Kontakt aufnehmen Für Account bewerben Login
Know-how für Musiker

Arbeite mit den besten Produzenten und Songwritern Deutschlands

Februar 26, 2020

Jeder Musiker mit Ambitionen arbeitet stetig daran seine Songs und somit seine Karriere auf das nächste Level zu bringen. Klammert man mal die ganze Vermarktung sowie die Liveaktivitäten aus, sind es primär drei Punkte bei denen man sich immer weiter verbessern kann:

  • Beats / Produktion
  • Inhalt / Lyrics
  • Soundqualität / Mix und Mastering

Grob gesagt, gibt es zwei Wege, wie man die nächste Qualitätshürde überspringen kann.

1. The Long Way

Du arbeitest, wie bis anhin, kontinuierlich an deinen Fähigkeiten und vertraust primär auf dich selbst oder die Leute in deinem direkten Umfeld. Dies bedeutet üben, ausprobieren, weiter üben, neues Equipment kaufen und erlernen, Tutorials schauen und nochmals üben. Verfügst du über das nötige Talent, wird dich dieser Weg vermutlich zum Ziel führen. Es braucht aber in den meisten Fällen deutlich mehr Geduld und Durchhaltewillen.

2. The Fast Way

Du glaubst zwar an dein Talent, bist dir aber auch bewusst, dass du bei verschiedenen Punkten noch Luft nach oben hast. Einen ungeschliffenen Diamanten kann man mit der Hilfe der richtigen Leute in kürzester Zeit zum Scheinen bringen. Überlege dir also, in welchen Bereichen du Unterstützung benötigst und welche Leute dich und dein Team perfekt ergänzen könnten. Will man mit den besten im Game arbeiten, braucht man zwar ein größeres Budget als wenn man selbst im Proberaum herumwurstelt, dafür kann man die eine oder andere Abkürzung auf der Karriereleiter nehmen.

Schauen wir uns deshalb nun genauer an, wie du mit der richtigen Unterstützung das nächste Level erreichen kannst.

Bringe deine Texte auf das nächste Level mit einem Songwriter

Unser A&R Director Kool Savas weiß aus langjähriger Erfahrung, wie man mit seinen Texten den Zuhörer abholt:

„Je authentischer, desto besser! Wenn du über etwas Spezifisches erzählst, was dich auch persönlich betrifft, wird das von den Zuhörern viel intensiver wahrgenommen.“

Leider ist nicht jeder mit dem Talent des King of Rap gesegnet und kann seine Inhalte haargenau auf den Punkt bringen. Genau hier kann man sich Hilfe holen. Nun stellst du dir vermutlich die Frage, wie ein Text authentisch wirken soll, wenn man ihn von einem Song- bzw. Ghostwriter schreiben lässt. Genau bei solchen Punkten trennt sich die Spreu vom Weizen. Ein guter Songwriter wird anhand deiner Inputs verstehen, wie du das Thema rüberbringen willst und einen Text abliefern, der genau zu dir als Artist passt. So entsteht ein authentischer Song, selbst wenn du nicht selbst jede Zeile dazu beigetragen hast.

Zudem ist Songwriting auch in Rap-Kreisen längst nicht mehr so verpönt, wie dies noch vor einigen Jahren der Fall war, wie uns auch Jiggo bestätigt, der selbst oft für andere Künstler schreibt: „Heutzutage ist es einfacher als früher mit guten Songwritern in Kontakt zu kommen und die Thematik Ghostwriting oder Songwriting wird auch nicht mehr so kritisch betrachtet.“

Bezahlst du einen Songwriter, um deine Lyrics auf das nächste Level zu bringen, hast du umgehend in Sachen Lyrics einen Sprung nach vorne gemacht. Der Nachteil hier ist jedoch, dass dein Pen-Game deswegen nicht besser geworden ist und zudem begibt man sich in eine gewisse Abhängigkeit, wie Kitty Kat erklärt: „Grundsätzlich empfehle ich von Anfang an mit einem Songwriter zu arbeiten, so dass man von Beginn weg ein gewisses Level erreicht. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass man sich abhängig macht von einer Person.“

Jiggo im Interview

Würde sich daher ein Mittelweg empfehlen? Du schreibst deinen Text selbst und lässt ihn dann von einem Profi überarbeiten. So merkst du schnell, welche Schwachstellen verbessert wurden und mit der Zeit wirst du die Ungereimtheiten (pun intended) selbst erkennen und ausmerzen können. Klingt in der Theorie gut, in der Praxis haben jedoch die von uns befragten Songwriter erklärt, dass sie dies nicht machen würden.

