, Fernsehen) die Blogs nicht und je nach Musikstil ist es auch wichtig, die DJ’s mit deiner Musik zu bemustern, dass sie diese an Partys, im Radio oder ihren Online-Sets spielen

Am Releasetag

  • Der große Tag ist gekommen und jeder, der eine deiner Social-Media-Seiten besucht, sollte dies auch umgehend merken!
  • Teile deine Freude mit deinen Fans und einem erneuten Newsletter mit welchem du dich auch gleich für alle Vorbestellungen bedanken kannst
  • Du hast noch Geld in der Kriegskasse? Gut, dann investiere dieses in gezielte Werbung z.B. eine Instagram-Kampagne
  • Hattest du die Möglichkeit mehr als zwei Videos zu drehen? Dann spar dir eines für den Releasetag auf, um zusätzlichen Hype zu generieren
  • Ordentlich Saufen gehen

Dein Release in den Charts?

Nun ist das Album also draußen und bald wird sich zeigen, wie sich diese minutiöse Releaseplanung auf die Verkäufe ausgewirkt hat. Wir haben für dich zusammengefasst, wie die Streams für die Charts zählen und wie viele du brauchst, um Gold zu gehen.

Auf keinen Fall vergessen: Die Planung und die Promophase enden nicht mit dem Release. Am Releasetag darf gefeiert werden, dann geht es aber wieder zurück an die Arbeit!

Nach dem Release

  • Dein Album ist ein Erfolg geworden? Dann lass es alle wissen! Poste es auf Social Media, versende einen Dankes-Newsletter und eine Pressemitteilung
  • Um im Gespräch zu bleiben, lohnt es sich einige Wochen nach Release nochmals ein Video zu releasen (es dürfen natürlich auch mehr sein, wenn das Videokässchen großzügig gefüllt ist)
  • Release zu deinen Videos stets auch einen Trailer, so hast du mehr Material für Posts
  • Sind einige Songs nicht auf dem Album gelandet, die aber deinen Qualitätsansprüchen trotzdem genügen? Dann bietet es sich an, diese einige Wochen oder Monate nach dem Album zu releasen. Entweder als kostenloses Geschenk an die Fans, als Bonus-EP oder sogar als Deluxe-Edition des Albums mit zusätzlichen Songs (dies muss natürlich auch von langer Hand geplant werden)
  • Eine weitere Möglichkeit ist es Remixes einiger deiner Songs zu veröffentlichen
  • Versuche generell in regelmäßigen Abständen neues Material zu releasen. Wir leben im Single-Zeitalter mit verkürzter Aufmerksamkeitspanne, man darf den Fokus also nicht alleine aufs Album legen.
  • Bleib generell aktiv auf allen Kanälen und ruh dich nicht auf deinen Lorbeeren aus, das gibt es im schnelllebigen Musikbusiness nämlich nicht mehr!

Wie iGroove dich bei deinem Release unterstützt

Bei vielen Punkten dieser Checkliste kann dich iGroove unterstützen. Gerne begleiten wir dich auch aktiv bei deiner Releaseplanung. Melde dich dafür früh genug (wie wir gesehen haben über ein halbes Jahr vor dem geplanten Release) bei uns.

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Danny Bokelmann dockt bei iGroove an (Artikel Musikwoche April 2021)

April 22, 2021

iGroove holt mit Danny Bokelmann einen neuen A&R Director an Bord. Als Leiter eines fünfköpfigen A&R-Teams tritt er die Nachfolge von Kool Savas an, der iGroove als Anteilseigner erhalten bleibt.

Der Schweizer Musikvertrieb iGroove holt mit Danny Bokelmann einen neuen A&R Director für die GSA-Region an Bord. Als Leiter eines fünfköpfigen und in Berlin ansässigen A&R-Teams tritt er die Nachfolge von Kool Savas an, der die Rolle als A&R-Leiter Anfang 2020 übernommen hatte, sich nun zwar aus diesem Bereich zurückzieht, dem Unternehmen iGroove aber als Anteilseigner erhalten bleibt.

