Spotify lanciert Audio-App Greenroom

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Was du im Beitrag erfährst:
  • Was Greenroom ist und wie man es nutzt
  • Was die Unterschiede zu Clubhouse sind
  • Was der Creator Fund ist und wieso dieser womöglich auf Kosten der Musiker geht

Im März wurde bekannt, dass Spotify den Clubhouse Konkurrenten Locker Room gekauft hat. Einen Rebrand und eine Namensänderung später, wurde die neue Social-Audio-App nun unter dem Namen Greenromm in 135 Märkten veröffentlicht. Einloggen kann man sich entweder mit seinem Spotify-Account oder man registriert sich kostenlos.

Nach der Registrierung wählt man als erstes seine Interessen aus. Neben diversen Musikstilen stehen auch Schlagwörter aus den Bereichen Sport, Gaming, Lifestyle, News und weiteres zur Verfügung.

Wie Clubhouse, aber nicht ganz

Im Gegensatz zu Clubhouse besteht bei Greenroom die Möglichkeit, die Konversationen aufzunehmen. Dies war zu erwarten da dadurch mehr Podcast-Content entsteht, der dann bei Spotify genutzt werden kann.

Erstellt man einen Room, kann man auswählen, ob die Konversation aufgenommen werden soll. Wählt man die Option an, erhält man anschließend ein MP4 per Mail zugestellt. Interessant wäre eine Kombination mit der ebenfalls zu Spotify gehörenden Podcast-App Anchor, die es ermöglicht alle auf Spotify verfügbaren Songs in einem Podcast einzufügen.

Greenroom bietet alle von Clubhouse bekannten Vorteile, wie Networking und das Aneignen von Wissen. Für Musiker bietet es die Möglichkeit, direkt mit seinen Fans in Kontakt zu treten und z.B. Q&As zu veranstalten oder eine Listening Party. Und natürlich ließe sich dies alles dann auch als Podcast weiterverwerten.

Verfügbar ist Greenroom übrigens sowohl für iOS und Android.

Spotify lanciert Creator Fund

Während Clubhouse erst nach einiger Zeit Verdienstmöglichkeiten lancierte, gibt es diese bei Greenroom beinahe von Beginn an und zwar in Form des Creator Funds, der im Spätsommer starten soll. Mit diesem wollen sie die Creator für ihren Content und die Community, die sie aufbauen, belohnen. Dabei wird vor allem belohnt, wie der erstellte Content konsumiert wird und wie viele Leute zuhören. Die Auszahlungen sollen wöchentlich erfolgen, wie viel Geld in dem Fund steckt, ist jedoch nicht bekannt. Man kann sich bereits jetzt registrieren, jedoch vorderhand nur mit Wohnsitz in den USA.

Investition auf Kosten der Musiker?

Erste kritische Stimmen hinterfragen diesen Fund und generell das Businessmodell von Spotify bereits. Dies zum einen da Spotify immer in der Kritik steht, zu wenig an die Musiker auszuschütten und sie zum anderen im letzten Geschäftsjahr einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe einfuhren. Nun soll also zusätzlich auch noch Geld an Prominente, Politiker, Sportler und sonstige Hosts auf Greenroom ausgeschüttet werden. Anders als Clubhouse will Spotify diese aus der eigenen Tasche bezahlen.

Hype um Clubhouse abgeflaut

Momentan gibt es Greenroom einzig als Standalone-App und es wird sich zeigen, ob und wenn ja wann und wie diese in Spotify integriert wird. Ebenso wird man erst beobachten müssen, wie sich Greenroom durchsetzen kann und wie groß das Interesse an Social-Audio-Apps überhaupt noch ist. Der Hype um Clubhouse ist bereits wieder abgeflaut, nachdem sie im Februar noch 9,6 Millionen Downloads hatten, waren es im April gerade noch 900.000.

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