Die Chance ist also groß, dass du das Textliche ganz dem Songwriter überlässt. Doch wie gehen diese dabei vor? Haben sie Dutzende Texte in der Schublade oder gehen sie gezielt auf die Wünsche der Kunden ein? Je nachdem, wie Jiggo erklärt: „Bei kleineren Artists kommt es vor, dass ich Skizzen und Demos verwende, die ich nicht für mich selber benutzte. Bei Künstler, die schon ein gewisses Standing haben, ist es alleine wegen ihres Images von Vorteil, wenn man bei null beginnt und den Text maßschneidert. Es ist wichtig, dass die Thematik zum Künstler passt.“

Auch bei Kitty Kat, die neben ihrer eigenen Karriere schon viele Jahre aktiv als Songwriterin tätig ist, gibt es beides: „Entweder habe ich den Text schon und gebe ihn weiter oder ich schnappe mir die Künstler und arbeite mit ihnen zusammen, was mir grundsätzlich lieber ist. So kann der Künstler sich einbringen und da er schon in der Schaffungsphase dabei ist, habe ich viel eher eine Vorstellung davon, was ihm gefällt.“

Schlussendlich stellt sich auch noch die Frage, für wen es sich überhaupt lohnt die Dienste eines Songwriters in Anspruch zu nehmen. Während Kitty Kat empfiehlt, von Beginn an mit einem Songwriters zu arbeiten, würde Jiggo dies Newcomern nicht unbedingt empfehlen. „Newcomern würde ich das aus Budgetgründen nicht unbedingt raten. Gehen wir mal von 500 bis 2.000 Euro für den Songwriter aus dazu kommt dann noch die Produktion, Mix und Mastering sowie vielleicht ein Musikvideo. So ist man schnell bei 5.000 bis 10.000 Euro. Spiel das mal wieder ein als Newcomer! Wenn man schon eine gewisse Reichweite erreicht hat und das nächste Level erreichen will, kann man es sich überlegen einen Writer ins Boot zu holen.“

Kitty Kat im Interview

Dem stimmt Kitty Kat grundsätzlich zu, die Berlinerin ist aber auch überzeugt, dass man einen Songwriter finden kann, der an einen glaubt und somit auch finanziell entgegenkommt: „Wenn ich jemanden wirklich feier und unterstützen will, gebe ich auch erstmal Songs kostenlos raus. Wenn man an jemanden glaubt, glaubt man auch daran, dass irgendwann Geld kommen wird.“

Finde den Produzenten, der deinen Sound auf das nächste Level bringt

Jeder Künstler hat vermutlich eine Idealvorstellung davon, wie der eigene Sound klingen sollte. Diesen bestimmten Sound hinzubekommen, ist jedoch gar nicht immer so einfach und braucht manchmal Jahre (oder ein ganzes Leben). Womöglich gibt es aber Produzenten, die genau diesen Sound haben. Die Chance ist natürlich groß, dass du diesen Produzente nicht persönlich kennst und er vielleicht so bekannt ist, dass du gar nicht erst auf die Idee kommen würdest, diesen zu kontaktieren. Doch Produzenten haben meist ein offenes Ohr und sind häufig auch dazu bereit mit Newcomern zusammenzuarbeiten.

Dies bestätigt auch Platin-Produzent Daniele Terranova: „Wir alle haben klein angefangen und waren froh, wenn wir jemanden hatten, der uns weiterbringt. Deswegen ist es mir relativ egal, ob der Künstler bekannt ist oder nicht solange er Talent hat.“ Doch diese Chance muss man sich auch verdienen, wie Cashmo gegenüber iGroove erklärt: „Mir ist es wichtig zu sehen, dass ein Künstler viel Fleiß und Eigeninitiative reinbringt. Es reicht nicht, ein, zwei Songs zu machen und dann zu glauben, dass der Rest einem in den Schoss fällt.“