Der einst auch als Rapper unter dem Namen D-Bo aktive Danny Bokelmann ist seit den frühen Nullerjahren auch im Label-, Verlags- und Managementgeschäft tätig, zunächst mit I Luv Money Records, dann gemeinsam mit Bushido, der erst jüngst den Digitalvertrieb seines Katalogs an iGroove gegeben hatte, bei ersguterjunge sowie schließlich mit Wolfpack Entertainment und arbeitete in dieser Zeit mit zahlreichen Deutschrap-Acts.

„Die Transparenz, das innovative Potential, die Einstellung, Künstler nicht in Schuldenfallen zu locken, die umfangreichen Insights – das und vieles mehr sind Dinge, mit denen ich mich sehr gut identifizieren kann und die ich gerne auch in der Musikbranche vertrete“, sagt der frisch ernannte A&R Director Danny Bokelmann über iGroove: „Da ich weiß, dass der überwiegende Teil der Musikwelt das genauso sieht, bin ich happy, all diesen Menschen jetzt ebenfalls einen solchen Deal anbieten und sie damit glücklich machen zu können.“

Kool Savas zeigt sich glücklich, „mit Danny Bokelmann einen erfahrenen Mann als Nachfolge des A&R Director GSA für uns gewonnen zu haben“. Er sei „absolut von der Notwendigkeit und dem Durchsetzungsvermögen von iGroove überzeugt. Somit war die logische Schlussfolgerung, von meiner Seite ein Zeichen zu setzten und voll bei iGroove als Aktionär einzusteigen“.

Als Mitbegründer und CEO von iGroove lobt schließlich Dennis Hausammann den neuen Mitarbeiter als „hervorragend vernetzt“. Mit dem „neuen Office in Berlin“ sein man nun „ideal aufgestellt, um den deutschen Markt anzugehen und neue spannende Artists von iGroove zu überzeugen“.

Hier geht’s zum Artikel.

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Clubhouse lanciert Verdienstmöglichkeit für Creators

April 19, 2021

Nachdem Clubhouse sich bislang vor allem dazu eignete, die Reichweite zu vergrößern zu Networken, lanciert die Social-Audio-App nun auch eine Möglichkeit, Geld zu verdienen.

Clubhouse befindet sich weiterhin im Höhenflug doch es bleibt ungewiss, ob dieser nach der Pandemie anhalten wird. Zudem bringt sich auch die Konkurrenz in Stellung: Spotify hat soeben die Social-Audio-App Locker Room gekauft und wie gewohnt springt auch Facebook auf den Zug auf und testet ihr Konkurrenzprodukt Hotline. Es ist somit klar, dass Clubhouse den Creators mehr bieten muss.

Ein erster Schritt in diese Richtung ist, dass die Clubhouse-Nutzer den Creators ein Trinkgeld bezahlen können. Diese Möglichkeit kennen wir bereits von diversen anderen Plattformen. Während diese meistens einen Anteil für sich behalten, verspricht Clubhouse, dass 100% der Trinkgelder an die Creators gehen. Ein klares Zeichen, dass sie diese an sich binden wollen.

Ab sofort können alle Nutzer Trinkgelder bezahlen – verdienen kann bislang jedoch erst eine Testgruppe. Bald soll Clubhouse Payments jedoch für alle Creators verfügbar sein.

Bei Twitch gibt es Gamer, die mit solchen Trinkgeldern über eine Million jährlich verdienen. Es wird sich nun zeigen, ob Clubhouse für Musiker ebenfalls zu einer interessanten Einnahmequelle werden kann.

Obwohl Clubhouse weiterhin nur für iPhone-Nutzer sowie nur per Einladung verfügbar ist, gab es bislang über 8 Millionen Downloads. Der Wert von Clubhouse liegt trotz der noch überschaubaren Anzahl Nutzer bereits bei rund einer Milliarde Dollar.

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Publishing Rights – die oft vergessene Einnahmequelle

April 19, 2021

Wenn du deinen Song nicht bei der Verwertungsgesellschaft (z.B. GEMA) anmeldest, entgehen dir ein großer Teil der durch Shops wie Spotify generierten Einnahmen. Wieso das so ist und was man sonst bei den Verlagsrechten beachten sollte, zeigt dir dieser Beitrag.