Weiter ergänzt Cashmo, dass viele Produzenten, gerade im Deutschrap, durch die Erfolge wählerischer geworden sind: „Vor einigen Jahren gab es nur eine Handvoll Rapper, die richtig Erfolg hatten doch unterdessen hat sich das extrem multipliziert. Es gibt viele Künstler, die Gold oder Platin gehen und viel verkaufen. Natürlich liegt der Fokus der Produzenten dann eher auf diesen Künstlern, da sie damit ihre Brötchen verdienen können. Es ist in der heutigen Zeit sicherlich nicht ganz einfach einen namhaften Produzenten zu erreichen und ihn zu einer Zusammenarbeit zu bewegen.“

Cashmo im Interview

Ein Beatmaker kann dir einen Hit basteln, ein wirklicher Produzent aber noch viel mehr als das. Von diesem erhältst du nicht nur eine Top-Produktion, er wird den ganzen Song auf ein neues Level heben können. Gute Produzenten habe ein Gespür dafür, was funktioniert und können dir beispielsweise auch Tipps für deine Hook oder Inputs betreffend deinen Raps oder dem Gesang geben. Während ein Beatmaker hauptsächlich die Produktion im Auge hat, sieht der Produzent das ganze Bild.  Außerdem profitierst du davon, dass die Produzenten meist sehr gut vernetzt sind, was dir weitere Türen öffnen kann. Nicht zuletzt steigt auch dein Ansehen, wenn du mit den Big Shots zusammenarbeiten konntest.

Auch an dieser Stelle noch ein Tipp von Kool Savas:

„Versucht verschiedene Versionen aus, manchmal passt ein Remix besser zu deinen Lyrics als das Original. Sollte man unsicher sein, holt externe Meinungen ein. Involviert nicht nur eure Freunde, sondern auch Leute die eine eigene und fundierte Meinung haben und diese auch ehrlich äußern.“

Hole das Beste aus deinem Song heraus

Du hast deinen vielleicht besten Text geschrieben und mit einem krassen Produzenten gearbeitet doch dann sparst du am Schluss beim Mix und dem Mastering. Das ist schade, denn so wird die Qualität des Tracks sich nie voll und ganz entfalten können. Die Priorität sollte aber sicherlich vor allem auf dem Songwriting und der Produktion liegen, denn ein schlechter Mix kann einen guten Track zerstören, ein guter Mix aber keinen schlechten Song retten.

 Oder wie Kool Savas es zusammenfasst:

„Ich denke der Mix und die Soundqualität machen gesamthaft gesehen weniger aus als man denkt. Es gibt perfekt gemischte Songs, die nie zu einem Hit wurden aber auch ganz schlecht gemischte Sachen, die Welthits wurden. Vernachlässigen sollte man es natürlich trotzdem nicht, aber es muss jetzt nicht immer der Grammy-Gewinner sein.“

Bei iGroove hast du die Möglichkeit mit drei der renommiertesten Engineers Deutschlands zusammenzuarbeiten. Mehr Infos zu dem Mastering-Service von Kingsize, Sti und KD-Beatz gibt es hier.

Wie komme ich in Kontakt mit den Top-Produzenten und -Songwritern?

Wie oben schon angedeutet, ist das richtige Team häufig der Schlüssel zum Erfolg. Da man in den seltensten Fällen alle benötigten Teammitglieder im eigenen Freundeskreis hat, empfiehlt es sich herauszufinden, mit wem erfolgreiche Künstler zusammenarbeiten. Suche daher für alle oben erwähnten Bereiche deine Favoriten heraus und erstelle eine Liste mit Kontakten. Diese findest du entweder über ihre offizielle Webseite oder via Social Media.

Moris Marchionna, Mitgründer und A&R von iGroove, ist tagtäglich mit erfolgreichen Leuten aus der Musikindustrie in Kontakt und erklärt: „Erfolgreiche Menschen sind meist sehr zugänglich und freundlich – vorausgesetzt du gehst sie richtig an. Es ist deshalb wichtig, dass du dich gut vorbereitest bevor du jemanden kontaktierst.“ Bei der Kontaktaufnahme sollte man kurz erklären, wieso man eine Zusammenarbeit sehr zu schätzen wüsste und außerdem muss man die wichtigsten Fragen (nicht mehr als 1-2) präzise formulieren. Auf keinen Fall sollte man aufdringlich sein, auch wenn die Antwort mal etwas auf sich warten lässt: diese Leute sind sehr beschäftigt.

Moris Marchionna erklärt weiter: „Zwischenmenschliche Aspekte sind deshalb überaus wichtig, weil Entscheidungen für eine Zusammenarbeit häufig emotional und aufgrund von Sympathie getroffen werden. Auch erfolgreiche Leute entscheiden nicht ausschließlich aufgrund finanzieller Aspekte. Du solltest schon im Voraus überlegen, was du ihnen bieten kannst und was dein Budget ist. Versuche dich für einen Moment in dein Gegenüber zu versetzen und herauszufinden, wieso er mit dir arbeiten sollte.“

Während Produzenten meist eine eigene Website haben oder zumindest auf Social Media leicht auffindbar sind, ist es bei den Songwritern etwas komplizierter. Gemäß Jiggo braucht es aber auch hier nicht viel Recherche: „Jeder kann auf Spotify sehen, wer an einem Song mitgewirkt hat und in 90 Prozent der Fälle wird das dort auch eingetragen. Das stehen dann fünf, sechs Namen und wenn man weiß, welche davon die Produzenten sind, kann man daraus ableiten, wer den Song geschrieben hat. Die andere Möglichkeit ist über einen Verlag, entweder in dem man selbst einen Verlagsdeal hat oder in dem man in Kontakt ist mit einem Verlag. Auf diesem Weg geht das natürlich noch deutlich schneller“.

Sobald man herausgefunden hat, welche Songwriter interessant wären, sieht auch Kitty Kat die Kontaktaufnahme als sehr unkompliziert: „Songwriter sind ganz normale Menschen wie du und ich somit kann man die einfach kontaktieren über Facebook oder Instagram. Einfach mal anschreiben, Sachen hinschicken und wenn der Songwriter Interesse hat, wird er mit dir arbeiten.“

Zukünftig könnte ein neues Feature von Spotify die Suche nach Songwritern zusätzlich erleichtern. Seit kurzem können Songwriter eine eigene Landingpage beantragen, auf welcher alle Tracks aufgeführt sind, an welchen sie mitgearbeitet haben. Diese Landingpage ist dann jeweils direkt bei den auf Spotify hinterlegen Songinfos verlinkt. Bist du ein Songwriter und möchtest deine eigene Page haben? Dann einfach hier klicken.

Tidal ist hier Spotify bereits einen Schritt voraus. Hier sind auf jedem Künstlerprofil auch alle Songs aufgelistet, in welchem ein Künstler als Lyricist, Composer, Producer etc. aufgeführt wurde. Ein Beispiel findet ihr hier.

Soundbetter: Trete in Kontakt mit internationalen Top-Musikern

Eine weitere Möglichkeit, um unkompliziert mit talentierten und renommierten Musikern und Engineers in Kontakt zu kommen, ist die unterdessen von Spotify aufgekaufte Plattform soundbetter.com.

Dies funktioniert ganz simpel: Man fertigt eine Kurzbeschreibung seines Projekts an, verlangt von den gewählten Personen ein unverbindliches und kostenloses Angebot und wenn der Preis stimmt, kann es auch schon losgehen.

Zur Auswahl stehen dabei Produzenten, SängerInnen, Songwriter, Mixing Engineers, Mastering Engineers sowie Sessionmusiker. Diverse Filter erleichtern es dabei einen die passenden Artists zu finden. Da viele der hier registrierten Artists mit den ganz großen des Musikgeschäfts zusammengearbeitet haben, kann man sich hier allenfalls den einen oder anderen Traum erfüllen. So einfach kommt man wohl nur selten mit dem Produzenten deines Lieblingssongs, der Sängerin deren Stimme dich schon auf diversen Songs verzaubert hat oder dem Engineer, der dein Lieblingsalbum gemischt hat in Kontakt.

In der Track-Sektion gibt es außerdem die Möglichkeit fixfertige Songs zu kaufen und diese auch gleich lizenzieren zu lassen.

Mit was für Kosten muss ich rechnen?