Im letzten Beitrag haben wir dir aufgezeigt, was die sogenannten Master Rights sind. In diesem Post widmen wir uns nun den Publishing Rights oder Verlagsrechten. Diese gehen an die Textautoren und Komponisten eines Songs und werden somit häufig zwischen mehreren Parteien aufgeteilt. Die durch die Verlagsrechte generierten Einnahmen erhält der Künstler entweder über die Verwertungsgesellschaft (GEMA, SUISA oder AKM) oder seinem Verlag, falls er bei einem unter Vertrag ist.

Lass dir keine Einnahmen entgehen!

Wie wir schon in einem anderen Beitrag beleuchteten, erhält der Künstler Geld, wenn sein Song z.B. im Radio läuft, in einer Bar gespielt wird oder wenn er Konzerten spielt (erinnert ihr euch?). Viele Künstler vergessen jedoch, dass auch Shops wie Spotify, Apple Music, Amazon etc. einen Teil der generierten Einnahmen direkt an die Verwertungsgesellschaft oder Verlage weiterleiten.

Hierzu ein konkretes Beispiel: Gehen wir davon aus, dass Spotify für deinen Song 10.000 Euro an deinen Vertrieb bezahlt hat. Dies wäre somit dein Anteil an den Master Rights. In diesem Fall hat Spotify zusätzlich ca. 3.000 Euro an die GEMA überwiesen. Bist du dort nicht angemeldet und hast den Song nicht registriert, entgeht dir somit ein nicht unwesentlicher Teil der Einnahmen, die dir zustehen.

Spotify behält einen Drittel der generierten Einnahmen, gut die Hälfte wird für die Master Rights ausgeschüttet und immerhin 13,3 – 16,6 % gehen an die Songwriter und Komponisten. Andere Quellen besagen, dass nur rund 10,5% an die Publisher geht, 52% für die Master Rights und somit sogar 37,5 % bei Spotify bleiben. Dies lässt sich jedoch nur schwer nachprüfen.

Spotify33,3%
Master Rights50 - 53,3%
Publishing Rights13,3 - 16,6%

Damit dir wirklich keine Einnahmen entgehen, solltest du dich schließlich auch noch bei der GVL (in der Schweiz Swissperform, in Österreich LSG) anmelden für die Wahrnehmung der Leistungsschutzrechte. Dies richtet sich an die ausübenden Künstler, es ist also egal ob du den Song geschrieben und komponiert hast oder nicht, wichtig ist, dass du derjenige bist, der ihn performt.

Zumeist sind mehrere Personen am Text und der Komposition beteiligt. Man sollte sich also früh genug über die Aufteilung der Einnahmen einigen und dies dann entsprechend bei der Verwertungsgesellschaft hinterlegen.

Wie wir bereits aufzeigten, braucht man sehr viele Streams, um davon leben zu können. Um so mehr sollte man sicherstellen, dass man alle Einnahmen, die einem zustehen, auch einsammelt.

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Master Rights: Behalte die Rechte an deinen Songs

April 19, 2021

Was bedeutet es eigentlich, wenn ein Künstler sagt, er sei im Besitz seiner Masters? Wieso sind die Master Rights wichtig und wie verdient ein Künstler damit? Hier gibt’s die Antworten!

Hat man einen Song aufgenommen, entstehen die sogenannten Master Rights, also die Rechte an der Aufnahme. Zudem gibt es noch die Publishing Rights oder Verlagsrechte, die bereits beim Schreiben eines Songs entstehen. Wenn ein Künstler also sagt, er besitze seine Masters bedeutet dies, dass er die Rechte an der Aufnahme hat. Die Publishing Rights liegen wiederum bei den Textautoren und Komponisten eines Songs. Und natürlich generiert man mit beiden Rechten Einnahmen.

In diesem Beitrag fokussieren wir uns auf die Master Rights. Um dies nochmals kurz zu erklären: Angenommen du coverst einen Song, dann besitzt du die Master Rights, weil dies eine von dir erstellte, einmalige Aufnahme ist. Die Publishing Rights bleiben jedoch bei den Autoren und Komponisten des Originalsongs. Hast du den Song selbst getextet, komponiert und recorded, liegen sowohl die Master- wie die Publishing Rights bei dir.