Will man mit den Top-Produzenten im Game arbeiten, hat dies seinen Preis. Es gibt aber auch Erfolgsproduzenten wie Daniele Terranova, die das sehr locker handhaben: „Für mich spielt das Geld in erster Linie keine Rolle. Wenn der Künstler wirklich talentiert ist, geht es mir primär darum gute Musik mit ihm zu machen. Im Nachhinein kann man immer noch schauen, wie man das genau macht mit Gema-Anteilen oder Lizenzpunkten. Apache ist ein gutes Beispiel: der hat bei einem Kollegen von mir auch nie etwas bezahlt und ist jetzt so krass erfolgreich.“

Interview mit Daniele Terranova

Die meisten Produzenten werden aber natürlich einen Fixbetrag verlangen, wobei die Preise stark variieren wie Cashmo erklärt: „Die Preise sind sehr unterschiedlich aber ich denke für so zwischen 500 bis 1000 Euro kriegt man bei den meisten Produzenten einen Beat, gewisse Produzenten nehmen auch 2000 bis 3000 Euro für eine Produktion.“ Und die Preise sind nach oben offen, wie Jiggo ergänzt: „Erfahrungsgemäß bezahlt man in Deutschland selten mehr als 5.000 Euro. Natürlich gibt es auch Produzenten, die über Deutschland hinaus bekannt sind wie OZ und da sind wir dann bestimmt bei fünfstelligen Beträgen. Man bekommt aber auch dementsprechend Qualität plus bezahlt man den Namen mit.“

Diesen Preisrange von einigen Hundertern bis zu ungefähr 5.000 Euro bestätigt auch Kitty Kat: „Die Beatpreise liegen irgendwo zwischen 300 und 5.000 Euro. Arbeitet man mit einem Produzenten, der lauter Hits in den Charts hat, muss man zwischen 3.000 und 5.000 Euro oder sogar mehr hinblättern. Bei Producern, die noch eher am Anfang stehen, kann man auch für 200-300 Euro einen Beat bekommen.“

Einen großen Einfluss auf den Preis hat, ob man den Produzenten oder Songwriter komplett auszahlt, oder ob dieser danach den Gema- und Verkaufseinnahmen beteiligt ist. Gerade wenn man noch eher ein Newcomer ist, bei dem nicht im Vornerein klar ist, dass man viel Umsatz mit seinem Release machen wird, werden viele sich wohl eher komplett auszahlen lassen. Dazu Cashmo: „In der Regel ist es so, dass man einen fixen Preis vereinbart. Wenn der Künstler etwas bekannter ist und man davon ausgehen kann, dass da von der Gema her auch noch was reinkommt, kann man den Künstlern mit der Gage entgegenkommen.“

Daniele Terranova bevorzugt es an den Einnahmen beteiligt zu werden: „Mir ist es lieber, gerade bei größeren Sachen, dass ich meine prozentualen Anteile bekomme. Bei größeren Künstlern erhält man natürlich auch die Produktionskosten vergütet. Ein konkretes Beispiel: Bei einem großen Projekt erhielt ich 5.000 Euro Produktionskosten, meine 4 Lizenzpunkte plus dann auch noch die Einnahmen der Gema.»

Bei den Songwritern lief es lange Zeit anders, wie uns Kitty Kat erzählte. Diese erhielten nämlich ausschließlich ihren Anteil von der Gema: „Bis anhin gab es beim Songwriting keine Fixbeträge. Wir Songwriter lebten von den Gema-Einnahmen. Aber es gibt gerade einen Umschwung und viele erfolgreiche Songwriter haben sich zusammengetan und haben einen Fixbetrag für die Songwriter eingeführt. Im Gegensatz zu den Produzenten erhielten die Songwriter keinen fixen Betrag für ihren Text. Wenn nun der Song nicht erfolgreich ist oder seitens des Künstlers oder der Plattenfirma etwas nicht richtig funktioniert, steht der Songwriter mit leeren Händen da, obwohl er gearbeitet hat.“

Jiggo gehört nur neueren Generation von Songwritern und für ihn sind Fixbeträge bereits die Normalität: „Für einen Song, bei welchem man Gema und Punkte erhält, liegt der Preis irgendwo zwischen 1.000 und 5.000 Euro. Es hängt aber auch von der Reichweite und Größe des Artists ab. Weiter kommt es darauf an, in welchem Rahmen der Song releast wird, ob es zum Beispiel eine Video- oder Album-Single ist. Wenn ich den Text für die Video-Single eines großen Artists schreibe, gehe ich lieber mit dem Grundpreis runter und nehme mehr Prozente. Dies mit der einfachen Intention und Hoffnung, dass der Song viele Streams macht und ich dann mehr durch meine Anteile verdiene.“