Wem gehören die Master Rights?

Vor jedem Recording sollten die Master Rights festgehalten werden. Wer die Aufnahme bezahlt, dem gehören im Normalfall auch die Rechte. Wenn eine Band in Eigenregie recoreded und produziert, muss man innerhalb der Band festlegen, wer welchen Anteil erhält. Wird man dabei von einem Produzenten unterstützt, der die Produktion leitet, ist dieser ebenfalls zu beteiligen. Erst wenn dies geklärt ist, sollte es ins Studio gehen.

Wie viel bezahlen die Streamingdienste an die Inhaber der Master Rights?

Von den Beträgen die Shops wie Spotify, Apple Music etc. auszahlen, geht ein Großteil an die Inhaber der Master Rights. Spotify hat kürzlich offengelegt, dass sie von den generierten Umsätzen rund einen Drittel für sich behalten. Von den restlichen Einnahmen gehen 75-80% an die Inhaber der Master Rights. Gut die Hälfte der total generierten Einnahmen werden somit für die Master Rights ausgeschüttet. Für Musiker ist dies also eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Spotify33,3%
Master Rights50 - 53,3%
Publishing Rights13,3 - 16,6%

Wieso gehören die Master Rights häufig dem Label?

Kommt ein Label ins Spiel, gehen die Master Rechte für einen definierten Zeitraum an dieses über. Im Normalfall erhält der Künstler einen Vorschuss und sobald dieser recouped ist einen vertraglich definierten Anteil der durch die Master Rights generierten Einnahmen. In vielen Fällen beinhaltet der Vertrag zudem eine Option, welche dem Label die Möglichkeit gibt den Deal zu verlängern und auf weitere neue, bislang unveröffentlichte Releases auszweiten.  Ist das Label von Beginn an involviert und übernimmt die kompletten Produktionskosten, gehören die Master Rights zumeist für immer dem Label.

Man ist somit an das Label gebunden und kann mit diesem Release nicht einfach zu einem anderen Label oder Vertrieb wechseln, weil man die Rechte an der Aufnahme nicht besitzt. Dies ist einer der Gründe, wieso immer mehr Künstler mit dem Label nur einen Vertriebsdeal unterschreiben, wo sie im Besitz der Rechte bleiben oder direkt mit einem Distributor wie iGroove arbeiten und so keine Rechte abgeben und auch jederzeit mit ihren Releases wechseln können.

Die Labels erhalten die Master Rechte als Gegenleistung für die Finanzierung und Vermarktung der Musik. Um zu verhindern, dass man nicht zu einem Künstler wird, der sich beklagt nicht im Besitz seiner Masters zu sein, sollte man bei Verhandlungen unbedingt einen erfahrenen Anwalt beiziehen. Denn wenn du die Rechte an deiner Aufnahme nicht besitzt, sind auch deine Möglichkeiten damit Geld zu verdienen stark eingeschränkt.

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Covid: Psychische Gesundheit von Musikern leidet

März 31, 2021

Die Pandemie hat viele Musiker hart getroffen und dies nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch was die psychische Gesundheit betrifft. Zu den wegfallenden Einnahmen kommen auch die fehlende Perspektive und große Unsicherheit, was auf das Gemüt schlägt. Gemäß einer britischen Studie hat sich bei 87% der Befragten die psychische Gesundheit verschlechtert.

Fehlende Perspektive und finanzielle Sorgen

91% begründeten dies mit der aktuellen und zukünftigen Unsicherheit hinsichtlich ihrer Musikkarriere. Für 96% stellt sich die Frage, wie sie zukünftig ihren Lebensunterhalt verdienen sollen, davon wissen 70% nicht, wie sie die nächsten 6 Monate finanziell überstehen sollen und 24% überlegen sich, die Branche zu wechseln. Dies deckt sich mit einer Umfrage unter Berliner Musikern, von denen ein Drittel angab, einen neuen beruflichen Weg einschlagen zu müssen oder dies bereits getan haben.

Psychische Probleme waren bei Musikern, die generell in einem sehr kompetitiven Business tätig sind, bereits vor der Pandemie ein Problem, welches sich nun durch Corona noch verschärft hat. Eine ähnliche Studie zeigte bereits 2016, dass 71% der Musiker unter Angstzuständen oder Panikattacken litten und 68% Depression haben oder hatten.

Wie man mit der Situation umgehen kann

Hier einige Ratschläge, die helfen sollen mit der Situation umzugehen:

  • Sprich darüber: Sei es im Freundeskreis, mit anderen Musikern oder einer Fachperson. Erhalte so auch wieder andere Perspektiven.
  • Du bist nicht alleine: Nur schon diese Studie zeigt, dass viele andere mit denselben Problemen kämpfen. Versuche die komplexe Situation zu akzeptieren.
  • Behalte deine Routine bei oder entwickle eine neue. Sorge für einen abwechslungsreichen Tagesablauf.
  • Achte auf deine körperliche Gesundheit: Geh an die frische Luft, treibe Sport, schlafe genug aber nicht zu viel, versuche dich gesund zu ernähren und es mit dem Alkohol nicht zu übertreiben. Höre auf die Signale deines Körpers!
  • Schmiede Pläne: Es ist sicherlich nicht einfach aber versuche neue Projekte zu konzipieren und anzureißen. Setze dir dabei realistische Ziele.
  • Sei dir bewusst, dass in absehbarer Zeit die Normalität zurückkehrt. Du bist immer noch ein Musiker und bald wirst du dies auf den Bühnen auch wieder zeigen können.

Weitere Ratschläge und auch persönliche Beratung gibt es u.a. unter mim-verband.de.

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Wieso immer mehr Künstler den Independent-Weg gehen

März 29, 2021

Immer mehr Künstler feiern riesige Erfolge ohne einen Major im Rücken und zahlreiche Artists verlassen die großen Plattenfirmen. Wir zeigen dir, welche Vorteile man als unabhängiger Künstler hat.

Keine Frage, Majorlabel sind immer noch eine Macht. Vergangenes Jahr machte die Musikindustrie weltweit einen Umsatz von 23,1 Milliarden, davon entfielen 65,5% auf die Majorlabels. Dieser Anteil nimmt jedoch kontinuierlich ab, 2019 waren es noch 66,5%. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Spotify, wo der Anteil der Majors an den Streams zwischen 2019 und 2020 von 70,3 auf 68,9% fiel. Doch weiterhin verfügen die Majors über enorme Power und vor allem finanzielle Mittel.

Indie statt Major

Trotzdem bleiben immer mehr Künstler auf dem Independent-Weg, oder verlassen die Majors. Dabei sprechen wir nicht nur von kleineren Künstlern, sondern auch vermehrt von solchen, die jeder Major mit Handkuss nehmen würde. Jüngstes Beispiel ist Bushido, der Sony Music verlassen und seinen kompletten Katalog zu iGroove transferiert hat. Was bringt etablierte Künstler dazu, die gefestigten Strukturen und die finanziellen Möglichkeiten der Majors hinter sich zu lassen und stattdessen mit einem Vertrieb zu arbeiten?

  • Rechte an der Musik: Während man bei einem Major die Rechte an seiner Musik für eine bestimmte (oder unbestimmte) Zeit abtritt, behält man diese bei einem Vertrieb in den eigenen Händen.
  • Flexibilität: Bei einem Major ist man meist über mehrere Jahre oder Releases gebunden. Veröffentlicht man über einen unabhängigen Vertrieb, kann man jederzeit wechseln.
  • Abgaben: Je nach Vertrieb gibt man nur einen kleinen Prozentsatz seiner Einnahmen ab, oder bezahlt einen Fixbetrag pro Release.
  • Natürlich erhält man dafür nicht dieselbe Leistung wie bei einem Major. Jedoch kann man selbst entscheiden, wie viel man z.B. für Promotion, Marketing etc. ausgeben will. Man kann sich als Künstler die Serviceleistungen selbst zusammenstellen und muss nicht auf das (teure) Gesamtpaket des Majors zurückgreifen.
  • Transparenz: Bei den meisten Vertrieben hat man detaillierten Einblick in seine Zahlen und die Trends. Man erhält so eine bessere Übersicht über seine Finanzen und Planungssicherheit.
  • Regelmäßige Auszahlung: Während Majors teilweise nur alle paar Monate ihre Künstler bezahlen, erhält man bei Vertrieben im Normalfall monatlich eine Gutschrift.
  • Nicht zuletzt hat man die volle künstlerische Freiheit. Anders als bei einem Major wird dir niemand in den kreativen Prozess reinreden.