Will man einen Ghostwriter komplett auszahlen und ihm keine sonstigen Einnahmen abgeben, steigen die Preise erheblich erklärt Jiggo: „Bei einem Top-Ghostwriter kann dies schnell ein fünfstelliger Betrag sein. Wenn man inklusive Beteiligung zwischen 1.000 und 5.000 als Grundpreis erhält, macht es schon Sinn, dass man sich nicht für unter 10.000 Euro auszahlen lässt.“

Daniele rät dann auch den Produzenten und Songwritern, bei den Zusammenarbeit nicht auf hohe Fixkosten zu beharren, sondern sich beteiligen zu lassen: „Ich würde den Leuten raten, nicht zu gierig zu sein. Es lohnt sich abzuwarten, in sein Können zu vertrauen und irgendwann wird sich der Fleiß auszahlen. Wir alle hatten mal Geldnot und wollten das schnelle Geld aber ich denke das ist in der Musikbranche nicht unbedingt vorteilhaft.“

Fazit

Zusammengefasst kann man sagen, will man mit einem Top-Produzenten und einem renommierten Songwriter zusammenarbeiten, sind die Kosten schnell bei 2.000-5.000 Euro oder gar mehr. Zudem wird man in den meisten Fällen auch noch einen Teil der Einnahmen sowie des Gema-Anteils abtreten. Hat man das nötige Geld auf der Seite, kann man diese Kosten als Investment verstehen, die man vielleicht nicht direkt mit der ersten Single wieder einspielt, die aber einen qualitativen Push geben und sich somit hoffentlich längerfristig auszahlen werden.

Top Produzenten

Wir haben für euch einige der Top-Produzenten und -Songwriter aus dem deutschsprachigen Raum zusammengetragen. iGroove erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und die Liste soll kontinuierlich ergänzt werden. Findest du, dass ein Producer oder Songwriter auf der Liste fehlt? Dann fülle dieses Formular aus und wir prüfen dies gerne.

Beatzarrewww.instagram.com/vincent.stein
Cashmowww.instagram.com/cashmomusik
Chekaawww.instagram.com/chekaa
Chrizmaticwww.instagram.com/prod_chrizmatic
Daniele Terranovawww.instagram.com/iamdanieleterranova
Djorkaeffwww.instagram.com/konstantinscherer
Fooswww.instagram.com/foosofficial
Freshmakerwww.instagram.com/freshmakerbeats
Grechoewww.instagram.com/greckoe/
Jimmy Torriowww.instagram.com/jimmytorrio
Jugglerzwww.instagram.com/jugglerz
Juh-Deewww.instagram.com/juhdee
Jumpawww.instagram.com/jumpa275
KD-Beatzwww.instagram.com/kdbeatz
Lucrywww.instagram.com/prodby_lucry
Lukas Pianowww.instagram.com/lukas_piano
Macloudwww.instagram.com/macloud
Miksuwww.instagram.com/miksu
Myvisionblurrywww.instagram.com/myvisionblurry
Nico Chiarawww.instagram.com/nico.chiara
OZwww.instagram.com/ozmusiqe
Pzywww.instagram.com/pzy_offiziell
Remoewww.instagram.com/remoemusic
Sonus 030www.instagram.com/sonus030
Suenawww.instagram.com/__suena
The Cratezwww.instagram.com/thecratez
Young Meshwww.instagram.com/young_mesh

Top Songwriter

Ali Aswww.instagram.com/ali2as
Dominik Langewww.instagram.com/dominiklange
Fabian Römerwww.instagram.com/fabian_roemer
Jiggowww.instagram.com/officialjiggo
Kitty Katwww.instagram.com/kittykat_rapqueen
Montezwww.instagram.com/montez.official
Mosenuwww.instagram.com/xmosenu
MoTripwww.instagram.com/motrip
Paul Jacobiwww.instagram.com/pauljacobi
Payywww.instagram.com/payy
Seko Zazawww.instagram.com/sekozazaofficial
Sentinowww.instagram.com/sentino_zl
Shindywww.instagram.com/shindy
Takt32www.instagram.com/takt32_official

Hast du noch Fragen zum Thema Producer oder Songwriting?

Dann melde dich bei unserem Support unter support@igroovemusic.com oder schreibe uns im Chat.

28 Shares

Wechsle jetzt in wenigen Schritten zu iGroove und behalte alle deine Streams!

Mehr erfahren
Copy link