Bei iGroove hat man zusätzlich den Vorteil, dass man wie bei den Majors einen Vorschuss beziehen kann, jedoch auch hier ohne sich langfristig binden zu müssen.

Außerdem können auch Vorschüsse für die älteren Releases bezogen werden, was bei Majors häufig pauschal und somit viel zu tief abgegolten wird. Weiter erhält man bei iGroove eine zuverlässige Prognose seiner zukünftigen Einnahmen. Dies gibt dir als Künstler die Möglichkeit, deine nächsten Schritte zu planen und bessere Business-Entscheidungen zu treffen.

Fazit

Viele junge Künstler träumen von einem Major-Deal. Doch immer mehr etablierte Artists, welche mit ihrem Team bereits gut aufgestellt sind, haben erkannt, dass sie ohne Major nicht nur unabhängiger sind, sondern auch ihre Einkünfte steigern können. Es gab wohl noch nie eine bessere Zeit, um unabhängig zu bleiben. Hat man ein Angebot von einem Major auf dem Tisch, sollte man unbedingt erst prüfen, ob man nicht anderswo einen besseren Deal erhält.

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YouTube Checks: Prüfe das Copyright

März 26, 2021

Will man seine Videos oder seine Musik generell über YouTube monetarisieren, kann dies zu Urheberrechtskonflikten führen. Mit dem neuen Tool YouTube Checks soll dies zukünftig verhindert werden indem man schon vor dem Upload prüfen kann, ob es zu einem Konflikt hinsichtlich des Copyrights kommen könnte.

Wieso kommt es zu Konflikten?

Konflikte entstehen zumeist aus den folgenden Gründen:

  • Der Song wird bereits von einem anderen Vertrieb / Label monetarisiert. Dies kann z.B. dann vorkommen, wenn du den Vertrieb gewechselt hast und der vorherige Vertrieb die Monetarisierung noch nicht beendet hat.
  • Wenn du einen Beat im Internet gekauft oder geleast hast und du nicht die exklusiven Rechte daran besitzt. In diesem Fall kann dein Song nicht über die Content ID monetarisiert werden.
  • Du ein Sample verwendet hast und dies von YouTube erkannt wird.

Prüfe dein Video vor der Veröffentlichung

Wenn du nun ein Video über das YouTube Studio erstellst, kannst du vor der Veröffentlichung mittels Checks prüfen, ob Urheberrechtsverletzungen vorliegen und das Video allenfalls sogar entfernt wird. Zudem ist auch der Content-ID-Status ersichtlich, der zeigt ob das Video nicht oder nur teilweise monetarisiert werden kann. Es ist detailliert aufgeführt, welcher Teil des Videos betroffen ist, was genau beanstandet wird und welche Konsequenzen ein Upload haben könnte.

YouTube weist aber auch darauf hin, dass dieser Check keine hundertprozentige Garantie ist, dass es nicht zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem zu einem Konflikt kommt.

Wir empfehlen dir den Check insbesondere dann, wenn du dir einen Beat im Netz gekauft hast und du dir nicht komplett sicher bist, welche Rechte du an diesem besitzt.

Monetarisiere deine Musik über YouTube

Liegen alle Rechte an der Musik bei dir, kann diese über YouTube monetarisiert werden. iGroove bietet dir die YouTube Monetarisierung an, damit du auch dann mitverdienst, wenn andere deine Musik auf YouTube laden. Achtung: wenn du die Monetarisierung einrichtest bevor du den Check machst, wird dir ein Konflikt angezeigt, da iGroove deine Musik bereits in deinem Namen monetarisiert. Weitere Infos findest du hier.

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Wieso fallen Künstler auf fake Promotions herein?

März 26, 2021

Es ist hinlänglich bekannt, dass es viele unseriöse Angebot auf dem Markt gibt. Wieso fallen trotzdem so viele Künstler darauf herein? Es ist eine Mischung aus Unwissen, dem Glauben an Abkürzung und dem geschickten Ausnutzen der Schmerzpunkte der Künstler.

Das Streaming-Zeitalter hat völlig neue Möglichkeiten des Betrugs in der Musikindustrie hervorgebracht. Wir haben bereits mehrfach darüber berichtet, wieso fake Streams den Künstlern vor allem schaden und wie man verdächtige Angebote und Playlisten erkennen kann. Doch wieso nutzen trotzdem so viele Künstler, absichtlich oder auch unwissend, diese Promotion Angebote?

Know your business

Die Budgets der Musiker sind jetzt schon klein also sollte man dieses nicht in betrügerische Angebote investieren. Dass es trotzdem immer wieder vorkommt, hat mehrere Gründe. Zum einen setzen sich viele Künstler nicht genügend mit den Mechanismen der Musikindustrie auseinander. Zudem glauben viele an Abkürzungen und dass man sich den Erfolg erkaufen kann. Nicht zuletzt wissen die Betrüger genau, welche Sorgen Künstler haben und nutzen dies gnadenlos aus.

Es ist heutzutage sehr einfach Musik zu veröffentlichen und somit so etwas wie eine Musikkarriere zu haben. Doch dazu gehört mehr, nämlich ein bestimmtes Wissen über die Vorgänge im Musikgeschäft (dieses Wissen zu vermitteln ist das Ziel unseres Magazins). Hast du selbst kein Interesse daran dir diese Kenntnisse anzueignen, hole jemanden in dein Team, der dazu bereit ist oder sie bereits mitbringt.

Abkürzungen führen in die Sackgasse

Als Künstler will man eine möglichst große Reichweite, eine solide Fanbase und dies am besten sofort. Doch eine Musikkarriere ist kein Sprint, sondern eher ein Marathon. Es gibt so gut wie keine Künstler, die völlig aus dem Nichts zu Stars werden. Nur weil du zuvor noch nie von einem Künstler gehört hast, bedeutet dies nicht, dass dieser nicht jahrelang daran gearbeitet hat, um an diesen Punkt zu gelangen. Geduld ist gefragt. Es gibt nur wenige Abkürzungen im Musikgeschäft, die nicht in einer Sackgasse enden.

Betrüger kennen die Schmerzpunkte der Musiker

Viele Musiker haben zu Beginn schlicht zu wenig Streams und Hörer. Die Betrüger wissen das und behaupten das Gegenmittel zu haben, wobei es aber vor allem um ihren eigenen Profit geht. So bringen sie Musiker dazu Angebot anzunehmen, von welchen diese eigentlich von vornerein wissen müssten, dass sie nicht legitim sein können. Das wirklich gute Marketing machen diese Anbieter aber leider zumeist nur für sich selbst.

Fazit

Unter dem Strich ist klar, dass man nie eine fixe Anzahl Streams oder Follower kaufen sollte. Ebenso ist es unmöglich sich in die offiziellen Playlisten der Streaminganbieter einzukaufen – wer dies behauptet, ist ein Betrüger. Ebenfalls vorsichtig sollte man bei Playlistplatzierungen, Promotionangeboten auf Social Media oder bezahlten Placements auf Blogs sein.

Ist ein Angebot fast zu gut um wahr zu sein oder extrem günstig, müssen die Alarmglocken läuten. Bevor man ein Angebot bucht, sollte man sich Zeit nehmen für eine gründliche Recherche. Fragt zudem kritisch beim Anbieter nach, wenn euch etwas verdächtig erscheint oder ihr die Abläufe nicht ganz versteht. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen lässt es sich verhindern auf betrügerische Tricks hereinzufallen, die nicht nachhaltig sind und der Karriere nur schaden.

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Spotify Loud & Clear: Mehr Infos zu deinen Streams

März 25, 2021

Spotify muss immer wieder Kritik einstecken, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass die Auszahlung der Streams nicht immer durchschaubar ist. Das iGroove Magazin versucht regelmäßig einen Blick hinter die Streamingkulissen zu werfen und dir genauer aufzuzeigen, wie du für deine Streams bezahlt wirst. Mit Loud & Clear will nun auch Spotify für mehr Transparenz sorgen.

So verteilt Spotify die Einnahmen

Spotify zeigt erstmals, wie sie ihre Einnahmen aus Abonnementskosten und Werbeinnahmen verteilen. Rund ein Drittel bleibt bei Spotify. Die restlichen zwei Drittel gehen zu 75-80% an die Rechteinhaber (via Vertrieb / Label zum Künstler) und 20-25% an die Songwriter (via Verwertungsgesellschaft oder Publisher / Verlag zum Künstler). Diesem Thema werden wir uns demnächst nochmals vertieft widmen.

Wieso ist der PPS bei Spotify tiefer?

Spotify äußert sich auch dazu, wieso der PPS (Pay per Stream) tiefer ist als bei der Konkurrenz. Zum einen sind sie der Meinung, dass sie mit ihrer Reichweite den Künstlern zusätzliche Einnahmequellen eröffnen. Zudem sei Spotify in vielen Märkten mit tiefen Preisen sehr populär. Das drücke einerseits den PPS, ermögliche es aber, dass Geld generiert wird, wo früher die Piraterie dominierte. Und natürlich geben sie als weiteren Grund ihr werbebasiertes Modell an. Die meisten, welche Spotify kostenlos nutzen, würden nicht dafür bezahlen, was tiefere Einnahmen bedeutet.

Zudem sprechen sie sich auch tendenziell dagegen aus, die Preise zu erhöhen, da ansonsten wieder mehr Leute Musik illegal konsumieren würden.

Wie steht Spotify zum User-Centric-Modell?

Weiter äußern sich auch zum Thema User Centric und beziehen sich dabei auf dieselbe Studie, über welche iGroove bereits berichtete. In ihren Augen wäre der Vorteil für die Künstler minim. Sie erklären jedoch, wenn Musiker, Songwriter sowie die Rechteinhaber (also z.B. Labels) dies wünschen, wären sie zu einer Systemänderung bereit. Dies sei jedoch nur möglich, wenn die Industrie als Ganzes diesen Switch wolle.

Podcast-Investments: Auch Musiker sollen profitieren

Sie gaben auch ein Statement dazu, wieso sie Millionen in Podcasts investierten und nicht in die Musik. Gemäß Spotify profitieren Musiker ebenfalls von diesen Investments, da diese neue Abonnenten anziehen, die neben Podcasts auch Musik hören. Zudem fließen die Abokosten dieser neuen Abonnenten zu den Musikern und nicht den Podcastern, die ja nicht wie Musiker pro Stream bezahlt werden, sondern über Werbung, die sie in ihren Podcasts schalten.

Nur 184.000 Künstler verdienen mehr als 1.000 Dollar

Zudem bietet Loud & Clear auch einige Spielerein. So kann man etwa herausfinden, wie viele Künstler mehr als z.B. eine Million Dollar generiert haben. Diese Zahlen haben wir kürzlich beim iGroove-Magazin bereits analysiert. Interessant ist hier z.B., dass nur 184.000 der ca. 8 Million Künstler auf Spotify vergangenes Jahr mehr als 1.000 Dollar generierten und zwar beide Auszahlungen zusammengenommen.

Zudem gibt es ein Tool, wo man die Streams eines Songs oder seine monatlichen Hörer eingeben kann und man dann sieht, wo man auf der Rangliste steht. Hat man beispielsweise 100.000 monatliche Hörer gehört man zu den Top 44.000. Hat dein Track eine Million Streams ist er einer von 551.000 Songs, die diese Marke erreichten.

Ist dies geschickte Eigenwerbung? Ja. Ist es informativ? Ebenso. Schaut rein unter loudandclear.byspotify.com.

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